Die wichtigsten Fakten zu Mini-PV-Anlagen in Kürze
Balkonkraftwerke boomen und breiten sich immer mehr aus. Wer auf den Trend aufspringen will, sollte jedoch vorher Folgendes wissen:
- Standort: Viel Sonne, kein Schatten, möglichst nach Süden ausgerichtet (30–40° Neigung).
- Erlaubnis: Für reine Balkonkraftwerke ist nur eine kurze Online-Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur nötig. Außerdem gelten sie als privilegierte bauliche Veränderung und dürfen vom Vermieter/ Eigentümer nicht einfach untersagt werden.
- Anschluss: Über eine normale Steckdose möglich, meist selbst anschließbar. Eine Spezialsteckdose ist trotz neuer DIN-Vornorm aktuell noch keine Pflicht.
- Ertrag: Je nach Solarmodulanzahl und Standort meist zwischen 800 und 2.000 kWh pro Jahr, das entspricht einer Ersparnis von bis zu 700 € jährlich.

Solakon onLite 900 W (ohne Halterung)

Yuma Fence (900+)

Kleines Kraftwerk Duo 960 Wp Komplettpaket mit Hoymiles Wechselrichter
Unsere zwei Balkonkraftwerk Test-Verfahren kurz erklärt
Unsere Redaktion testet seit 2023 Balkonkraftwerke mit und ohne Speicher an unterschiedlichen Standorten. Dabei prüfen wir die Ausstattung und Leistung mit zwei unterschiedlichen Verfahren:
- Einzeltests: regelmäßige Prüfungen an unterschiedlichen Standorten, bei denen wir teilweise auch den Stromertrag über 3 bis 12 Monate hinweg messen.
- Feldtest: ein großer Balkonkraftwerk Vergleich pro Jahr, bei dem mehrere Marken am selben Ort und zur selben Zeit gegeneinander antreten. Aufgrund der kürzeren Messdauer gibt es hier keine Langzeitwerte, dafür aber einen direkten Leistungsvergleich.

Balkonkraftwerk Einzeltests: So prüft home&smart die Alltagstauglichkeit
Statt im Labor bauen wir die Anlagen dort auf, wo sie später auch wirklich stehen würden – auf Balkonen, Gartenhüttendächern, Terrassengeländern, Garagendächern oder Grünflächen. Manche unserer Halterungen sind dabei bereits seit 2023 in Betrieb. Im Mittelpunkt steht die Nutzerfreundlichkeit:
Wir achten darauf, wie einfach sich eine Anlage handhaben lässt. Ergänzt wird das durch exemplarische Langzeit-Ertragsmessungen, mit denen wir prüfen, wie nah die Balkonkraftwerke den Werbeversprechen im realen Betrieb kommen.
Bewertet wird jede Anlage anhand unserer Bewertungstabelle für Einzeltests mit den Kategorien Ausstattung und Materialqualität, Installation, App-Steuerung, Sicherheit und Normen sowie Extra- und Minuspunkten. Insgesamt sind maximal 100 Punkte möglich. Daraus ergibt sich die Test-Note als Schulnote von 1 bis 6 mit passendem Prädikat, die auch in unseren Test-Siegeln erscheint.

Gut zu wissen: Die Entwicklung im Solarbereich geht schnell voran. Eine Extrafunktion, die heute besonders ist, kann morgen Standard sein. Ein Blick auf den im Prüf-Siegel vermerkten Testzeitpunkt lohnt sich deshalb immer.
Überblick: Bisher von home&smart durchgeführte Balkonkraftwerk Einzeltests
Die folgende Auflistung zeigt eine Auswahl der von uns bereits getesteten Anlagen, die mindestens die Note ‚gut‘ erhalten haben.
| Punkte | Zeitpunkt | Standort | |
| Anker Balkonkraftwerk (mit SOLIX Solarbank 3 Pro Speicher) | 95 | 05/2025 | Rasen |
| Jackery Balkonkraftwerk (mit HomePower 2000 Ultra Speicher) | 93 | 06/2025 | Garten / Garagendach |
| EcoFlow Set mit Ultra STREAM Speicher | 92 | 05/2025 | Terrasse |
| AC-TEC Module mit 1,92 kWh Zendure SolarFlow 800 Pro Speicher | 92 | 06/2025 | Garagendach |
| Solakon onBasic Boden-Set (1000 W) | 91 | 04/2025 | Rasen |
| Solakon onBasic Flachdach-Set (880 W) | 90 | 08/2024 | Garagendach |
| Kleines Kraftwerk Garten Duo (900+ Wp) | 90 | 05/2025 | Rasen |
| Solago Flachdach Set (1000 W) | 90 | 09/2025 | Terrasse |
| Yuma Flat (900+) Bifazial Set | 87 | 05/2025 | Hinterhof |
| Kleines Kraftwerk Duo 880 Wp | 90 | 03/2024 | Rasen / Balkon |
| Yuma Flat 900 Deep Black | 90 | 03/2024 | Garten |
| Sunology PLAY Station | 88 | 03/2024 | Terrasse |
| EPP Solar 1000 W Set | 84 | 09/2024 | Garagendach |
| EcoFlow Balkonkraftwerk (mit LFP-Batterie) | 83 | 10/2024 | Garagendach |
| Anker SOLIX RS40P Balkonkraftwerk | 95 | 03/2023 | Balkon |
| priwatt priFlat Duo | 91 | 05/2023 | Terrasse |
| PluginEnergy AIR superLIGHT HC 800+ COMBO | 90 | 05/2023 | Terrasse |
| Yuma Flat 800 Pro (mit WLAN-Wechselrichter) | 90 | 07/2023 | Garagendach |
| GreenSolar 800-600 Set | 89 | 04/2023 | Terrasse |
| EcoFlow PowerSTREAM Set mit Leichtmodulen | 85 | 07/2023 | Terrasse |
| Yuma Flat 800 Pro (mit DTU Wlite-Stick) | 84 | 05/2023 | Garagendach |
Hinweis: Der Markt entwickelt sich dynamisch: Statt 800 Watt bringen Module heute meist 900 bis 2.000 Watt, und nahezu alle Mikro-Wechselrichter sind inzwischen WLAN-fähig, während dies 2023 noch nicht Standard war. Einige damals ’sehr gut‘ bewertete Geräte würden aus diesem Grund heute geringer abschneiden.
Trotzdem haben wir uns entschieden die Noten nicht nachträglich neu zu berechnen, da sie den technischen Stand zum jeweiligen Testzeitpunkt widerspiegeln.
Was sind aktuell die besten Balkonkraftwerke?
Je nach Wohnsituation und baulichen Gegebenheiten kommen unterschiedliche Lösungen infrage. Besonders gut finden wir derzeit die Starter-Sets der Marken Kleines Kraftwerk, Solakon und Yuma.

Solakon onLite 900 W (ohne Halterung)

Kleines Kraftwerk Duo Garten Komplettpaket (900Wp+) Bifazial

Yuma Roof 1000 W Balkonkraftwerk

2000 W Yuma Balkonkraftwerk mit STREAM Ultra X

Kleines Kraftwerk 2000 W Set mit Anker SOLIX 4
Balkonkraftwerk Feldtest: Hier vergleichen wir die Top-Modelle am selben Ort
Beim Feldtest treten mehrere Sets unter identischen Bedingungen an. Die Leistungsmessung erfolgt in drei Schritten: Zuerst messen wir über ein spezielles MC4-Messgerät die durchschnittliche Watt-Leistung und den Wh-Ertrag (Solarmodul-Effizienz). Anschließend folgt der Verschattungstest, bei dem eine Modulseite zu 50 Prozent abgedeckt wird. Zuletzt nehmen wir eine Stichprobe bei diffusem Licht ohne direkte Sonneneinstrahlung. Weil der Feldtest nur eine kurze Phase umfasst, nutzen wir hier ein 10-statt 100 Punkte-System.
Verwendete Messgeräte
Beim Feldtest 2026 kamen ein Pyranometer sowie MC4-kompatible Messgeräte für Solarmodule zum Einsatz, mit denen wir Watt (W) und Wattstunden (Wh) ermittelt haben. Eine Wärmebildkamera diente dazu, die Hitzeentwicklung für das YouTube-Video zu veranschaulichen – auf die Test-Note hatte sie keinen Einfluss.

Kontakt und Testsiegel-Nutzung
Bei weiteren Fragen zu unseren Prüfmethoden ist die Redaktion unter redaktion@homeandsmart.de erreichbar. Außerdem haben wir unser allgemeines Vorgehen bei Tests nochmal in eigenen Artikeln zu den home&smart Testkriterien und zu den Redaktionsleitlinien zusammengefasst.
Hersteller und Fachhändler, die unsere Testsiegel gerne lizensieren und als Referenz auf ihrer Website verwenden möchten, können sich außerdem unter info@homeandsmart.de melden.
Wichtig: Unsere Testergebnisse sind nicht käuflich und basieren ausschließlich auf unseren eigenen Erfahrungen und Testkritierien.

Unsere Balkonkraftwerk Feldtest-Ergebnisse 2026 auf einen Blick
Für unseren Balkonkraftwerk Test-Vergleich 2026 haben wir fünf Starter-Sets in einem großen Feldtest am selben Ort, zur selben Zeit und mit identischem Messequipment gegeneinander antreten lassen. In Liedolsheim nahe Karlsruhe haben wir gemessen, wie viel Watt und Wattstunden die Module bei Sonne, im Halbschatten und bei diffusem Licht tatsächlich liefern.
Die Mess-Ergebnisse im Kurz-Überblick:
- Beste Sonnenleistung: Kleines Kraftwerk (475,7 W Ø, 493,8 Wh in 60 min).
- Bester im Halbschatten: tepto, dicht gefolgt von Yuma.
- Bester bei diffusem Licht: Yuma (307 W).
- Stärkste Halterung: Kleines Kraftwerk, gefolgt von Solakon und Yuma.
- Höchste Ladeleistung (Speicher): Zendure SolarFlow 800 Pro (921,6 Wh), vor EcoFlow STREAM Ultra X (844,8 Wh).

Solakon onBasic Balkonkraftwerk

1.000 W Kleines Kraftwerk Duo XL

Yuma Flat 1000 W Flachdach/Boden-Set
Hinweis: Das von uns getestete 1000 W Set von tepto ist aktuell nicht im Onlineshop des Händlers verfügbar.
Das sind unsere Balkonkraftwerk Feldtest Messwerte aus der Praxis 2026
Für den Feldtest haben wir von jedem 1.000-Watt-Set zunächst beide 500-Watt-Module aufgebaut und Halterung sowie Installationsaufwand bewertet. Für die anschließenden Messreihen nutzten wir pro Hersteller dann nur noch ein Modul, damit die Ergebnisse im YouTube-Video besser nachvollziehbar bleiben.
Ein Hinweis zum Versuchsaufbau: Auch wir dürfen nicht fünf Balkonkraftwerke gleichzeitig ans Hausnetz anschließen, denn pro Anlage ist die Einspeiseleistung gesetzlich auf 800 Watt begrenzt. Wir haben die Sets deshalb in Insellage betrieben.
Statt über ihre eigenen Wechselrichter ins Hausnetz einzuspeisen, gaben die Module ihren Strom direkt an einen Speicher mit fest integriertem Wechselrichter ab. Die Original-Wechselrichter der Sets blieben aus diesem Grund außen vor. Vor Ort haben wir uns daher auf einen reinen Modultest beschränkt, also den direkten Vergleich der Solarmodule selbst.

Wichtig: Es handelt sich um tagesaktuelle Stichproben. Die Werte zeigen, was die Anlagen an genau diesem Tag, bei diesem Wetter und an diesem Ort geliefert haben. An einem anderen Standort, zu einer anderen Tages- oder Jahreszeit oder mit anderen Halterungen können die Ergebnisse abweichen.
Aufbau und Halterungs Test
Bei Aufbau und Halterung haben wir Installationsaufwand, Vollständigkeit der Bauteile, Stabilität und Materialdicke bewertet. Abzüge gab es für Bodenhalterungen, die sich nicht ballastieren ließen und zwingend Bohrungen erfordern.
Gut zu wissen: Vier der fünf Sets nutzen sehr ähnliche Wechselrichter und dieselbe Hoymiles-App.
Die hochwertigste Verarbeitung bot Kleines Kraftwerk, gefolgt von Solakon mit vormontierter Gummierung und dem ebenfalls sehr stabilen Yuma. Solago und tepto fielen ab, weil sich ihre Halterungen nicht ballastieren lassen und die Montage insgesamt umständlicher ausfiel.

Sonnenleistungs-Test: Watt und Wattstunden im Direktvergleich
Viele Einsteiger fragen sich, wie viel Watt ihre Module in der Praxis (unabhängig vom Herstellerversprechen) wirklich liefern. Wir haben deshalb im Mai 2026 bei jedem Set drei Messungen vorgenommen und daraus zwei Ranglisten gebildet:
- eine für die durchschnittliche Watt-Leistung über 60 Minuten
- und eine für den dabei erzielten Ertrag in Wattstunden.
Das waren unsere Messergebnisse im Feldtest 2026:
| Set / Marke | 12:30 Uhr | 13:00 Uhr | 13:30 Uhr | ||||
| W | Wh | W | Wh | W | Wh | Ø W-Leistung | |
| Kleines Kraftwerk | 464 W | 0 Wh | 458 W | 235 Wh | 505 W | 493,8 Wh | 475,66 W |
| Solakon | 432 W | 0 Wh | 433 W | 206 Wh | 465 W | 446,6 Wh | 443,33 W |
| tepto | 462 W | 0 Wh | 471 W | 240 Wh | 488 W | 492,2 Wh | 473,66 W |
| Solago | 458 W | 0 Wh | 460 W | 235 Wh | 486 W | 481,8 Wh | 468,00 W |
| Yuma | 445 W | 0 Wh | 458 W | 237 Wh | 478 W | 478,0 Wh | 460,33 W |
Aus diesen Messwerten ergibt sich in Bezug auf die Sonnenleistung folgendes Ranking der fünf von uns geprüften Balkonkraftwerk Starter-Sets.
| Platz | Set / Marke | Ø W-Leistung |
| 1 | Kleines Kraftwerk | 475,66 W |
| 2 | tepto | 473,66 W |
| 3 | Solago | 468,0 W |
| 4 | Yuma | 460,3 W |
| 5 | Solakon | 443,3 W |
Als Ergänzung dazu haben wir außerdem den Stromertrag in Wh gemessen und auch hierzu ein Ranking erstellt.
| Platz | Set / Marke | Ertrag (60 min Sonne) |
| 1 | Kleines Kraftwerk | 493,8 Wh |
| 2 | tepto | 492,2 Wh |
| 3 | Solago | 481,8 Wh |
| 4 | Yuma | 478,0 Wh |
| 5 | Solakon | 446,6 Wh |
Zwischenfazit: Solakon auf Platz 5 erzielte bei unserer Kurzzeitmessung rund 32 Watt weniger durchschnittliche Leistung als Kleines Kraftwerk auf Platz 1. Beim 60-Minuten-Ertrag entspricht das einem Rückstand von 47 Wh – und das, obwohl beide mit 500-Watt-Modulen angetreten sind. Insgesamt liegen die Balkonkraftwerk Starter-Sets aber dich beeinander.
Verschattungstest: 50 Prozent Halbschatten pro Solarmodul
Für den Verschattungstest haben wir eine Seite jedes Moduls zu 50 Prozent mit einem Tuch abgedeckt, um Schatten zu simulieren. So ließ sich über die angeschlossenen MC4-Module sofort ein starker Ertragsverlust nachweisen.
Den bereits erzielten Wh-Wert haben wir notiert und nach 30 Minuten erneut abgeglichen, um den im Halbschatten noch möglichen Ertrag zu berechnen und auf eine Stunde hochzurechnen.
| Platz | Set / Marke | Messwert (30 min) | Hochrechnung auf 1 h |
| 1 | tepto | 87 Wh | 174,0 Wh/h |
| 2 | Yuma | 83 Wh | 167,8 Wh/h |
| 3 | Solakon | 80,2 Wh | 160,4 Wh/h |
| 4 | Solago | 55,4 Wh | 110,8 Wh/h |
| 5 | Kleines Kraftwerk | 36,2 Wh | 72,4 Wh/h |
Bemerkenswert: Ausgerechnet Kleines Kraftwerk, der Sieger bei Sonne, fiel im Halbschatten auf den letzten Platz zurück. tepto und Yuma kamen mit der Teilverschattung am besten zurecht. Das zeigt, dass ein bei voller Sonne starkes Modul nicht automatisch auch bei Teilverschattung vorne liegt.
Zusätzliche Stichprobe: Solarpanel-Leistung bei diffusem Licht
Neben hartem Schattenwurf durch Gebäude, Mauern oder Bäume senkt auch diffuses Licht (z. B. in den Morgen- und Abendstunden) den Ertrag. Auch dafür haben wir eine Stichprobe genommen.
| Platz | Set / Marke | Messwert (live vor Ort) |
| 1 | Yuma | 307 W |
| 2 | tepto | 273 W |
| 3 | Kleines Kraftwerk | 227 W |
| 4 | Solakon | 208 W |
| 5 | Solago | 180 W |
Wichtig: Hierbei handelt es sich nur um eine Momentaufnahme, weil diffuses Licht je nach Jahres- und Uhrzeit sehr unterschiedliche Auswirkungen haben kann.
Modultemperatur und Sonneneinstrahlung
Stark aufgeheizte Module liefern weniger Ertrag. Für das Test-Video haben wir die durchschnittliche Modultemperatur mit einer Wärmebildkamera erfasst und parallel die Sonneneinstrahlung per Pyranometer gemessen. Auf die Test-Note hat dieser Wert aber keinen Einfluss.
| Uhrzeit | Ø Modultemperatur | Einstrahlung lt. Pyranometer |
| 8:00 Uhr | 12 °C | 50 W/m² |
| 8:30 Uhr | 18 °C | 104 W/m² |
| 9:00 Uhr | 20 °C | 169 W/m² |
| 10:00 Uhr | 32 °C | 894 W/m² |
| 11:00 Uhr | 48 °C | 961 W/m² |
Gewichtung und Gesamtpunktzahl der Feld-Test Mini-PV-Anlagen
Für die Gesamtwertung haben wir die vier Test-Kategorien bewusst unterschiedlich gewichtet: Aufbau und Halterung sowie die Sonnenleistung zählen am stärksten, weil sie über Haltbarkeit und den realen Ertrag am gewählten Standort entscheiden. Schatten und Diffuslicht fließen hingegen geringer ein, da sie nur auf einzelnen Momentaufnahmen beruhen.
Der Bestwert je Kategorie erhielt im Feldtest dabei 10 Punkte, alle anderen Anlagen werden ins Verhältnis dazu gesetzt (Score = Messwert / Bestwert × 10).
Gewichtung der Balkonkraftwerk Kategorien
| Gewichtung | |
| Aufbau & Halterung | 30 % |
| Sonnenleistung | 45 % |
| Schatten | 15 % |
| Diffuslicht | 10 % |
Endranking der 5 Balkonkraftwerke aus unserem Feldtest
| Platz | Modul | Aufbau | Sonne | Schatten | Diffuslicht | Gesamt |
| 1 | Yuma | 8,0 | 9,7 | 9,6 | 10,0 | 9,20 |
| 2 | Solakon | 9,0 | 9,2 | 9,2 | 6,8 | 8,89 |
| 3 | Kleines Kraftwerk | 10,0 | 10,0 | 4,1 | 7,4 | 8,86 |
| 4 | tepto | 5,0 | 10,0 | 10,0 | 8,9 | 8,37 |
| 5 | Solago | 5,0 | 9,8 | 6,3 | 5,9 | 7,45 |
Hinweis: Unser Feldtest erfolgte unter realen Alltagsbedingungen an einem einzigen Standort (Liedolsheim) auf Basis tagesaktueller Stichproben. Solakon (8,89) und Kleines Kraftwerk (8,86) liegen nur 0,04 Punkte auseinander – das liegt innerhalb des Messrauschens. Die Werte gelten für diesen Tag, dieses Wetter und diesen Ort; an einem anderen Standort oder zu einer anderen Zeit können die Ergebnisse abweichen
Das ist der Balkonkraftwerk Testsieger im Direktvergleich 2026
Und jetzt das Gesamtergebnis über alle vier Kategorien. Balkonkraftwerk Testsieger war bei uns in der Feld-Prüfung Yuma. Auf den Plätzen zwei und drei wird’s dagegen ganz eng: Solakon und Kleines Kraftwerk liegen fast gleichauf. Während Kleines Kraftwerk bei Aufbau und Sonne vorne liegt, holt Solakon dank seiner deutlich besseren Schattenleistung auf und hat sogar am Ende ganz knapp die Nase vor. tepto landet auf Platz vier, vor allem wegen der schwächeren Halterung, und Solago bildet das Schlusslicht.
Was man am Ende mitnehmen kann: Bei der reinen Sonnenleistung tun sich die Anlagen kaum was – den Unterschied machen Verarbeitung und Halterung. Wer also langfristig plant, schaut da am besten ganz genau hin.

Yuma Flat 1000 W Flachdach/Boden-Set

Solakon onBasic Balkonkraftwerk

1.000 W Kleines Kraftwerk Duo XL
Hinweis: Ergänzend zum Modultest haben wir außerdem sieben Speicher auf ihr Lade- und Entladeverhalten geprüft. Am besten schnitt dabei der Zendure SolarFlow 800 Pro ab, am schwächsten der Anker SOLIX 3. Die ausführlichen Ergebnisse dazu sind in unserem Speicher-Test nachlesbar.
Wichtig: Die SOLIX 4 war zum Testzeitpunkt noch nicht lieferbar und konnte von uns im Feldtest nicht berücksichtigt werden. Das ersatzweise getestete Vorgängermodell SOLIX 3 erreichte dabei zwar nicht das Niveau der neueren Geräte, Anker zählt unserer Meinung nach aber trotzdem zu den Top Marken.

Zur Aussagekraft: Sämtliche Feldtest-Werte sind tagesaktuelle Stichproben von einem einzigen Standort. Sie eignen sich gut für den direkten Vergleich der Anlagen untereinander, lassen sich aber nicht eins zu eins auf den Jahresertrag an einem beliebigen Standort übertragen. Langzeitwerte liefern daher nur unsere Einzeltests.
Die besten Balkonkraftwerk Starter-Sets der Saison im Überblick
Die persönlichen Favoriten der home&smart Redaktion sind aktuell:
Unser Feldtest Balkonkraftwerk Testsieger: Yuma
Yuma überzeugte im Feldtest 2026 auf ganzer Linie und sicherte sich bei uns den Sieg. Denn diese Marke punktete bei der Halterung, war top bei diffusem Licht und das von uns geprüfte Starter-Set arbeitete auch bei direkter Sonne richtig solide.
Überzeugend ist zudem die Auswahl: Neben klassischen Balkonkraftwerken bietet Yuma auch Sets mit Speichern von Anker, Jackery, Hoymiles und EcoFlow an, sodass für nahezu jeden Bedarf die passende Lösung dabei ist.
Für die Langlebigkeit spricht unsere eigene Erfahrung: Eines der Yuma-Balkonkraftwerke ist bei uns bereits seit 2023 im Einsatz und läuft nach wie vor zuverlässig.

Alternative für alle, die noch robustere Halterungen suchen: Kleines Kraftwerk
Kleines Kraftwerk ist nicht der günstigste Anbieter, überzeugte uns im Feldtest aber mit seinen patentierten, statisch geprüften Halterungen ‚Made in Germany‘ und lieferte bei Sonne während unserer Stichprobe außerdem den meisten Ertrag. Darüber hinaus konnten wir in einem weiteren Einzelt-Test dieser Marke an einem Balkon in nur 1 Jahr 637 kWh Strom mit dem VDE-konformen 960 W Starter-Set von Kleines Kraftwerk erzeugen.
Tipp: Kleines Kraftwerk hat keinen Hersteller-eigenen Speicher im Sortiment, bietet aber auf Wunsch auch Starter-Sets mit Anker SOLIX 3 oder dem neueren SOLIX 4 Speicher an. Wer also besonders robuste Halterungen mit einem starken Akku kombinieren will, wird hier fündig.

1.000 W Kleines Kraftwerk Duo XL

2.000 Watt Kleines Kraftwerk Set + Anker SOLIX 3

Kleines Kraftwerk 2000 W Set mit Anker SOLIX 4
Mit besonders umfassendem Notstrommodus: EcoFlow STREAM
Wer sich für EcoFlow entscheidet, muss für manche Funktionen ein Abo buchen, erhält dafür aber bei den Speichern der STREAM-Serie jeweils zwei statt nur einer Notstromsteckdose. So lässt sich etwa ein STREAM Ultra oder StREAM Ultra X im Freien direkt am Balkonkraftwerk betreiben und im Haus um weitere AC-Speicher ergänzen.
Über die zwei Notstromsteckdosen pro Gerät stehen dabei zusammen je 2.300 W zur Verfügung, die direkt an angeschlossene Haushaltsgeräte abgegeben werden können. Die 800 W Grenze für Balkonkraftwerke greift in diesem Fall nicht, weil sie nur für die direkte Einspeisung ins Hausnetz gilt.
Servicetipp: Die Unterschiede der einzelnen EcoFlow Speichersysteme stellen wir in einem eigenen STREAM-Modellvergleich vor. Dort sind auch weiterführende Verweise zu unseren bisherigen Tests dieser Marke zu finden.

Preis-Empfehlung: Solakon Starter-Sets
Bei Solakon haben Nutzer die Wahl zwischen onLite (900 W), onBasic (1.000 W) und onPower (2.000 W) Starter-Sets. Die Sets gibt es wahlweise mit Wechselrichter als klassisches Balkonkraftwerk oder in Kombination mit dem hauseigenen Solakon-ONE-Speicher. Alle punkten mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ebenfalls praktisch: Die in Deutschland entwickelte, übersichtliche Solakon-App lässt sich optimal mit dem Solakon-ONE-Speicher kombinieren. Wer eine günstige und trotzdem gute Lösung sucht, ist hier richtig.

Weitere home&smart Balkonkraftwerk Test-Ergebnisse
Die folgende Übersicht fasst weitere Balkonkraftwerk Erfahrungen unserer Redaktion aus den letzten Jahren zusammen.
AC-TEC
Von AC-TEC haben wir einzelne Solarmodule für DIY-Projekte genutzt, um vorhandene Balkonkraftwerke mit ursprünglich nur zwei Modulen auf 1.600 bzw. 1.800 Watt aufzurüsten. Anschließend wurden sie mit verschiedenen Zendure-Speichern wie AB2000 oder SolarFlow 800 Pro gekoppelt. Der Modul-Anschluss funktionierte reibungslos.
Anker
Schon beim ersten Anker-Test punktete das SOLIX RS40P Starter-Set als echte Premium-Lösung durch seine Top-Leistung. Am besten schnitt bisher die SOLIX 3 ab, weil sie mehr Leistung und Funktionen bietet als die Vorgängerin Solarbank 2 Pro. In der Praxis genügten wenige Handgriffe zur Inbetriebnahme, und Smart Meter sowie Smart Plugs ließen sich schnell in die intuitive App integrieren.
| Note | Punkte | Zeitpunkt | |
| Anker SOLIX Solarbank 3 Pro Speicher mit Anker Solarmodulen (Test-Standort: Grünfläche) | Sehr gut | 95/100 | 04/2025 |
| Anker SOLIX 3 Solarbank 3 Pro Speicher mit Anker Solarmodulen (Test-Standort: Holzschuppen) | Sehr gut | 95/100 | 04/2025 |
| Anker SOLIX Solarbank 2 Pro mit Anker Solarmodulen (Test-Standort-Terrasse) | Sehr gut | 92/100 | 05/2024 |
| Anker SOLIX RS40P (Test-Standort: Balkon) | Sehr gut | 95/100 | 03/2023 |
Mit der neuen SOLIX Solarbank 4 Pro (E5000) ist inzwischen die nächste Generation am Markt. Sie bringt statt rund 2,7 kWh bei der SOLIX 3 stolze 5,02 kWh Kapazität mit und punktet zudem mit einer mehr als doppelt so starken Notstromfunktion.

EcoFlow
Für den Praxistest kombinierten wir vier Solarpanels mit dem STREAM-Ultra-Speicher und dem reinen Stromspeicher STREAM AC Pro. Beide bieten je 1,9 kWh Kapazität, sind auf bis zu 12 kWh erweiterbar und gemäß IP65 wetterfest. STREAM Ultra eignet sich dank vier MPPTs für bis zu vier Module mit 2.000 Watt; AC Pro nimmt Überschüsse auf. Stark ist die Notstromfunktion mit zwei Steckdosen und bis zu 2.300 Watt.
Hier geht’s zum EcoFlow STREAM Test.
Green Solar
Wer eine besonders leichte Lösung für Balkon oder Gartenzaun sucht, wird bei den Green-Solar-Leichtmodulen fündig, die sich sogar als Sichtschutz nutzen lassen. Das Set bestand aus vier je 200 Watt starken und nur vier Kilogramm leichten Modulen, einem Hoymiles-Wechselrichter und allen Anschlusskabeln. Im Test überzeugten einfache Handhabung und schnelle Installation. Nachteil zum Testzeitpunkt: kein WLAN-Wechselrichter, daher war ein Zwischenstecker zur Ertragsmessung nötig.
Hier geht’s zum GreenSolar Leichtmodul Test.
Kleines Kraftwerk
Kleines Kraftwerk setzt auf statisch geprüfte Halterungen ‚made in Germany‘ und individuelle Fachberatung. In unserem Vergleichstest 2025 wies nur die Premium-Marke Anker eine ebenso stabile Halterung auf. Das Garten-Duo enthielt zwei 450-Watt-Full-Black-Module (je rund 24 kg, 22,52 % Wirkungsgrad, bifazial), einen 800-W-Hoymiles-Wechselrichter und zwei Gartenhalterungen.
Hier geht’s zum Überblick der von uns getesteten Kleines Krafwerk Starter-Sets.
PluginEnergy
Das Starter-Set PiE AIR superLIGHT HC 800+ COMBO Full Black überzeugte uns im Test durch Design, Verarbeitung und einfache Handhabung dank WLAN. Die rahmenlosen Leichtmodule wiegen nur knapp vier Kilogramm pro Stück. Enthalten waren vier Module mit je über 200 Watt, ein auf 600 Watt gedrosselter TSUN-Wechselrichter, Verlängerungskabel, ein 3-m-Schuko-Kabel und 64 superSTRAPS. Einziges Manko: Die Klett-Haltebänder lassen sich leicht öffnen, weshalb wir Haushalten mit kleinen Kindern empfehlen zusätzlich Kabelbinder zu verwenden.
Hier geht’s zum PluginEnergy Balkonkraftwerk Test.
Solago
Die Module des 1000 W / 800 W Flachdach-Sets ließen sich zügig montieren, auch die Verbindung zum Wechselrichter verlief problemlos. Beim Zubehör hat Solago allerdings gespart (nur ein Verlängerungskabel), und die Edison-App ließ sich zum Testzeitpunkt nicht mit dem Hoymiles-Wechselrichter koppeln. Positiv ist jedoch der schnelle, hilfreiche Kundenservice.
Hier geht’s zum Solago 1000 W Flachdach-Test.
Update: Im Feldtest 2026 haben wir ein ähnliches Flachdach-Set genutzt, das sich leider überhaupt nicht ballastieren ließ und daher an unserem Test-Standort auf einer Wiese keinen sicheren Halt fand. Wir empfehlen die Solago Bodenhalterungen daher nur für feste Untegründe.
Solakon
Geprüft haben wir die onBasic-Serie mit 880 W und 1.000 W. Das zuletzt getestete Set bestand aus zwei 500-Watt-Modulen (je 27 kg, 22,55 % Wirkungsgrad, bifazial, N-Type) sowie einem AppSystems EZ1 800-W-Wechselrichter. Praktisch fanden wir hier die in Deutschland entwickelte Solakon-App, in der sich der eigene Strompreis hinterlegen und das Ziel (Autarkie, CO2 oder Geld sparen) festlegen lässt.
Hier geht’s zu unserem Test-Überblick der Solakon Balkonkraftwerke.
Yuma
Geprüft haben wir von dieser Marke bisher Yuma Flat 800 Pro, Flat 900 Deep Black und Flat 900+. Zum Flat 900+ gehören zwei JA-Solar-Module mit je 450 Wp und 22 kg, neigbare Halterungen, ein 800-W-Hoymiles-Wechselrichter und Verlängerungskabel. Wie Kleines Kraftwerk setzte auch Yuma auf die etwas umständliche S-Miles Installer App, weshalb das letzte Set nur noch ‚gut‘ erreichte. Halterungen und Service haben sich über die Jahre bewährt.
Hier geht’s zu unseren weiterführenden Yuma-Testergebnissen.
Standort-Check: Wo ist die Balkonkraftwerk Installation möglich?
Für maximalen Ertrag sollte eine Stecker-Solaranlage idealerweise mit 30 bis 35 Grad Neigung nach Süden ausgerichtet sein. Andere Himmelsrichtungen sind möglich, bringen aber weniger Leistung. Ob Balkongeländer, Terrassendach oder Rasenfläche ist unerheblich, solange der Standort möglichst wenig im Schatten liegt.
Je höher die Module angebracht werden, desto stärker müssen sie gegen Absturz und Wind gesichert sein.

Was gilt bei einem Wechsel der Mietwohnung?
Bei einem Umzug lässt sich ein Balkonkraftwerk in der Regel problemlos mitnehmen. Da es sich um eine mobile Anlage handelt, kann sie flexibel abgebaut und an der neuen Wohnung wieder installiert werden.
Die wichtigsten Kriterien beim Balkonkraftwerk-Kauf
Bei der Auswahl sind folgende Kriterien zu beachten:
Anzahl der Solarmodule
Die meisten Komplettsets für Einsteiger enthalten 1 bis 4 Module mit zusammen 400 bis 2.000 Watt PV-Leistung. Liegt dieser Wert über dem des Wechselrichters, wird entweder der Überschuss in einen angeschlossenen Speicher weitergeleitet oder gedrosselt, bevor der Strom ins Hausnetz fließt.

Solarmodul-Technologie
Module lassen sich grob in monokristalline, polykristalline, Dünnschicht- und bifaziale Typen unterteilen.
- Monokristalline Module sind meist teurer, haben aber einen höheren Wirkungsgrad.
- Bifaziale Module erzeugen auf Vorder- und Rückseite Strom. Half-Cut- und IBC-Technologien steigern die Effizienz zusätzlich; IBC-Module sind außerdem weniger anfällig für Verschattung.
Gut zu wissen: Die vom Hersteller in Watt peak (Wp) angegebene Solarmodulleistung ist meist nur unter perfekten Laborbedinggen erreichbar.
Solarmodul-Material
Bei Glas-Glas-Modulen sind die Solarzellen beidseitig von Glas geschützt, während günstigere Glas-Folien-Module nur eine Kunststoffrückseite haben. Das macht Glas-Glas-Module robuster gegenüber Feuchtigkeit, Hitze und mechanischer Belastung, sie altern langsamer und Hersteller geben oft 25 bis 30 Jahre Produktgarantie.
Auch bifaziale Varianten, die zusätzlich Licht von der Rückseite nutzen, sind hier verbreitet. Der höhere Preis und das größere Gewicht relativieren sich über die längere Lebensdauer – ein Punkt, der sich bei der langfristigen Wirtschaftlichkeit lohnt zu prüfen.
Wirkungsgrad
Der Modulwirkungsgrad reicht von etwa 16 bis 24 Prozent. Bei den in Starter-Sets üblichen monokristallinen Zellen sind die Unterschiede meist jedoch so gering, dass sie für die Kaufentscheidung eine untergeordnete Rolle spielen.
Gewicht und Größe
Beim Gewicht gibt es große Unterschiede: von knapp 4 kg bei Leichtmodulen bis zu rund 30 kg. Die Standardgröße liegt bei etwa 172 × 113 × 3 cm, nur 500-Watt-Module sind meist etwas länger.

Wechselrichter
Ohne Wechselrichter ist kein Betrieb möglich. Er wandelt den Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom um, bestimmt maßgeblich die eingespeiste Leistung und übernimmt über den integrierten Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) die Fehlererkennung. Bei Störungen oder Überspannung trennt er die Anlage vom Netz.

Halterung
Je nach Untergrund kommen Alu-Schienen für die Wand, Klammern und Haken für Schrägdächer, Balkon-Aufständerungen mit 90 Grad, Flachdach-Aufständerungen mit 30 Grad oder Betonsockel für den Garten infrage. Nur bei Glasmodulen über vier Metern Höhe gelten besondere Sicherheitsvorschriften.
Kabel und Anschluss
Anschlusskabel gibt es von 3 bis 30 Metern Länge. Zu kurze Kabel sollte man nicht selbst verlängern – das kann gefährlich werden. Für die Verbindung genügt in der Regel ein Schuko-Stecker; wer ganz sicher gehen will, lässt eine Wieland-Steckdose vom Fachmann montieren.
Wichtig für Neukäufer:Die neue DIN VDE V 0126-95 gibt erstmals technische Empfehlungen, ist aber noch keine Pflicht. Bis 960 W ist der Anschluss über eine normale Steckdose möglich; bis 2.000 W ist ein Speicher oder ein Wieland-Stecker durch den Fachmann nötig.

Plug and Play Speicher (Optional)
Stecker-Solargeräte geben überschüssigen Strom automatisch ins öffentliche Netz ab. Vermeiden lässt sich das nur durch direkten Eigenverbrauch oder einen Speicher. Die meisten Speicher überstehen Regen und Frost. Wichtig: Ein Balkonkraftwerk mit Speicher läuft bei Stromausfall nur dann weiter, wenn es schwarzstartfähig ist.
Vorteile eines Speichers
- Kompakt und platzsparend
- gut als Nachrüst- und modulare Erweiterungslösung
- einfach installierbar
- in vielen Größen (ca. 1–5 kWh)
- Meist mit Notstromsteckdose (off-Grid-Ausgang)
Nachteile eines Speichers
- Teils hoher Preis
- nicht jeder als Notstromaggregat nutzbar
- teils schwer (> 40 kg)
- muss extra angemeldet werden.
Smart-Meter-Integration (optional)
Ein Smart Meter macht das Balkonkraftwerk mit Speicher erst richtig effizient: Es misst den Stromverbrauch im Haushalt in Echtzeit und signalisiert dem Speicher laufend, wie viel Energie gerade benötigt wird. So gibt der Akku genau die passende Menge Strom ab – nicht zu wenig und nicht zu viel –, statt Überschüsse ungenutzt ins Netz einzuspeisen.
Geräte wie der Shelly Pro 3EM erfassen Erzeugung und Verbrauch zuverlässig und lassen sich per App oder ins Smart Home einbinden, sodass Sie den Eigenverbrauch jederzeit im Blick haben.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Messgerät zu Ihrem Zählerschrank passt und mit Wechselrichter bzw. Speicher kompatibel ist.
Balkonkraftwerk Normen
Seit Dezember 2025 ist der Schuko-Stecker durch die Norm DIN VDE V 0126-95 offiziell erlaubt – allerdings nur bis 960 Wp Modulleistung. Die vollen 2.000 Wp sind nur mit einem speziellen Energiestecker (Wieland) zulässig.

Welche Vorteile hat ein Balkonkraftwerk?
- Einfach installierbar
- Deutlich günstiger als eine große Photovoltaik-Anlage
- Flachdach-Lösungen sind oft ohne Bohren montierbar
- Amortisation nach etwa 2 bis 3 Jahren durch eingesparte Stromkosten
- Reduziert den Verbrauch fossiler Brennstoffe
- Optionale Speicher helfen gegen Stromausfälle
- Bei Umzug einfach mitnehmbar und geräuschlos im Betrieb
- Lange Lebensdauer und bis zu 30 Jahre Garantie
- Auch für Mieter geeignet
Welche Nachteile hat ein Balkonkraftwerk?
- Spitzenleistung und Ertrag hängen stark von der Ausrichtung ab
- Anmeldung beim Marktstammdatenregister erforderlich
- Maximal 800 W dürfen ins Hausnetz eingespeist werden
- Veraltete Haustechnik kann einen Zählerwechsel erfordern
- Speicherlösungen sind vergleichsweise teuer
Balkonkraftwerk Kosten und Amortisation 2026
Je nach Solarmodulanzahl und Standort produziert ein Balkonkraftwerk meist zwischen 800 und 2.000 kWh Strom pro Jahr. Bei Strompreisen von rund 35 Cent pro kWh und hohem Eigenverbrauch entspricht das einer Ersparnis von bis zu 700 Euro jährlich.
Die Investition rentiert sich in der Regel nach 2 bis 4 Jahren, sofern der Anschaffungspreis zwischen 350 und 500 Euro liegt und ein hoher Anteil des Stroms selbst genutzt wird (ca. 50–80 %). Bei höheren Kosten verlängert sich die Amortisation auf etwa 4 bis 7 Jahre.
Fazit: Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?
Ja, ein Balkonkraftwerk lohnt sich in den meisten Fällen – insbesondere für Haushalte, die zuhause einen Teil ihres Strombedarfs mit Solarenergie decken möchten. Dank der einfachen Installation und Anschaffungskosten von etwa 300 bis 800 Euro ist die Investition auch mit einem überschaubaren Budget möglich. Je nach Stromverbrauch amortisiert sich die Anlage häufig bereits nach 4 bis 6 Jahren. Wie hoch die tatsächliche Ersparnis ausfällt, hängt jedoch maßgeblich von Ihrem individuellen Nutzungsverhalten ab.
Das Wichtigste im Überblick:
- Anschaffungskosten & Ersparnis: Moderne Balkonkraftwerke mit 800 Watt Leistung kosten in der Regel zwischen 300 und 700 Euro. Damit lassen sich die jährlichen Stromkosten durchschnittlich um 100 bis 200 Euro senken.
- Maximaler Nutzen: Besonders lohnenswert ist ein Balkonkraftwerk, wenn tagsüber zuhause eine konstante Grundlast besteht – beispielsweise durch Kühlschrank, Router oder andere dauerhaft eingeschaltete Geräte. So kann die erzeugte Solarenergie direkt verbraucht werden, was den Eigenverbrauch maximiert.
- Balkonkraftwerk mit Speicher: Wer den meisten Strom erst in den Abendstunden nutzt, kann mit einem Batteriespeicher den Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Dadurch steigt das Einsparpotenzial, allerdings erhöht sich auch das benötigte Budget für die Anschaffung.
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Eine kleine PV-Anlage aus ein bis vier Modulen mit je 100 bis 500 W und einem 400 bis 800 W Wechselrichter, ergänzt durch Anschlusskabel und einen Schuko- oder Wieland-Stecker.
Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk?
Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Module in Wechselstrom um und speist ihn über eine Steckdose ins Hausnetz. Da der Strom den Weg des geringsten Widerstandes nimmt, wird er bevorzugt von Haushaltsgeräten verbraucht. Zugleich begrenzt der Wechselrichter die eingespeiste Menge auf den erlaubten Maximalwert.
Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Deutschland?
Laut Statista waren 2024 etwa 782.000 Anlagen angemeldet und somit mehr als doppelt so viele wie 2023. In der Praxis dürften es sehr viel mehr sein, da viele Anlagen nicht korrekt angemeldet werden.
Wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein?
Laut Solarpaket I dürfen Balkonkraftwerke 800 Watt ins Hausnetz einspeisen. Die Modulleistung darf bis zu 2.000 Watt betragen, sofern eine entsprechende Einspeisevorrichtung wie ein Wieland-Stecker genutzt wird.
Wie viel Strom liefert ein Balkonkraftwerk?
Je nach Solarmodulanzahl und Standort erzielen aktuelle Lösungen meist zwischen 800 und 2.000 kWh pro Jahr. Grobe Richtwerte zum Tagesertrag:
| Anlagengröße | Tages-Ertrag (Richtwert) |
| 400 Watt | ca. 1,1 kWh / Tag |
| 600 Watt | ca. 2,4 kWh / Tag |
| 800 Watt | ca. 4,1 kWh / Tag |
| 2000 Watt | ca. 5,6 kWh / Tag |
Wie lässt sich der Ertrag messen?
Entweder über einen Wechselrichter mit WLAN- und App-Anbindung oder nachträglich über eine WLAN-Outdoor-Steckdose mit integrierter Verbrauchsmessung.
Erzeugt mein Balkonkraftwerk auch im Winter Strom?
Ja, die Anlage kann im Winter am Standort bleiben, erzeugt jedoch deutlich weniger Strom als im Sommer.
Wie wird ein Balkonkraftwerk angeschlossen?
- Prüfen, ob der Zähler eine Rücklaufsperre hat und aktuellen Standards entspricht (z. B. FI-/RCD-Schutzschalter).
- Solarpanel mit der Halterung verschrauben.
- Wechselrichter so auf der Rückseite befestigen, dass er nicht überhitzt.
- Panel und Wechselrichter per Kabel verbinden (meist vormontierte Klick-Verschlüsse).
- Anlage nach der Sonne ausrichten und Flachdachhalterungen zusätzlich mit Ballast (z. B. Gehwegplatten) sichern.
- Wechselrichter per Schuko-Stecker mit der Wandsteckdose verbinden oder einen Wieland-Stecker vom Fachmann montieren lassen.
- Bei Bedarf Hersteller-App installieren, um den Ertrag am Smartphone abzulesen.

Wie und wo melde ich ein Balkonkraftwerk an?
Seit 2024 genügt für reine Balkonkraftwerke ein einziger Schritt: die kostenlose Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur. Eine separate Meldung beim Netzbetreiber entfällt, er wird automatisch über das MaStR informiert.
Die Registrierung dauert rund 15 bis 20 Minuten und sollte innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen.
Wichtig: Speicher müssen auch beim Netzbetreiber angemeldet werden, die oben genannte Vorgehensweise betrifft nur klassische Balkonkraftwerke mit Wechselrichter.
Darf ich als Mieter oder in der Eigentümergemeinschaft ein Balkonkraftwerk installieren?
Ja. Seit der Gesetzesänderung gilt Steckersolar nach § 554 BGB als privilegierte bauliche Veränderung. Mieter haben dadurch einen Anspruch auf Gestattung, und Vermieter dürfen die Installation nicht mehr pauschal ablehnen, sondern nur bei nachgewiesener Unzumutbarkeit wie konkreten Statik- oder Sicherheitsproblemen.
In der Regel reicht es, den Vermieter vorab zu informieren, am besten schriftlich mit Datenblatt und Montagehinweisen.
In einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist ein Beschluss nötig; abgelehnt werden darf er aber nur bei unverhältnismäßiger Beeinträchtigung, etwa bei Denkmalschutz.
Gibt es Förderungen für Balkonkraftwerke?
Eine bundesweite Förderung gibt es nicht. Stattdessen unterstützen einzelne Bundesländer sowie viele Städte und Kommunen den Kauf mit eigenen Programmen, meist zwischen 100 und 200 Euro, in Einzelfällen bis zu 500 Euro. Ein Blick auf die Seite der eigenen Kommune oder des Bundeslandes lohnt sich daher vor dem Kauf.

Fällt beim Kauf Mehrwertsteuer an?
Nein. Für Photovoltaikanlagen einschließlich steckerfertiger Balkonkraftwerke und Zubehör gilt seit 2023 ein Mehrwertsteuersatz von 0 Prozent. Diese Regelung ist gesetzlich nicht befristet, der Kaufpreis enthält also keine Umsatzsteuer
Muss ich mein Balkonkraftwerk versichern?
Eine Pflicht besteht nicht. Viele Hausrat- und Haftpflichtversicherungen schließen ein Balkonkraftwerk inzwischen ein oder lassen es günstig ergänzen, teils genügt eine kurze Meldung an den Versicherer. Wer sichergehen will, fragt vor der Montage nach dem konkreten Schutz, etwa gegen Sturm, Diebstahl oder Schäden Dritter.
Brauche ich einen neuen Stromzähler?
Meist nicht. Moderne Zähler mit Rücklaufsperre sind gut geeignet. Nur bei sehr alten Ferraris-Zählern ohne Rücklaufsperre tauscht der Netzbetreiber den Zähler aus. Für Betreiber ist das in der Regel kostenfrei und wird über die MaStR-Anmeldung automatisch angestoßen.

Woran erkenne ich eine sichere Mini-PV-Anlage?
Sicher installierbare Komponenten lassen sich unter anderem am DGS-Prüfzeichen erkennen, das die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie für steckerfertige PV-Anlagen vergibt. Die meisten (Mini-)Photovoltaikmodule verfügen zudem über die Schutzart IP6X und sind damit vollständig staubdicht. Die erste Ziffer steht dabei für den Schutz gegen Festkörper und Staub, das X bleibt als Platzhalter für den Wasserschutz offen.
Für Kabel und Wechselrichter einer Mini-PV-Anlage sollte beim Wasserschutz mindestens die Schutzart IP64 (spritzwassergeschützt) gewählt werden. Empfehlenswert sind jedoch IP65 oder IP66, da sie mit Schutz gegen Strahlwasser bzw. starkes Strahlwasser noch besser vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen schützen.
Quellen und weiterführende Informationen zu Balkonkraftwerken
Lesetipps unserer Redaktion:
Was sind die besten 800 W Balkonkraftwerke?
Ist ein 2000 W Balkonkraftwerk sinnvoll?
Zusätzliche Informationen sind zudem auf folgenden Seiten zu finden:
Bundesnetzagentur: Marktstammdatenregister
NDR: Mit einem Balkonkraftwerk Solarstrom erzeugen
Öko-Test: Welche Einsparung bringt ein Balkonkraftwerk?
Öko-Test: Balkonkraftwerk: Wann lohnt sich ein Batteriespeicher?
Verbraucherzentrale NRW: FAQ zu Steckersolar-Geräten: Das sind die häufigsten Fragen
Verbraucherzentrale NRW: Gesetze und Normen für Steckersolar: Was gilt, was gilt (noch) nicht?

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