Tatsächlich ist Leasing während der Laufzeit super bequem. Aber wenn sich das Vertragsende nähert, fragen sich viele Leasingnehmer, was sie wohl bei der Rückgabe erwartet und ob sie am Ende jeden kleinen Kratzer teuer bezahlen müssen. Hier lohnt sich ein genauer Blick: Normale Gebrauchsspuren wie leichte Kratzer an den Türgriffen oder minimale Lackabnutzungen fallen unter die vertragsgemäße Nutzung und dürfen normalerweise nicht in Rechnung gestellt werden.
Bei echten Schäden sieht das allerdings anders aus. Ein klassisches Beispiel ist die zerkratzte Alufelge nach einem Kontakt mit dem Bordstein oder ein Riss im Polsterbezug. Wer das Fahrzeug mit solchen Mängeln zurückgibt, riskiert, dass der Gutachter den kompletten Austausch des betroffenen Bauteils berechnet, und das kann richtig ins Geld gehen.
Sicherheit mit der richtigen Strategie
Leasingnehmer müssen normalerweise keine Sorgen vor hohen Nachzahlungen bei einer Leasingrückgabe machen, wenn sie auf Spezialisten wie Leasingengel setzen.
Dabei beginnt der erste Schritt bereits vor der Rückgabe, um Kosten mithilfe einer professionellen Aufbereitung und gezielten Instandsetzung von vornherein zu vermeiden. Konkret bedeutet das: man lässt kleinere Schäden von Profis reparieren, bevor sie überhaupt auf dem Radar des Gutachters vom Leasinggeber auftauchen.
Tipp: Freie Werkstätten oder spezialisierte Dienstleister sind oft deutlich günstiger als die Vertragswerkstätten der Hersteller.
Gleich nach der Rückgabe erstellt die Leasingfirma ein Gutachten, in dem alle festgestellten Schäden und daraus resultierenden Nachforderungen aufgeführt werden. Allerdings muss man wissen, dass nicht alle Forderungen in den Gutachten automatisch gerechtfertigt sind. Deshalb lohnt es sich, diese von unabhängigen Experten prüfen zu lassen. Nicht jeder Kratzer ist tatsächlich ein Schaden, der zurückzuzahlen ist, denn viele Mängel fallen schlicht unter die normale Abnutzung. Mit einer fachkundigen Beratung zahlt man am Ende oft erheblich weniger und mit etwas Glück sogar gar nichts nach.
Weichenstellung beim Vertragsabschluss: Das richtige Modell
Wenn man die typischen Kostenfallen beim Leasing effektiv vermeiden will, muss man bereits bei der Vertragsunterschrift gut aufpassen. Oft liegt der Grundstein für möglichen Ärger am Vertragsende im Kleingedruckten. Beim Leasing unterscheidet man generell zwischen zwei Varianten, die sich entscheidend auf das finanzielle Risiko bei der Rückgabe auswirken: das Kilometerleasing und das Restwertleasing.
Verbraucherschützer und der ADAC raten Privatleuten in der Regel zum Kilometerleasing, weil es einfach und transparent funktioniert. Zu Beginn legt man fest, wie viele Kilometer man im Jahr voraussichtlich fahren will, beispielsweise 10.000. Fährt man letztendlich mehr, zahlt man pro zusätzlichem Kilometer einen vorher festgelegten Betrag nach. Fährt man weniger als geplant, gibt es sogar Geld zurück.
Der Vorteil: Die Leasingfirma trägt das Marktrisiko. Selbst wenn der Gebrauchtwagenwert zwischenzeitlich eingebrochen ist, stellt das kein Problem für den Leasingnehmer dar, solange er das Auto vernünftig gepflegt hat. Für den Zustand und den Kilometerstand ist er nämlich nach wie vor selbst verantwortlich.
Anders sieht es beim Restwertleasing aus. Da wird zu Beginn geschätzt, was das Auto nach drei Jahren noch wert ist. Wenn der tatsächliche Wert am Ende darunter liegt, zahlt der Leasingnehmer die Differenz. Vor allem bei E-Autos kann das richtig teuer werden, weil sich die Technik so schnell entwickelt, dass ein drei Jahre altes Modell schnell zum „alten Eisen“ gehören kann. Hinzu können unsichere Faktoren wie schwankende Förderungen oder ein überfluteter Gebrauchtwagenmarkt kommen. Im schlimmsten Fall muss der Leasingnehmer vierstellige Nachzahlungen auf sich nehmen, selbst wenn das Fahrzeug in einem einwandfreien Zustand ist.
Pflege im Alltag spart Geld bei der Rückgabe
Damit es am Ende der Laufzeit keinen Stress gibt, lohnt es sich, das Fahrzeug von Anfang an gut zu behandeln. Ein gepflegter Zustand ist in der Regel ein wirksamer Schutz vor zu hohen Nachzahlungen, und die meisten Punkte lassen sich problemlos im Alltag umsetzen.
- Gründliche Autowäsche: Substanzen wie Vogelkot oder Baumharz können sich in den Lack fressen und bleibende Schäden hinterlassen, darum helfen regelmäßige und zeitnahe Autowäschen.
- Innenraum schützen: Gummimatten schützen die Teppiche vor Nässe und Schmutz, vor allem im Winter und an Regentagen.
- Rauchen verboten: Auf das Rauchen im Auto sollte man komplett verzichten, denn der Geruch setzt sich gern im Dachhimmel fest und könnte zur Wertminderung beitragen.
- Tierhaare vermeiden: Für Hunde besorgt man sich am besten eine Transportbox oder zumindest eine Decke, weil sich die Tierhaare nur sehr mühsam restlos entfernen lassen.
- Zubehör aufbewahren: Ein häufig unterschätzter Punkt, denn Dinge wie das Ladekabel (bei E-Autos), beide Fahrzeugschlüssel oder eventuell mitgelieferte Adapter müssen bei der Rückgabe vollständig vorhanden sein. Andernfalls kann der volle Neupreis in Rechnung gestellt werden.
Wer diese simplen Grundsätze beachtet und bei Bedarf auf professionelle Aufbereitung setzt, ist mit einem Leasingmodell gut beraten. So bleibt die Elektromobilität eine flexible und finanziell überschaubare Lösung, und mit den richtigen Vorbereitungen wird aus der gefürchteten Rückgabe eine entspannte Übergabe.
Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate Links. Kommt über einen solchen Link ein Einkauf zustande, werden wir mit einer Provision beteiligt. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten.
Wir haben Kooperationen mit verschiedenen Partnern. Unter anderem verdienen wir als Amazon-Partner an qualifizierten Verkäufen.























