Was ist ein Saugroboter mit Greifarm?
Klassische Saugroboter fahren selbstständig durch den Raum, erkennen Hindernisse und umfahren sie. Sie reagieren also eher passiv auf ihre Umgebung.
Saugroboter mit Greifarm dagegen gehen einen Schritt weiter:
- Sie verfügen über einen mechanischen Arm oder Greifer, der kleine Gegenstände wie Socken oder Spielzeug aufnehmen oder transportieren kann.
- Damit können sie Hindernisse gezielt entfernen oder sogar schwer zugängliche Stellen in Ecken reinigen.
- Kurz gesagt: Sie saugen nicht nur, sondern räumen auch auf.
Wie funktioniert so ein Greifarm?
Ein Greifarm in einem Saugroboter ist wie ein Miniatur-Roboterarm, nur für den Haushalt optimiert. Typische Merkmale sind:
- Mehrere Gelenke oder Achsen, um Gegenstände flexibel zu greifen.
- Sensoren und KI, die Objekte erkennen und die Bewegung des Arms koordinieren.
- Kameras oder Lasersensoren, die dem Roboter helfen, Hindernisse präzise anzufassen.
- Softwareintegration, um Routinen zu erstellen, z. B. „Socken in die Ecke räumen, bevor gesaugt wird“.
In der Praxis heißt das: Der Roboter erkennt eine Socke oder oder ähnliches, fährt gezielt darauf zu, greift das Objekt und räumt es beiseite – bevor er mit der Reinigung fortsetzt.
Welche Vorteile bieten Saugroboter mit Greifarm?
Ein Saugroboter mit Greifarm reduziert die Vorarbeit erheblich, weil er im Gegensatz zu klassischen Modellen Socken oder kleine Spielzeuge automatisch erkennt und wegräumt, sodass man den Boden nicht mehr vorher freimachen muss.
Besonders Haushalte mit Kindern oder Haustieren profitieren dabei von der Fähigkeit des Putzhelfers, Hindernisse selbst zu beseitigen. Schließlich wird die Reinigung so noch autonomer und gründlicher.
Insgesamt repräsentiert diese Technologie daher aktuell zusammen mit den Treppen steigenden Saugrobotern die Spitze der Smart-Home-Robotik und gibt einen Vorgeschmack auf die hochautonomen Haushaltshelfer der Zukunft.
Wo stößt die Greifarm-Technologie an ihre Grenzen?
Natürlich gibt es bei Saugrobotern mit Greifarm auch Einschränkungen, die man vor dem Kauf bedenken sollte. Denn die neue Technologie ist zwar beeindruckend, befindet sich aber noch in der Entwicklungsphase, weshalb nicht alle Gegenstände –zuverlässig erkannt und bewegt werden können. Dementsprechend können insbesondere komplex geformte, sehr kleine oder spiegelnde Objekte zu Problemen führen.
Die Greifarme sind zudem meist nur auf leichte Alltagsgegenstände ausgelegt und können je nach Modell meist nur Objektemaximal 500 Gramm sicher aufnehmen und transportieren.
Hinzu kommt der hohe Preis: Denn solche High-End-Modelle kosten deutlich mehr als klassische Saugroboter ohne Greif-Funktion. Schließlich erfordert die komplexe Software eine etwas aufwendigere Einrichtung und eine Eingewöhnungsphase, bis der Roboter optimal an den eigenen Haushalt und die täglichen Routinen angepasst ist.
Welche Saugroboter mit Greifarm gibt es bereits?
Zu den Modellen, die man bereits jetzt oder in naher Zukunft kaufen kann, zählen u.a. Roborock Saros Z70 und Dreame Cyber10, die wir hier im Überblick vorstellen.
Beispiel 1: Roborock Saros Z70 Greifarm-Roboter
Herzstück des Roboters ist das StarSight Autonomous System 2.0: Ein KI-gestütztes Orientierungssystem, das Tausende Lichtpunkte nutzt, um Hindernisse zu erkennen und zu unterscheiden — bis zu 108 verschiedene Objektarten inklusive Kabeln oder Spielzeug. Damit erkennt Z70 Hindernisse frühzeitig.
Aufgrund seiner flachen Bauhöhe kann dieser Roboter zudem selbst unter Möbeln mit nur 7,98 cm Höhe reinigen, was ihn auch zum idealen Helfer für die Bodenreinigung unter Sofas oder Betten macht.
Besonders auffällig am Z70 ist darüber hinaus der OmniGrip-Greifarm, der sich bei Bedarf unter einer Abdeckung hervorfährt und leichte Gegenstände wie Socken, Hausschuhe oder Spielzeug aufnehmen kann. Laut Hersteller kann der Arm dabei bis zu 300 g schwere Objekte bewegen und diese auf Wunsch an einem bestimmten Ort wieder ablegen.
Im home&smart Roborock Saros Z70 Test zeigte sich in der Praxis, dass das Aufräumen im Alltag funktioniert, aber nicht perfekt ist: In unseren Tests konnte der Arm Dinge wie Socken oder Hundespielzeug zuverlässig erfassen und aufheben, arbeitete dabei aber manchmal etwas langsamer als man es sich wünschen würde. Zudem erhöht die vorsichtige Bewegung des Greifarms die gesamte Reinigungszeit.
Fazit: Neben seinem Greifarm überzeugt der Z70 in erster Linie als klassischer Saug- und Wischroboter:
Beispiel 2: Dreame Cyber10 Ultra-Greifarm-Roboter
Der Dreame Cyber10 Ultra geht beim Thema Greifarm deutlich weiter als viele andere Saugroboter: Statt nur Hindernisse zur Seite zu schieben, kombiniert er Reinigung, Objektverschiebung und autonome Werkzeugnutzung in einem System, das Dreame „CyberDex™ Bionic Ecosystem“ nennt.
Im Zentrum des Cyber10 Ultra steht für diesen Zweck der Hyper-Flex-Arm mit vier Gelenken und fünf Freiheitsgraden, der Objekte bis zu 500 g anheben und eine Reichweite von bis zu 33 cm erreichen kann, also deutlich mehr als bei vielen Konkurrenzmodellen.
Darüber hinaus ist der Roboter laut Hersteller nicht nur in der Lage, kleinere Hindernisse wie Kabel, Spielzeug oder andere Alltagsgegenstände aus dem Weg zu räumen, sondern kann sie auch gezielt bewegen oder platzieren.
Ein besonderes Highlight ist hier überdies, dass der Greifarm nicht nur Gegenstände aufnehmen, sondern auch Werkzeuge aus seiner Station greifen kann, um spezielle Reinigungsaufgaben auszuführen. So lassen sich Bürsten oder schmale Aufsätze einsetzen, um enger und schwer zugängliche Stellen (z. B. unter Möbeln oder in Spalten) gezielt zu säubern.
Diese Integration macht den Cyber10 Ultra zu einem Multi-Tool-Reiniger, der sich selbstständig an unterschiedliche Aufgaben anpassen kann.
Auch bei der Navigation setzt Dreame auf High-End-Technologie: Das TriSight™ Dynamic System kombiniert mehrere Sensoren – darunter RGB- und Infrarotkameras sowie Laser-ToF-Sensoren – für eine 360-Grad-Umfelderkennung und 3D-Kartierung der Umgebung.
Der Dreame Cyber10 Ultra ist weit mehr als nur ein Saugroboter mit Greifarm: Durch die Verbindung aus bionischem Arm, Werkzeugnutzung und intelligenter Sensorik wird er fast zu einem kleinen Haushaltsassistenten, der nicht nur saugt, sondern auch intelligent mit seiner Umgebung interagiert.
Für alle, die ein Maximum an Automatisierung und Flexibilität wollen.
Bisher ist dieses Modell zwar noch nicht verfügbar, es könnte aber noch 2026 auf den Markt kommen.
Fazit – lohnt sich ein Saugroboter mit Greifarm?
Ein Saugroboter mit Greifarm ist mehr als ein technisches Spielzeug: Er übernimmt Aufgaben, die bisher jeder Nutzer selbst erledigen musste.
Geeignet für:
- Haushalte mit Kindern oder Haustieren
- Technik-Enthusiasten
- Menschen, die Wert auf maximale Automatisierung legen
Weniger sinnvoll für:
- Preisbewusste Käufer
- Haushalte ohne viele Hindernisse
Kurzum: Wer den Luxus schätzt, dass der Roboter sowohl saugt als auch aufräumt, bekommt hier einen echten Helfer für die Zukunft.
FAQ: Saugroboter & Reinigungsroboter mit Greifarm
In diesem FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Saugrobotern und Reinigungsrobotern mit Greifarm, ihren Funktionen, Einsatzmöglichkeiten und technischen Besonderheiten.
Was kann ein Saugroboter mit Greifarm im Alltag wirklich leisten?
Ein Roboter mit Greifarm, wie der Roborock Saros Z70, kann meist leichte Gegenstände wie Socken, Kabel oder kleines Spielzeug erkennen und zur Seite räumen, bevor er den Boden reinigt. Schwerere oder komplexe Objekte bleiben jedoch liegen.
Wie zuverlässig funktioniert das Greifen von Gegenständen?
In verschiedenen Tests klappt das Greifen bei klar erkennbaren, leichten Objekten meist zuverlässig. Probleme gibt es allerdings oft bei sehr dünnen Kabeln, flachen Textilien oder überlappenden Gegenständen. Man kann also sagen die Greiffunktion ist nützlich, aber noch nicht fehlerfrei.
Wie schwer dürfen die Gegenstände sein, die der Roboter bewegt?
Je nach Modell liegt die Grenze bei etwa 300 g (z. B. Roborock) bis 500 g (z. B. Dreame Cyber10 Ultra). Dinge wie sperrige Schuhe, volle Trinkflaschen oder schwere Bücher kann aktuell kein Haushaltsroboter mit Greifarm anheben.
Reinigt ein Roboter mit Greifarm besser als ein normaler Saugroboter?
Die Reinigungsleistung beim Saugen und Wischen ist vergleichbar mit anderen High-End-Modellen ohne Arm. Der Vorteil liegt darin, dass weniger Stellen ausgelassen werden, weil Hindernisse aktiv entfernt werden. In engen Ecken oder unter Möbeln kann das die Reinigungsabdeckung verbessern.
Lohnt sich ein Saugroboter mit Greifarm schon heute?
Für Haushalte mit viel „Boden-Unordnung“ durch Kinder oder Haustiere kann sich der Mehrwert eventuell lohnen. Für minimalistische Wohnungen ist der Nutzen begrenzt, da klassische Top-Modelle bereits sehr gut reinigen.
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