Das Wichtigste zum Saugroboter Markt 2026 in Kürze
- Dreame ist laut IDC im ersten Quartal 2026 weltweit die Nummer 1 bei Absatz und Umsatz und hat Roborock verdrängt – in Europa schon seit 2025.
- Auf dem home&smart Testpodest liegen mit MOVA V70 (98/100), Dreame X60 (98/100) und MOVA Z70 (96/100) drei Geräte des Dreame-Konzerns vorn. MOVA ist Dreames Schwestermarke.
- Das Wettrennen 2026 dreht sich nicht mehr um Saugkraft, sondern um Reichweite: ausfahrbare Arme, Wischwalzen mit Frischwasser-Zirkulation und erste Treppen-Module.
- Roborock überzeugt mit dem Saros 20 technisch, schwächelt aber beim Wischen. ECOVACS glänzt mit der FocusJet-Sprühfunktion, hängt jedoch bei Software und Klettern hinterher.
- Fazit: Das spannendste Gerät 2026 ist für die meisten Haushalte nicht das teuerste Flaggschiff, sondern das mit der besten Wischtechnik.

MOVA V70 Ultra Complete X

Dreame X60 Pro Ultra Complete

Mova Z70 Ultra Roller Complete

Roborock Saros 20X

ECOVACS DEEBOT X12 OMNICYCLONE
Modelljahr 2026: Das Ende von „Höher, Schneller, Weiter“ auf dem Saugroboter Markt?
Jahrelang lief der Saugroboter-Markt nach einem simplen Drehbuch: Wer die größte Pascal-Zahl aufs Datenblatt schrieb, gewann die Schlagzeile. 2026 funktioniert dieses Drehbuch nicht mehr. Die Saugkraft-Werte sind längst absurd geworden – 40.000 Pascal saugen einem theoretisch die Fliesen mit hoch –, und genau deshalb hat sich der Wettbewerb verschoben. Die Frage, die 2026 über Sieg oder Niederlage entscheidet, lautet nicht mehr „Wie stark saugt das Gerät?“, sondern „Wie weit kommt es eigentlich?„. In die Ecke oder bis hinters Sofa. Unter den Sockelrücksprung in der Küche. Über die Türschwelle in den Flur. Und, neuerdings, sogar eine Etage höher.

Wer diese Frage am überzeugendsten beantwortet, hat 2026 die Nase vorn. Und das ist – so viel sei vorweggenommen – nicht mehr der Hersteller, der den Markt jahrelang dominiert hat.
Der Machtwechsel ist amtlich: Dreame ist die neue Nummer 1
Fangen wir mit der unbequemen Wahrheit für Roborock an. Laut Marktforscher IDC führt Dreame im ersten Halbjahr 2026 den weltweiten Saugroboter-Markt bei Absatz und Umsatz an. In Europa war der Hersteller schon 2025 vorbeigezogen, damals mit 27,6 Prozent Marktanteil gegenüber rund 27 Prozent für Roborock im Jahr davor. Sechs Jahre in Folge ist Dreame nach eigenen Angaben jährlich um über 100 Prozent gewachsen. Solche Zahlen schreibt man nicht mit Glück.
Noch deutlicher wird die Verschiebung im eigenen Testlabor. Auf dem home&smart Saugroboter-Podest 2026 stehen ganz oben der MOVA V70 Ultra Complete mit 98 von 100 Punkten, dahinter der Dreame X60 Pro Ultra Complete mit ebenfalls 98 Punkten und auf Rang drei der MOVA Z70 Ultra Roller Complete mit 96 Punkten.

Wer hier genau hinschaut, erkennt das Muster: Alle drei Spitzenplätze gehören zum Dreame-Konzern, denn MOVA ist dessen Schwestermarke. Dreame baut also nicht nur den besten klassischen Saugroboter des Jahres – die Marke schlägt sich mit ihrer eigenen Zweitmarke gleich selbst.
Dreame und MOVA: Reichweite als Geschäftsmodell
Warum funktioniert das so gut? Weil Dreame und MOVA als Einzige die zentrale Schwachstelle aller Saugroboter konsequent angegangen sind: die Stelle, an der das runde Gerät auf die eckige Wohnung trifft.
Das Herzstück des Dreame X60 Pro Ultra Complete (UVP 1.499 Euro, seit Anfang Juni erhältlich) sind zwei separat ausfahrbare Arme. Die Seitenbürste schiebt sich bis zu 12 Zentimeter aus dem Gehäuse, der Wischmopp sogar 18 Zentimeter. Dazu kommen 42.000 Pascal, Warmwasser-Wischen mit 15 Newton Anpressdruck und eine Kletterfähigkeit von 10 Zentimetern. Im Test wirkt das Gerät stellenweise wie ein Roboter, der zu viel kann für eine normale Wohnung – ein Luxusproblem, das die wenigsten Konkurrenten haben.

Der MOVA V70 Ultra Complete spielt dasselbe Spiel, nur 100 Euro günstiger und im Alltag eine Spur runder abgestimmt. Seine ausfahrbare Seitenbürste reicht 12 Zentimeter, der Mopp-Aufsatz 16 Zentimeter weit. Im home&smart Test kam er als erster Saug- und Wischroboter überhaupt unter den Sockelrücksprung in der Küche – ein Bereich, an dem die gesamte Konkurrenz seit Jahren scheitert. Genau diese kleinen Siege erklären, warum der V70 der Testsieger 2026 ist und nicht das technisch maximierte Dreame-Flaggschiff.

Für alle, die beim Wischen kompromisslos sind, hat MOVA mit dem Z70 Ultra Roller Complete (1.399 Euro) das zweite Flaggschiff im Programm. Statt rotierender Pads arbeitet hier eine Wischwalze mit 800 Umdrehungen pro Minute, gespeist von 12 Hochdruckdüsen, die kontinuierlich Frischwasser nachführen und Schmutzwasser sofort absaugen. Das löst das nervigste Walzen-Problem überhaupt: dass man nach der halben Wohnung nur noch mit trüber Brühe über den Boden fährt. Dazu trägt das Gerät ein mattschwarzes Natural-Stone-Design, das sich vom üblichen Plastik-Look der Branche wohltuend abhebt. Optik ist kein Kaufargument – aber MOVA scheint der einzige Hersteller zu sein, dem das überhaupt aufgefallen ist.

Mova Z70 Ultra Roller Complete
Unterhalb der Flaggschiffe sortiert MOVA mit P70, S70 und der E50-Reihe (ab rund 500 Euro) Modelle ein, die Flaggschiff-Features in bezahlbare Klassen drücken. Das ist die zweite Hälfte der Strategie: oben die Technikführerschaft, darunter der Preisdruck. Wer den Markt von beiden Seiten in die Zange nimmt, gewinnt ihn.
Roborock: technisch brillant, strategisch satt
Bei Roborock wird es interessant, weil hier kein schlechtes Gerät steht, sondern ein verpasstes Momentum. Der Saros 20 (UVP 1.499 Euro) ist ein hervorragender Saugroboter. Mit 35.000 Pascal, der zweigeteilten DuoDivide-Bürste gegen Haarverwicklung und einer Bauhöhe von nur 7,98 Zentimetern kommt er unter Möbel, an die andere gar nicht denken. Die StarSight-2.0-Navigation verzichtet komplett auf den klassischen Laserturm und überwindet dank AdaptiLift-Chassis Hindernisse bis 8,8 Zentimeter – allerdings nur in zwei Stufen.

Das Problem steckt im Wischen. Roborock hält an rotierenden Pads fest, während die halbe Branche längst auf Wischwalzen umgestiegen ist. In unseren Tests zeigt sich genau das: stark beim Saugen, schwächer beim Wischen. Für ein Flaggschiff, das so viel kostet, ist das eine vermeidbare Lücke. Roborock hat sie erkannt und mit dem Qrevo Curv 2 Flow den ersten eigenen Walzenwischer nachgereicht – nur eben nicht im Top-Modell, wo er hingehört hätte.
Dazu passt der Eindruck, dass Roborock sich auf Marge statt Marktanteil konzentriert. Wer jahrelang Erster war, neigt dazu, Innovationen eher zu verwalten als zu treiben. Der Saros 20 ist ein gutes Beispiel: ein sauberes Update des Vorgängers, das wenig falsch macht und wenig Neues wagt. Spannend wird Roborock 2026 erst wieder mit dem Saros 20 Sonic samt vibrierendem Wischsystem und dem treppensteigenden Konzept mit Bein-Rad-Mechanik – Letzteres steht aber noch im Prototypen-Stadium. Die Botschaft ist trotzdem klar: Der ehemalige König muss sich strecken.
ECOVACS: der Spezialist, der das Wettrüsten ignoriert
ECOVACS geht 2026 einen erfrischend eigenen Weg. Während Dreame, MOVA und Roborock um Arme und Treppen ringen, setzt der Hersteller auf eine echte Weltneuheit: FocusJet. Zwei Hochdruckdüsen an der Front des Deebot X12 OmniCyclone sprühen eingetrocknete Flecken gezielt ein, bevor die Wischwalze darüberfährt. Die OZMO Roller 3.0 ist mit 27 Zentimetern um die Hälfte breiter als beim Vorgänger, und die beutellose OmniCyclone-Station bleibt ein Alleinstellungsmerkmal in einem Markt voller Einweg-Beutel.

Im home&smart Test holt der X12 OmniCyclone 92 von 100 Punkten und ein „sehr gut“ – ein starkes Ergebnis, das aber nicht ganz an die Konzern-Spitze von Dreame heranreicht. Die Gründe sind hausgemacht: schwächere Eckenreinigung, mäßige Kletterfähigkeit, eine für ein Premiumgerät ungewöhnlich lange Reinigungszeit. Und die Software wirkt mit Funktionen wie dem AI Agent oder YIKO-GPT phasenweise eher wie ein Beta-Test als wie ein Flaggschiff-Feature. Wenn der Sprachassistent meldet, der Roboter sei offline, obwohl er gerade in derselben App fröhlich seine Runden dreht, ist das kein gutes Aushängeschild.

Strategisch ist das trotzdem schlüssig. ECOVACS verbreitert lieber das Ökosystem, als das Flaggschiff-Wettrüsten mitzumachen: neue GOAT-Mähroboter mit Kantentrimmer, der Fensterputzroboter Winbot W3 Omni mit Selbstreinigung, der erste eigene Poolroboter und mit LilMilo sogar ein Roboterhund. Unter dem neuen Leitbild „Created for Ease“ geht es weniger um den einen Über-Roboter als um viele kleine Helfer im ganzen Haus. Das ist eine legitime Wette – sie führt 2026 nur eben nicht an die Marktspitze.
Wo die Reise hingeht: rauf die Treppe
Die nächste Front ist bereits eröffnet, und sie liegt vertikal. Dreame bringt mit dem Cyber X im September 2026 das erste marktreife Treppenmodul, das kompatible Saugroboter eine Etage höher trägt und die Stufen gleich mitreinigt. Der Haken: 1.199 Euro für das Modul, und kompatibel ist bislang ausschließlich die X60-Serie. Für die allermeisten Haushalte ist das ein faszinierendes, aber teures Spielzeug – wer drei oder mehr Etagen hat und das Budget mitbringt, gehört zur sehr überschaubaren Zielgruppe.

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Dreame X60 Pro Ultra Complete
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MOVA V70 Ultra Complete X
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Mova Z70 Ultra Roller Complete
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Roborock Saros 20X
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ECOVACS DEEBOT X12 OMNICYCLONE
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|---|---|---|---|---|---|
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| Preis |
statt 1.499,00 €
1.299,00 €
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statt 1.399,00 €
1.099,00 €
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1.399,00 €
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statt 1.499,00 €
999,00 €
|
statt 1.399,00 €
859,99 €
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| Zum Angebot | |||||
| Testbewertung |
TESTNOTE
Sehr Gut
|
TESTNOTE
Sehr Gut
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TESTNOTE
Sehr Gut
|
– |
TESTNOTE
Sehr Gut
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| Saugkraft (Pascal) |
42.000 Pa
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40.000 Pa
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36.000 Pa
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36.000 Pa
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22.000 Pa
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| Wischfunktion |
Rotierende Wischpads (ausfahrbar)
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Rotierende Wischpads (ausfahrbar)
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Wischwalze
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Rotierende Wischpads (ausfahrbar, wechsekbar)
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Wischwalze
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| Hindernisüberwindung |
10 cm
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9 cm
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9 cm
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8,8 cm
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2,4 cm
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| Kantenreinigung |
ja, 12 cm aufahrbare Seitenbürste und 18 cm Wischmopp
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ja, Seitenbürste 12 cm ausfahrbar, Mopp 16 cm ausfahrbar
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ja; ausfahrbare Seitenbürste, Mop-Verlängerung.
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ja; ausfahrbare Seitenbürste, Mop-Verlängerung.
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ja; ausfahrbare Seitenbürste, Mop-Verlängerung.
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| Mopp-Reinigung |
automatische Reinigung mit 100 Grad heißem Wasser und trocknung mit heißer Luft
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automatische Heißwasser-Reinigung + Heißluft-Trocknung.
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automatische Reinigung mit 100 Grad heißem Wasser und trocknung mit heißer Luft
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automatische Heißwasser-Reinigung + Heißluft-Trocknung.
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automatische Heißwasser-Reinigung + Heißluft-Trocknung.
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| Reinigungsmittel-Dosierung |
ja, 1 Kammer
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ja; 2 Kammern.
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|
|
ja; 2 Kammern.
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Fazit: Ein klarer Sieger, aber kein einfacher Markt
Wenn man 2026 auf einen Hersteller zeigen muss, dann auf Dreame – und im selben Atemzug auf MOVA. Der Konzern führt die Verkaufscharts an, besetzt die ersten drei Plätze unseres Testpodests und hat als Einziger die entscheidende Frage des Jahres beantwortet: Wie kommt der Roboter wirklich in jede Ecke? Wer beides anbietet, das technische Maximum und den klugen Preisbrecher, lässt der Konkurrenz wenig Luft.

Roborock bleibt der technisch brillante Verfolger, der seinen Vorsprung beim Saugen hat und beim Wischen aufholen muss – und vor allem den Hunger zurückgewinnen sollte, der die Marke einst nach oben gebracht hat. ECOVACS ist der eigenwillige Spezialist mit der cleversten Einzelidee des Jahres, der sich bewusst aus dem Spitzenrennen heraushält.
Und für alle, die jetzt einfach nur einen guten Boden wollen: Das überzeugendste Gerät 2026 ist nicht das teuerste Flaggschiff mit Roboterarm, sondern das mit der durchdachtesten Wischwalze. Die Treppe kann der Roboter ein anderes Jahr lernen.
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