ECOVACS Ultramarine P1 Test – Wie gut ist der erste Poolroboter von ECOVACS?

Mit dem Ultramarine P1 wagt sich ECOVACS – bekannt für Saug-, Mäh- und Fensterputzroboter – erstmals ins Poolwasser. Wir waren beim Launch-Event in Barcelona dabei, auf dem der erste Poolroboter der Marke vorgestellt wurde, und haben ihn anschließend ausführlich im eigenen Pool getestet. Ob der Einstieg gelungen ist, wie gut er Boden und Wände reinigt und wo seine Grenzen liegen, verraten wir im ausführlichen Erfahrungsbericht.

ECOVACS Ultramarine P1 Test – Wie gut ist der erste Poolroboter von ECOVACS?
Wir zeigen wie sich der ECOVACS Ultramarine P1 im Test geschlagen hat. (Carsten Kitter)

Unser Test-Fazit zum ECOVACS Ultramarine P1

Für einen Erstlingsroboter macht der ECOVACS Ultramarine P1 eine überraschend gute Figur. Er reinigt Boden und Wände zuverlässig und gründlich, ist dank Bluetooth-Einrichtung schnell startklar und arbeitet dabei so leise, dass man ihn kaum wahrnimmt. Besonders die Saugleistung hat uns überzeugt – selbst kleine Kieselsteine zog der P1 ein.

Kleinere Schwächen zeigt er bei der Orientierung am Boden. Zudem kann er die Wasseroberfläche nicht reinigen – schwimmender Schmutz muss weiterhin manuell entfernt werden. Diese Funktion bieten in der Regel erst deutlich teurere Premium-Modelle.

In Summe nimmt der P1 im Alltag viel Arbeit ab und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. In unserem Test erreicht er die Note „gut“ mit 88 von 100 Punkten.

Als Vorteile stechen die gute Reinigung von Wand und Boden, die einfache Bedienung und Einrichtung, das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, der Doppelfilter und der sehr leise Betrieb hervor. Auf der Minusseite stehen die fehlende Reinigung der Wasseroberfläche, das hohe Gewicht, sobald der Roboter mit Wasser vollgesogen ist, sowie die fehlende Möglichkeit den Roboter unter Wasser zu steuern.

ECOVACS Ultramarine P1
TESTNOTE
Gut
88/100 Punkte • 07/2026
gute Reinigung von Wand, Boden und Wasserlinie
einfache Bedienung und Einrichtung
gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Doppelfilter
stiller Betrieb
keine Reinigung der Wasseroberfläche
sehr schwer wenn mit Wasser gefüllt
keine Kommunikationsmöglichkeit im Wasser
ab 599,00 
TESTNOTE
Gut
88/100 Punkte • 07/2026
Stand: 19.07.2026

ECOVACS Ultramarine P1 – Design & Ausstattung im Überblick

Optisch macht der Ultramarine P1 einen wertigen und guten Eindruck. Das Gehäuse wirkt robust und sauber verarbeitet, das Design ist zurückhaltend und hochwertig.

Der Ultramarine P1 ist hochwertig und gut verarbeitet.
Der Ultramarine P1 ist hochwertig und gut verarbeitet. (Carsten Kitter)

Einziger kleiner Wermutstropfen: Auf der schwarzen Oberfläche bleiben nach dem Herausnehmen schnell Wasserflecken zurück. Das ist rein optisch und für die Funktion völlig unerheblich, fällt aber auf. Zudem lässt sich der Druckknopf zum Öffnen der Filterkorb-Klappe nur schwer betätigen.

Mit einem Gewicht von rund 10,5 Kilogramm liegt der P1 im üblichen Rahmen für einen kabellosen Poolroboter dieser Klasse – trocken lässt er sich noch gut tragen. Sobald er jedoch mit Wasser vollgesogen aus dem Becken kommt, wird er spürbar schwerer, was das Herausheben etwas mühsamer macht.

Zum Lieferumfang gehören unter anderem Kletterhilfen, Ersatzbürsten und ein Haken.
Zum Lieferumfang gehören unter anderem Kletterhilfen, Ersatzbürsten und ein Haken. (Carsten Kitter)

Technisch ist der Roboter gut bestückt: Er arbeitet mit vier voneinander unabhängigen Bürstenrollen, einem korrosionsbeständigen Kern und ist nach IP68 wasserdicht. Herzstück ist ein Doppelschicht-Filter, der ein 180-Mikron-Außennetz mit einem feinen 3-Mikron-Innenfilter kombiniert und so von groben Blättern bis zu feinem Sand und Pollen alles zurückhält.

Unter dem Haltegriff gibt es zudem drei Piktogramme und einen LED-Streifen der anzeigt welches der drei Reinigungsprogramme aktuell ausgewählt wurde.

Auch am Poolroboter wird der eingestellte Modus angezeigt.
Auch am Poolroboter wird der eingestellte Modus angezeigt. (Carsten Kitter)

Einrichtung & Bedienung des ECOVACS Ultramarine P1

Die Einrichtung gehört zu den größten Stärken des P1: Sie ist ausgesprochen leicht und schnell, da alles über Bluetooth läuft. Die ECOVACS-App ist angenehm einfach und übersichtlich gehalten – wie wir aber schon bei unseren ECOVACS Mähroboter Tests angemerkt haben, könnte sie ein generelles Update gebrauchen. Die Oberfläche wirkt etwas veraltet. Nach dem ersten Start wurde ein Firmware-Update geladen, das in unter fünf Minuten erledigt war.

Vor dem Start sollte der P1 einmal vollständig geladen werden.
Vor dem Start sollte der P1 einmal vollständig geladen werden. (Carsten Kitter)

Der Roboter kam teilgeladen bei uns an. ECOVACS empfiehlt, ihn vor dem ersten Einsatz einmal vollständig aufzuladen. Danach müssen in der App lediglich noch Poolform und -maße angegeben werden, und schon ist der P1 einsatzbereit.

Vor dem Start wählt man einen Reinigungsmodus – Boden, Wand oder Alles – sowie die Saugleistung in drei Stufen: Öko, Standard und Hoch. Zusätzlich legt man die Laufzeit fest.

Auf MAX arbeitet der Poolroboter so lange, bis der Akku leer ist; alternativ wählt man einen festen Zeitraum, zum Beispiel eine Stunde.

Auf Tauchstation.: Der Ultramarine taucht selbstständig ab und orientiert sich dann kurz im Pool bevor er mit der Reinigung beginnt.
Auf Tauchstation.: Der Ultramarine taucht selbstständig ab und orientiert sich dann kurz im Pool bevor er mit der Reinigung beginnt. (Carsten Kitter)

Wichtig: Alle Einstellungen müssen getroffen werden, bevor der Poolroboter im Wasser ist. Einmal eingetaucht, lässt er sich nicht mehr steuern, da Bluetooth nicht durch Wasser übertragen werden kann. Das ist allerdings kein spezielles Manko des P1, sondern betrifft alle Poolroboter ohne spezielles Unterwasser-Funkzubehör.

Unser Testpool im Detail

Damit sich die Testergebnisse besser einordnen lassen, hier kurz unsere Testumgebung: Der Pool misst rund 7 x 3 Meter und ist 1,60 Meter tief. Eine komplette Poolseite besteht vollständig aus einer Treppe. Zusätzlich verläuft auf etwa halber Wassertiefe eine rund 10 Zentimeter breite Kante einmal um den gesamten Pool. Solche Besonderheiten sind ein guter Härtetest für die Navigation eines Poolroboters.

Mit einer herumlaufenden Kante im Becken, einer Treppe und zwei Scheinwerfern hält unser Testpool die eine oder andere Tücke bereit.
Mit einer herumlaufenden Kante im Becken, einer Treppe und zwei Scheinwerfern hält unser Testpool die eine oder andere Tücke bereit. (Carsten Kitter)

Und genau hier zeigten sich Stärken wie Grenzen des P1: Die Treppe reinigt er ebenfalls und gibt sich dabei sichtlich Mühe. Eine hundertprozentige Abdeckung erreicht er dort zwar nicht, da schlicht weniger Platz zur Verfügung steht – das Ergebnis an der Treppe ist aber okay.

An der umlaufenden Kante sparte er den Bereich direkt oberhalb der Kante aus, da er dort nicht perfekt andocken kann. Auch die Oberfläche der Kante selbst wurde nicht gereinigt – diese ist mit rund 10 Zentimetern allerdings ohnehin sehr schmal.

Wer einen Pool mit ähnlich verwinkelter Bauweise besitzt, sollte solche Stellen also gelegentlich von Hand nacharbeiten.

Funktionen & Performance: Was kann der ECOVACS Ultramarine P1?

In diesem Kapitel gehen wir nun auf die Reinigungsleistung des ECOVACS Ultramarine P1 in unserem Testpool ein.

Reinigung von Wand und Wasserlinie

Im Test überzeugte der P1 zunächst mit einem angenehmen Detail: Er ist im Betrieb praktisch nicht zu hören. Lediglich wenn er die Wasserlinie reinigt nimmt man ihn wahr. Dann quietschen die Bürsten und das ausgestoßene Wasser plätschert über die Oberfläche. Störend und laut ist das aber nicht.

Im Modus
Im Modus „alles“ reinigt der P1 zunächst Wände und Wasserlinie und dann den Boden. (Carsten Kitter)

Im Modus „Alles“ nimmt er sich zuerst die Wände vor und reinigt dabei gleich die Wasserlinie mit. Das gelingt insgesamt gut und systematisch.

Allerdings kommt es vor, dass er mehrere Bahnen überspringt – vor allem, wenn Hindernisse wie Poolscheinwerfer im Weg sind, wie es in unserem Testpool der Fall war. Trotz dieser Aussetzer war das Ergebnis an den Wänden am Ende überzeugend und sauber.

Bodenreinigung und Navigation des ECOVACS Ultramarine P1

Am Boden arbeitet der Ultramarine P1 ebenfalls gut und systematisch. Er fährt – ähnlich wie ein Saug- oder Mähroboter – eine Bahn nach der anderen ab. Die Orientierung fällt dabei allerdings deutlich schwächer aus.

Auf dem Boden fährt der P1 parallele Bahnen, ändert aber erst die Richtung wenn er gegen die Wand stößt.
Auf dem Boden fährt der P1 parallele Bahnen, ändert aber erst die Richtung wenn er gegen die Wand stößt. (Carsten Kitter)

Der Roboter fährt schlicht so lange in eine Richtung, bis er an eine Wand stößt, und dreht dann um. Ein durchdachtes Mapping wie bei manchen Premium-Konkurrenten darf man hier also nicht erwarten.

Die Saugleistung des ECOVACS Ultramarine P1

Bei der Saugkraft spielt der P1 seine Stärke aus. Mit bis zu 18.200 Litern pro Stunde zog er im Test sogar kleine Kieselsteine ein. Üblicher Poolschmutz wie Pollen, Blätter oder kleine Insekten waren ohnehin kein Problem. Der Doppelschicht-Filter fängt dabei zuverlässig sowohl grobe als auch feine Partikel auf.

Die Aussparung unter dem Poolskimmer ließ der P1 komplett aus. Genau so den Bereich unter den Scheinwerfern.
Die Aussparung unter dem Poolskimmer ließ der P1 komplett aus. Genau so den Bereich unter den Scheinwerfern. (Carsten Kitter)

Insgesamt reinigt der Ultramarine P1 gut und zufriedenstellend und nimmt im Alltag auf jeden Fall viel Arbeit ab.

Was dem Ultramarine P1 leider fehlt

Ein Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte: Der P1 kann die Wasseroberfläche nicht reinigen. Schwimmender Schmutz bleibt also im Pool und muss weiterhin von Hand abgekeschert werden. Diese sogenannte Skimmer-Funktion beherrschen aktuell nur deutlich teurere Premium-Modelle.

Schade fanden wir außerdem, dass der Roboter nicht immer am Rand stehen bleibt, wenn der Akku leer ist. Manchmal blieb er mitten im Pool liegen, was das Herausfischen umständlich macht.

Ist der Akku leer bleibt der Ultramarine P1 dort stehen wo er sich gerade befindet. Hat man Pech, also mitten im Pool.
Ist der Akku leer bleibt der Ultramarine P1 dort stehen wo er sich gerade befindet. Hat man Pech, also mitten im Pool. (Carsten Kitter)

Praxistipp zum Laden: Beim Aufladen sollte man unbedingt darauf achten, dass der Ladeanschluss zu 100 Prozent trocken ist. Am besten lässt man den Roboter mindestens 24 Stunden trocknen, bevor er ans Ladegerät kommt.

Wie gut ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des ECOVACS Ultramarine P1?

Der Ultramarine P1 ist ab 599 Euro erhältlich, das Paket P1 mit zusätzlichem Zubehör kostet rund 614 Euro (Stand: 07/2026). Für diesen Preis bekommt man einen Poolroboter, der Boden und Wände zuverlässig reinigt, einfach zu bedienen ist und stark saugt.

Angesichts der soliden Reinigungsleistung und der einfachen Handhabung geht das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns klar in Ordnung – gerade für den ersten Poolroboter der Marke ist das ein vielversprechender Start.

Verfügbarkeit und Preise des ECOVACS Ultramarine P1

ECOVACS Ultramarine P1
Stand: 19.07.2026
ECOVACS Ultramarine P1
Vollautomatischer Poolroboter für Boden und Wände mit 180 Minuten Akkulaufzeit, 4.800 GPH Saugleistung und SmartNavi-Navigation. Reinigt Pools bis 180 m², filtert per Doppelfilter und lässt sich per App steuern.
TESTNOTE
Gut
88/100 Punkte • 07/2026
Amazon
599,00 
TESTNOTE
Gut
88/100 Punkte • 07/2026
Stand: 19.07.2026

Weitere ECOVACS Ultramarine P1 Tests und Bewertungen

Wir als home&smart Redaktion haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Leser neutral und umfassend zu informieren, damit diese eine gute Kaufentscheidung auf Basis unserer Erfahrungen und Recherche treffen können.  

Dabei wollen wir unsere eigenen Erfahrungen transportieren, statt jedes noch so kleine technische Detail zu erklären, welches für die meisten Leser ohnehin keine Rolle spielt. Hierzu führen wir strenge und vergleichbare Tests durch und kombinieren diese mit einer ausführlichen Recherche zu einem Produkt.

Der ECOVACS Ultramarine P1 hat insgesamt überzeugt.
Der ECOVACS Ultramarine P1 hat insgesamt überzeugt. (Carsten Kitter)

Bei allen Tests blicken wir auch immer auf die Testergebnisse anderer Fachredaktionen und auf aktuelle technische Entwicklungen. Dadurch wollen wir einen Tunnelblick vermeiden.  Auf unsere Testnote haben diese Ergebnisse aber keine Auswirkungen. 

Wer möchte, kann sich in unseren Redaktionsrichtlinien tiefergehend zu unserem Vorgehen bei Produkttests oder zu unserer Recherche informieren. Außerdem gibt es hier einen Artikel über unser Testverfahren.

  • Auf heise.de erhält der Ultramarine P1 vier von fünf Sternen. Vorteile waren der Preis, die schnelle Einrichtung sowie die gute Filter- und Reinigungsleistung. Kritik gab es für reduzierte Sensorik, den Ladeanschluss und dass der Roboter nicht an den Rand fährt. (Stand: 06/2026)
  • Im Test auf connect.de erhält der Ultramarine die Note „sehr gut.“ Auf der Pro-Seite stehen unter anderem der gute Preis, der Doppelfilter und die gute Reinigungsleistung. Kritik gab es für den Ladeanschluss, die fehlende Parkfunktion und dass keine Kameras verbaut sind. (Stand: 05/2026)

ECOVACS Ultramarine P1 – Technische Details

  • Saugleistung: bis zu 18.200 l/h (UltraPure Suction)
  • Filter: Doppelschicht-Filter (180-Mikron-Außennetz + 3-Mikron-Innenfilter), 4-Liter-Filterkorb
  • Bürsten: vier unabhängige Bürstenrollen (vorne und hinten)
  • Navigation: SmartNavi mit IMU-Sensor, Hindernisüberwindung bis 5,5 cm
  • Reinigungsmodi: Boden, Wand, Alles
  • Saugstufen: Öko, Standard, Hoch
  • Akku: 5.200 mAh, bis zu 3 Stunden Laufzeit im Eco-Modus
  • Flächenleistung: bis zu 180 m² pro Ladung
  • Schutzart: IP68
  • Gewicht: ca. 10,5 kg
  • Steuerung: ECOVACS-App per Bluetooth (nur außerhalb des Wassers)

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