Alles zur E-Vespa Elettrica: Verkaufsstart und neue Funktionen Vespa Elettrica von Piaggio kommt im Oktober 2018

Vespa Elettrica – allein der Name dieses E-Rollers hört sich schon nach italienischem Lebensgefühl an. Jetzt hat Piaggio den offiziellen Verkaufsstart bekanntgegeben: Der anlässlich der EICMA 2017 in Mailand vorgestellte Kultroller kommt in Europa ab Ende Oktober 2018 in der umweltfreundlichen und geräuschlosen Version mit Elektroantrieb und Smartphone-Anbindung auf den Markt. Interessenten können die E-Vespa ausschließlich online auf einer speziellen Website bestellen, inklusive Finanzierungsangeboten. Der Preis soll sich an den derzeit vermarkteten High-End-Rollern von Piaggo orientieren. Das vom Hersteller als Kunstwerk bezeichnete Fahrzeug wird vermutlich allein wegen seines futuristischen Looks ein Kassenschlager sein, wir fassen trotzdem die bislang bekannten Tech Specs zur Vespa Elettrica zusammen.

Umweltfreundliches Italo-Flair soll die Elektro-Vespa 2018 bringen

Die Markteinführung von Piaggios Elektro-Vespa - Pläne und Daten

Die Markteinführung des Elektrorollers Vespa Elettrica soll laut Piaggio ab Ende Oktober schrittweise erfolgen und im November, im Rahmen der Milan EICMA-Show 2018, final sein. Ab Anfang 2019 wird die smarte Version des Kultrollers auch in den USA und Asien in den Markt eingeführt.

Neue geplante Funktionen für die E-Vespa Elettricia

Gleichzeitig zum Marktstart hat Piaggio auch weitere Funktionen für die E-Vespa Elettricia verraten, die für die nächste Zukunft angedacht sind. Dabei greift Piaggio auf die Erfahrung mit seiner Landdrohne Gita zurück. Die gewonnen Erkenntnisse sollen zukünftige Fahrzeuge von Piaggio wie die E-Vespa Elettricia um folgende Funktionen erweitern:

  • künstlich Intelligenzsysteme, die sowohl adaptiv als auch auf alle menschlichen Eingaben ansprechen. Diese sollen in der Umgebung befindliche Personen und andere Fahrzeuge wahrnehmen und potenzielle Gefahren erkennen können
  • Bereitstellung von Echtzeit-Kartierungs- und Verkehrsdaten für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Städten
  • Fahrzeug-Personalisierung: Die Fahrzeuge der neuen Generation sollen zum Großteil ihre Fahrer besser kennen und z. B. einen Schlüsselanhänger überflüssig machen, Fahroptionen vorhersehen und mit anderen Geräten und Fahrzeugen auf der Straße interagieren

E-Vespa Elettrica wird zum "smarten Kunstwerk"

Bereits im November 2016 gab Piaggio die Arbeit an der E-Vespa bekannt, ein Jahr später stellte der italienische Rollerdesigner das vorläufige Modell auf der EICMA (Internationale Zweirad-Ausstellung) aus. Das klassische Vespa-Design wurde für die Elektroversion futuristisch geglättet, schwingt aber trotz der Metallic-Optik noch mit.

Der Elektroroller wird komplett im italienischen Pontedera gefertigt und ist laut Hersteller Piaggio nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein „zeitgenössisches Kunstwerk mit technologischer Seele“. Zusätzlich zur E-Vespa Elettrica kündigte Piaggio das Hybridmodell Vespa Elettrica X an, das eine höhere Reichweite von 200 km haben soll.

2018 soll die endlich kommen: Die Vespa Elettrica

Das kann Piaggios Vespa Elettrica

  • Reichweite: ca. 100 Kilometer je nach Fahrverhalten
  • Ladedauer: 4h (über normale Steckdose für Vollladung)
  • Batterielebensdauer: 10 Jahre, nach 1.000 Ladezyklen sinkt die Kapazität auf 80 %
  • Herausnehmbarer Akku: noch nicht bekannt
  • Motorleistung: 2kW, Spitzenleistung 4kW mit 200 Nm

Die Motorleistung des Designer-E-Rollers ist nicht umwerfend, aber auch nicht schlechter als bei anderen Elektrorollern und laut Piaggio besser als die des traditionellen 50cc-Rollers. Wie für andere E-Roller typisch soll auch die Vespa Elettrica besonders beim Beschleunigen zeigen, was in ihr steckt. Ergänzt wird das schicke Fahrzeug durch passende Accessoires, etwa den Helm im futuristischen Chromdesign.

Multimedia-Integration: Connected Vespa statt Connected Car

Das abgasfreie Vespa-Modell soll nicht nur emissionsfrei, sondern auch vernetzt sein: Die erweiterte Vespa Multimedia-Plattfom von Piaggio verbindet das Fahrzeug per Bluetooth mit dem Smartphone. Ein 4,3-Zoll-TFT-Display zeigt am Lenker Geschwindigkeit, Reichweite und Ladezustand an. Auch Nachrichten und eingehende Anrufe werden wohl darauf übertragen werden. In einer zugehörigen App sollen Diagnoseinformationen und der aktuelle Standort der E-Vespa einsehbar sein.

Die Connected Vespa zeigt auf dem Display Anrufe und Fahrzeuginformationen an

Vespa Elettrica, Gita und Wi-Bike: Piaggio geht mit der Zeit

Der italienische Zweiradhersteller ist für chices Design berühmt, verschließt sich aber bei aller Liebe fürs Klassische nicht den Trends der Zukunft. Neben dem elektrisch angetriebenen Wi-Bike hat Piaggio auch die praktische Landdrohne Gita entwickelt und überzeugt uns nun 2018 wohl endlich mit der ersten E-Vespa.

Der Markt boomt und ist hart umkämpft: In Deutschland sind beispielsweise Kumpan electrics mit leistungsfähigen Elektrorollern im Retro-Design sehr erfolgreich, während Sharing-Modelle wie COUP zeigen, dass nicht mehr jeder einen eigenen E-Roller besitzen muss, um die emissionsfreie Fortbewegung zu genießen.

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Nach dem Studium der Kultur- & Medienwissenschaft und der freiberuflichen Tätigkeit als Übersetzerin, Lektorin und Texterin nun kritisches Auge der homeandsmart.de-Redaktion. Anfangs völlig technikfremd, mittlerweile Expertin für das breite Wissen rund um die Thematik Smart Home und Home Automation.