Alle Infos zur Reinigung von PV-Anlagen Solaranlage reinigen: Mit diesen Tipps Ertragseinbußen vermeiden

Im Laufe der Zeit sammeln sich Verschmutzungen auf den Solarpanelen. Diese mindern den Ertrag und schädigen im schlimmsten Fall die Solarpanele. Eine regelmäßige Wartung und Reinigung tragen dazu bei, dass eine Solaranlage auf lange Sicht effizient bleibt. In diesem Artikel erläutern wir alles Wissenswerte über die Reinigung einer Solaranlage.

Das regelmäßige Reinigen von Solaranlagen kann die Effizienz steigern

Solaranlage reinigen - Das Wichtigste in Kürze

Die Reinigung einer Solaranlage ist wichtig, um Ertragseinbußen durch Verschmutzungen zu vermeiden.

  • Häufigkeit: Wird durch den Standort der Solaranlage bestimmt.
  • Sinnhaftigkeit: Eine Reinigung ist sinnvoll, wenn der Neigungswinkel zu gering ist oder dauerhafte Verschmutzungen zu erwarten sind.
  • Ausführung: Sollte von einem Fachunternehmen erfolgen, aus Sicherheits- und versicherungstechnischen Gründen.

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Warum muss man eine Solaranlage reinigen?

Photovoltaikmodule sollten direkt der Sonne zugewandt sein, um den PV-Ertrag zu maximieren. Sie werden in der Regel auf Dächern montiert und sind damit der Witterung ausgesetzt. Staub, Vogelkot, Blätter und Nadeln sammeln sich auf der Moduloberfläche an und verringern den Ertrag. Denn Verschmutzungen führen zu Verschattungen der Solarzellen, wodurch sie weniger Sonnenlicht aufnehmen. Infolgedessen erzeugen Sie weniger Solarstrom. Zudem erhöht eine regelmäßige Reinigung die Photovoltaik-Anlagen Lebensdauer.

Wann ist das Reinigen einer Solaranlage sinnvoll?

Die regelmäßige Reinigung der Solaranlage ist notwendig, wenn die Solarmodule einen Neigungswinkel von weniger als 12 Grad haben. Das geringere Gefälle erschwert das natürliche Abwaschen von Schmutz und Staub.

Die meisten Solaranlagen besitzen jedoch einen Neigungswinkel von über 12 Grad. Schrägdächer besitzen bereits einen Winkel von über 15 Grad und PV-Module sind auf Flachdächern meist aufgeständert. Hier waschen Regen oder Schnee Verschmutzungen auf natürliche Weise ab, so dass eine Reinigung nicht erforderlich ist. Leichte Verschmutzungen beeinträchtigen den Ertrag im Vergleich zu den Kosten für die Reinigung nicht wesentlich.

Auch der Standort der Solaranlage ist ausschlaggebend dafür, ob eine regelmäßige Reinigung notwendig ist. Zum Beispiel verschmutzen Solaranlagen in ländlichen Regionen mehr als in Städten. Liegt eine Solaranlage in der Nähe eines Bauernhofes oder Waldes, ist eine regelmäßige Reinigung sinnvoll.

Die regelmäßige Reinigung lohnt sich vor allem für größere Solaranlagen wie Freiflächenanlagen oder PV-Anlagen für Unternehmen. Für Einfamilienhäuser ist eine Reinigung nur sinnvoll wenn:

  • Eine Ertragsminderung festgestellt wird,
  • Der Neigungswinkel der PV-Module weniger als 12 Grad beträgt,
  • Die Solaranlage sich unmittelbar in der Nähe von Bäumen befindet, die die Anlage mit Harz und Laub verschmutzen,
  • hartnäckige Verschmutzungen, wie beispielsweise Vogelkot, auftreten oder
  • Wenn sich die Solaranlage in der Nähe eines landwirtschaftlichen Betriebs oder einer Bahnlinie befindet, wodurch Fettablagerungen und Roststaub stärker vorhanden sind.

Was sollte man beim Reinigen einer Solaranlage beachten?

Entscheidet man sich, die Solaranlage selbst zu reinigen, sollte man davor die Bedienungsanleitung sorgfältig durchlesen. Möglicherweise gibt der Hersteller eingeschränkte Reinigungsmittel an. Man sollte sich vergewissern, dass das Reinigen nicht zu Schäden an den Solarmodulen führt. Auch sollte man sicherstellen, ob die Selbstreinigung zum Erlöschen der Garantie führt. Wenn dies der Fall ist, ist es besser, professionelle Unternehmen mit der Reinigung zu beauftragen, da diese für eventuelle Schäden haften.

Bei der Reinigung einer Solaranlage sollte man auf Folgendes achten:

  • Nur klares Wasser verwenden. Leitungswasser ist in Ordnung, wenn es kalkarm ist. Entmineralisiertes Wasser oder Regenwasser aus einer Regentonne ist besser.
  • Die Verwendung von Materialien vermeiden, die das Glas zerkratzen. Am besten eignen sich ein weicher Schwamm oder eine Glasbürste.
  • Verwendung eines Hochdruckreinigers vermeiden.
  • Spezielle Reinigungsmittel für Solarmodule nutzen. Keine scharfen oder ätzenden Reinigungsmittel verwenden. Milde Seife ist für die Reinigung von Photovoltaikanlagen geeignet.
  • PV-Anlage nicht betreten, weil dies Risse in den Modulen verursacht. Stattdessen eine Teleskopstange verwenden.
  • An den PV-Modulen nur arbeiten, wenn sie kalt sind, am besten an einem bewölkten, kühlen Tag.
  • Wasserkontakt an elektrischen Anschlüssen vermeiden, da sonst Kurzschlüsse entstehen.

Kann man eine Solaranlage selbst reinigen?

Man sollte eine Solaranlage nur selbst reinigen, wenn es keine Gefahr darstellt. Das ist der Fall, wenn die Anlage auf dem Boden oder auf einem Flachdach installiert ist. In Eigenregie auf das Dach zu klettern oder die Reinigung von einer Leiter aus zu übernehmen ist für Nichtfachleute ohne professionellen Schutz sehr gefährlich. Es besteht nicht nur eine Sturzgefahr, sondern auch die Gefahr eines Stromschlags. Bei Dachanlagen sollte die Reinigung einem Fachunternehmen überlassen sein.

Die richtige Reinigung Ihrer PV-Anlage

Für die Reinigung einer Solaranlage braucht man die richtige Ausrüstung. Im Vorhinein informiert ein Solarteur über die Möglichkeiten und Folgen. Die Art des verwendeten Reinigungsmittels hängt von der Art der Verschmutzung ab. 

Wie wird die Reinigung durchgeführt?

Solarmodule werden mit einer speziellen, rotierende Bürste gereinigt. Ein Bürstenwagen bewegt sich entlang der Modulreihen. Für eine gründliche Reinigung ist ein Hubwagen erforderlich. Manchmal werden auch chemische Reinigungsmittel verwendet. Besteht Ungewissheit darüber, wie sich die Reinigungsmittel auf die Garantie der Module auswirken, verwenden Fachleute bei leichteren Verschmutzungen entmineralisiertes Wasser.

Wie oft muss man eine Solaranlage reinigen lassen?

Wie oft man Solaranlagen reinigen lassen muss, hängt vom Standort ab.

  • Saisonale Verschmutzungen, wie Vogelkot oder Pollen, werden meist durch Regen weggespült.
  • PV-Anlagen in der Nähe von Bahnlinien verschmutzen leicht und müssen regelmäßig gereinigt werden. Bremsstaub sammelt sich auf den Modulen an und kann Schäden verursachen, wenn er nicht entfernt wird.
  • Landwirtschaftliche Anlagen werden durch Fett- und Ammoniakablagerungen in Mitleidenschaft gezogen
  • In Wohngebieten können sich klebrige Pollen bestimmter Baumarten an den Modulen festsetzen.
  • Befindet sich eine Baustellenstaub in der Nähe der Anlage, kann eine Reinigung erforderlich sein.

Solaranlage vom Fachmann reinigen lassen

Die Reinigung einer Solaranlage wird meist im Zuge der Wartung vorgenommen. Dadurch spart man nicht nur Geld, sondern stellt auch sicher, dass die Solaranlage nach der Reinigung einwandfrei funktioniert. Die professionelle Reinigung hat weitere Vorteile:

  • Leistungssteigerung der PV-Anlage: Eine regelmäßige Reinigung sorgt dafür, dass die PV-Anlage optimal funktioniert. Saubere Module erzeugen mehr Ertrag.
  • Einspeisevergütung und Eigenverbrauch optimieren: Langfristige Schmutzablagerungen sind messbar und wirken sich sowohl auf die Zahlungen aus der Einspeisevergütung wie den Eigenverbrauch aus. Je nach Anlagengröße, mindern Leistungseinbußen die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage erheblich. Daher ist es sinnvoll ein regelmäßige Reinigung durchzuführen, anstatt auf Rendite zu verzichten.

Was kostet es, eine Solaranlage reinigen zu lassen?

Beauftragt man einen Fachbetrieb mit der Reinigung einer Solaranlage, liegen die Kosten normalerweise zwischen 1 und 3 Euro pro Quadratmeter. Für kleine Anlagen werden oft Festpreise angeboten, zum Beispiel 90 Euro für bis zu 5 Anlagen mit bis zu Kilowatt Peak oder 150 Euro für bis zu 10 Kilowatt Peak.

Es empfiehlt sich, mehrere Angebote von verschiedenen Unternehmen einzuholen. Die Angebote sollten die Kosten für Anfahrt, Ausrüstung und Reinigungsmittel enthalten, um einen Vergleich zu erleichtern.

Hier geht's zur passenden Förderung für individuelle PV-Anlagen

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Stefano Fonseca

Stefano Fonseca ist erfahrener Ingenieur für Energie und Umwelt, der seine Leidenschaft für das Schreiben zum Beruf machte. Seine Leidenschaft sind Photovoltaik und Wärmepumpen Themen. Sein Ziel ist es, technische Informationen in verständliche Texte zu verwandeln.

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