Elektroauto Tesla Model 3 im Test Tesla Model 3 | Vergleich: Preis, Reichweite & Daten

Mit seinem Model S hat der kalifornische Autobauer Tesla früh Maßstäbe im E-Auto-Segment gesetzt. Für viele Käufer sind das Model S oder X zu teuer – und für viele bleibt der Traum vom eigenen Tesla genau das: ein Traum. Der amerikanische E-Auto Hersteller hat das allerdings erkannt und eine entsprechende Antwort geliefert: das Model 3. Vor 2019 wird das E-Auto in Deutschland aber nicht erwartet. Ein Überblick und alle Infos zu dem Mittelklassewagen: Preis, Reichweite, Kosten, Ladeoptionen, Modellvarianten und ein Fazit, ob sich das Warten auf den kleinen Tesla lohnt.

Tesla Model 3 - ein bezahlbares E-Auto für den Alltagsgebrauch

Mit dem Tesla Model 3 bietet der kalifornische Autobauer ein Tesla-Model, das man sich im Gegensatz zu dem Model S oder X eher leisten kann. Allerdings ist das E-Auto nicht so schnell zu haben, wie manche es sich wünschen. Grund dafür sind Probleme bei der Produktion, denn diese verzögern die Auslieferungen.

Der Tesla Model 3 ist vergleichsweise erschwinglich gegenüber den anderen Tesla Modellen, soll diesen jedoch kaum nachstehen. Auch das Model 3 soll mit einer großen Reichweite, einer rasanten Beschleunigung und viele weiteren Gimmicks, die eher an ein iPhone auf vier Rädern erinnern, aufwarten. Eine ähnliche Anziehung strahlt Tesla auch aus. In Deutschland wird das Model 3 sowieso erst 2019 erwartet, bis dahin wird dann hoffentlich die Produktion in Schwung gekommen sein.

Model 3: Daten zum Elektroauto aus dem Hause Tesla

Der Name Tesla hat einen besonderen Klang bei Liebhabern elektrisch angetriebener Automobile. Vor allem das Model S machte als schnittiges Oberklassenfahrzeug mit Elektromotor Furore – unter anderem wegen seiner rekordverdächtigen Beschleunigungswerte, die auch vielen Supersportwagen-Besitzern das Fürchten lehrte. Nun folgt ihm das Model 3, das deutlich erschwinglicher ist, bei dem aber trotzdem die Gene der teuren Modelle spürbar sind.

Dabei müssen sich deutsche Interessenten noch etwas gedulden. Für die zweite Jahreshälfte 2018 war eine erste Auslieferung an die Kunden in der Bundesrepublik geplant. Ob diese Planung noch zu halten sein wird, ist eher fraglich. Bei aktueller Bestellaufgabe müssen sich Interessenten in Deutschland, laut der Webseite von Tesla, zwischen 12 – 18 Monaten gedulden, bis Sie Ihr Fahrzeug in Empfang nehmen können. Eine richtige Bestellung ist zudem noch nicht möglich, sondern nur eine Reservierung, bei der eine sofortige Anzahlung von 1.000 Euro fällig wird. Eine Konfiguration ist zudem auch noch nicht sofort möglich. Hierzu wird man dann zeitnah eingeladen. Somit weiß man erstmal gar nicht, mit welchen Kosten die Anschaffung letztendlich einhergeht. Zwar ist auf der Homepage von Tesla von lediglich 35.000 Dollar die Rede, doch mit voller Ausstattung wird das Fahrzeug wohl erheblicher teurer werden. Es gibt keine lange Aufpreis-Liste, doch die dort enthalten Optionen sind vornehmlich in teure Pakete zusammengefasst, so dass ein Model 3 auch schnell mal 60.000 Dollar kosten kann. Leider sind dadurch so gut wie keine Optionen einzeln erhältlich und man ist angewiesen das Premium Paket für 5.000 Dollar zu ordern, wenn man eine Sitzheizung möchte.

Das Tesla Model 3 soll mit einer großen Reichweite, rasanten Beschleunigung und vielen weiteren Gimmicks auf den Markt kommen

Tesla Model 3: Reichweite

Tesla verspricht für das Model 3 mit der Standard Batterie, die eine Kapazität von 50 kWh aufweist, eine Reichweite von etwa 350 km und bei der „Long Range“ Variante mit 75 kWh Batterie sollen es dann satte 500 km sein. Leider liegen bislang noch zu wenig realitätsnahe Verbrauchswerte vor, um hier echte Angaben machen zu können. Eine namenhafte Autozeitschrift ermittelte auf einer Testfahrt einen Verbrauch von 20 kWh/100 km woraus sich rechnerisch Reichweiten zwischen 250 und 375 km ergeben würden.

Diskutieren Sie mit! Im home&smart Tesla Elektroauto Forum finden sich spannende Beiträge zu Fahrberichten, realen Reichweiten und mehr.

Tesla Model 3 Vorbestellen - Prämie, Förderung, Ersparnis

Wer zuerst kommt, zahlt weniger – das sollte zumindest bei der Bestellung eines Tesla Model 3 gelten. Das Model 3 ist nämlich das einzige verbliebene Modell, das noch förderfähig ist. Nachdem bekannt wurde, dass beim Tesla Model S getrickst worden war und das Basismodell gar nicht ohne dem Komfort-Pack lieferbar ist, wurde dieses Elektroauto auch wieder aus der Liste der förderfähigen Elektroautos gestrichen. Hier darf nämlich der Basispreis nicht über 60.000 Euro liegen. Die Förderung läuft noch bis 2020, oder eben so lange wie noch Fördergeld vorhanden ist. Fraglich ist hier jedoch, was mit den Vorbestellern ist, die zu spät beliefert werden - also wenn der Fördertopf aufgebraucht ist. Bekommen diese dann noch Ihre Förderprämie? Befreiung von der Kfz-Steuer ist jedenfalls für zehn Jahre vorgesehen.

Daten des Tesla Model 3

So rasant wie das Model S beschleunigt der Neuling von Tesla nicht. Statt rund 3 Sekunden dauert es hier etwas mehr als 5, bis der Wagen von 0 auf 100 km/h ist. Das ist allerdings immer noch ein stattlicher Wert. Die Leistungsdaten des verbauten Elektromotors hat Tesla bislang noch nicht so richtig verlautbaren lassen. Dem Elektromotor werden zwischen 224 PS (Standard) und 261 PS (Long Range) nachgesagt und jeweils ein Drehmoment von 370 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Batteriegröße bei 209 und 225 km/h. Damit ist das Model 3 aber immer noch flotter und schneller als so ziemlich alle anderen reinen Elektroautos am Markt - von ein paar Ausnahmen abgesehen.

In Deutschland wird das Tesla Model 3 im Jahr 2019 erwartet

Tesla Model 3 im Überblick

Alles in allem sind auch die Eigenschaften des neuesten Modells von Tesla durchaus beeindruckend. Eine rasante Beschleunigung, eine Endgeschwindigkeit über 200 km/h und ein guter Fahrkomfort sind für ein Elektroauto der Mittelklasse (noch) nicht selbstverständlich. Außerdem punktet das Fahrzeug mit der für Tesla charakteristischen modernen Innenausstattung und Elektronik inklusive 8 Kameras, diverser Sensoren und Autopilot. Ein Head-up-Display wird es wohl nicht geben, dafür steht in jedem Modell der 15 Zoll große Bildschirm in der Mitte zur Verfügung. Das Kofferraumvolumen beträgt 425 l und die Sitze des 5-Sitzers sind umklappbar. Der Normverbrauch liegt zwischen 14,1 und 15,0 kWh/100 km, was deutlich weniger ist als der des Models X oder Model S.

Die Ladedauer hängt, wie bei allen Elektroautos, vom verwendeten Anschluss ab. Wer sein Model 3 an der Haushaltssteckdose komplett aufladen will, muss ungefähr je nach verbauter Batterie zwischen 23 und 32 Stunden warten. Nach aktuellen Kenntnisstand werden das Tesla Model 3 wohl auch in der Standardausführung mit einem 11 KW-Bordlader ausgestattet sein, wie schon das Model S und Model X. Die Ladezeiten werden hier wohl zwischen 5 und 8 Stunden betragen. Ob es beim Model 3 ebenfalls eine Option auf einen noch schnelleren Bordlader geben wird, ist aktuell nur eine Vermutung.

Außerdem besteht auch bei einem Tesla Model 3 die Möglichkeit, die Supercharger des Unternehmens in Deutschland zu nutzen – allerdings nicht, wie Besitzer eines Model S, kostenfrei. In diesem Fall ist Ihr Fahrzeug innerhalb von 30 Minuten fit für 209 beziehungsweise 275 Kilometer Fahrt.

Steckbrief | Tesla Model 3 auf einen Blick

ModellModel 3 Standard (Longe Range)
Kaufpreisab 35.000 $ (ab 44.000 $)
Akku-Mietenein
Ladekapazität50 kWh (75 kWh)
Verbrauch Herstellerangabe14,1 kWh (15,0 kWh)
EPA-Reichweite350 km (500 km)
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h5,6 s (5,1 s)
Höchstgeschwindigkeit209 km/h (225 km/h)
Maximale Leistung (PS. bzw. kW)224 PS (261 PS)
Maximaler Drehmoment (Nm)370 Nm
Abmessung L x B x H4694 x 2088 x 1442 mm
Kofferraum Volumen425 L
Leergewicht1.610 kg (1.730 kg)
2,3 kW - „Haushalts-Stecker“ca. 23 Std. Ladedauer (32 Std.)
11 kW - Typ 2 (3-phasig, 20 A)ca. 5 Std. Ladedauer (8 Std.)
Tesla Superchargerca. 30 Min. Ladedauer für 209 km (275 km)

Tesla Model 3 Laden: Wallbox, Ladezeit, Ladekabel

Wie bereits angedeutet, ist das Laden zu Hause auch beim Tesla Model 3 eine Möglichkeit, doch wegen der großen Batterie von mindestens 50 kWh sollte auf jeden Fall eine Wallbox installiert werden, damit das Fahrzeug einigermaßen schnell aufgeladen ist. Schneller und sicherer lädt man an einem Tesla Supercharger, der jedoch für das Model 3 nicht mehr kostenfrei ist. Ladekabel für die Haushaltssteckdose und Typ-2-Ladestationen unterwegs werden mitgeliefert. Für das schnelle Laden zu Hause eignet sich beispielsweise die Wallboxen ABL Wallbox eMH1 Basic.

Tesla Model 3: Vor- & Nachteile 

Wie sich das Tesla Model 3 letztendlich im Straßenverkehr schlägt, bleibt abzuwarten. Erste Tests und Daten lassen davon ausgehen, dass das neueste E-Auto des kalifornischen Herstellers eine weitere Bereicherung in seinem Segment darstellt. Das beginnt schon bei seinem eleganten Design mit großem Glasdach und schließt die immer noch beachtliche Beschleunigung mit ein. Die wenigen, die das Tesla Model 3 bisher gefahren sind, zeigen sich außerdem angetan von einem sehr komfortablen Fahrgefühl und viel Platz im Innenraum. Das modern ausgestattete Cockpit ist bei einem Tesla fast schon Standard. Ganz so luxuriös wie das Model S ist das als Mittelklassewagen konzipierte Elektroauto nicht. Das zeigt sich zum Beispiel an der Materialbeschaffenheit der verbauten Kunststoffe. Auch etwas undurchsichtig ist der Bestellvorgang. Man macht eine Reservierung, kann zuvor aber gar nicht sein Model 3 konfigurieren, um zu sehen, ob überhaupt das Model 3 nach seinen Vorstellungen lieferbar ist. Jeder andere Automobilhersteller bietet den Interessenten einen Konfigurator an, egal ob eine Kaufabsicht dahinter steht oder nicht. Hier wäre mehr Transparenz wünschenswert. Auch dass das Laden am Supercharger beim Model 3 Geld kostet, dürfte auch nicht jedem gefallen.

Tesla verspricht für das Model 3 eine Reichweite von 350 km - mit der Standard Batterie

Modellhistorie des Tesla Model 3

Das Model 3 von Tesla besitzt keinen Vorgänger und kein Modellupdate.

Modellvarianten des Tesla Model 3

Das Tesla Model 3 wird es zunächst in zwei unterschiedlichen Varianten geben, die sich vor allem in der verbauten Batteriegröße unterscheiden. Zunächst sollte nur das Modell mit der leistungsstärkeren Batterie lieferbar „Long Range“ sein und etwas später dann auch die Ausführung mit der „Standard“ Batterie. Hier beginnt der Kaufpreis bei 35.000 Dollar, wohingegen für die „Long Range“ Ausführung mindestens 44.000 Dollar fällig werden. Dieses Modell besitzt auch mehr Spitzenleistung, nämlich 261 PS gegenüber den 224 PS der Standard-Variante, die auch nötig sind, da durch die größere Batterie das Fahrzeuggewicht um 120 kg ansteigt und trotzdem die Standard-Ausführung im 0-100 km/h Sprint um 0,5 Sekunden unterbietet.

 

Fazit: ElektroautoTesla Model 3 

Mit seinem Model 3 wendet sich Tesla erstmals an alle, die ein bezahlbares E-Auto für den Alltagsgebrauch suchen. Dabei ist das Wort „bezahlbar“ – wie zu erwarten war – mit Vorsicht zu genießen: Wer den Komfort und die Beschleunigung vom Tesla Model 3 genießen will, muss immer noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Durch die Paket-Strategie gibt es viele sinnvolle Optionen leider nur im Paket. So ist eigentlich fast Pflicht das Komfort-Paket zu bestellen. Gut dass die Käufer im Gegensatz zum Model S von einer Umweltprämie profitieren, die dann gleich zu Freuden Teslas wieder in Sonderausstattung investiert werden kann. Bis Tesla in Deutschland auf den Markt kommt, gibt es hier auch schon einige Alternativen, die in Sachen Komfort, Reichweite und Preis nicht nachstehen werden. Siehe zum Beispiel die Neuauflage des 2018er Nissan Leaf. Doch SEXY ist das Model 3 auf jeden Fall, auch wenn es wie ursprünglich geplant nicht Model E heißen darf. Ford hatte sich an die Anlehnung seines Model T den Namen bereits gesichert. Deshalb muss Elon Musk seine Modellpalette zukünftig eben S3XY nennen, wenn noch ein kleines Tesla Model Y-SUV auf den Markt gebracht werden sollte.

Was ist Ihre Meinung zum Tesla Model 3? Diskutieren Sie im home&smart Tesla E-Auto Forum über das Elektroauto mit und teilen Sie mit anderen Usern eigene Erfahrungen.

Lesetipps zum Thema Elektromobilität

Das Elektroauto | Was es beim Kauf zu beachten gibt
Elektroauto vs. Benziner: die Unterschiede im Überblick
Wallbox | Ladestation für das Elektroauto zu Hause
Mit dem Elektroauto in den Urlaub - eine gute Idee?

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
gefällt das
Gefällt mir Gefällt mir nicht
Sie können den Artikel nur einmal bewerten.
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation in Karlsruhe und selbstständige Online-Redakteurin. Fasziniert von der Google-Welt, die von optimalem Content lebt und als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs. Verantwortliche Ressort E-Mobilität bei homeandsmart.de.