Kurz-Interview Münsteraner Start-up tapdo: Steuerung per Fingerkuppe

Anfang des Jahres berichteten wir bereits über eine interessante Idee zur Smart Home Steuerung: den tapdo Button. Vor zwei Tagen startete die Kickstarter-Kampagne und hat jetzt schon ein Drittel des Finanzierungsziels erreicht. Scheint so als habe das Start-up aus Münster einiges richtig gemacht. Für knapp 100 Euro kann der Fingerprintsensor fürs Handgelenk über Kickstarter erstanden werden. Ein Kurz-Interview mit Kampagnen-Managerin Irina Reimer von tapdo.

Das tapdo-Team ist auf Erfolgskurs: Nach 2 Tagen ist das Projekt schon ein Drittel finanziert

Was ist das Prinzip von tapdo?

Irina Reimer: tapdo ist ein smart button, der mit einem Fingerabdruck-Sensor ausgestattet ist. Mit diesem kleinen Knopf kann ich meine Hand in eine Fernbedienung verwandeln. tapdo ist via Bluetooth LE mit meinem Smartphone verbunden und erlaubt mir, Apps und Geräte durch das bloße antippen des buttons fernzusteuern. Das Konzept dahinter: Mit dem Fingerabdruck-Sensor kann ich meine einzelnen Fingerglieder einscannen und mit verschiedenen Funktionen belegen. So kann jeder Finger eine andere App oder ein anderes smart device steuern und pro Finger können drei verschiedene Funktionen angetriggert werden.

Weiter zu unserem ausführlichen Produktartikel zum tapdo-Button

Wieso braucht die Welt tapdo?

Irina Reimer: Es gibt mittlerweile so viele verschiedene Apps, Geräte, Technologien. Alles wird smart, aber um diese Technologien zu bedienen bzw. mit ihnen zu interagieren, habe ich für jede Anwendung eine eigene App/Fernbedienung, muss mein Smartphone aus der Tasche holen, oder mit meinem Gerät sprechen, nach der richtigen App suchen etc.Mit tapdo haben wir ein simples Interaktionskonzept entwickelt, durch das man Apps und smart devices schnell, simultan, diskret und ohne hinzuschauen steuern kann. Einer unserer Gründer begann während seiner Doktorarbeit in Human-Computer-Interaction damit, das Konzept zu entwickeln.

Was lässt sich alles mit Tapdo steuern?

Irina Reimer: Auf unserer Kickstarter-Seite gibt es eine Sektion „What can I control“ unter der genau aufgeführt ist, was ich jetzt schon mit tapdo steuern kann, was bis Ende des Kickstarter-Projekts implementiert sein wird und welche Anwendungen für die Zukunft geplant sind.

Zudem betonen wir immer die IFTTT Integration, die schon mit vielen Services verknüpft ist, und eine offene API für Entwickler, durch die auch eigene Anwendungen und smart devices eingebunden werden können.

Jedes Fingerglied hat eine bestimmte Funktion

Nutzt du den Tapdo Button auch privat und wofür?

Irina Reimer: Am liebsten zum Sport machen (Musikplayer steuern) oder Autofahren, da man mit tapdo Dinge steuern kann ohne hinzuschauen! Wir nennen ihn deshalb auch einen „no-look controller“

Wer ist eure größte Konkurrenz?

Irina Reimer: Eigentlich ist das tapdo Konzept ein ganz neues auf dem Markt. Es gibt kaum ein Produkt, das Fingerprint-Sensoren nicht nur für die Fingerspitzen, sondern für jeden Teil der Hand benutzt. Außerdem werden Fingerabdrücke normalerweise zur Authentifizierung verwendet, wir aber verwenden sie für Interaktion. Wenn man aber im Bereich der smart buttons bleibt, ist wohl der Flic Button als Konkurrent zu nennen.

Per App Funktion auswählen und den Finger auf den Button legen

Arbeitet ihr mit anderen Smart Home Herstellern zusammen?

Irina Reimer: Unser tapdo unterstützt die Systeme anderer Smart Home Hersteller, z.B. Philips Hue Lights oder Logitech Harmony. In der Zukunft haben wir vor, mit Kooperationsanfragen auch direkt auf die Firmen zuzugehen.

Wie sieht es aus, wenn ich Uhrenträger bin?

Irina Reimer: Man kann tapdo auch mit einem Clip tragen und ihn z.B. an eine Uhr oder an ein anderes Wearable anclippen. Er lässt sich so auch an Kleidung wie z.B. am Gürtel tragen oder einfach im Haus oder im Auto befestigen.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?

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