Dyson vs. MOVA: Warum der Staubsauger-König sein erstes Wischwalzen-Duell klar verliert

Bei Akkusaugern ist Dyson der unangefochtene Platzhirsch. Bei den Saug- und Wischrobotern hat der Hersteller dagegen noch etwas aufzuholen: Der Spot+Scrub AI ist sein erster Roboter mit Wischwalze – und trifft prompt auf ein durchentwickeltes Flaggschiff, den MOVA Z70 Ultra Roller Complete. Reicht der große Name gegen die eingespielte Konkurrenz? Die kurze Antwort vorweg – nein.

Dyson vs. MOVA: Warum der Staubsauger-König sein erstes Wischwalzen-Duell klar verliert
Dyson vs. MOVA: Das Duell der Saugroboter. (home&smart/ KI)

Kurzempfehlung: Welcher Saugroboter gewinnt das Duell?

Es ist eines der ungewöhnlicheren Duelle des Jahres, denn hier tritt der bekanntere Name gegen das bessere Gerät an. Beide setzen auf dieselbe Technik – eine durchgehende Wischwalze statt rotierender Pads – und trotzdem endet der Vergleich denkbar deutlich.

Der MOVA Z70 Ultra Roller Complete holte im Test 96 von 100 Punkten, der Dyson Spot+Scrub AI kam nur auf 72 von 100. Diese Lücke ist kein Zufall: Der MOVA saugt doppelt so stark, reinigt bis in die Ecke, klettert über hohe Türschwellen und bringt Zubehör für Jahre mit. Der Dyson glänzt beim Wischen und beim Datenschutz, spart aber ausgerechnet an den Stellen, die ein Flaggschiff ausmachen.

Wer ein rundes Premium-Gerät ohne Schwachstellen sucht, greift zum MOVA Z70. Der Dyson bleibt die Wahl für überzeugte Markenkäufer mit Hartboden-Fokus.

Saugleistung im Vergleich

18.000 gegen 36.000 Pascal – schon auf dem Datenblatt klafft eine Lücke, die sich im Test bestätigt. Der Dyson arbeitet auf Hartböden und in Fugen gründlich und holt feinen Staub wie groben Schmutz zuverlässig heraus. Tief im Teppichflor lässt seine Kraft dann aber nach, und genau dort sitzt sein Problem. Der MOVA zieht mit doppelter Saugkraft durch und hinterlässt weder auf Parkett noch im Hochflor Rückstände. In dieser Disziplin ist der Abstand am größten.

Der Z70 findet sich in allen Wohnungen gut zurecht.
Der Z70 findet sich in allen Wohnungen gut zurecht. (Marius Nann/ home&smart)

Wischleistung im Vergleich

Hier wird es eng, denn beim Wischen liegt Dysons eigentliche Stärke. Die durchgehende Walze nimmt Schmutz auf, statt ihn über den Boden zu ziehen, und ein Abstreifer frischt sie bei jeder Umdrehung neu an – das Ergebnis bleibt streifenfrei. Der MOVA kontert mit 800 Umdrehungen pro Minute, 18 N Anpressdruck und 12 Hochdruckdüsen, die die Walze dauerhaft mit Frischwasser versorgen. Ketchup, eingetrocknete Soßenreste und Kaffeeflecken verschwanden im Test restlos, und zwar am Ende des Laufs genauso gründlich wie zu Beginn. Ein knapper Punktsieg für den MOVA – aber der erste Bereich, in dem der Dyson wirklich auf Augenhöhe agiert.

Kanten- und Eckenreinigung im Vergleich

Der eigentliche Genickbruch für den Dyson. Seine Walze fährt zwar an geraden Wänden bis zu 40 Millimeter aus und reinigt entlang der Fußleiste ordentlich, in echten Raumecken bleibt jedoch Schmutz liegen. Die Seitenbürste sitzt starr, ein mechanischer Ausleger fehlt komplett. Der MOVA fährt über sein MaxiReach-System sowohl Seitenbürste als auch Wischwalze aktiv in die Ecke und reinigt sie dank adaptiver Walzenkompression abstandsfrei. Für einen Wischwalzen-Roboter, dessen Achillesferse traditionell genau hier liegt, ist das der entscheidende konstruktive Vorsprung.

Für die Reinigung von kanten und Ecken kann der Z70 seine Reinigungsaufsätze ausfahren.
Für die Reinigung von kanten und Ecken kann der Z70 seine Reinigungsaufsätze ausfahren. (Marius Nann/ home&smart)

Hindernisüberwindung und Bauhöhe: Dyson vs. MOVA

Zwei Zentimeter gegen neun – dazwischen liegen im Alltag Welten. Der Dyson rollt auf starrem Fahrwerk und kapituliert schon an höheren Türschwellen oder Übergangsschienen. Der MOVA meistert dank zwei Kletterstufen bis zu 9 cm und nimmt selbst die unebenen Übergänge einer Altbauwohnung souverän. Auch in der Höhe entscheidet MOVA das Duell für sich: Der einfahrbare Laserturm schrumpft den Z70 auf 9,6 cm und bringt ihn unter Möbel, an denen der 11 cm hohe Dyson mit seinem starren Sensorband scheitert.

Station und Zubehör des Dyson und des MOVA im Vergleich

Beim Dock spielt Dyson eine echte Karte aus. Die beutellose Zyklon-Station arbeitet nach demselben Prinzip wie die hauseigenen Akkusauger, kommt ohne Einwegbeutel aus und spart damit Folgekosten. Ausgerechnet beim Zubehör folgt dann jedoch der Tiefpunkt: Trotz fest verbauter Dosierung legt Dyson kein Reinigungsmittel bei – die passende Flasche kostet 25 Euro extra. Der MOVA macht das genaue Gegenteil. Drei komplette Wischwalzen, drei Staubbeutel, zwei Seitenbürsten, zwei Luftfilter und zwei Behälter Reinigungsmittel lagen bei unserem Test im Karton. Wer den Z70 kauft, hat beim Verschleißmaterial für Jahre ausgesorgt.

Dyson Spot+Scrub Ai mit Station
Die Wischwalze des Dyson Spot+Scrub Ai mit Station (Marius Nann/ home&smart)

Einrichtung und App der Saugroboter im Vergleich

Die Ersteinrichtung geriet beim Dyson im Test zur Geduldsprobe. Die App verweigerte hartnäckig die Verbindung bis das heimische WLAN in ein separates 2,4-GHz-Netz aufgeteilt war rund eine halbe Stunde Fehlersuche. Ohne technisches Grundwissen wird diese Hürde schnell zum Showstopper. Der MOVA verbindet sich über die MOVAHome-App auf Anhieb und führt per Sprachansage durch die ersten Schritte. Sind beide erst eingerichtet, arbeiten die Apps durchaus auf Augenhöhe – doch der Weg dorthin trennt sie deutlich.

Dysons Trumpfkarten: KI-Fleckenerkennung und Datenschutz

Chancenlos ist der Dyson nicht in jeder Hinsicht. Seine KI-Fleckenerkennung fährt hartnäckige Stellen bis zu 15 Mal ab und prüft anschließend selbst nach, ob der Fleck wirklich verschwunden ist – ein Verhalten, das im Testfeld kein anderes Gerät bietet. Das grüne LED-Licht macht feinen Staub auf dem Boden sichtbar, und die komplette KI-Verarbeitung läuft lokal auf dem Gerät, ohne Cloud und ohne gespeicherte Bilder. Beim Datenschutz besetzt Dyson damit ein Verkaufsargument, das MOVA bislang links liegen lässt. Nur reichen diese Eigenheiten bei einer UVP von 1.199 Euro schlicht nicht aus, um die Rückstände bei Saugkraft, Ecken und Kletterhöhe aufzuwiegen.

Der Z70 kann Hindernisse von 9 cm Höhe überwinden.
Der Z70 kann Hindernisse von 9 cm Höhe überwinden. (Marius Nann/ home&smart)

Dyson vs. MOVA: Preis im Vergleich

Und hier wird es fast kurios: Der unterlegene Roboter ist auf dem Papier der teurere. Dysons UVP von 1.199 Euro trifft auf 1.399 Euro beim MOVA. Auf der Straße dreht sich das Bild allerdings, denn den Spot+Scrub AI gibt es bereits ab rund 899 Euro, während der Z70 seinen Kurs hält. Der Preisvorteil ist damit Dysons zweitstärkstes Argument nach dem Datenschutz. Am Kern des Duells ändert er nichts: Für den Aufpreis liefert der MOVA in fast jeder Disziplin spürbar mehr.

MOVA Z70 vs. Dyson Spot+Scrub AI: Die technischen Daten im Direktvergleich

Vergleich
Dyson Spot+Scrub Ai
Mova Z70 Ultra Roller Complete
Preis
statt 1.199,00 
899,00 
1.399,00 
Zum Angebot
Testbewertung
TESTNOTE
Befriedigend
72/100 Punkte • 07/2026
TESTNOTE
Sehr Gut
96/100 Punkte • 06/2026
Saugkraft (Pascal)
18.000 Pa
36.000 Pa
Reinigungsmittel-Dosierung
ja, fest verbaut
Hindernisüberwindung
2 cm
9 cm
Effektive Tierhaaraufnahme
gut
sehr gut
Karten für mehrere Etagen
Wischfunktion
Wischwalze
Wischwalze
Akkukapazität
k.A.
k.A.
Dyson Spot+Scrub Ai
Mova Z70 Ultra Roller Complete
Preis
statt 1.199,00 
899,00 
1.399,00 
Testbewertung
TESTNOTE
Befriedigend
72/100 Punkte • 07/2026
TESTNOTE
Sehr Gut
96/100 Punkte • 06/2026
Saugkraft (Pascal)
18.000 Pa
36.000 Pa
Reinigungsmittel-Dosierung
ja, fest verbaut
Hindernisüberwindung
2 cm
9 cm
Effektive Tierhaaraufnahme
gut
sehr gut
Karten für mehrere Etagen
Wischfunktion
Wischwalze
Wischwalze
Akkukapazität
k.A.
k.A.
Stand: 09.07.2026

Unser Testergebnis zum Dyson Spot+Scrub AI

LED Licht des Dyson Spot+Scrub Ai
LED Licht des Dyson Spot+Scrub Ai (Marius Nann/ home&smart)

72 von 100 Punkten, Note befriedigend – der Spot+Scrub AI landet im soliden Mittelfeld. Das Wischen spielt in der obersten Liga, das Design ist eigenständig und wertig, die lokale KI ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Doch die Schwächen sitzen an den falschen Stellen: liegengebliebener Schmutz in den Ecken, nur 2 cm Kletterhöhe, nachlassende Saugkraft auf Teppich und ein Lieferumfang, der beim aufgerufenen Preis für Kopfschütteln sorgt. Ein spannendes Debüt, aber kein rundes Flaggschiff.

Dyson Spot+Scrub Ai
TESTNOTE
Befriedigend
72/100 Punkte • 07/2026
Überzeugend auf Hartböden
Sehr gute Wischergebnisse
Hochwertiges, eigenständiges Design
Schwächen in der Kantenreinigung
Hohe Betriebslautstärke
Kletterfähigkeit nur 2 cm
Einrichtung erst nach umständlicher Problemlösung möglich
ab 899,00 
TESTNOTE
Befriedigend
72/100 Punkte • 07/2026
Stand: 09.07.2026

Unser Testergebnis zum MOVA Z70 Ultra Roller Complete

Der MOVA Z70 Saug- und Wischroboter im Test.
Der MOVA Z70 Saug- und Wischroboter im Test. (Marius Nann/ home&smart)

96 von 100 Punkten – das stärkste Wischwalzen-Gerät, das bislang durch den home&smart Test gegangen ist. Saugkraft und Wischleistung bleiben über den gesamten Reinigungslauf konstant, die Ecken werden dank MaxiReach sauber, der einfahrbare Turm bringt den Roboter unter niedrige Möbel, und das mitgelieferte Zubehör reicht für Jahre. Der einzige echte Kritikpunkt ist der hohe Anschaffungspreis – und den rechtfertigt der Z70 im Alltag Tag für Tag.

Mova Z70 Ultra Roller Complete
TESTNOTE
Sehr Gut
96/100 Punkte • 06/2026
Top Wischergebnis
Starke 36.000 Pa Saugleistung
9 cm Hindernisüberwindung
Gute Ecken- und Kantenreinigung
Einfahrbarer Sensorturm
Top ausgestattete Station
Hoher Anschaffungspreis
ab 1.399,00 
TESTNOTE
Sehr Gut
96/100 Punkte • 06/2026
Stand: 09.07.2026

Fazit: Welcher Saugroboter gewinnt das Duell?

Auf dem Papier ist es ein ungleiches Duell, in der Praxis ein noch klareres. Der MOVA Z70 Ultra Roller Complete gewinnt in Saugkraft, Ecken, Kletterhöhe, Bauhöhe und Zubehör – und wischt mindestens genauso gut wie der Dyson. Der Spot+Scrub AI bleibt ein achtbares Debüt mit zwei überzeugenden Argumenten: erstklassiges Wischen und lokaler Datenschutz. Für überzeugte Markenkäufer mit reinem Hartboden-Fokus ist er eine Option, keine Frage.

Der Z70 kommt auch in sehr niedrige Zwischenräume.
Der Z70 kommt auch in sehr niedrige Zwischenräume. (Marius Nann/ home&smart)

Für alle anderen führt kein Weg am MOVA vorbei. Der Staubsauger-König mag den Handstaubsauger-Markt nach Belieben beherrschen – im Roboter-Ring muss er sich vorerst geschlagen geben.

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