Was die Mix Serie neu macht
Der auffälligste Unterschied zur bisherigen SolarFlow-Linie: Die Basiskapazität beträgt bei allen Modellen 8 kWh. Zum Vergleich – die beliebte die AB3000L Batterie auf 3 kWh. Der Sprung ist damit erheblich.
Neu ist auch, dass alle drei Modelle echten Off-Grid-Betrieb fürs gesamte Haus bieten. Bei einem Stromausfall schalten sie innerhalb von 10 Millisekunden auf Inselbetrieb um – schnell genug, dass die meisten Geräte den Wechsel nicht einmal bemerken. Bisher bot die SolarFlow-Reihe solche Fähigkeiten allenfalls über einzelne Steckdosen.

Auf der Softwareseite setzt Zendure auf HEMS 2.0, das erstmals mehrere Installationen unter einem Account zusammenführt – wer also Hauptwohnsitz und Ferienwohnung ausstatten möchte, verwaltet beides zentral. Die KI-Steuerung ZENKI optimiert Laden und Entladen in Echtzeit anhand von Strompreisen, Wetterdaten und Verbrauchshistorie.
Laut internen Tests von Zendure erzielt das System in Kombination mit dynamischen Tarifen bis zu 73 Prozent höhere Erträge als klassische CT-basierte Steuerung. Alle Berechnungen laufen dabei lokal auf dem Gerät – keine Cloud-Pflicht, kein Datenweitergabe, vollständig DSGVO-konform.
Zendure SolarFlow Mix Serie
Alle Informationen zur neuen Stromspiecher Serie von Zendure
SolarFlow 4000 Mix Pro – für größere Eigenheime mit hohem Energiebedarf
Das stärkste Modell der Serie richtet sich an Haushalte, die eine leistungsstarke Gesamtlösung suchen – und das möglichst zukunftssicher. Wer eine Dach-PV-Anlage mit einem Balkonkraftwerk kombinieren möchte, findet im Mix Pro das einzige Modell, das beides direkt unterstützt: 8 kW MPPT für die DC-Einspeisung und zusätzlich 5 kW AC-Eingang für bestehende Wechselrichter. Zusammen ergibt das eine PV-Gesamteingangsleistung von bis zu 13 kW – ein Spitzenwert in dieser Produktkategorie.
Im Netzbetrieb liefert das System bis zu 4.000 Watt Dauerleistung, im Off-Grid-Betrieb 3.680 Watt, mit kurzen Spitzen bis zu 7,2 kW. Die Grundkapazität liegt bei 8 kWh; per Erweiterungsakkus (laut Zendure „in Kürze“ angekündigt) soll der Ausbau auf bis zu 50 kWh möglich sein.
Bei einem typischen Jahresverbrauch von rund 7.000 kWh gibt Zendure eine mögliche Ersparnis von bis zu 91 Prozent an – das entspräche rund 2.560 Euro pro Jahr. Diese Zahlen basieren auf Modellrechnungen des Herstellers und hängen stark von Standort, Tarif und Verbrauchsprofil ab.
Geeignet für: Haushalte mit Jahresverbrauch ab etwa 7.000 kWh, Betreiber die Dach-PV und Balkonkraftwerk kombinieren wollen, Nutzer mit Wärmepumpe oder E-Auto, alle die maximale Skalierbarkeit brauchen.
UVP laut Hersteller: 2.399 Euro (inkl. MwSt.)
SolarFlow 4000 Mix AC+ – die Nachrüstlösung für bestehende PV-Anlagen
Wer bereits eine Dach-PV-Anlage mit eigenem Wechselrichter betreibt und diese um einen Speicher ergänzen möchte, ohne die bestehende Installation anzufassen, ist mit dem Mix AC+ gut bedient. Das Modell verfügt über einen 5 kW AC-Eingang am PV-IN-Port und ist mit gängigen Wechselrichtern kompatibel – die vorhandene Anlage bleibt unverändert.
Die Dauerleistung im Netzbetrieb beträgt bis zu 4.000 Watt, Lade- und Entladeleistung liegen jeweils bei 4 kW. Auch hier startet die Kapazität bei 8 kWh und soll sich über Erweiterungsakkus (noch nicht verfügbar) auf bis zu 50 kWh ausbauen lassen.
Für einen Drei-Personen-Haushalt mit rund 5.000 kWh Jahresverbrauch nennt Zendure eine mögliche Einsparung von rund 88 Prozent – etwa 1.760 Euro pro Jahr.
Geeignet für: Haushalte mit bestehender Dach-PV-Anlage, die unkompliziert nachrüsten wollen. Wer keine neue Wechselrichterinfrastruktur aufbauen möchte und trotzdem von einem leistungsfähigen Speicher profitieren will, findet hier die direkteste Option.
UVP laut Hersteller: 1.999 Euro (inkl. MwSt.)
SolarFlow 3000 Mix AC+ – kompakter Allrounder für kleinere Haushalte
Das kleinste Modell der Serie hat Zendure als „Dual-Use-System“ positioniert – und das ist durchaus wörtlich gemeint. Es taugt sowohl als stationärer Haushaltsspeicher als auch als mobile Energieversorgung, etwa für Outdoor-Einsätze, längere Reisen oder Standorte mit instabiler Netzversorgung. Der 3 kW AC-Eingang und eine Dauerleistung von 3.000 Watt adressieren Haushalte mit einem Jahresverbrauch von rund 3.000 kWh.
Im Off-Grid-Betrieb stehen 3.680 Watt zur Verfügung, kurzfristig bis zu 7,2 kW. Die Kapazität des 3000 Mix AC+ ist auf 8 kWh ausgelegt und laut aktuellen Herstellerangaben nicht erweiterbar. Die mögliche Einsparung gibt Zendure mit rund 88 Prozent oder etwa 1.056 Euro pro Jahr an.
Geeignet für: Kleinere Haushalte mit moderatem Stromverbrauch, Nutzer mit mobilem Energiebedarf, alle, die eine kompakte Backup-Lösung für Stromausfälle suchen.
UVP laut Hersteller: 1.699 Euro (inkl. MwSt.)

Was alle drei gemeinsam haben
Die SolarFlow Mix Serie teilt eine einheitliche technische Basis: IP65-Schutzklasse, Betrieb zwischen −20 °C und +55 °C, 25 dB Betriebslautstärke und ein Vollmetallgehäuse. Die Lebensdauer ist mit bis zu 10.000 Ladezyklen und rund 15 Jahren angegeben – bei einer Round-Trip-Effizienz von 90 Prozent. Das Sicherheitssystem ZenGuard™ kombiniert ein duales Batteriemanagementsystem mit einem integrierten Aerosol-Feuerlöschsystem.
Ebenfalls für alle Modelle: die Kompatibilität mit über 840 Energieanbietern in Europa, die Zendure über den eigenen dynamischen Tarif ZenWave™ anbindet.
Verfügbarkeit und Preise der Zendure SolarFlow Mix Serie
Alle drei Modelle sind seit dem 22. April 2026 auf der Zendure-Website und bei autorisierten Händlern in Deutschland erhältlich. Die oben genannten Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen laut Hersteller – tatsächliche Preise können abweichen.
- SolarFlow 4000 Mix Pro: 2.399 Euro
- SolarFlow 4000 Mix AC+: 1.999 Euro
- SolarFlow 3000 Mix AC+: 1.699 Euro
Dazu passend: der PowerHub
Parallel zur SolarFlow Mix Serie hat Zendure auch den PowerHub angekündigt. Er bildet die zentrale Steuereinheit und Schnittstelle im Home-Energy-Ökosystem und verbindet mehrere SolarFlow Mix Einheiten sowie kompatible Drittanbietergeräte zu einer ganzheitlichen Energielösung für das Zuhause. Der wandmontierte Hub ist als einphasige (1P) und dreiphasige (3P) Variante erhältlich und führt unter anderem Solaranlage, Speicher, E-Auto-Ladestation und Wärmepumpe zentral zusammen – inklusive Netzanschluss, Erweiterungsmöglichkeiten, Backup-Funktion und lokalem Energiemanagement. Durch die Kombination mehrerer Einheiten sind Speicherkapazitäten von bis zu 150 kWh möglich; die dreiphasige Variante unterstützt zudem PV-Eingänge mit bis zu 43 kW.
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