smart fortwo electric drive im Test smart fortwo ED: Preis, Reichweite & Daten im Vergleich

Seit der Markteinführung des smart fortwo electric drive im Frühjahr 2017 auf der aktuellen smart Plattform mischen die Stuttgarter jetzt auch den hart umkämpften Elektrofahrzeugmarkt mit. So stark sogar, dass er im letzten Quartal auf den ersten Platz der monatlichen Zulassungsstatistiken klettern konnte. Der kompakte Stadtflitzer überzeugt dabei mit Ausstattung und Fahrspaß. Was macht den smart fortwo electric drive (ED) so beliebt bei den Käufern? Wir zeigen Ihnen was in Ihm steckt.

Ein CO2-freier Stadtflitzer | der smart fortwo electric drive

Elektroauto von smart: smart fortwo electric drive

Die Zeiten, in denen hinter vorgehaltener Hand über die kleine Knutschkugel gelacht wurde, sind längst vorbei – der smart aus dem Hause Daimler hat sich im Straßenbild etabliert und damit eigentlich auch eine eigenes Segment (zumindest in Europa) für Microcars geschaffen. Mittlerweile gibt es den smart in der dritten Modellgeneration, in der seit dem Frühjahr 2017 ebenfalls wieder mit ein einem Elektroantrieb zu kaufen ist.

smart fortwo ED: Elektroauto als Stadtflitzer

Im Hause Daimler kennt man sich inzwischen ganz gut in Sachen Elektrofahrzeuge aus: Den ersten smart fortwo mit Batterie gab es nämlich bereits 2007. Doch waren die erste Generation (ED1) und auch die drauffolgende Generation (ED2) ausschließlich als Flottenfahrzeuge „verleast“ oder im Fahrzeugpool des Carsharing Anbieters car2go zu finden. Erst der ED3 konnte ab 2012 auch von jedem Privatkunden käuflich erworben werden. Nach dem Modellwechsel war erstmal kein Elektrosmart mehr zu haben. Käufer konnten erst etwa 2 Jahren nach der Markteinführung des aktuellen smart Modells (Baureihe 453) wieder einen neuen smart fortwo ED kaufen. Seit Frühjahr 2017 springen nun die Stuttgarter wieder mit neuester Technologie auf die neue Elektroauto-Welle auf. Der Antrieb im Heck des kleinen Flitzers stammt übrigens von Renault – er ist eine Abwandlung des Motors aus dem ZOE.

Der smartfortwo electric drive ist in vier Ausstattungslinien lieferbar

Im Jahr 2017 brachte es der Smart Fortwo auf stolze 2.987 Neuzulassungen. Davon entfallen allein 1.152 auf den Monat Dezember. Mit diesem Jahresendspurt holt er sich im letzten Monat auch noch den dritten Platz aller deutschlandweit verkauften Elektrofahrzeuge. Spitzenreiter bleibt Kooperationspartner Renault mit dem ZOE und 4.322 Neuzulassungen. Weltweit wird der smart fortwo ED in über 30 Nationen vertrieben – allein in Nordamerika rollten im laufenden Jahr über 7.200 der Kleinwagen von den Höfen der Händler – und findet vor allem im Carsharing-Bereich großen Anklang. Der Anbieter car2go setzt den smart fortwo ED in über 20 Ländern für seine Dienste ein.

Der Stuttgarter punktet dabei vor allem mit seiner geringen Größe – mit nur 2,70 Meter Länge findet sich auch in der kleinsten Lücke noch Platz. Mit einem Kofferraumvolumen von nur 185 Litern bei hochgeklappten Rücksitzen und Platz für zwei Erwachsene fällt das Fahrzeug zwar insgesamt kleiner aus als die Konkurrenz, dem Fahrspaß tut das aber in keinster Weise einen Abbruch. Im Gegenteil – der Smart Fortwo sorgt dank seines tiefen Schwerpunktes für ein sportliches Fahrverhalten.

smart fortwo ED im Reichweiten Ranking

Mit einer Reichweite von 160 Kilometern bei voller Ladung liegt der smart fortwo ED zwar deutlich hinter der Konkurrenz ist aber auch viel kleiner und irgendwo müssen die Batterie ja untergebracht werden. Allerdings präsentiert er sich auf dem Markt als stylisher Stadtflitzer oder Einkaufsbegleiter, wofür solche eine Distanz locker ausreicht.

Für einen Ausflug in die nähere Umgebung wie zum Beispiel von München nach Nürnberg sollte eine Batterieladung bei guten Witterungsverhältnissen reichen. Aber mal ehrlich, wie oft sieht man auch die Benzin- und Dieselangetriebenen Schwestermodelle des smarts auf der Autobahn fahren? Ein smart ist und bleibt nun mal unabhängig von seinem Antriebsaggregat ein urbanes Fortbewegungsmittel und ganz besonders im Großstadt-Dschungel hat dieser sein Revier. Wo er mit Elektroantrieb nochmals extra punktet und die Luft sauber hält.

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Trotz seiner kleinen Größe bietet der smart fortwo ED ein gutes Platzangebot im Innenraum

smart fortwo electric drive Prämie & Förderung 

Besitzer von EU1- bis EU4-Diesel können sich freuen. Für diese Fahrzeuge bietet die Daimler AG beim Kauf eines Smart ED-Neuwagens eine Umtauschprämie in Höhe von 1.000 Euro an. Das Angebot wurde verlängert und gilt jetzt noch bis Juni 2018. In Kombination mit den staatlichen Förderungen und dem Herstelleranteil lassen sich so weitere 4.000 Euro sparen. Der Umweltbonus kann für alle elektrisch betriebenen Fahrzeuge beantragt werden, also auch für Hybride, die noch einen zusätzlichen Verbrennungsmotor haben. Den vollen Bonus von 2.000 Euro erhalten Käufer aber nur auf vollelektrische Modelle, für Hybride beträgt er 1.500 Euro. Damit die Förderung bewilligt wird, muss der Hersteller dem Käufer mindestens dieselbe Summe als Nachlass gewähren. Beantragen können Interessierte den Umweltbonus ganz bequem online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA); die Bundesregierung hat dafür Mittel in Höhe von 600 Millionen Euro bereitgestellt.

smart fortwo ED – Daten im Überblick

Der Winzling aus dem Hause der Daimler-Tochter Smart ist für seine Größe kein Leichtgewicht. Ganze 1.115 Kilogramm bringt dieser in der Cabrio Variante auf die Waage, was über 200 kg mehr sind als ein vergleichbarer Benziner. Auch ein in dieser Fahrzeugklasse bald antretender e.GO Life (ab Sommer 2018) ist viel leichter als der smart fortwo ED. Somit bietet der smart auf dem Papier eher durchschnittliche Fahrleistungen. Das maximale Drehmoment von 160 Nm und die 81 PS Spitzenleistung sorgen für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 11,5 Sekunden. Der Vortrieb endet dann bei einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h, danach wird zugunsten der Reichweite abgeregelt. Für die Reichweite ist eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 17,6 kWh verantwortlich. Doch ist man mit dem smart unterwegs bietet dieser viel mehr Fahrspaß als die reinen Papierwerte versprechen lassen. Wie jedes Elektroauto ist der Anzug vom Stand weg enorm. Und da man hauptsächlich im Stadtverkehr unterwegs ist, kommt man oftmals in den Genuss solcher Ampelsprints.

Mit einer Gesamtlänge von gerade einmal 2,70 Metern ist der smart fortwo ED das bislang kleinste Fahrzeug in der Kategorie Elektroauto, denn z.B. der noch kürzere Renault Twizy wird als Leichtkraftfahrzeug eingestuft. An einer Haushaltssteckdose braucht er etwa 8 Stunden für eine volle Ladung, an einer Ladesäule oder Wallbox schafft er das in der Hälfte der Zeit. Das Fahrzeug verfügt standardmäßig über einen 4,6/7,2 kW-Bordlader. Der Normverbrauch (NEFZ) liegt bei 12,9 kWh auf 100 Kilometer. Funktionen wie den Batteriestatus, die Ladedauer oder die noch verbleibende Reichweite lassen sich jederzeit von überall über das Internet abrufen und bedienen.

Die smart control App bietet zahlreiche „Connected Car“-Funktionen für den smart fortwo ED

Steckbrief | smart fortwo ED auf einen Blick

Modellsmart fortwo electric drive
Kaufpreisab 21.940 Euro
Akku-Mietenein
Ladekapazität17,6 kWh
Verbrauch Herstellerangabe (kombiniert)ab 12,9 kWh
Alltagsreichweiteca. 110 km
NEFZ-Reichweite160 km
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h13,2 s
Höchstgeschwindigkeit135 km/h
Maximale Leistung (PS bzw. kW)60 kW
Maximaler Drehmoment (Nm)160 Nm
Abmessungen L x H x B2695 x 1663 x 1555 mm
Kofferraum Volumen185 L
Leergewicht1.085 - 1.155 kg
2,3 kW - „Haushalts-Stecker“ca. 8 Std. Ladedauer
4,6 kW - Typ 2 (1-phasig, 20 A)ca. 5 Std. Ladedauer
22 kW - Typ 2 (3-phasig, 32 A)ca. 45 Min. Ladedauer (80%) 

smart fortwo Laden - Ladeleistung, Ladezeit, Ladestation

Serienmäßig kommt der smart fortwo electric drive mit einem länderspezifischen Stecker und einem einphasigen Bordlader mit 4,6/7,2 kW Leistungsaufnahme. Zu Hause ist in Deutschland jedoch bei einer maximalen Ladeleistung von 4,6 kW Schluss, da der Netzbetreiber nicht mehr zulässt, um eine zu große Schieflast im Netz zu vermeiden. Die Ladezeit beträgt hier in etwa 5 Stunden. Damit können die vollen 7,2 kW nur an einer öffentlichen Ladesäule genutzt werden. Sofern der angekündigte optionale 22 kW-Bordlader verfügbar ist und geordert wurde, kann der kleine Stadtflitzer auch in knapp einer Stunde wieder vollgeladen werden. Zum Redaktionsschluss von diesem Artikel war diese Option jedoch noch nicht bestellbar – angeblich soll diese ab Mitte 2018 verfügbar sein. Dazu benötigen die Fahrer eine Kombination aus einer Wallbox, zum Beispiel der ABL Wallbox eMH1 Basic, und einem 3-phasigen Ladekabel. Eine ebenso flotte Aufladung ist aber auch an zahlreichen öffentlichen Ladesäulen möglich. Wer also unbedingt eine Schnellladefunktion benötigt, sollte noch etwas mit dem Kauf warten, denn diese kann ausschließlich beim Neukauf mitbestellt werden. Eine Nachrüstung ist hier nicht möglich.

Eine flotte Aufladung des smart fortwo ED ist an zahlreichen öffentlichen Ladesäulen möglich

Vor – & Nachteile des smart fortwo ED

Der smart fortwo ist ein wendiges Fahrzeug für den Stadtverkehr, bei dem auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Mit seinem kleinen Wendekreis macht er auch im dichtesten Großstadtgetümmel noch eine gute Figur. Im Innenraum hat man trotz der geringen Größe nicht das Gefühl, eingeengt zu sein. Mit den Connected Car-Funktionen von smart control lassen sich Informationen zum Fahrzeug abfragen oder schon mal die Klimaanlage starten, während der Wagen noch auflädt.

Ein wenig befremdlich wirken allerdings die beiden ausstellbaren Fenster mit den billigen Kunststoffgriffen, die dem Anspruch für ein Fahrzeug aus dem Hause Daimler nicht wirklich genügen. Und ein verstellbares Lenkrad hat dieses Smart-Modell leider auch nicht. Weiteren Punktabzug gibt es für das nicht im Kaufpreis enthaltene Schnellladekabel und den zu kleinen Kofferraum.

Microcars - der smart aus dem Hause Daimler hat sich im Straßenbild etabliert

Modellhistorie des smart fortwo electric drive

Das aktuelle smart fortwo ED Modell ist nun schon die vierte Entwicklungsstufe aus dem Hause Daimler Benz. Bereits sehr früh und noch im Kleid des Ur-smarts (Baureihe 450) wurden die erste elektrischen Antriebe verbaut. Doch es brauchte zwei weitere Generationen des Elektro-Antriebsstrangs, bis auch die Privatkunden in den Genuss des elektrischen Fahrens kommen konnten. Zuvor war der smart fortwo electric drive nur Flottenbetreiber und Carsharing-Anbieter vorenthalten. Mittlerweile war der smart auch schon in die zweite Modell-Generation (Baureihe 451) auf den Straßen unterwegs. Optisch sind diese beiden Baureihen jedoch nur von Kennern zu unterscheiden. Erst mit der dritten und aktuellen Generation (Baureihe 453) unterscheidet sich der smart merklich von seinen Vorgängern. Zwischen dem aktuellen ED4 und dem ED3 war dann fast zwei Jahre keine Elektro-smart lieferbar. Erst als das Thema Elektroauto wieder mehr Rückenwind bekommen hatte, wollte Mercedes natürlich wieder mit einem Elektro-smart am Markt präsent sein. Die Leistung des Elektromotors und die Batteriegröße wurden über die Modellgeneration kontinuierlich angehoben, so das nun das aktuelle Modell mit einem Elektromotor (81 PS/160 Nm) und eine Batterie mit einer Kapazität von 17,6 kWh aufwartet. Dieser stammt übrigens von Renault, was nicht verwunderlich ist, da auch andere Mercedes Modelle einen Renault Motor besitzen.

Modellvarianten des smart fortwo electric drive

Den smart fortwo electric drive gibt es mit einer einzigen Motor/Batterie Kombination zu kaufen. Jedoch gibt es ihn als Limousine und Cabrio in zwei Karosserie-Versionen und vier unterschiedliche Ausstattungslinie zu kaufen. Neben dem Basismodell für 21.940 Euro gibt es noch die Ausstattungslinien „passion“, „perfect“ und „prime“ dessen jeweiligen Aufpreis sich zwischen 1.390 und 1.900 Euro beläuft. Die Pakete enthalten gegenüber der Serienausstattung vor allem Individualisierungen von Aussenfarbe und Innenausstattungen, sowie unterschiedliche Leichtmetallfelgen und einige Zusatzausstattung für innen wie außen. Jede Ausstattungslinie kann auch als Cabrio-Version bestellt werden. Diese kostet dann jeweils etwa 3.000 Euro Aufpreis. Kaum mehr Aufpreis, nämlich nur 660 Euro, kostet übrigens die viersitzige Variante des smarts, die dann auf den Namen smart forfour hört und wie ein gestreckter smart fortwo aussieht. Doch die Optik täuscht, denn unter dem „Blechkleid“ ist hier sehr viel Renault Twingo zu finden (wieder mal Renault-Technik im smart).

Den smart fortwo electric drive gibt es auch als Cabrio

Fazit - Elektroauto smart fortwo ED

Das neue vollelektrische Modell der Schwaben zeigt sich gewohnt stylish und sorgt mit seinem dynamischen Fahrverhalten gerade im hektischen Stadtverkehr für extremes Fahrvergnügen. Die Ampelsprints machen richtig Spaß, besonders im Sommer mit der Cabrio-Variante. Der praktische Nutzen wird alleine schon dadurch eingeschränkt, dass der der fortwo ein 2-Sitzer ist und somit spontan keine weiteren Mitfahrer aufnehmen kann. Auch der Kofferraum erinnert eher an ein größeres Handschuhfach, was die Einkaufstour begrenzt. Aktuell verkauft sich der smart fortwo sehr gut und das obwohl er nicht gerade günstig ist. Mit seinen 21.940 Euro Basispreis ist der Elektro-smart über 10.000 Euro teurer als der günstigste Benzin-smart. Noch profitiert er wohl davon das bis dato günstigste Elektroauto am Markt zu sein, was sich mit dem Erscheinen des e.GO Life ändern wird. Dieser ist in einer vergleichbaren Motorisierung mindestens 4.540 Euro günstiger zu haben. Ein direkter Vergleichstest könnte spannend werden.

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homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation in Karlsruhe und selbstständige Online-Redakteurin. Fasziniert von der Google-Welt, die von optimalem Content lebt und als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs. Verantwortliche Ressort E-Mobilität bei homeandsmart.de. 

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