Was Einbruch-Statistiken über Einbrecher verraten Einbruch-Statistik: die gefährlichsten Regionen und Klischees

Sie spähen die Nachbarschaft aus, schleichen um Häuser und beobachten die Gewohnheiten von Hausbewohnern – Einbrecher sind teils Spontantäter aus dem Drogenmilieu, teils Mitglieder gut organisierter Banden, die planvoll vorgehen. Einbruchstatistiken verraten viel über ihre Gewohnheiten und bevorzugten Beuteregionen. Wer weiß, wie die Verbrecher ticken und wann und wo sie bevorzugt zuschlagen, kann den Schutz des Zuhauses bereits mit wenig Aufwand erhöhen.

Einbrecher nutzen meistens mechanische Werkzeuge, um in Häuser und Wohnungen einzudringen

Einbruchsstatistik - Wie oft brechen Diebe in Wohnungen und Häuser ein?

Nach jahrelangem Anstieg der Wohnungseinbrüche mit einem Höchststand von rund 167.000 erfassten Fällen in 2015 sind die Einbruchszahlen in den letzten drei Jahren etwas gesunken auf nun 97.504 Fälle im Jahr 2018. Dies ist vermutlich auf immer wirksameren Einbruchschutz zurückzuführen, mit dem sich Menschen schützen, aber auch auf Ermittlungserfolge der Polizei.

Dennoch – jeder Einbruch oder Einbruchsversuch hinterlässt bei den unmittelbar Betroffenen, aber auch bei Freunden und Angehörigen des Opfers dramatische seelische Spuren. Denn egal, wie hoch der materielle Verlust oder Schäden an Fenster oder Türen im Einzelfall ausfallen, geht mit einem solchen Ereignis immer der Verlust des persönlichen Sicherheitsgefühls in den eigenen vier Wänden einher. Manche Einbruchsopfer berichten auch Jahre nach dem Ereignis von Schlaflosigkeit, Unsicherheit bis hin zu Depressionen. Ein großer Teil der Betroffenen möchte sogar umziehen, um an anderer Stelle wieder neu anfangen zu können. Wenn man gerade – wie viele – neu gebaut und sich hierfür hoch verschuldet hat, lässt sich ein solcher Neuanfang natürlich umso schwerer realisieren.

Aus all diesen Gründen sollte man rechtzeitig vorsorgen und sich gegen Einbrecher durch geeignete technische Maßnahmen absichern. Dies ist dank eines staatlichen Förderprogramms und Finanzierungsmöglichkeiten, wie sie etwa ABUS seinen privaten Kunden anbietet, für jedermann erschwinglich. Weitere Informationen hierzu können Sie unter folgender E-Mail-Adresse anfordern: info.financial-services@abus-sc.com.

Unser Experten-Rat: Rechtzeitig an Einbruchschutz-Maßnahmen zu denken, kann jahrelanges Leid, Opfer eines Einbruchs geworden zu sein, effektiv verhindern und bietet das gute Gefühl der Sicherheit. In vielen Fällen stehen hier sogar staatliche Fördermaßnahmen zur Verfügung, die wir in unserem Artikel „Förderung und Zuschuss für Einbruchschutz erhalten – so geht’s“ beschreiben.

Einbruchsstatistik - Welche Einstiegspunkte nutzen Einbrecher am häufigsten?

Einbrecher wählen den Einstiegspunkt ins Eigenheim nicht willkürlich aus. „Hauptangriffspunkte sind laut GDV vor allem Fenster und Türen. Das Problem: Fenster und Türen verfügen meistens über keinen speziellen Einbruchschutz. Ein Einbrecher überwindet diese Einstiegshindernisse dann oft auch in wenigen Sekunden.

Laut Erkentnissen der Polizei unterschiedliche Einstiegspunkte bei Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern, um sich widerrechtlichen Zugang zu verschaffen.

  • Einfamilienhäuser: Einbruch meist über Fenstertüren wie sie an Balkonen zu finden sind oder über Fenster
  • Mehrfamilienhäuser: Einbruch meist über Wohnungstüren, aber auch leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren, wie z. B. Balkontüren.

Unser Experten-Rat – so sichern Sie Fenster und Türen: In unseren Artikeln „Sie kommen durchs Fenster: So machen Sie Ihre Fenster sicher“ und „Türsicherheit verbessern: Da kommt kein Einbrecher durch“ geben wir ausführliche Tipps, mit welchen Methoden und Produkten das Eigenheim zum sicheren Zuhause wird.

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Einbruchsstatistik - Worauf haben es Einbrecher abgesehen? –  Die Top 6 Diebesgüter

Hand aufs Herz: Befinden sich Ihre Wertsachen zuhause in einem sicheren Safe oder einem für Einbrecher schwer auffindbaren Versteck? Oder liegen diese neben dem Computer, in einer Schreibtischschublade? Tüchtige Einbrecher haben Routine im Auffinden von Wertsachen und oftmals liegt das Gesuchte sogar griffbereit in der Wohnung. Ist der Zugang zur Wohnung einmal geschafft, und sind die Innenräume zum Beispiel nicht mit einer Überwachungskamera oder Bewegungsmeldern ausgestattet, haben Diebe leichtes Spiel.

Dinge lassen sich notfalls ersetzen - der persönliche Wert nicht

Die Top 6 Diebesgüter laut der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Jahr 2015:

  1. Schmuck/Uhren (57,5 Prozent)
  2. Bargeld (48,6 Prozent)
  3. Elektronische Kleingeräte (z. B. Handy) (31 Prozent)
  4. PC/Laptop/EDV-Zubehör (28,9 Prozent)
  5. Fernseher / Musikanlage /Spielekonsolen (16,7 Prozent)
  6. Ausweispapiere / EC-Karten / Kreditkarten (11,7 Prozent)

Die Zahl der Schadenssummen deckt sich mit der abnehmenden Zahl der Einbruchsdelikte. Betrug die Schadenssumme laut dem GDV im Jahr noch rund 490 Millionen Euro, verringerte sich diese bis 2018  auf rund 360 Millionen Euro (- 26,5 Prozent).

Unser Experten-Rat - so sichern Sie Hab und Gut vor Einbrechern: Schon mit relativ geringem Aufwand lassen sich Wertgegenstände vor ungewolltem Zugriff durch Verbrecher schützen. Dies kann z. B. durch eine Überwachungskamera, Alarmanlage oder ein intelligentes Sicherheitstürschloss wie dem ABUS wAppLoxx Zutrittskontrollsystem geschehen.

Einbruchsstatistik - Wer sind die Täter?

Laut Bundeskriminalamt dominieren bei den ermittelten Tatverdächtigen vor allem örtlich-regionale Täter, die oft polizeibekannt sind und allein handeln. Bei rund 14,2 Prozent der Täter handelt es sich um Drogenkonsumenten.

Unser Rat zur Täter-Erkennung: Achten Sie auf Ihnen unbekannte Personen, die sich häufiger in der Nähe Ihrer Wohnung oder Ihres Anwesens aufhalten. Halten Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn und tauschen Sie Informationen über auffällige Beobachtungen aus. Mehr zur Identifizierung Verdächtiger finden Sie in unserem Experten-Artikel „Einbrecher: An diesen Merkmalen erkennt man verdächtige Personen“.

Einbruchsstatistik - Wo wird am meisten eingebrochen?

Laut dem Bundeskriminalamt sind vor allem Metropolen und städtische Regionen sowie Gegenden entlang von Fernstraßen die bevorzugten „Arbeitsgebiete“ von Einbrechern. Präferenzen scheinen Einbrecher auch in Bezug auf Bundesländer zu haben, so führt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen die Liste der Bundesländer mit 29.904 Wohnungseinbrüchen an.

Die Top-Ten der Bundesländer mit den meisten Wohnungseinbrüchen laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2018:

BundeslandAnzahl Wohnungseinbrüche
NRW29.904
Niedersachsen11.202
Berlin7.574
Hessen7.502
Baden-Württemberg7.126
Bayern5.239
Schleswig-Holstein4.891
Hamburg4.601
Rheinland-Pfalz4.098
Sachsen4.001
Sachsen-Anhalt2.821
Brandenburg2.593
Bremen1.899
Saarland1.716
Thüringen1.236
Mecklenburg-Vorpommern1.101

Einbruchsstatistik - Wann finden Einbrüche meistens statt?

Zwischen 16 und 18 Uhr finden in Deutschland die meisten Einbrüche statt

Die meisten Einbrüche finden tagsdüber statt, denn das Risiko für die Täter, entdeckt zu werden, am geringsten. Jahreszeitlich betrachtet, spricht das Bundeskriminalamt von einer deutlich höheren Einbruchs-Fallzahl im Winterhalbjahr. Basierend auf Analysen des GDV gibt es auch bezogen auf die Uhrzeit auf den ersten Blick Überraschungen, was Einbrüche betrifft. So brechen die ungebetenen Besucher nicht etwas nachts ein, wie viele denken, sondern bevorzugen die Zeitspanne zwischen 16 und 18 Uhr, gefolgt von 12 bis 14 Uhr und 10 bis 12 Uhr . Das zeigt: Die Einbrecher nutzen vor allem Zeitfenster, bei denen die Bewohner arbeiten, beim Einkaufen oder der Arbeit sind.

Unser Experten-Rat zur Einbruchsvermeidung während Urlaubs- oder Abwesenheitszeiten: Führen Sie während der Urlaubszeit oder zu kritischen Tageszeiten eine Anwesenheitssimulation durch. Setzen Sie z. B. eine per Smartphone-App steuerbare WLAN-Steckdose ein, um zu oben genannten Zeiten ein Küchenradio einzuschalten.

Einbruchsstatistik – Wie schützen sich die Deutschen vor Einbrechern?

Betrachtet man die Schutzversuche, welche die Deutschen zur Sicherung ihres Eigenheims oder ihrer Wohnung unternehmen, wird schnell klar, dass die Möglichkeiten noch nicht gänzlich ausgeschöpft sind. So schützen sich zum Beispiel laut einer Umfrage des GDV über 56 Prozent durch Rollläden vor den Fenstern. Tatsächlich könnte dies für Einbrecher aber zum Beispiel das Signal sein, dass das Haus unbewohnt ist, vor allem wenn die Bewohner die Rollläden während des Urlaubs herunterlassen. Auch lassen sich heruntergelassene Rollläden durch geübte Täter sehr einfach überwinden.

Alarmanlagen bieten großen Schutz, werden aber lediglich von 5 Prozent genutzt

Etwas besser ist hingegen der Einsatz von Bewegungsmeldern in Kombination mit Außenbeleuchtung. Immerhin 46 Prozent der Befragten greifen auf diese Schutzmaßnahme zurück. Erst danach kommen Sicherheitsvorkehrungen wie abschließbare Fenstergriffe (23 Prozent), zusätzliche Sicherung der Balkon-/Terassentür (18 Prozent) oder ein zweites Türschloss/Querriegelschloss (17 Prozent). Verwunderlich: Die oft in TV-Krimis gezeigte Kette an der Eingangstür nutzen nur 14 Prozent der befragten Personen. Das Thema Alarmanlage/Smarthome-System bekam von den Befragten am wenigsten Zuspruch, lediglich 5 Prozent setzen auf einen smarten Schutz vor Einbrecher, ein Prozentpunkt weniger als Gitter vor den Fenstern (6 Prozent).

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Unser Experten-Rat zum Einbruchschutz: Sowohl mechanische als auch elektronische Sicherheitstechnik ist mittlerweile erschwinglich. In unserem Artikel „Förderung und Zuschuss für Einbruchschutz erhalten – so geht’s“ haben wir die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Einbruchsstatistik – Was uns die Einbruchstatistiken lehren

Fasst man die Erkenntnisse der Einbruchsstatistiken der vergangenen Jahre zusammen, wird schnell klar: Einbrecher planen spontan oder überlegt und wollen auf jeden Fall ungestört vorgehen. Dies belegen die Tageszeiten, an denen die meisten Einbrüche stattfinden. Bereits ein geringer Schutz kann dabei helfen, Einbrecher abzuschrecken, seien es verstärkte Türriegel, die Anwesenheitssimulation durch eine WLAN-Steckdose oder die Installation einer Überwachungskamera.

Wer einen professionellen Einbruchschutz ins Auge fasst, sollte zu einer sicheren Alarmanlagensystem greifen. Welche Widerstandsklassen und Normen für Einbruchschutz-Komponenten gelten, erklären wir in unserem ausführlichen Artikel zu den heutigen Standards in der Sicherheitstechnik.

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Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.

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