Den Anschluss des Balkonkraftwerkes korrekt durchführen Balkonkraftwerk anschließen – was ist zu beachten?

Balkonkraftwerke sind einfach montierbar und können grundsätzlich sogar durch Laien angeschlossen werden. Damit der Anschluss ohne Fachkraft erlaubt ist, gelten allerdings bestimmte Voraussetzungen. Relevant ist beispielsweise die Auswahl des Steckers. In unserem Ratgeber verraten wir, welche Faktoren eine Rolle spielen und was es außerdem noch zu beachten gilt.

Die meisten Einsteiger bevorzugen Starter-Sets mit einem Schuko-Stecker zur Eigenmontage

Das Wichtigste in Kürze zum Balkonkraftwerkanschluss

Wer Solarstrom mit einem Balkonkraftwerk erzeugen möchte, sollte beim Anschluss folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Anschluss-Stecker: Balkonkraftwerke können über eine gewöhnliche Schuko-Steckdose angeschlossen werden, um darüber Energie in das Hausnetz einzuspeisen. Alternativ dazu gibt es noch die Möglichkeit einen Betteri- oder Wieland-Stecker zu nutzen.
  • Montage und Installation: Eine Mini-PV-Anlage darf durch Laien installiert werden. Verfügt das Balkonkraftwerk über einen herkömmlichen Haushaltsstecker, gilt das auch für den Anschluss. Eine Fachkraft muss hingegen beauftragt werde, wenn die Anlage einen Betteri- oder Wieland-Stecker besitzt.
  • Leistung: Der Anschluss eines Balkonkraftwerks bedeutet den Umgang mit Strom. Allerdings in vergleichbar geringer Menge. In Deutschland ist der erlaubte Grenzwert auf bis zu 600 Watt festgelegt und soll ab 1. Januar 2024 auf 800 Watt erhöht werden. Damit an sonnigen Tagen kein höherer Ertrag eingespeist wird, drosselt ein Wechselrichter auf die erlaubte Menge.

Hinweis: Dieser Artikel wurde durch den priwatt Experten Lukas Hoffmeier auf seine Richtigkeit hin verifiziert.

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Wie muss ein Balkonkraftwerk angeschlossen werden?

Bei der Installation eines Balkonkraftwerks werden zunächst die Solarmodule am Balkongeländer befestigt oder, je nach Variante, dank einer Aufständerung auf die Terrasse, ein Garagendach oder dem Balkon aufgestellt.

Daraufhin müssen die Solarpenele untereinander und mit dem Wechselrichter verbunden werden. Über den Wechselrichter und ein daran eingestecktes Anschlusskabel gelingt daraufhin die finale Verbindung zum Hausstromnetz.

Hinweis: Das Balkonraftwerk darf nur selbst angeschlossen werden, wenn es sich beim Kabel um einen herkömmlichen Schuko-Stecker handelt. Bei einem Betteri- oder Wieland-Stecker muss eine Fachkraft beauftragt werden.

Kann ein Balkonkraftwerk in die Steckdose gesteckt werden?

Ja, falls die Mini-PV-Anlage über ein entsprechendes Anschlusskabel verfügt, ist das ohne Probleme möglich. Hierfür muss auch kein Elektriker beauftragt werden, um das Balkonkraftwerk über einen Schuko-Stecker anzuschließen.

Handelt es sich jedoch um Varianten, die mit einem Betteri- oder Wieland-Stecker ausgestattet sind, funktioniert der Anschluss nicht über eine herkömmliche Steckdose und es muss eine Fachkraft hinzugerufen werden, um die Anlage mit dem Hausstromnetz zu verbinden.

Hinweis: Wer ein Balkonkraftwerk anschließen möchte, benötigt für die Mini-PV-Anlage den richtigen Stromzähler. Dieser darf beispielsweise nicht zurücklaufen. Erst im Januar 2024 werden hier für Deutschland Lockerungen erwartet, sodass der Betrieb eines Balkonkraftwerks einfacher wird und ein Zählertausch vermieden werden kann.

Hier sind unsere beiden priwatt Solarmodule kurz vor dem Anschluss ans Hausnetz zu sehen

Darf man mehrere Balkonkraftwerke anschließen?

Ja, man darf mehrere Balkonkraftwerke betreiben. Das gilt besonders, wenn mit Balkonkraftwerk umgangssprachlich Solar-Paneele gemeint sind. Relevant ist nämlich nicht die Anzahl der Module, sondern wie hoch die maximale Leistung ist.

Der Wert liegt aktuell in Deutschland bei maximal 600 Watt. Wenn also diese Grenze nicht überschritten wird, ist der Betrieb erlaubt. Für die korrekte Einspeise-Höhe sorgt ein Wechselrichter, der gewonnenen Strom bei Bedarf entsprechend drosselt.

Positiv: Hier ist für Januar 2024 eine Änderung angekündigt und es darf dann eine maximale Leistung von bis zu 800 Watt eingespeist werden. Moderne Wechselrichter lassen sich per WLAN automatisch anpassen, sodass Nutzer von einem höheren Ertrag profitieren.

Muss das Balkonkraftwerk vor dem Anschluss angemeldet werden?

Ja, ein Balkonkraftwerk muss beim Netzbetreiber und beim Marktstammdatenregister angemeldet werden. Hierfür gibt es eine Registrierungsmöglichkeit über Online-Plattformen.

Zwar drohen Bußgelder, falls man sein Balkonkraftwerk nicht anmeldet, in der Praxis gibt es jedoch kaum bis keine Kontrollmechanismen. Wir empfehlen dennoch zur Anmeldung, obwohl keine Strafverfolgung zu befürchten ist.

Wer sein Balkonkraftwerk registriert, profitiert außerdem von Fördermitteln, denn verschiedene Zuschüsse werden nur mit einer Anmeldung ausgezahlt.

Hinweis: Da die Anmeldung beim Netzbetreiber oft mit bürokratischen Hürden verbunden ist und je nach Anbieter andere Voraussetzungen gelten, soll auch hier eine Vereinfachung vorangebracht werden.

Zukünftig soll nur noch die Anmeldung beim Marktstammdatenregister verpflichtend sein und die Registrierung beim Netzbetreiber wegfallen. Das bewerten wir als Vorteil, denn die Benutzeroberfläche des Marktstammdatenregisters erschien uns in Tests übersichtlich und intuitiv nutzbar.

Darf man als Mieter ein Balkonkraftwerk anschließen?

Ja, man muss nicht Eigentümer sein, um eine Mini-Photovoltaikanlage anschließen und nutzen zu dürfen. Das heißt, dass ein Balkonkraftwerk für Mieter erlaubt ist. Allerdings sollten sie vorher Rücksprache mit dem Vermieter halten.

Ein häufiges Argument gegen ein Balkonkraftwerk ist Denkmalschutz. Außerdem kann ein Vermieter im Mietvertrag untersagen, dass etwas an die Außenseite des Balkongeländers befestigt wird. Das kann beispielsweise aus Sicherheitsgründen erforderlich sein, um zu verhindern, dass Bauteile von hochgelegenen Balkonen herunterfallen und Personen verletzen.

Hinweis: Die Bundesregierung möchte im August 2023 darüber urteilen, ob Balkonkraftwerke als „privilegierte Maßnahme“ eingestuft werden. Falls dies bestätigt wird, gilt das Recht auf ein Balkonkraftwerk und die Entscheidung für eine Mini-PV-Anlage ist für Mieter nicht mehr von der Zustimmung des Vermieters abhängig. (Stand: 08/2023)

Für ein gutes Verhältnis ist es dennoch ratsam seinem Vermieter die Anschaffung eines Balkonkraftwerks mitzuteilen.

Was rät der VDE beim Balkonkraftwerk Anschluss?

Um sicherzugehen, dass die Anlage korrekt läuft, empfiehlt der VDE den Anschluss eines Balkonkraftwerks durch eine Elektrofachkraft. VDE steht für den Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. Der Verband plädiert auch für die Duldung des Schuko-Steckers.

Insgesamt spricht sich der VDE für viele Faktoren aus, die den Balkonkraftwerk Anschluss und Betrieb vereinfachen. Dazu zählen beispielsweis die Anhebung der Einspeisegrenze von 600 auf 800 Watt, sowie die Vereinfachung im Anmeldeprozess.

Welcher Stecker für den Balkonkraftwerk Anschluss?

Lange galt eine Wieland-Steckdose als Norm, um ein Balkonkraftwerk anzuschließen. Mittlerweile hat sich jedoch der Betrieb über eine herkömmliche Schuko-Steckdose etabliert. Denn es besteht ausreichend Sicherheit und die Variante hat den Vorteil, dass auch Laien ihre Mini-PV-Anlage anschließen dürfen.

Für den Anschluss eines Balkonkraftwerks über eine Wieland-Steckdose muss im Vergleich mit dem Anschluss über eine klassische Steckdose nämlich eine Elektrofachkraft beauftragt werden.

Wie kommt der Strom vom Balkonkraftwerk in die Wohnung?

Die Solar-Module erzeugen Strom und leiten diesen in einen Wechselrichter. Über ein Kabel ist dieser mit dem Hausstromnetz verbunden und speist Leistung ein.

Für die Verbindung zwischen Wechselrichter und Hausstrom genügt eine Schuko-Steckdose.

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Melanie Baumann

Melanie Baumann gehört als Kind der 90er zum festen Bestandteil der Second-Screen-Gesellschaft. Aufgewachsen mit Handys, bei denen die Internetnutzung noch nicht zum Standard gehörte, ist sie heute begeistert von der überall verfügbaren Onlinewelt.

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