Was ist ZenWave™?
ZenWave™ ist Zendures eigener dynamischer Stromtarif. Statt eines fixen Arbeitspreises zahlt man den tatsächlichen Börsenstrompreis (EPEX Day-Ahead), der sich stündlich ändert. Die Grundgebühr liegt bei 4,99 Euro pro Monat – flexibel kündbar, inklusive kostenloser Smart-Meter-Installation.
Die vollständigen Kosten setzen sich zusammen aus der Grundgebühr (4,99 €/Monat), einer Servicegebühr von 1,59 ct/kWh sowie dem tatsächlichen Börsenstrompreis – dazu kommen Netzentgelte, Messstellengebühren und gesetzliche Steuern und Abgaben. Gegenüber vielen anderen Anbietern dynamischer Tarife ist die Servicegebühr bei ZenWave™ bewusst niedrig gehalten.
Das Besondere: ZenWave™ ist nicht nur ein Tarif, sondern tief mit dem Zendure HEMS und der KI-Steuerung ZENKI™ verzahnt. Das System erkennt automatisch, wann Strom günstig ist – und lädt Speicher, E-Auto oder Wärmepumpe genau dann.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Der Börsenstrompreis schwankt über den Tag erheblich: Nachts, wenn wenig verbraucht wird, ist er oft günstig oder sogar negativ. An sonnigen Mittagen mit hohem Solarangebot ebenfalls. Abends zur Hauptlastzeit steigt er.
Ein normaler Haushalt bemerkt das nicht – er wird nach dem sogenannten Standardlastprofil (SLP) abgerechnet, einem statistischen Durchschnittswert. Mit ZenWave™ und einem Smart Meter wird der Verbrauch viertelstündlich gemessen und exakt dem jeweiligen Börsenstrompreis zugeordnet.
ZENKI™ sorgt dafür, dass der Speicher bevorzugt in günstigen Stunden lädt und in teuren Stunden Strom aus dem Akku liefert. Das Ergebnis: ein effektiver Arbeitspreis, der deutlich unter dem liegt, was ein Festpreiskunde zahlt.
Andreas aus Lemwerder: 113 Euro gespart – in einem Monat
Was das in der Praxis bedeutet, zeigt das Beispiel von Andreas aus Lemwerder bei Bremen. Er lebt mit seiner Familie in einem 160 m² Einfamilienhaus, beheizt komplett mit Wärmepumpe, fährt einen Tesla Model Y und hat rund 13 kW Solarleistung auf dem Dach – plus 14 kWh Speicherkapazität, verteilt auf mehrere Zendure-Systeme (Hyper 2000, SolarFlow 2400, 1600 AC+, 2400 Pro).
Sein Jahresverbrauch liegt bei über 10.000 kWh – ein Vielfaches des deutschen Durchschnitts. Genau deshalb ist der Hebel des dynamischen Tarifs bei Andreas besonders groß. Im Februar 2026 standen knapp 1.068 kWh auf der Rechnung.
| Verbrauch Februar 2026 | 1.068 kWh |
| Kosten BDEW-Durchschnitt (31,90 ct/kWh brutto) | 340,69 € |
| Kosten ZenWave™ (mit Modul 3) | 237,65 € |
| Ersparnis pro Monat | → 113,04 € |
| Hochgerechnete Jahresersparnis | → ca. 1.356 € |
| Effektiver Arbeitspreis ZenWave™ | → 22,25 ct/kWh brutto |
Zur Einordnung: Der BDEW-Vergleichswert basiert auf 31,90 ct/kWh Arbeitspreis plus 10 € Grundgebühr (= 350,69 € gesamt) – das ist der mittlere Preis wettbewerbsfähiger Tarife in Deutschland, nicht teurer Grundversorgung.
Die Ersparnis von gut einem Drittel ist also gegenüber einem bereits günstigen Festpreisangebot gerechnet.
Ich hatte vorher schon einen dynamischen Tarif, aber so niedrige Stromkosten wie mit ZenWave™ in diesem Winter hatte ich noch nie.
— Andreas, ZenWave™-Kunde aus Lemwerder

Drei Hebel, die die Rechnung drücken
Die 113 Euro Ersparnis entstehen nicht durch einen einzigen Faktor, sondern durch das Zusammenspiel dreier Mechanismen.
Hebel 1: Intelligenter Stromeinkauf mit ZENKI™
ZENKI™ verschiebt den Verbrauch gezielt in günstige Stunden. Der Speicher lädt nachts, wenn die Preise niedrig sind. Tagsüber bei hohen Preisen liefert er Strom aus dem Akku. So liegt Andreas‘ effektiver Börsenstrompreis unter dem, was ein Standardlastprofil-Haushalt zahlt.
| Börsenstrompreis (EPEX Day-Ahead) | 8,86 ct/kWh |
| Servicegebühr (Zendure) | 1,34 ct/kWh (brutto: 1,59 ct) |
| Netzentgelte (effektiv, mit Modul 3) | 1,91 ct/kWh |
| Stromsteuer | 2,05 ct/kWh |
| Konzessionsabgabe | 1,32 ct/kWh |
| §19 Abgabe | 1,56 ct/kWh |
| Umlage Offshore | 0,94 ct/kWh |
| Umlage KWK | 0,45 ct/kWh |
| Summe netto | → 18,42 ct/kWh |
| Summe brutto (inkl. 19 % MwSt.) | → 21,92 ct/kWh |
Hebel 2: §14a EnWG Modul 1 – pauschale Netzentgeltreduzierung
Wer eine steuerbare Verbrauchseinrichtung betreibt – Wärmepumpe oder Wallbox – kann eine pauschale Netzentgeltreduzierung beantragen. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber diese Geräte in Ausnahmesituationen kurz drosseln. Für Andreas bedeutet das 9,04 Euro brutto pro Monat Netzentgeltrabatt – fix, unabhängig vom Verbrauch.
Hebel 3: §14a EnWG Modul 3 – dynamische Netzentgelte
Modul 3 staffelt die Netzentgelte nach drei Zeitzonen: Niedrigtarif, Standardtarif, Hochtarif. Bei Andreas landen fast 50 % des Verbrauchs im Niedrigtarif (0,38 ct/kWh), nur 5,6 % im Hochtarif. Sein effektives Netzentgelt: 2,27 ct/kWh statt 3,81 ct/kWh – minus 40 %. Allein durch Modul 3: 16,46 Euro gespart in einem Monat.
Ich habe einfach im Chat geschrieben, dass ich Modul 3 haben möchte. Kurz darauf war alles aktiviert. Einfacher geht es nicht.
— Andreas über die Modul-3-Aktivierung
Negative Strompreise: Laden und gleichzeitig Kosten reduzieren
Ein Sonderfall, der das Potenzial dynamischer Tarife besonders gut illustriert: An Tagen mit negativen Börsenpreisen – bis minus 15 ct/kWh – hat Andreas gezielt geladen. 60 kWh für das E-Auto und den Speicher machte er auch noch voll.
Das ist kein Einzelfall: An Tagen mit hohem Wind- oder Solarangebot tauchen negative Preise regelmäßig auf. Wer mit Smart Meter und steuerbarem Speicher ausgerüstet ist, nutzt diese Momente automatisch.
Für wen lohnt sich ZenWave™?
Andreas‘ Zahlen sind beeindruckend – aber er ist kein Durchschnittshaushalt. Das Grundprinzip gilt jedoch auch bei kleineren Setups:
- Wer einen Balkonkraftwerk-Speicher oder Heimspeicher besitzt, kann günstiges Nachtladen automatisch nutzen.
- Wer eine Wärmepumpe oder Wallbox betreibt, aktiviert §14a-Module und kassiert sofort festen Rabatt.
- Wer bereits einen Zendure-Speicher mit HEMS hat, bekommt mit ZenWave™ die optimale Preissignal-Basis für ZENKI™.
- Wer noch keinen dynamischen Tarif hat, steigt mit 4,99 €/Monat besonders niedrigschwellig ein.
Zur Einordnung: Ein Haushalt mit 3.000–4.000 kWh Jahresverbrauch und mittelgroßem Speicher kann realistisch mit 150–400 Euro Ersparnis pro Jahr rechnen – abhängig von Verbrauchsflexibilität, Speichergröße und aktivierten Modulen.
Weitere ZenWave™-Erfahrungen aus der Community
Wie unterschiedlich ZenWave™ im Alltag eingesetzt werden kann, zeigen weitere Beispiele aus der Zendure-Community. Der gemeinsame Nenner ist die Kombination aus ZenWave™ und Zendure-Speicher. ZenWave™ liefert die dynamischen Strompreise, das System nutzt diese Signale für den Betrieb von Speicher, PV-Anlage und größeren Verbrauchern.
Intelligentes wirtschaften mit Strom
Ein Nutzer aus Cottbus lebt in einer Wohnung mit drei bis vier Personen und nutzt einen Smart Meter, sechs bifaziale Solarmodule mit insgesamt 3.450 W sowie einen SolarFlow 2400 Pro mit zwei AB2000-Batterien. Im April 2026 lag sein monatlicher Netzbezug bei 33,31 kWh. Mit ZenWave™ beliefen sich die Stromkosten für diesen Monat auf 13,03 Euro. Gegenüber dem örtlichen Versorger sparte der Nutzer 7,87 Euro. Möglich wurde das durch den niedrigen ZenWave™-Grundpreis, die Nutzung günstiger Tarifzeiten und den gezielten Verbrauch während negativer Preisphasen.
Einfacher Wechsel mit schnellem Sparpotenzial
Auch in Haushalten mit größerer PV-Anlage und viel Speicherkapazität zeigt sich ein positiver Effekt. Ein Nutzer aus Bayern betreibt in einem Reihenhaus mit drei bis vier Personen eine PV-Anlage mit 7,4 kW sowie drei SolarFlow Hyper 2000 Systeme mit zwölf AB2000-Batterien, die insgesamt 24 kWh speichern können. Im April 2026 betrug der monatliche Netzbezug 196 kWh, die Stromkosten lagen bei 61,57 Euro. Gegenüber dem bisherigen Stadtwerke-Tarif ergab sich daraus eine Ersparnis von 25,43 Euro. Neben dem Sparpotenzial überzeugte den Nutzer vor allem der unkomplizierte Wechsel zu ZenWave™.
Günstiger Strombezug dank smarter Entscheidungen
Ein weiteres Beispiel liefert ein Einfamilienhaus in Dinkelsbühl in Bayern. Der Haushalt hat einen Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh und nutzt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit 9 kWp Leistung, einen Smart Meter, eine Wallbox und einen SolarFlow 2400 AC+ mit vier AB2000-Batterien. Seit dem Vertragsstart am 10. April 2026 bezog der Haushalt innerhalb von 21 Tagen 74,92 kWh Strom aus dem Netz.
Die Strombezugskosten mit ZenWave™ lagen in diesem Zeitraum bei nur 0,22 Euro. Gegenüber dem vorherigen dynamischen Tarif ergab sich eine zusätzliche Ersparnis von 6 Euro. Besonders hilfreich waren laut Nutzer die E-Mail-Hinweise auf negative Strompreise. So konnte er den Verbrauch besser planen und das E-Auto gezielt in günstigen Zeitfenstern laden.
Positiv hervorheben möchte ich die Benachrichtigungen, die man vor Negativspreisen via Mail erhält. Dadurch konnte ich meinen Stromverbrauch gut organisieren und Geld sparen bzw. verdienen.
— ZenWave™-Nutzer aus Dinkelsbühl
ZenWave™ und der Zendure-Ökosystem-Vorteil
Anders als rein tarifliche Anbieter ist ZenWave™ fest in das Zendure-Ökosystem eingebettet: Tarif und Speicher sprechen dieselbe Sprache. ZENKI™ kennt die aktuellen Stundenpreise und optimiert Laden und Entladen automatisch.
Wer einen Zendure SolarFlow 2400 Pro oder einen SolarFlow 800 Pro betreibt, bekommt mit ZenWave™ die optimale Ergänzung: Der Speicher weiß, wann Strom günstig ist – und handelt entsprechend.
Fazit:
ZenWave™ ist kein Selbstläufer für jeden Haushalt – aber für Zendure-Nutzer mit Speicher ist es die konsequente Weiterführung des Systems.
Die niedrige Grundgebühr senkt die Einstiegshürde, §14a-Module bringen sofort messbaren Rabatt, und in Kombination mit ZENKI™ entfaltet sich das volle Sparpotenzial. Andreas‘ 113 Euro im Februar sind das beste Argument: Wer die richtigen Geräte hat und sie intelligent steuert, zahlt am Ende deutlich weniger.
Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Interview und der veröffentlichten Rechnung von Andreas M. (Feb. 2026) sowie weiteren Erfahrungswerten aus der Zendure-Community. Individuelle Ersparnisse können je nach Verbrauch, Standort und Setup abweichen. Vergleichswert für Andreas: BDEW-Arbeitspreis 31,90 ct/kWh brutto, 10 € Grundgebühr.
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