Stromheizung: Das ist beim Kauf zu beachten

Es gibt verschiedene Arten, um mit Strom zu heizen. Es gibt beispielsweise Infrarotheizungen, Wärmepumpen oder Heizlüfter. In unserem Überblick verraten wir, wie diese Alternativen bzw. Ergänzungen zur vorhandenen Heizung funktionieren und was es beim Kauf zu berücksichtigen gilt.
Stromheizung: Das ist beim Kauf zu beachten
In unserem Ratgeber zeigen wir alles rund um das Thema Elektroheizungen (Vlajko611 / Adobe Stock)

Das Wichtigste in Kürze – Welche Stromheizungen gibt es?

Wer sich für eine Stromheizung als Alternative oder Erweiterung zur bereits vorhandenen Heizlösung interessiert, sollte folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Stromheizung Varianten: Es gibt beispielsweise Fußbodenheizungen, Radiatoren, Heizlüfter, Infrarotheizungen, Wandheizungen, Fußleistenheizungen und Konvektoren. Hinzukommen Natursteinheizungen, Nachtspeicherheizungen und Flächenspeicherheizungen. Manche Stromheizungen können durch Laien betrieben werden, für fest installierte Stromheizungen muss ein Handwerker für die Montage beauftragt werden.
  • Funktionsweisen: Man unterscheidet zwischen Speicherheizungen und Direktheizungen. Bei einer Speicherheizung wird die Wärme verzögert in den Raum abgegeben. Direktheizungen führen die Wärme, direkt in den jeweiligen Raum.
  • Effizienz: Bei manchen Stromheizungen kann der Stromverbrauch sehr hoch sein und dadurch hohe Kosten entstehen. Wir empfehlen deshalb die meisten Arten von Stromheizungen gezielt einzusetzen, um hohe Rechnungen zu vermeiden.

Wie sinnvoll ist es mit Strom zu Heizen?

Stromheizungen, wie z. B. Heizlüfter oder Infrarotheizungen eignen sich ideal als Übergangs- oder Zusatzheizungen. Zudem sind sie günstig in der Anschaffung. Allerdings ist eine Stromheizung ein Stromfresser, weshalb sie nur gezielt eingesetzt werden sollten. Das gilt besonders für mobile Lösungen.

Eines der bekanntesten mobilen Stromheizungen ist der Heizlüfter
Eines der bekanntesten mobilen Stromheizungen ist der Heizlüfter (New Africa / Adobe Stock)

Wärmepumpen hingegen sind ein umweltschonender Ersatz zu Gas- oder Ölheizungen. Allerdings sind die Anschaffungskosten deutlich höher und die Installation muss durch eine Fachfirma erfolgen.

Was sind die Vorteile einer Stromheizung?

Wer sich für eine Stromheizung entscheidet, profitiert von folgenden Vorteilen:

  • für die meisten Varianten wie Infrarotheizung kein Experte zur Installation nötig
  • gute Übergangslösung und Unterstützung von vorhandenen Heizlösungen
  • niedriger Preis bei Anschaffung mobiler Lösungen und Installation
  • geringer Platzbedarf
  • kaum bis keine Wartungskosten
  • mobile Lösungen direkt einsatzbereit
  • kaum Staubaufwirbelung, durch Raumluft als Grundlage für Wärme
  • Förderungen für Einbaulösungen wie z. B. Wärmepumpe

Was sind die Nachteile einer Stromheizung?

Interessierte an einer Stromheizung sollten allerdings auch folgende Nachteile berücksichtigen:

  • hohe Betriebskosten
  • keine staatlichen Förderungen für mobile Varianten
  • vergleichsweise niedrige Heizleistung

Wie viel kostet es mit Strom zu heizen?

Mit einer Stromheizung zu heizen ist oft sehr kostenintensiv. Denn der Strompreis liegt aktuell bei 30 bis 40 Cent pro kWh, was bei energiehungrigen Modellen zu hohen Stromrechnungen führen kann. (Stand: 06/2023)

Sind Elektroheizungen Stromfresser?

Bei den meisten Elektroheizungen handelt es sich um Stromfresser. Das gilt besonders für Heizlüfter, die nur punktuell genutzt werden sollten und nicht mehrere Stunden am Stück.

Im Folgenden nennen wir Tipps, um Stromheizungen stromsparend zu nutzen:

WLAN gesteuert: Mit einer WLAN-Steuerung oder nachträglich über eine WLAN-Steckdose, wie z.B. eine HomeKit Steckdose können die Heizkörper mit einem Smartphone per App von überall auf der Welt an- und ausgeschaltet werden oder der Nutzer passt die Temperatur an. Damit wird aus einer herkömmlichen Elektroheizung ein Smartes Heizsystem.

Allerdings sollten Nutzer berücksichtigen, dass einige Stromheizungen, wie z. B. Heizlüfter, nicht unbeobachtet betrieben werden sollten. Sie sollten daher nicht aus der Ferne im Voraus eingeschaltet werden, bevor Bewohner z. B. nach Hause kommen. Denn sonst besteht eine

Energiemonitor: Mit einem Energiemonitor lässt sich der Energieverbrauch in Echtzeit verfolgen. Dadurch kann der Nutzer abschätzen, wann die beste Möglichkeit zum Energiesparen besteht.

Individuelle Heizprogramme: z. B. über eine Zeitschaltuhr können Nutzer das Heizverhalten an ihren Lebensstil anpassen. Je nach Modell der Stromheizung lassen sich verschiedene Programme hierfür einstellen. So können Nutzer die Heiztemperatur an die Anwesenheit der Bewohner anpassen, sodass nur geheizt wird, wenn die Familie oder alle Mitbewohner zuhause sind.

Fensteroffenerkennung: Bei einigen Modellen erkennt die Heizung automatisch einen plötzlichen Temperaturabfall durch z. B. ein offenes Fenster und beendet den Heizvorgang. Dadurch können Nutzer effektiver heizen.

Temperaturlimit: Hierbei schaltet sich eine Heizung mit Temperaturbegrenzer automatisch aus, sobald ein festgelegter Wert überschritten wird. Dadurch verhindern Nutzer, dass übermäßig viel geheizt wird und kein zu hoher Stromverbrauch und zu hohe Stromkosten entsteht.

Wie installiert man eine Stromheizung?

Je nach Modell und Art der Stromheizung gibt es Unterschiede bei der Installation. Bei mobilen Zusatzheizgeräten oder Durchlauferhitzern ist keine Planung oder Vorbereitung notwendig. In den meisten Fällen können diese Elektroheizungen direkt von Laien in Betrieb genommen werden.

Anders verhält es sich bei einer fest montierten Elektroheizung, für die ein Installationsservice beauftragt werden muss.

Hierbei sollte beim Kauf der Stromheizung außerdem zuerst auf die Kennzeichnung L1/N/PE geachtet werden, da diese für den Einphasen-Wechselstrom-Anschluss steht, welcher in die haushaltsüblichen 230 Volt Steckdosen passt. Alternativ hierzu empfehlen wir den klassischen CEE 7/4 Schukostecker für das Heizen mit Strom.

Wichtig: Bei Einphasenwechselstrom darf pro Steckdose nicht mehr als ca. 3.500 Watt angeschlossen werden, da ansonsten die Sicherung auslöst, oder es in schlimmen Fall zu einem Brand kommen kann.

Außerdem gibt es Elektroheizungen, die mit Dreiphasenwechselstrom (L3/N/PE) betrieben werden. Hierfür müssen extra Leitungen zum jeweiligen Gerät gelegt werden, wie z.B. zu einer Wärmepumpe. Über die normale Steckdose können diese Geräte nicht betrieben werden und sind deshalb keine einfachen Plug-and-Play-Lösungen mehr.

Darf ich ohne Anmeldung mit Strom heizen?

Festinstallierte Heizungen müssen angemeldet werden. Für mobile Heizgeräte ist keine Anmeldung notwendig.

Der jeweilige Netzbetreiber darf vom Nutzer verlangen, dass dieser seine festinstallierten Stromheizung nur mit einer zusätzlichen Steuerungs- und Regelungseinrichtung betreiben darf. Je nach Netzauslastung wird die Leistung durch den Netzbetreiber reguliert. Das betrifft bspw. Flächenspeicherheizungen, die mit einer Aufladesteuerung ausgestattet sind.

Ebenso bedarf es einer Beurteilung und Zustimmung des Netzbetreibers bei Elektroheizungen, die fest installiert werden. Dieses Vorgehen ist unabhängig davon, ob die Heizgeräte mit Ein- oder Dreiphasenwechselstrom betrieben werden, oder mit Speicher- oder Infrarot-Technik. Das betrifft alle Stromheizungen, die fest in Decken, Wänden und Fußböden installiert sind, sowie Infrarot- und Flächenspeicherheizungen.

Außerdem müssen Elektroheizungen, Durchlauferhitzer und Heizkörper mit mehr als 4.600 Watt Leistung über einen Drehmomentanschluss angeschlossen werden.

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