Ratgeber So schützt man sein Haus vor Einbrechern

Alleine in Deutschland verzeichnet die Polizei bis zu 400 Einbrüche pro Tag. Laut Kriminalstatistiken ist die Anzahl binnen 5 Jahren auf bis zu 140 Prozent geklettert, Tendenz steigend. Für Hausbesitzer und Mieter ist die Absicherung der Wohnung die einzige Präventive Maßnahme mit Erfolg. Dank moderner Sicherheitstechnik scheitern knapp ein Drittel aller Kriminellen bereits im Versuchsstadium des Einbruchs, sodass der Schaden gering bleibt. Doch welche Möglichkeiten existieren und wie viel kostet eine umfängliche Absicherung der eigenen vier Wände?

Einbrecher im Haus

Verstärkung von typischen Schwachstellen

Üblicherweise zählen Haustüren, Kelleröffnungen oder Fenster zu den Eintrittspforten für Einbrecher. Diese Schwachstellen sind meist nur mit laschen Sicherheitsvorkehrungen ausgerüstet und erlauben es Kriminellen, sich einfachen Zutritt zu den Räumlichkeiten zu verschaffen. Zielführend ist daher die Aufrüstung von Fenstern und Türen durch mechanische Sicherheitstechnik.

Schutzmaßnahmen für Fenster

Grundsätzlich kommt es bei Sicherheitsfenstern auf drei Komponenten an: Sichere Beschläge, robuste Scheiben und absperrbare Fenstergriffe. In Kombination sorgt das Zusammenspiel aus diesen für eine erhöhte Sicherheit, die selbst hartnäckigen Angriffen widerstehen kann. Zu den sicheren Beschlägen zählen etwa Pilzkopfverriegelungen, die einen hohen Schutz gewährleisten und in verschiedenen Sicherheitsklassen von Basissicherheit bis Widerstandsklasse 2 verfügbar sind.

Als große Schwachstelle lässt sich das Glas normaler Fensterscheiben mit einem kräftigen Impuls einschlagen. Als wesentlicher Teil eines Sicherheitsfensters sorgt eine ideale Verglasung aus VSG (Verbundsicherheitsglas) oder ESG (Einscheibensicherheitsglas) für die notwendige Stabilität. Abschließbare Fenstergriffe runden das Paket ab und dienen nicht nur der Kindersicherung, sondern verhindern zudem das Aufhebeln durch eine durchstochene Glasdichtung.

Ordentlich montierte Sicherheitsfenster der Basissicherheitsklasse halten im Falle eines Einbruchsversuches lange genug durch und lassen sich auch durch hohe Gewalteinwirkung nicht aufhebeln.

Aufrüstung von alten Fenstern

Als günstige Alternative lassen sich alte Fenster mit der nötigen Sicherheitstechnik aufrüsten. Auch hier lässt sich ein ausreichender Schutz vor Einbrüchen erzielen. Damit ein gewisser Standard garantiert ist, ist auf geltende Sicherheitsnormen DIN 18104 sowie 18104-2 zu achten. Die Montage kann von einem Fachmann oder alternativ selbst vorgenommen werden. Besonders praktisch sind etwa Schlösser für Fenstergriffe, die mit einer zusätzlichen Alarmfunktion ausgerüstet sind. Hierbei handelt es sich um eine elektronische Sicherung, die bei Manipulationsversuchen oder Gewalteinwirkung einen lauten Alarm auslöst. Zur Öffnung ist ein Schlüssel notwendig.

Optional ist die Installation eines sogenannten Stangenschlosses möglich. Hiermit lassen sich etwa Fenster absichern, die sich nach innen öffnen. Praktischerweise eignen sich diese Schlösser auch für Terrassentüren. Als innovative Sicherheitstechnik hat sich ebenfalls ein sogenannter Glasbruchmelder bewährt, der durch die Registrierung von Schwingungen beim Bruch des Glases in der Lage ist, eine Alarmanlage auszulösen.

Einbruchschutz von Türen

Konventionelle Haustüren bieten nur einen spärlichen Schutz vor Einbrüchen. Leider erfüllen viele Türen daher nicht ihre Pflicht, die privaten Räumlichkeiten vor unerwünschten Zugriffen zu schützen. Laut DIN EN 1627 sind Haustüren in verschiedene Widerstandsklassen gegliedert, die von RC1 bis RC7 reichen. Als Mindeststandard für Neubauten gilt heutzutage die Widerstandsklasse RC2, die ebenfalls von der Polizei empfohlen wird.

Sie sind geschützt vor einfachen Gewalteinwirkungen und simplen Aufbruchsversuchen. Sie halten Einbruchsversuchen unter Einsatz von simplen Werkzeugen mindestens drei Minuten stand. Zu den typischen Sicherheitselementen gehören Sicherheitsbeschläge nach DIN 18257, Bändersicherungen mit Hintergreif-Haken sowie Zylinderschlösser mit integrierter Mehrfachverriegelung nach DIN 18251 und Bohrsicherung am Zylinder.

Türen mit Sicherheitstechnik nachrüsten

Ein Neukauf ist mit hohen Kosten verbunden. Dabei lassen sich Türen mit einer gewissen Grundstabilität mit einigen Mitteln aufbessern. Wichtig ist vor allen Dingen eine gewisse Widerstandsfähigkeit der Grundelemente. Nachrüstungen sind in Form von verstärkten Türrahmen, Türblättern, Türschlössern, Schließbleche oder Beschläge verfügbar. Besonders praktisch ist etwa ein Panzerriegelschloss, das sich bei nahezu allen Haustüren nachträglich installieren lässt. Ein solches Querriegelschloss erstreckt sich über die komplette Breite der Haustür und sorgt für die notwendige Stabilität bei Einbruchsversuchen. Ein einfaches Aufhebeln mit einem Stemmeisen ist so nicht mehr ohne Weiteres möglich. Die Montage erfolgt hier etwa direkt auf der Türzarge, die aus diesem Grund eine gewisse Grundstabilität aufweisen muss. Für besonderen Schutz eignet sich die Verriegelung im Mauerwerk.

Alternativ lohnt sich die Investition in einen ordentlichen Schutzbeschlag. Ein aufgewerteter Beschlag schützt das Einsteckschloss vor physischer Gewalteinwirkung und hält Zugbelastungen von bis zu 2.500 Kilogramm stand. Spezielle Schutzbeschläge sollten mit einer DIN 18257 Zertifizierung ausgezeichnet sein. Letztlich bringt die beste und stabilste Tür keine Sicherheit, wenn sich das Schloss in wenigen Minuten knacken lässt. Ein Sicherheitsschloss zählt zu den Must-Haves für Sicherheitstüren. Eine Mehrfachverriegelung ist Pflicht. Ein gutes Schloss besitzt eine DIN 18251 Zertifizierung und entspricht mindestens der Sicherheitsklasse 5.

Kosten für Sicherheitstechnik beim Hausbau

Zu den wichtigsten Sicherheitselementen beim Neubau eines Hauses zählen etwa die Haustür oder Wohnungstür sowie Fenster und eine Alarmanlage. Je nach Schutzklasse ergeben sich hieraus folgende Kosten:

- Haustür: ab 2.000 Euro erhältlich
- Fenster: ab 300 Euro erhältlich
- Alarmanlage: ab 3.000 Euro erhältlich

Müssen die jeweiligen Elemente lediglich nachgerüstet werden, fallen die Kosten etwas geringer aus:

- Haustür: ab 750 Euro nachrüstbar
- Fenster: ab 150 Euro nachrüstbar

Intelligente Sicherheitssysteme für mehr Schutz

Alarmanlagen sorgen für mehr Sicherheit im Eigenheim und alarmieren Bewohner durch visuelle oder schrille Signale vor Einbrechern. Je nach System setzet die installierte Software einen automatisierten Notruf an die Polizei ab. Über Kameras und Handy-Applikationen haben Hausbesitzer zudem die Möglichkeit, ihr Zuhause auch unterwegs konstant auf dem Schirm zu haben.

Alarmanlagen gibt es im Fachhandel in verschiedenen Konzepten. Im Falle eines Einfamilienhauses belaufen sich die Kosten auf bis zu Alternativ lohnt sich die Investition in einen ordentlichen Schutzbeschlag. Ein aufgewerteter Beschlag schützt das Einsteckschloss vor physischer Gewalteinwirkung und hält Zugbelastungen von bis zu 2.500 Kilogramm stand. Spezielle Schutzbeschläge sollten mit einer DIN 18257 Zertifizierung ausgezeichnet sein. Letztlich bringt die beste und stabilste Tür keine Sicherheit, wenn sich das Schloss in wenigen Minuten knacken lässt. Ein Sicherheitsschloss zählt zu den Must-Haves für Sicherheitstüren. Eine Mehrfachverriegelung ist Pflicht. Ein gutes Schloss besitzt eine DIN 18251 Zertifizierung und entspricht mindestens der Sicherheitsklasse 5.

Kosten für Sicherheitstechnik beim Hausbau

Zu den wichtigsten Sicherheitselementen beim Neubau eines Hauses zählen etwa die Haustür oder Wohnungstür sowie Fenster und eine Alarmanlage. Je nach Schutzklasse ergeben sich hieraus folgende Kosten:

- Haustür: ab 2.000 Euro erhältlich
- Fenster: ab 300 Euro erhältlich
- Alarmanlage: ab 3.000 Euro erhältlich

Müssen die jeweiligen Elemente lediglich nachgerüstet werden, fallen die Kosten etwas geringer aus:

- Haustür: ab 750 Euro nachrüstbar
- Fenster: ab 150 Euro nachrüstbar

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homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Teil des Gründerteams, von Anfang an mit viel Herzblut dabei. Verantwortliche für das Ressort E-Mobilität bei homeandsmart. Zu ihren Lieblingsthemen zählen außerdem smarte Gadgets, Fitness-Tracker und intelligente Haushaltsgeräte. Als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs.

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