Taschenrechner der Zukunft Calliope mini – Neues Lehrmaterial für die digitale Welt

Informatik wird in Zukunft kein Schulfach mehr sein, sondern eine Sprache, die fächerübergreifend eingesetzt wird. Wie sonst sollen die Biologen von morgen 3D-Drucker, Ingenieure Produkte für das Internet of Things und Designer vernetzte Modetrends entwickeln? Calliope ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und namhaften Sponsoren gefördert wird. Das Ziel: Jedem Schulkind in Deutschland ab der 3. Klasse einen spielerischen Zugang zur digitalen Welt ermöglichen. Das Tool: Der Calliope mini-Taschencomputer.

Die Arbeitswelt von morgen erfordert digitale Souveränität
Apple HomeKit Licht & Sicherheit Starter ermöglicht den einfachen Einstieg ins smarte Zuhause
Perfekt für iPhone und Co.
Works with Apple HomeKit

Smart sein und sparen: Die Apple HomeKit Startersets von tink.de ermöglichen iOS-Nutzern mit wenigen Klicks den Einstieg ins smarte Zuhause. Die Geräte lassen sich anschließend direkt im Control Center steuern.

Bei tink entdecken

Höchste Zeit für ein neues Lehrmittel

Informatik-Kenntnisse sind in der Arbeitswelt immer mehr gefragt. Das Schulsystem reagiert auf diesen schon lange absehbaren Trend nur sehr gemächlich. Deutschland schneidet im EU-Vergleich nicht besonders gut ab. 30 Prozent der zwölf- und dreizehnjährigen Schüler in Deutschland haben keine bis geringe digitale Kompetenzen. Programmiersprachen gehören allenfalls in der Mittelstufe zum Lehrplan, ein unterhaltsamer Zugang zum Thema wird oft verfehlt.

Calliope mini soll neben dem Geodreieck zum neuen Standard-Werkzeug werden

Ein siebenköpfiges Team aus Professoren, Designern, Informatikern, Psychologen und Unternehmern hat sich zusammengetan, um bereits im Grundschulalter digitale Souveränität und Spaß beim Coden zu fördern. Dazu soll Calliope mini zum Standard-Werkzeug im Schulunterricht werden. Online-Schulungen für Lehrer helfen dabei, die nötige Lehrkompetenz zu vermitteln, die für eine fächerübergreifende Anwendung nötig ist.

„Die digitale Bildung steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen – unsere Nachbarländer der Europäischen Union sind in vielen Fällen schon weiter. Dabei wird die digitale Bildung unserer Kinder über ihre zukünftigen Chancen entscheiden: ob sie an der digitalen Gesellschaft teilhaben, einen guten Job finden und die Welt von morgen mitgestalten können. Mit dem Calliope mini wollen wir einen Startschuss für die digitale Bildung in Deutschland geben – damit alle Kinder schon ab der Grundschule kreativ und spielerisch lernen, wie die digitale Welt funktioniert“, sagt Gesche Joost, Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin und Mitgründerin von Calliope. Sie forscht zu den Formen der Mensch-Technik-Interaktion und Wearable Computing. Als Internetbotschafterin vertritt sie die Bundesregierung zu Fragen der Digitalen Agenda in der EU-Kommission.

Was ist Calliope mini?

Calliope mini ist ein kleines Programmier-Board, das in Zukunft kostenlos an alle Grundschüler der dritten Klasse verteilt werden soll – vorausgesetzt die Pilotprojekte von Calliope zeigen entsprechenden Erfolg. Mit einfachen, aber sinnvollen Programmierungen können Kinder mit dem Mini-Computer die Prinzipien des Codens kennenlernen: Ein Feuchtigkeitssensor, der anzeigt, wann die Zimmerpflanze Wasser braucht. Ein Roboter, der warnt, wenn wir zu schnell fahren. Ein Tor-Zähler für den Kicker zu Hause. Das alles lässt sich mit Hilfe des Calliope mini-Boards und dem passenden Calliope-Editor per Wenn-Dann-Funktionen kinderleicht umsetzen. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Mit Licht experimentieren oder eigene Programme erfinden – das alles erlaubt der Mini-Computer, der in jede Schultasche passt.

„Ich wünsche mir, dass Kinder in wenigen Jahren die Schule verlassen mit einem tiefen Verständnis der digitalen Welt um sie herum – und dass sie IT nicht nur als Bedrohung und Entfremdung, sondern als Quelle von Kreativität und Gestaltungsspielraum erfahren“, erklärt Gründungsmitglied Stephan Noller, Diplom-Psychologe, Digital-Unternehmer und Vater von 4 Töchtern.

Durch die sensiblen Sensoren kann auch ein Touch-Pad umgesetzt werden

Calliope mini: Sensoren, Lichter, Kompass

Der Calliope mini-Computer enthält 25 rote und eine farbige LED, zwei programmierbare Knöpfe sowie kombinierte Lage- und Bewegungssensorik mit einem Kompass. Dadurch erkennt Calliope mini beispielsweise, wohin und wie schnell er sich bewegt. Per Bluetooth kann Calliope mini mit anderen Geräten kommunizieren. Anwendungen lassen sich entweder auf einem Rechner oder einem Smartphone programmieren. Im zweiten Fall wird das geschriebene Programm kabellos auf den Minicomputer übertragen. Weitere Komponenten von Calliope mini:

  • Temperaturfühler
  • Feuchtigkeitsmesser
  • Grove-Anschlüsse zur Erweiterung mit weiteren Sensoren
  • Lautsprecher
  • Mikrofon
  • USB
  • Motorenanschluss
  • Prozessor

Wie wird meine Schule zur Calliope mini-Schule?

Derzeit erarbeitet das Unternehmen mit Schulen im Saarland und in Bremen zusammen. Schulen können sich für die Weiterbildung bewerben und erhalten dann einen Klassensatz von Calliope mini. Hier ist der Stand der Pilotschulen in den einzelnen Bundesländern zu finden.

Preise und Verfügbarkeit

Calliope mini ist bei Cornelsen und zahlreichen Online-Anbietern verfügbar. Die UVP liegt bei 34,90 Euro.

Die Platine  Calliope mini ist bei Amazon für 34,90 Euro erhältlich.  (Stand: 07.09.2017)

 

Lesetipps zum Thema Lernspielzeug

Cozmo Spielroboter: Der niedlichste Assistent der Welt
6 smarte Lernspiele für Kinder, die wirklich Spaß machen
OSMO Coding | Spielerische Einführung in die Programmierung

Alle Start-ups aus unserer Rubrik Ganz schön smart!
Mehr Infos und Trends zum Smart Home

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
gefällt das
Gefällt mir Gefällt mir nicht
Sie können den Artikel nur einmal bewerten.
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?

,