Unser Test-Fazit zum Kress EyePilot KR261E
Der Kress EyePilot KR261E ist ein technisch überzeugender Mähroboter, der beim Mähen und bei der Hinderniserkennung stark auftrumpft.
Der schnelle Aufbau, das tolle Design und das sehr starke Mähergebnis auf der Fläche hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Bei der Hinderniserkennung zeigt er ebenfalls eine starke Leistung – in unserem Test erkannte er selbst einen Golfball, zumindest meistens.
Die Schwächen liegen woanders: Die Kress Mission App ist unübersichtlich und umständlich zu bedienen. Wer zum Beispiel den Kantenmähmodus aktivieren will, muss sich erst durch das Kartenmenü graben – das ist keine intuitive User Experience.
Hinzu kommt ein vergleichsweise hoher Preis für eine maximale Flächenleistung von 1.000 Quadratmetern, dazu kein Allradantrieb und eine eingeschränkte Verfügbarkeit ausschließlich über den stationären Handel.
Wer einen der modernsten Mähroboter auf dem Markt sucht und einen Kress-Händler in der Nähe hat, bekommt mit dem KR261E ein gutes Gerät. Die App-Schwäche und die Preisfrage sollten aber bewusst einkalkuliert werden.
Kress EyePilot KR261E – Design & Ausstattung im Überblick
Beim ersten Blick auf den Kress EyePilot KR261E fällt schnell die optische Verwandtschaft mit dem Worx Landroid Vision Cloud auf. Die Formsprache ist sehr ähnlich – kompakter Roboterrumpf, ähnliche Proportionen, gleiche Gehäusehöhe – nur die Farbgebung unterscheidet sich deutlich voneinander.

Auf der Oberseite findet sich das bekannte kleine Display mit schwarzem Hintergrund und blauer Schrift sowie drei Bedientasten. Auch der Signalton beim Ein- und Ausschalten, beim Verlassen der Ladestation und bei Fehlermeldungen ist identisch. Wer von einem Worx auf einen Kress wechselt (oder umgekehrt), dürfte sich am Gerät selbst sofort zurechtfinden.
Die Schutzklasse IPX6 macht den KR261E fit für alle Wetterbedingungen. Auch er kann problemlos mit dem Gartenschlauch gereinigt werden. Das Gehäuse macht insgesamt einen robusten und hochwertigen Eindruck.

Auf der Unterseite befindet sich der Hauptmähteller mit drei Klingen und 20 Zentimeter Schnittbreite. Ergänzt wird er durch das ZeroTrim-Seitenmähwerk – das Kress-Pendant zum Cut-to-Zero-Modul des Worx. Beide verfolgen das gleiche Ziel: sauberere Rasenkanten durch ein zusätzliches, seitlich angebrachtes Mähwerk.
Der 4-Ah-Akku mit 20 Volt ist fest verbaut und für Flächen bis zu 1.000 Quadratmetern pro Tag ausgelegt.

Für die Navigation ist der RTKⁿ-Empfänger auf der Oberseite verantwortlich, ergänzt durch die EyePilot-Kameras an der Front. Das Navigationsprinzip ist identisch mit dem des Worx: Cloud-RTK ohne separate Gartenantenne, kombiniert mit kamerabasierter visueller Erkennung (EyePilot).
Fazit: Der Kress EyePilot KR261E macht optisch eine sehr gute Figur und hinterlässt einen wertigen Eindruck. Die Verwandtschaft zum Worx sieht man – man muss sie aber nicht als Nachteil verstehen. Sie zeigt vielmehr, dass hinter beiden Geräten eine ausgereifte und bewährte Technologieplattform steckt.

Aufbau und Einrichtung des Kress EyePilot KR261E
Der Aufbau des KR261E war in unserem Test erfreulich schnell und unkompliziert erledigt. Die notwendigen Schritte:
- Mähroboter und Lieferumfang auspacken
- Ladestation am gewünschten Ort platzieren und mit den Befestigungsnägeln im Boden fixieren
- Ladegerät mit Ladestation verbinden und in die Steckdose stecken
- Mähroboter in die Station setzen und einschalten
Der gesamte Aufbau war in wenigen Minuten abgeschlossen – kein Begrenzungskabel, kein Antennen-Mast, keine komplexe Hardware. Auch Personen ohne Vorerfahrung mit Mährobotern sollten hier keine Probleme haben.

Ähnlich reibungslos verlief die Einrichtung in der Kress App. Nach dem Download und der Registrierung wurde der Roboter per QR-Code in wenigen Schritten hinzugefügt und mit dem WLAN verbunden. Die Verbindung klappte in unserem Test auf Anhieb.
Sowohl die automatische als auch die manuelle Kartierung funktionierten in unserem Test einwandfrei. Bei der automatischen Kartierung fuhr der KR261E selbstständig durch den Garten, erkannte Rasenflächen zuverlässig und hielt die Grenzen gut ein. Die manuelle Steuerung bei der manuellen Kartierung war einfach zu verstehen und intuitiv zu bedienen.
Funktionen, Performance und Sicherheit: Was kann der Kress EyePilot KR261E?
Nach dem Aufbau und der Einrichtung ging es ans Mähen. Dabei zeigte der Kress eine starke Leistung!

Auf der Rasenfläche erzielte der KR261E in unserem Test ein hervorragendes Ergebnis. Der Mähroboter fuhr perfekt parallele Bahnen, mähte den Rasen gleichmäßig auf die eingestellte Höhe und ließ dabei keinen Grashalm aus. Das Mähbild war ausgesprochen gleichmäßig.
Dazu kommt der angenehm leise Betrieb: Mit 58 Dezibel steht der KR261 den Konkurrenzmodellen in nichts nach. Er stört weder beim Arbeiten im Garten noch die Nachbarschaft.

Beim Mähen können Nutzer über die App unter anderem Mährichtung und Mähzeitpläne, sowie strukturierte oder zufällige Mähbahnen einstellen. Die Schnitthöhe wird ausschließlich manuell direkt am Gerät eingestellt – eine digitale Einstellung über die App ist hier nicht möglich.
Die Sicherheit des Kress EyePilot KR261E im Test
Bei der Hinderniserkennung zeigte der KR261E eine sehr starke Leistung – und setzte in einem Punkt sogar noch einen drauf: In unserem Hindernisparcours aus Hütchen, Tennisbällen, Gartenstühlen, Gartentisch und Gartenschlauch erkannte der Kress alle Hindernisse zuverlässig und umfuhr sie, ohne sie zu berühren.

Das Highlight: Ein Golfball im Parcours wurde vom KR261E erkannt – in unserem Test allerdings nur in rund 50 Prozent der Fälle.
Das ist zwar kein stabiles Ergebnis, zeigt aber, dass die Sensorsysteme des EyePilot potenziell noch etwas feiner aufgelöst arbeiten. In der Praxis dürfte der Golfball als Hindernis aber nur für wenige Nutzer relevant sein.

Die STOP-Taste funktionierte in unserem Test sofort und ohne Verzögerung – Mähroboter und Mähwerk blieben umgehend stehen.
ZeroTrim: Das Kress-Seitenmähwerk im Test
Wie der Worx Landroid Vision Cloud verfügt auch der Kress EyePilot KR261E über ein seitliches Zusatzmähwerk für verbesserten Kantenschnitt – beim Kress nennt es sich ZeroTrim.
Das Ergebnis in unserem Test ist identisch mit dem des Worx: Definitiv besser als ohne Seitenmähwerk, aber nicht so perfekt, wie man es sich erhofft.

An Kanten, die der Mähroboter überfahren kann, war das Ergebnis sehr gut – der KR261E fuhr zuverlässig über die Kante hinaus und sorgte für einen ordentlichen Abschluss. An Kanten, die er nicht überfahren kann, bleiben weiterhin einige wenige Grashalme stehen.
Das ist aber kein Kress-spezifisches Problem, sondern der aktuelle Stand der Technik – kein Mähroboter auf dem Markt löst dieses „letzte-Millimeter-Problem“ vollständig.
Insgesamt liegt der Kantenschnitt des KR261E auf dem Niveau des Worx Vision Cloud – solide, sollte aber mit realistischen Erwartungen betrachtet werden. Nacharbeiten per Hand muss weiterhin eingeplant werden.

Wie gut ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Kress EyePilot KR261E?
Der KR261E positioniert sich preislich im oberen Segment – und das bei einer maximalen Flächenleistung von 1.000 Quadratmetern. Mit 4G liegt der Preis bei 2.199 Euro – ohne werden 1.999 Euro fällig.
Zum Vergleich: Der Worx Vision Cloud bietet für einen ähnlichen Preis bis zu 3.000 Quadratmeter und hat 4G an Bord. Wer also einen größeren Garten hat, muss das klar in die Kaufentscheidung einbeziehen.
Kein Allradantrieb, ein fest verbauter (nicht austauschbarer) Akku und die eingeschränkte Verfügbarkeit ausschließlich über den stationären Fachhandel tragen ebenfalls zur kritischeren Preis-Leistungs-Bewertung bei.
Weitere Kress EyePilot KR261E Tests & Bewertungen
Wir als home&smart Redaktion haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Leser neutral und umfassend zu informieren, damit diese eine gute Kaufentscheidung auf Basis unserer Erfahrungen und Recherche treffen können.
Dabei wollen wir unsere eigenen Erfahrungen transportieren, statt jedes noch so kleine technische Detail zu erklären, welches für die meisten Leser ohnehin keine Rolle spielt. Hierzu führen wir strenge und vergleichbare Tests durch und kombinieren diese mit einer ausführlichen Recherche zu einem Produkt.
Bei allen Tests blicken wir auch immer auf die Testergebnisse anderer Fachredaktionen und auf aktuelle technische Entwicklungen. Dadurch wollen wir einen Tunnelblick vermeiden. Auf unsere Testnote haben diese Ergebnisse aber keine Auswirkungen.
Wer möchte, kann sich in unseren Redaktionsrichtlinien tiefergehend zu unserem Vorgehen bei Produkttests oder zu unserer Recherche informieren. Außerdem gibt es hier einen Artikel über unser Testverfahren.
- Bisher gibt es zum Kress KR261E noch keinen anderen Test einer weiteren Fachredaktion.
Preise & Verfügbarkeit des Kress EyePilot KR261E

Welche Alternativen gibt es zu Kress EyePilot KR261E?
Wer nach Alternativen sucht und einen Mähroboter bis 1.000 Quadratmeter benötigt, sollte sich mit dem MOVA LiDAX Ultra 1000 beschäftigen. Er ist in verschiedenen Varianten erhältlich und kostet nur etwa die Hälfte des Kress EyePilot KR261E.
Zudem überzeugte er im Test mit einer guten Mähleistung, sehr guter Hinderniserkennung und zeigt auch am Rand ein gutes Ergebnis dank dem UltraTrim-System.
Weitere Alternativen gibt es in unserem Mähroboter ohne Begrenzungskabel Test zum Nachlesen.
Mähroboter ohne Begrenzungskabel: Wie funktioniert der Kress EyePilot KR261E?
Der Kress EyePilot KR261E gehört zur modernen Generation von Mährobotern, die vollständig auf ein Begrenzungskabel verzichten. Die Technologiebasis ist nahezu identisch mit dem Worx Vision Cloud.
RTK: Zentimetergenaue Positionsbestimmung ohne Antenne
Das RTKⁿ-System (Real-Time Kinematic) liefert GPS-Korrekturdaten über das Internet. Im Unterschied zu älteren RTK-Systemen muss keine separate Antenne oder Basisstation im Garten installiert werden.

Die Korrektursignale kommen drahtlos über die Cloud. Das reduziert den Installationsaufwand auf ein Minimum und macht den Roboter in wenigen Minuten einsatzbereit.
Bei schwachem oder gestörtem Satellitensignal – etwa unter Bäumen oder an schattigen Stellen – springt die EyePilot-Kameratechnik als Backup ein.
Die Kameras an der Front des Roboters erkennen markante Merkmale der Umgebung (Zäune, Mauern, Kanten, Bäume) und ermöglichen so eine visuelle Orientierung unabhängig vom GPS-Signal.
Was die Technologie im Test bedeutet
In der Praxis bedeutet das: Der KR261E findet sich im Garten ohne jede externe Hardware selbstständig zurecht, navigiert zentimetergenau und bleibt auch in schwierigen Bereichen zuverlässig orientiert. In unserem Test gab es keine Aussetzer bei der Navigation – weder auf freier Fläche noch in schmaleren Durchgängen.
Kress EyePilot KR261E – Technische Details
- empf./max. Fläche: 1.000m²/1.000m²
- Gewicht: 11,8 kg
- Akkukapazität: 4 Ah
- max. Steigung: 40% (ca. 21,8°)
- Schutzklasse: IPX6
- Schnittbreite: 20 cm
- Schnitthöhe 2 bis 6 cm
- Navigationssystem: netRTk+ Kamera
- Seitliches Mähwerk: Ja, Zero-Trim
- Einstellung der Schnitthöhe: Elektrisch
- Antriebsart: Zwei-Rad-Antrieb
- Kamerazugriff: Nein
- Funk: WLAN, Bluetooth
- Max. Zonen: k.A.
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