Preis, Modelle, technische Daten & Co. der Sportlimousine Porsche Panamera E-Hybrid (2017) im Vergleich

Zuffenhausen hält am Elektroantrieb fest und erweitert die Modellreihe! Auf dem Pariser Autosalon 2016 präsentierte Porsche den Panamera 4 E-Hybrid erstmalig der Öffentlichkeit und leitet damit die nächste Generation der Sportlimousinen mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb aus dem Schwabenland ein. Damit wird der oft im Volksmund als „Buckel-Wal“ bezeichnete Vorgänger abgelöst. Seit April 2017 gibt es die Luxuslimousine auch bei den Händlern zu kaufen. Unter dem neuen schickeren Blechkleid hat diese viel Neues zu bieten. Das wichtigste bei jedem Porsche Modell bleibt aber, dass es auch immer wie ein echter Porsche fährt. Deshalb müssen auch die Panamera E-Hybrid Sportlimousinen, diese für Porsche charakteristischen Fahreigenschaften, den Fahrern vermitteln können. Ob das der Fall ist, dazu erfahren Sie in unserem Vergleich.

Das Elektroauto Panamera E-Hybrid von Porsche

Porsche Panamera E-Hybrid – umweltbewusster Flitzer für den großen Geldbeutel

Porsche-Fans wissen es schon lange: Der flotte Schwabe ist nicht nur einfach ein Auto, sondern ein Lebensgefühl. Seit Ende 2017 gibt es den Panamera in der zweiten Generation, und ebenso wieder als Plug-in-Hybrid Version. Der Hersteller hat im Vergleich zum Vorgängermodell noch mal eine ganze Schippe draufgepackt. Der neue Panamera E-Hybrid verfügt beispielsweise über eine fast doppelt so große Batterie wie sein Vorgänger. Das dem Porsche 918 Spider nachempfundene Porsche-Advanced-Cockpit mit einem in der Mitte thronenden Drehzahlenmesser als Rundinstrument, dass von zwei 7-Zoll-Screens flankiert wird, dessen Anzeige individuell auf die Bedürfnisse des Fahrers eingestellt werden können. Darunter auch hybridspezifischen Anzeigen und dem Powermeter, das Informationen zur elektrischen Energie liefert, weisen darauf hin, dass man nicht in einem Panamera mit gewöhnlichen Verbrennungsmotor unterwegs ist.

Auffallend sind natürlich, wie bereits beim Vorgänger, die signifikanten Typenschilder und Bremssättel in leuchtendem Grün.

Bei den Zulassungszahlen ist schon jetzt ein leichter Anstieg erkennbar. Wurden 2017 in Deutschland 955 Porsche Panamera 4 E-Hybriden zugelassen, so waren es bis Ende Februar 2018 bereits 287 Fahrzeuge. Das entspricht einem Marktanteil von etwa 5,5 Prozent. Damit landet das Elektroauto bei den Hybridfahrzeugen hinter dem Mercedes E 350 e mit 1579 Zulassungen und dem BMW i3 Range Extender mit 1528 Neuanmeldungen auf dem achten Platz.

Neu ist auch, dass nun alle Hybrid-Modelle mit einem Allradantrieb ausgestattet sind. Der Elektromotor ist dabei im Getriebe integriert, wohingegen die Batterie im Bereich des Kofferraums montiert ist, der dadurch auch um fast 100 Liter kleiner ausfällt.

Außerdem neu: es gibt nun zwei Karosserie Varianten und zwei Leistungsstufen. Mehr dazu im Absatz "Modellvarianten".

Die Anzeige im Cockpit des Porsche Panamera E-Hybrid kann individuell auf die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden

Reichweite des Porsche Panamera E-Hybrid

Laut Porsche schafft der Panamera 4 E-Hybrid mit einer Akkuladung 51 Kilometer (NEFZ), was einer normalen Reichweite für einen Hybrid entspricht. Abhängig von Wetter und Fahrverhalten schafft der Sportler damit im Alltag zwischen 30 und 40 Kilometer. Damit landet der Panamera noch vor dem BMW i8 mit durchschnittlich 37 Kilometern und dem Mercedes C 350 e T mit 31 Kilometern. Wenn der Akku leer ist, springt automatisch der V6-Biturbo ein. Fährt man im Hybridmodus weiter, kommt der Panamera mit einem Tankvolumen von 80 Litern ungefähr 750 Kilometer weit, für die er laut Hersteller nur 2,5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer (kombiniert) braucht. Dieser Wert ist aber aufgrund der speziellen Messverfahren für Hybridautos eher mit Skepsis zu betrachten.

Wie schlägt sich der Porsche Panamera E-Hybrid im Reichweiten-Ranking der Elektroautos?

E-Auto Prämie & Steuerersparnis beim Porsche Panamera E-Hybrid

Für den Porsche Panamera 4 E-Hybrid bekommen Käufer leider keinen staatlichen Umweltbonus, da der Basispreis mit 109.219 Euro über der gesetzlichen Grenze von 60.000 Euro liegt. Damit ergeht es dem Schwaben genau wie den Konkurrenzmodellen im hochpreisigen Segment. Ferner ist der Panamera als Hybrid leider auch von der Befreiung der Kraftfahrzeugsteuer ausgeschlossen, da nur Fahrer von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen darauf einen Anspruch haben. Doch dank des geringen CO² Ausstoß von 56 g/km liegt hier die jährliche Belastung bei gerade mal 56 Euro und damit weniger als ein Viertel eines Panamera 4S mit reinem Benzin-Verbrennungsmotor.

Mithilfe der Car Connect-App kann der Ladevorgang des Panamera Hybrid mit dem Handy überwacht werden

Wichtigste Werte des Elektroautos von Porsche

Der Porsche Panamera 4 E-Hybrid ist ein sogenannter Parallel-Hybrid. Der Elektroantrieb sitzt zwischen dem Ottomotor und dem Getriebe und wird über eine Trennkupplung in Betrieb genommen oder ausgeschaltet. Die Systemleistung der Maschine liegt insgesamt bei 340 kW (462 PS). Dabei leistet der 2,9-Liter-V6-Biturbo-Motor 243 kW (330 PS). Der Elektromotor bringt es auf 100 kW (136 PS). Damit kann der Super-Stromer in nur 4,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 278 km/h. Im reinen Elektromodus ist bei 130 km/h Schluss. Dank eines Gesamtdrehmoments von bis zu 700 Nm stört ihn dabei auch sein Gewicht von knapp 2,3 Tonnen nicht im Geringsten. Damit bietet bereits die kleinste Panamera Hybrid-Version Fahrwerte, die einem Porsche 911 fast ebenbürtig sind. Wer aber noch mehr Vortrieb möchte, der hat die Möglichkeit zum Panamera Turbo S E-Hybrid zu greifen. Der Einstieg beginnt hier jedoch erst bei 185.736 Euro, doch dieser bietet dafür auch eine Leistung von 500 kW (680PS), was den Sprint auf 100 km/h in 3,4 s bewältigen lässt und erst bei 310 km/h endet. Der Elektromotor bleibt der gleiche, der Verbrennungsmotor bekommt aber zwei zusätzliche Zylinder und wird mit größeren Turboladern beatmet.

Der Super-Stromer von Porsche beschleunigt in nur 4,6 Sekunden auf 100 km/h

Steckbrief | Der Panamera 4 E-Hybrid auf einen Blick

Kaufpreisab 109.219 Euro
Ladekapazität14,1 kWh
Verbrauch lt. Herstellerangabe2,5 L / 15,9 kWh/100 km (kombiniert)
Alltagsreichweite (Durchschnitt)40 km (rein elektrisch)
NEFZ-Reichweite51 km (rein elektrisch)
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h4,6 s
Höchstgeschwindigkeit278 km/h
Maximale Leistung (E-Motor)100 kW/136 PS
Maximale Leistung (Gesamt)340 kW/462 PS
Maximales Drehmoment400 Nm (E-Motor)/700 Nm (Gesamt)
Abmessungen L x B x H5049 x 1937 x 1423 mm
Kofferraumvolumen405 L
Leergewicht2179 kg
2,3 kW – Haushaltsstecker ca. 8 h Ladedauer
3,6 kW – (Typ-2-Stecker) ca. 4,5 h Ladedauer
7,2 kW – (Typ-2-Stecker)ca. 2,4 h Ladedauer

Den Panamera E-Hybrid von Porsche Laden

Der Panamera E-Hybrid verfügt über einen Onboard-Loader, über den das Fahrzeug mit einem Typ-2-Stecker bei 3,6 kW geladen werden kann.

  • An einer herkömmlichen Steckdose mit 230 Volt und 10 Ampere dauert eine Ladung etwa 8 Stunden.
  • Gegen einen Aufpreis von 714 Euro lässt sich das Auto aber auch mit einem 7,2-kW-Loader ausstatten. Bei 230 Volt und 32 Ampere verkürzt sich damit die Ladezeit an Ihrer Wallbox zu Hause oder beim Ladevorgang an einer öffentlichen Schnellladestation auf ungefähr 2,4 Stunden. Sofern die zuständige Netzbetreiber eine solche Ladekapazität zulässt.

Mithilfe der Car Connect-App können Sie zudem den Ladevorgang Ihres Panamera jederzeit mit dem Handy überwachen. Außerdem hält die automatische Klimatisierung das Fahrzeug während des Aufladens auf einer konstant angenehmen Temperatur.

An der Haushaltssteckdose wird der Porsche Panamera E-Hybrid in etwa 8 Stunden aufgeladen

Modellhistorie des Porsche Panamera E-Hybrid

Seit Ende 2017 ist die zweite Generation des Porsche Panamera 4 E-Hybrid auf dem Markt. Im Vergleich zur ersten Version hat der Hersteller einige grundsätzliche Veränderungen durchgeführt:

  • Die Kapazität der Batterie wurde von 9,4 auf 14,1 kWh erweitert, wodurch der Panamera bei gleichbleibendem Gewicht und gleicher Größe jetzt auf eine rein elektrische Reichweite von rund 35 Kilometern kommt.
  • Der 136-PS-Elektromotor hat jetzt im Vergleich zu den 95 PS des Vorgängers rund 30 Prozent mehr Leistung.
  • Die 3-Liter-Maschine des Turbobenziners leistet mit 330 PS etwa 9 PS mehr als das vorherige Modell.
  • Die zweite Generation des Panamera verfügt über eine hybridspezifische Ausführung des serienmäßigen Porsche Advanced Cockpits und über das speziell für den E-Hybrid zugeschnittene Powermeter.
Die 2te Generation des Panamera 4 E-Hybrid hat eine vergrößerte Batterie-Kapazität: sie wurde von 9,4 auf 14,1 kWh erweitert

Modellvarianten des Porsche Panamera E-Hybrid

Seinen neuen Panamera E-Hybrid bietet Porsche in verschiedenen Modellvarianten an:

  • Panamera 4 E-Hybrid Standard zu einem Preis ab: 109.219 Euro
  • Panamera 4 E-Hybrid Executive – Langversion des Panamera 4 E-Hybrids mit mehr Ausstattung und verlängertem Radstand zu einem Preis ab: 116.716 Euro
  • Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismo – Kombiversion mit einem Kofferraumvolumen von 425 bis 1295 Litern zu einem Preis ab: 112.075 Euro
  • Panamera Turbo S E-Hybrid – mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS) das derzeit zweitstärkste Modell der Porschefamilie. Elektromotor 100 kW (136 PS) aus dem Panamera 4 E-Hybrid, Verbrennungsmotor 404 kW (550 PS) aus dem Panamera Turbo zu einem Preis ab: 185.736 Euro
  • Panamera Turbo S E-Hybrid Executive – Langversion des Panamera Turbo S E-Hybrids mit mehr Ausstattung und verlängertem Radstand zu einem Preis ab: 199.183 Euro
  • Panamera Turbo S E-Hybrid Sport Turismo – Kombiversion des Panamera Turbo S E-Hybrids mit einem Kofferraumvolumen von 425 bis 1295 Litern zu einem Preis ab: 188.592 Euro
Der Panamera E-Hybrid von Porsche bietet volle Elektropower in der Sportlimousine

Panamera 4 E-Hybrid im Elektroauto Vergleich

Der Porsche Panamera E-Hybrid spielt in derselben Liga wie der Mercedes S 500 Plug-in-Hybrid und der Audi Q7 e-tron. Hinsichtlich der Anschaffungskosten stellt er sich mit einem Basispreis von 109.219 Euro in eine Reihe mit den Konkurrenten aus Stuttgart und Ingolstadt. Der Schwabe startet bei einem Listenpreis von 108.945 Euro, während der Ringträger schon ab 83.400 Euro zu haben ist, dafür aber auch deutlich weniger Systemleistung aufweist. Doch hier ist dann nur von der Einstiegsvariante die Sprache. Die Turboversion ist sowohl preislich als auch leistungsmäßig in einer anderen Liga unterwegs.

Wallbox für Elektroauto Panamera E-Hybrid

Mithilfe einer passenden Wallbox für zu Hause können Sie Ihren Porsche Panamera E-Hybrid ganz bequem aufladen. Ein geeignetes Basismodell für Ihren Stromer ist beispielsweise die Wallbox eMH1 Basic von ABL, die mit einem Anschaffungspreis von 699 Euro nicht nur den Geldbeutel schont, sondern Ihr Fahrzeug mit einer Ladeleistung von 3,7 kW auch in etwa 4,5 Stunden volllädt. Die eMH1 Basic ist derzeit die kleinste Ladestation auf dem Markt und mit allen Typ-2-Elektroautos kompatibel.

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Vor- & Nachteile des Panamera E-Hybrids

Auch in der elektrischen Variante überzeugt der Panamera durch Sportlichkeit, Aktivität und den gewohnten Fahrspaß Marke Porsche. Das Fahrzeug wechselt kaum merkbar zwischen den Motoren. So wird in jeder Situation ausreichend Leistung garantiert. Dank seiner straffen Luftfederung passt sich der sportliche Stromer perfekt an jede Situation an und sorgt dabei immer für einen ausgezeichneten Fahrkomfort. Auch bei hohem Tempo bleibt der Panamera E-Hybrid immer sicher und kontrollierbar. Die Stahlscheibenbremsen reagieren auch bei scharfen Bremsmanövern feinfühlig und präzise.

Ein großer Nachteil des Porsche Panamera 4 E-Hybrids sind allerdings die langen Ladezeiten, da nur einphasig geladen werden kann. Auch sein hohes Fahrzeuggewicht zieht etwas von der Sportlichkeit ab. Punkten kann er allerdings im Kostenkapitel. Sowohl im Verbrauch und im Preis ist er günstiger als ein vergleichbarer Panamera 4 S.

Porsche Panamera E-Hybrid: schon heute in die Technik von morgen einsteigen

Fazit zum Panamera E-Hybrid von Porsche

Das Konzept des Porsche Panamera E-Hybrids ist genau wie das seiner nicht-elektrischen Brüder: ganz klar auf Performance ausgelegt. Sportwagenfahrer, die auf eine ordentliche Schubkraft stehen und dabei auch noch etwas gegen das schlechte Gewissen tun möchten, werden an dem Boliden ihre wahre Freude haben. Im Kauf bestärkt wird man zusätzlich, wenn man sich im Porsche Regal umsieht. Hat man die Wahl zwischen einem rein mit Verbrennungsmotor angetriebenen und ansonsten vergleichbar ausgestatteten Panamera 4 S und der Hybridversion, wird man überrascht sein, dass gerade die Zukunft der Automobiltechnik günstiger zu haben ist. Also warum nicht schon heute in die Technik von morgen einsteigen?

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homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation in Karlsruhe und selbstständige Online-Redakteurin. Fasziniert von der Google-Welt, die von optimalem Content lebt und als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs. Verantwortliche Ressort E-Mobilität bei homeandsmart.de.