Mit Alexa per Sprachbefehl steuerbar Praxistest: innogy SmartHome-System

innogy SmartHome bietet viele Möglichkeiten zur Vernetzung und automatisierten Steuerung von Geräten zuhause – unter anderem mit Amazon Alexa. Wir haben das System mit den gängigen Komponenten getestet, Szenarien programmiert und die Sprachsteuerung ausprobiert. Unser Testurteil: innogy SmartHome bietet Vorteile, ist aber noch nicht perfekt.

Das innogy SmartHome-System - getestet von der home&smart-Redaktion

Die verwendeten Testkandidaten im Überblick

Mit innogy SmartHome lässt sich das eigene Zuhause in vielen Bereichen intelligent machen, um Komfort und Sicherheit zu erhöhen. Wir haben über die Zentrale folgende Komponenten zu einem smarten System verbunden:

  • Heizkörperthermostat (mit drei Batterien)
  • Tür-/Fenstersensor
  • Bewegungsmelder (innen)
  • Zwischenstecker
  • Rauchmelder
  • Wandsender

Die Komponenten beziehungsweise das System wurden über acht Wochen einem Praxistest in typischen Alltagssituationen unterzogen. Im Fokus standen dabei die Zuverlässigkeit des Systems, die Nutzerfreundlichkeit, die Anwendung verschiedener Szenarien, sowie das Zusammenspiel von Amazons Sprachsteuerung Alexa und den innogy SmartHome-Komponenten.

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Unboxing vor dem Test: die innogy SmartHome-Zentrale und Komponenten

Unboxing und Installation der innogy SmartHome-Komponenten

Das innogy SmartHome-System macht einen guten ersten Eindruck. Die einzelnen Komponenten haben ein ansprechendes, modernes Design und sehen stabil aus. Die Verpackung schützt die Geräte für den Transport ausreichend und gibt dem Anwender erste Informationen zum Device und dessen möglichen Einsatzorten.

Die Installation des Systems war anwenderfreundlich und intuitiv. Die Einrichtung der Komponenten kann entweder am PC über eine Browseroberfläche oder per App am Smartphone oder Tablet durchgeführt werden. Begonnen wird mit der Einbindung der Zentrale als erstes Gerät. Ihr liegt ein QR Code bzw. eine Internetadresse zur Registrierung bei. Anschließend wird ein Konto mit Benutzername und Passwort angelegt, man loggt sich dann im Browser oder in der App ein. Danach hilft innogy Schritt für Schritt beim Installieren der einzelnen smarten Komponenten. Wird im Installationsprozess ein Fehler erkannt, bekommt man als Nutzer Unterstützung durch einen kleinen Hinweistext beziehungsweise einen Link zum Fehlercode, um den Fehler direkt beheben zu können. Beim Einbinden der Komponenten können außerdem aus einer Vorauswahl der Raum, in dem sich das Gerät befindet, sowie ein individueller Name festgelegt werden. Das neu eingebundene Gerät wird darüber hinaus automatisch einer Kategorie zugeordnet, z. B. Sicherheit oder Energie.

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Wie hat das innogy SmartHome im home&smart-Test abgeschnitten?

Die Installation der Komponenten am Einsatzort ist insbesondere für Nicht-Technikaffine einfach umzusetzen, auch hier leistet eine schrittweise Anleitung der App Hilfestellung.

  • Das innogy Heizkörperthermostat lässt sich durch einfaches Anschrauben auf das Heizkörperventil montieren. Problematisch bei der Montage kann jedoch sein, dass im Vergleich zu üblichen Ventilen das innogy Heizkörperthermostat recht breit ist (Abmessung lt. Hersteller 67x75x107 mm (BxHxT)) und somit bei einem abgewinkelten Ventil recht nah am Heizkörper sitzt.
  • Der innogy Tür-/Fenstersensor kann durch die mitgelieferten Klebestreifen problemlos an verschiedenen Stellen an Tür- oder Fensterrahmen angebracht werden. Somit eignet er sich auch für Mieter, die ungern mit Bohrmaschine und Hammer hantieren möchten.
  • In gleicher Weise erfolgt die Montage des Wandsenders. Er verfügt über zwei Schaltflächen, die mit zwei individuellen Funktionen belegbar ist. Zum Beispiel kann damit über den Zwischenstecker eine Lampe geschaltet werden.
  • Mit dem innogy Zwischenstecker lassen sich elektronische Geräte bequem per App oder Wandsender regeln.
  • Der innogy Bewegungsmelder für den Innenbereich kann entweder aufgestellt oder aufgehängt werden. Er erkennt Bewegungen und Helligkeit in einem Umfeld von bis zu 12 Metern. Zudem lässt sich einstellen, ab welcher Helligkeitsstufe eine Veränderung registriert werden soll.
  • Mit dem intelligenten innogy Rauchmelder werden die Bewohner bei Brandgefahr rechtzeitig per Alarmsignal und/oder per Benachrichtigung über die App gewarnt. Der Rauchmelder wird an der Decke montiert und verfügt über eine Langzeitbatterie mit einer Lebensdauer von etwa zehn Jahren. Eine Besonderheit ist, dass bei mehreren installierten Rauchmeldern im System automatisch ein Mesh-Netzwerk gebildet wird, das ein Alarmsignal an alle anderen Rauchmelder im Haus weitergibt. Neben der Warnung im Brandfall kann der Rauchmelder auch bei gewissen Szenarien (z. B. bei erkannter Bewegung) als Sirene fungieren.

Die gesamte Installation und Montage der sieben Smart-Home-Geräte (in ausgepacktem und betriebsbereitem Zustand) inklusive der Registrierung dauerte ca. 1,5 Stunden. Das Zurücksetzen der Komponenten in den Auslieferungszustand ist ebenfalls trivial. Die Anleitung lässt sich in der App oder im Browser für jedes Gerät unter „Geräteinfo“, „Online-Hilfe“, „Zurücksetzen“ finden.

Heizungssteuerung mit innogy: Der smarte Thermostat im Testeinsatz

Steuerungsmöglichkeiten der einzelnen innogy-Komponenten

Das Zusammenspiel der Komponenten funktioniert einwandfrei. Wir haben bei der Reaktionszeit keine nennenswerten Verzögerungen festgestellt - weder bei der automatischen Regelung von Komponenten auf Basis von Szenarien noch bei der Bedienung über die App.

Das innogy SmartHome lässt sich per App (auf Smartphone oder Tablet) oder über eine Desktop-Ansicht verwalten. Somit ist eine Steuerung und Überwachung des Smart Homes auch von unterwegs aus problemlos möglich. Für Neukunden ist dieser Service in den ersten zwei Jahren kostenlos. Negativ fiel auf, dass die App hin und wieder sehr lange Ladezeiten hatte, beispielsweise beim Start. Außerdem war zur Navigation in der App die „Zurück-Taste“ auf dem Smartphone (Samsung Galaxy A5) leider nicht nutzbar.

Neben der Steuerung per App oder Browser lassen sich alle bereits smarten innogy Komponenten mit Amazons Alexa per Sprachbefehl steuern. Über die Alexa-App muss dafür zuerst der Skill für die Steuerung des innogy-Systems hinzugefügt werden. Er ist zu finden unter der Kategorie Smart Home oder über die Suche im Alexa Skill Store. Sobald der innogy-Skill aktiviert ist, kann Alexa nach innogy SmartHome Komponenten suchen. Die Smart-Home-Komponenten lassen sich nach Installation des Skills in der Alexa-App und der Suche nach Geräten einfach per Sprachbefehl steuern.

In unserem Fall hat Alexa die beiden Geräte Raumklima (Heizkörperthermostat) und Lampe (Zwischenstecker) gefunden. Über die Alexa-App können darüber hinaus auch individuelle Gruppen angelegt werden, die mehrere Geräte beispielsweise in einem Raum zusammenfassen. Bei der Sprachsteuerung ist zu beachten, dass Alexa die Geräte nur ansprechen kann, wenn ihr der genaue Name der Smart-Home-Komponente mitgeteilt wird. Das heißt: Jedes Mal, wenn neue Geräte über die innogy-App hinzugefügt werden sollen, müssen diese auch über die Alexa-App gesucht werden. Die Änderung des Gerätenamens wird dagegen automatisch in der Alexa-App übernommen.

innogy SmartHome ist mit Amazon Alexa sprachsteuerbar

Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Alexa mit innogy SmartHome

Über den Zwischenstecker lässt sich das Licht mit dem Befehl „Alexa, schalte die Lampe an/aus“ einfach steuern. Praktisch ist das vor allem, wenn man bei Dunkelheit einen Raum betritt und den Lichtschalter nicht auf Anhieb findet. Oder wenn beide Hände voll sind, das Licht aber zur besseren Ausleuchtung des Raumes benötigt wird.

Die Temperatur lässt sich ebenfalls per Sprache einstellen. Alexa kann die Temperatur entweder um eine bestimmte Gradzahl erhöhen („Alexa, erhöhe das Raumklima um 2 Grad“) oder eine neue Raumtemperatur festlegen(„Alexa, stelle Raumklima auf 22 Grad“).

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Nur auf die Frage, wie denn das Raumklima derzeit sei, hatte Alexa in unserem Praxistest leider keine Antwort parat. Des Öfteren wurde auch der Name des Gerätes „Raumklima“ nicht richtig erkannt. War dies der Fall, hat Alexa entweder gefragt: „Welches Gerät meintest du?“ oder es kam die Aussage: „Ich konnte kein Gerät mit diesem Namen im Konto finden.“ Sobald Alexa eine Aktion erfolgreich durchgeführt hat, bestätigt sie dies mit einem kurzen „Ok“.

Smarte Szenarien mit dem innogy-System im Alltagstest

Mit den bereits vorgestellten Komponenten haben wir verschiedene Anwendungsfälle beziehungsweise Szenarien ausprobiert. Innogy bietet dafür die Möglichkeit, über die innogy App unter dem Menü-Punkt „Szenarien“ neue Regeln zusammenzustellen. Mithilfe verschiedener Module können individuelle Wenn-Dann-Szenarien mit oder ohne Benachrichtigung realisiert werden. Hier lassen sich zudem Zeiten hinterlegen, wann das Szenario aktiv sein oder wann eine Aktion ausgelöst werden soll. Jeder Szene kann ein eigener Name gegeben werden. Alternativ werden dem Nutzer bereits vorkonfigurierte Szenen angeboten.

Heizungssteuerung (Komponenten: Heizkörperthermostat und Tür-/Fenstersensor)

Die Aufgabenstellung für das Smart Home System lautete in diesem Fall, die Heizung auszuschalten, wenn die Tür geöffnet wird. In der innogy-App war dieses Szenario bereits vorkonfiguriert, sodass lediglich die beiden Komponenten hinzugefügt und ein Name für das Szenario festgelegt werden musste.

Tür- und Fensterüberwachung (Komponente: Tür-/Fenstersensor)

Die Anforderung an innogy war in diesem Szenario, eine Push-Nachricht zu generieren, sobald sich der Tür-/Fenstersensor länger als vorgegeben in geöffnetem Zustand befindet. Hat man einmal vergessen, ein Fenster oder eine Tür wieder rechtzeitig zu schließen, wird man auf diese Weise daran erinnert, dies zu tun. Unter dem Effizienzaspekt ist die diese Erinnerung insbesondere an heißen Sommertagen oder kalten Wintertagen sinnvoll. Alternativ kann die Benachrichtigungsfunktion bei einer geöffneten Tür als Sicherheitsmechanismus benutzt werden. Wird in einem festgelegten Zeitraum, z. B. nachts zwischen 23 und 6 Uhr, die Tür geöffnet, informiert das System per Push-Nachricht darüber.

Alarm bei Bewegung (Komponenten: Rauchmelder, Bewegungsmelder, Tür-/Fenstersensor)

Aufbauend auf dem zuvor beschrieben Anwendungsfall kann zusätzlich die Sirene des Rauchmelders ausgelöst werden. Dafür wird in der App eine sogenannte Alarmkette angelegt. Sind die Bedingungen erfüllt (indem z.B. der Tür-/Fenstersensor den Zustand „offen“ im festgelegten Zeitraum erkennt), wird neben der Push-Nachricht zusätzlich ein Alarmton vom Rauchmelder abgegeben. In gleicher Weise lässt sich eine Alarmierung bei einer erkannten Bewegung auslösen. Wird der Bewegungsmelder bei Abwesenheit im Eingangsbereich aktiviert, erkennt dieser, wenn die Haustür von Dritten geöffnet wird. Am besten wird der Bewegungsmelder übrigens in mittlerer Höhe aufgestellt oder an die Wand gehängt, um Fehlalarme durch vorbeilaufende Haustiere zu vermeiden.

Weitere Anwendungsfälle mit den vorhandenen Komponenten wurden nicht durchgeführt. Durchaus positiv fallen in der innogy-App die bereits vorkonfigurierten Szenarien auf, die zum einen die Programmierung erleichtern und zum anderen Ideen oder Vorschläge für die Verwendung der Komponenten bieten.

Bewertung des innogy SmartHome-Systems

Das innogy SmartHome-System hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck - sowohl was die Hardware angeht als auch funktionell. Die Komponenten sind hochwertig verarbeitet und lassen sich intuitiv per App bedienen. Bereits mit wenigen Komponenten können sinnvolle Szenarien angelegt werden, die sowohl zum Energiesparen als auch zur Steigerung von Komfort und Sicherheit dienen. Smart-Home-Einsteiger werden gut durch den Installationsprozess geführt und durch vorkonfigurierte Szenen in der Anwendung unterstützt.

Ebenso ist die Möglichkeit einer Sprachsteuerung mit Amazon Alexa positiv hervorzuheben, auch wenn sich bis dato nur wenig Geräte umfangreich steuern lassen beziehungsweise die Sprachsteuerung noch Verbesserungspotenzial besitzt.

Lange App-Ladezeiten oder Abstürze fielen dagegen negativ auf, ebenso das Pfeifen des Netzteils der innogy-Zentrale. Nach den Wartungsarbeiten seitens innogy Anfang März 2017 wurden zudem in der App nicht mehr alle Geräte, beziehungsweise die damit verbundenen Szenarien, angezeigt. Ein Update der Zentrale hat diesen Fehler inzwischen behoben.

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Alle getesteten Komponenten im Überblick

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homeandsmart Redaktion Elena Wannenmacher

Studium Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe und Global Business Development in Kempten. Abschlussarbeit über Energiedienstleistungen bei Speicherhersteller. Seither fasziniert von der Idee eines selbstversorgenden Smart Home. Leitung Öffentlichkeitsarbeit bei der DLRG Forst. Heute Business Development und Redaktion bei homeandsmart.de. Pendelt gekonnt zwischen Struktur und Innovation. Treibt ihr Pferd an, sich selbst und das ganze Team.