Unser Test-Fazit zum Aqara FP300 Präsenzmelder
Der Aqara FP300 Multi-Präsenzsensor reiht sich nahtlos in das umfangreiche Aqara Produktportfolio ein. Nach unserem Test steht für uns fest: Er ist ein fast schon unverzichtbarer Bestandteil in jedem Smart Home. Der Kleine Sensor überzeugt mit einem minimalistischen Design, welches im Alltag nicht auffällt und extrem präziser und zuverlässiger Steuerung.
In unserem Test wurden die eingestellten Automationen fast zu 100 Prozent ausgelöst. Nur bei Google Home gab es Probleme. Zudem arbeitet der FP300 ohne Stromkabel – was optisch für eine deutliche Verbesserung zum Beispiel im Vergleich zum FP2 sorgt.
Schade ist im Betrieb nur das keine Karte mit verschiedenen Zonen zum auslösen von Automationen erstellt werden kann. Nur die Reichweite des FP300 ist einstellbar.
Dennoch bietet der Sensor eine fast schon einzigartige Flexibilität und funktioniert sehr zuverlässig. Wer ein Smart Home hat und einen Präsenzmelder oder andere Sensoren sucht, sollte unbedingt zum FP300 greifen.
Aqara FP300 - Design & Ausstattung im Überblick
Die Optik des Aqara FP300 ist schnell erklärt. Er besteht aus zwei Teilen: Dem Standfuß der über einen dünnen Stab mit dem eigentlichen Sensor verbunden ist. Der Fuß lässt sich dabei um 360 Grad drehen. So kann er in jeder beliebigen Richtung ausgerichtet werden.
Der FP300 ist ein vielseitiger 5-in-1-Präsenzsensor. Neben der Erkennung von Anwesenheit per mmWave und Bewegungen über einen PIR-Sensor erfasst das Gerät auch Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Helligkeit. Dadurch bietet es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten und eignet sich ideal für unterschiedlichste Automationen im Smart Home.
Die Batterie des FP300 ist bereits bei Lieferung eingebaut und es muss nur eine Plastikfolie herausgezogen werden, damit der Sensor mit Strom versorgt wird. Per Drehmechanismus lässt sich der FP300 zudem öffnen, um die Batterie tauschen zu können.
Mit Maßen von nur 4,2 x 4,2 x 5 Zentimetern ist der FP300 sehr klein – deutlich kleiner als andere Aqara Sensoren – und somit im Alltag sehr unauffällig. Dieser unauffällige Eindruck wird durch die vollständig weiße Gestaltung nochmals verstärkt.
Der FP300 ist mit den folgenden Sensoren bzw. Buttons ausgestattet:
- Reset Button
- Lichtsensor
- Infrarotsensor
- Millimeter Wave Radar
- Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor
Der Lieferumfang ist sehr minimalistisch. Nutzer bekommen den Sensor, ein Klebepad sowie einen Quick-Start-Guide und Warnhinweise.
Fazit: Optisch ist der FP300 unauffällig gestaltet. In Kombination mit seiner geringen Größe fällt er im Alltag nach seiner Installation dadurch kaum noch auf. Dank des Batteriebetriebs fällt auch das lästige Stromkabel – wie beispielsweise beim FP2 Sensor – weg. Trotz seiner geringen Größe und der Bauweise aus Kunststoff wirkt der Sensor robust und ist gut verarbeitet. Der erste Eindruck überzeugt auf jeden Fall.
Bedienung & Benutzerfreundlichkeit des Aqara FP300
Aufbau und Montage sind eigentlich kaum der Rede wert. Einfach den Sensor mit dem Klebepad am Wunschort befestigen und den Plastikschutz der Batterie herausziehen. Fertig. Der Sensor beginnt blau zu blinken und signalisiert somit, dass er in der Aqara App eingerichtet werden kann.
Laut Anleitung kann der Sensor auch mit einer Schraube und einem Dübel oder magnetisch befestigt werden. Aufgrund des geringen Gewichts halten wir eine Befestigung per Dübel aber für übertrieben. Zudem sind kein Dübel und keine Schraube im Lieferumfang enthalten. Das Klebepad ist völlig ausreichend, um den Sensor zu halten.
Für unseren Test brachten wir ihn im Flur über der Haustür an der Wand an. Dort soll er das Flurlicht steuern, sobald er Anwesenheit erkennt und bei Abwesenheit das Licht wieder ausschalten.
Einrichtung in der Aqara App
Die Einrichtung in der Aqara App dauerte dann etwas länger. Auch weil der erste Kopplungsversuch fehlschlug. Sobald der Sensor blau blinkt, kann er in der App eingerichtet werden. In unserem Test wurde er sofort in der App gefunden und angezeigt.
Bei der Einrichtung haben Nutzer die Wahl zwischen einer Verbindung via Matter over Thread oder per Zigbee. Wichtig ist aber: Per Zigbee haben Nutzer in der Aqara App mehr Möglichkeiten zur Einstellung.
So kann die Reichweite des Sensors und die Abschaltzeit nur über das Zigbee-Protokoll verwendet werden. Da wir den FP300 aber an der Aqara G410 Türklingel anlernten, konnten wir dennoch per Matter in HomeKit oder Google auf die verschiedenen Sensoren zugreifen.
Das Protokoll des Sensors kann aber jederzeit geändert werden. Dabei muss er aber aus der App entfernt, auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und wieder neu hinzugefügt werden.
Da die Einrichtung beim ersten Versuch nicht funktionierte mussten wir den Sensor nochmals in den Kopplungsmodus bringen. Dafür den Reset Button fünf Sekunden drücken bis das blaue Blinken wieder beginnt und die Einrichtung neustarten. Der zweite Versuch funktionierte dann perfekt und nach drei Minuten waren alle Sensoren als separate kacheln in der Aqara App zu sehen.
Funktionen & Performance: Was kann der Aqara FP300?
Der Aqara FP300 nutzt eine Kombination aus 60-GHz-mmWave-Radartechnologie und klassischer PIR-Erfassung, um die Anwesenheit von Personen besonders präzise zu erkennen. Dadurch registriert der Sensor selbst minimale Bewegungen – sogar das gleichmäßige Atmen – und minimiert gleichzeitig Fehlalarme.
Schade ist beim FP300 aber, dass im Gegensatz zum FP2-Sensor keine Karte eingerichtet werden kann, über die verschiedene Automatisierungen abhängig von der Position einer Person im Raum gesteuert werden können. Nur die Reichweite des Sensors kann zwischen null und sechs Metern eingestellt werden.
Zudem gibt es die Möglichkeit in der Aqara App oder per HomeKit/Google Home, etc. Automationen in Abhängigkeit von Tageszeit oder Temperatur zu erstellen. Dabei können aber nicht mehrere Faktoren aufeinander abgestimmt werden.
Beispielsweise gibt es nicht die Möglichkeit das Licht nur zu einer bestimmten Uhrzeit einzuschalten, wenn der Lichtsensor unter 50 Lux misst und eine Anwesenheit erkannt wird. Aber immerhin: In der Aqara App lässt sich auswählen, ob alle oder eine Bedingung erfüllt sein muss, um eine Automation zu starten. So kann das Licht um Beispiel bei Bewegung und wenn es unter 50 Lux ist eingeschaltet werden.
Dennoch bleibt das Bauen von Automationen in der Aqara App oder per HomeKit auf einem überschaubaren Niveau.
So gut reagiert der FP300 in unserem Test
Um den FP300 zu testen, bauten wir in HomeKit unter anderem diese zwei Automationen:
- Wenn Anwesenheit erkannt wird, soll das Licht im Flur angehen
- Wenn Abwesenheit erkannt wird, soll das Licht wieder ausgehen.
In unserem Test funktionierte das perfekt! Der Sensor reagierte nur mit einer minimalen Verzögerung und schaltete das Licht ein, sobald wir uns in der eingestellten Reichweite bewegten. Nach wenigen Sekunden wurde das Licht dann wieder ausgeschaltet, sobald wir den Bereich verließen.
Im weiteren Verlauf testeten wir das Reaktiosnverhalten des Sensors unter anderem mit Automationen zu unterschiedlichen Helligkeiten oder nur in einem bestimmten Zeitraum. So sollte das Licht eingeschaltet werden, wenn es nach Sonnenuntergang war oder im Flur unter 20 Lux waren.
Das Ergebnis: Egal welche Automation – der Sensor reagierte immer gut und in einem angemessenen Zeitraum. Die Wartezeit auf das Licht war höchstens 2 Sekunden – und das kam nur selten vor.
Aber: Aus irgendeinem Grund funktionierten Automationen die wir in der Google Home App bauten, nicht.
Dank der zahlreichen Sensoren sind die möglichen Auslöser für eine Automation enorm vielfältig. Geräte können in Abhängigkeit von Helligkeit, Bewegung, An- und Abwesenheit, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit gesteuert werden. Damit ist der FP300 eine ideale und extrem vielseitige Ergänzung in jedem Smart Home.
Wie gut ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Aqara FP300?
Mit einer UVP von 49,99 Euro ist der FP300 deutlich günstiger als beispielsweise der FP2. Der kostet 82,99 Euro. Dabei bietet der FP300 nahezu den gleichen Funktionsumfang, ist kleiner, unscheinbarer und kommt ohne Kabel aus. Deshalb bewerten wir das Preis-Leistungs-Verhältnis als sehr gut.
Weitere FP300 Tests & Bewertungen
Wir als home&smart Redaktion haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Leser neutral und umfassend zu informieren, damit diese eine gute Kaufentscheidung auf Basis unserer Erfahrungen und Recherche treffen können.
Dabei wollen wir unsere eigenen Erfahrungen transportieren, statt jedes noch so kleine technische Detail zu erklären, welches für die meisten Leser ohnehin keine Rolle spielt. Hierzu führen wir strenge und vergleichbare Tests durch und kombinieren diese mit einer ausführlichen Recherche zu einem Produkt.
Bei allen Tests blicken wir auch immer auf die Testergebnisse anderer Fachredaktionen und auf aktuelle technische Entwicklungen. Dadurch wollen wir einen Tunnelblick vermeiden. Auf unsere Testnote haben diese Ergebnisse aber keine Auswirkungen.
Wer möchte, kann sich in unseren Redaktionsrichtlinien tiefergehend zu unserem Vorgehen bei Produkttests oder zu unserer Recherche informieren. Außerdem gibt es hier einen Artikel über unser Testverfahren.
- Bisher liegen zum Aqara FP300 keine anderen Tests vor. Sobald diese veröffentlicht werden, werden sie hier ergänzt. (Stand: 11/2025)
Preise & Verfügbarkeit des Aqara FP300
FAQ’s zum FP300 Sensor
Nachfolgend versuchen wir die wichtigsten Fragen rund um den Aqara FP300 Präsenzsensor zu beantworten.
Was kann der FP300-Sensor erkennen?
Der Sensor ist in der Lage die Anwesenheit von Personen in einem Raum präzise erfassen – einschließlich unbewegter Personen – und zudem Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht messen.
Welche drahtlosen Protokolle unterstützt das Gerät?
Der Aqara FP300 unterstützt sowohl Thread- als auch Zigbee-Protokolle und kann in die Aqara Home App oder andere Matter-kompatible Smart-Home-Systeme von Drittanbietern eingebunden werden.
Wie lange kann der FP300 mit einer einzigen Batterieladung betrieben werden?
Die theoretische Batterielaufzeit des FP300 beträgt:
- Bis zu 3 Jahre im Zigbee-Betrieb
- Bis zu 2 Jahre im Matter-Betrieb
Diese Werte stammen aus Labortests von Aqara (bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C, Nutzung des Standard-Dual-Presence-Modus, 4 Stunden Anwesenheit pro Tag, 240 Umweltmessberichte pro Tag und Verbindung zu einer einzelnen Aqara-Home-Plattform).
Die tatsächliche Batterielaufzeit kann jedoch je nach Betriebsmodus, Sensoreinstellungen, Auslösehäufigkeit, Netzwerkbedingungen und Umgebungsfaktoren variieren und somit von den theoretischen Angaben abweichen.
Aqara FP300 Präsenzmelder – Technische Details
- Drahtloses Protokoll: Thread, Zigbee
- Abmessungen: 42 × 42 × 50 mm
- Betriebstemperatur: -10 bis 55 °
- Betriebsfeuchtigkeit: 0 – 95 % relative Luftfeuchtigkeit, nicht kondensierend
- Stromversorgung: 2 × CR2450-Knopfzellen
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