Wie viel Strom verbrauchen die Geräte wirklich? Stromverbrauch messen & Kosten berechnen - so geht's

Stromkosten sorgen in vielen Haushalten vermehrt für Sorgen und der Verbrauch einzelner Geräte in der Wohnung rückt verstärkt in den Vordergrund. Während man früher nur den gesamten Energieverbrauch am Zähler nachverfolgen konnte, gibt es nun deutlich bessere Möglichkeiten, einzuschätzen, wie viel Energie die jeweiligen Geräte verbrauchen. Wir zeigen, wie sich der Stromverbrauch effektiv messen lässt und was zur Berechnung der Kosten nötig ist.

Bei steigenden Strompreisen wird es wichtiger, Stromfresser zu erkennen und auszutauschen

Stromverbrauch messen & Kosten berechnen – das Wichtigste in Kürze

  • Strom messen: Bis auf den Herd lässt sich mit Stromzähler Steckdosen inzwischen bei fast jedem Gerät im Haushalt der Verbrauch messen. Bei Herden ist dies aufgrund des Starkstromanschlusses nicht möglich.
  • Wattleistung: Die Wattleistung wird häufig in kWh angegeben, woraus sich in Kombination mit der betriebenen Zeit des Geräts der Gesamtverbrauch ermitteln lässt.
  • Ineffiziente Geräte austauschen: Der Vergleich des Stromverbrauchs eines alten ineffizienten Haushaltsgerätes und eines neuen Modells kann in Kombination mit dem Anschaffungspreis des neuen Geräts Aufschluss darüber geben, ob sich das Austauschen lohnt.

Stromverbrauch messen – Mit smarter Steckdose Verbrauch ermitteln

Smarte Steckdosen mit Energieverbrauchskontrolle sind die einfachste Option zum Messen des Stromverbrauchs. Die smarte Steckdose wird zwischen dem Gerät und dem Stromkreis platziert und bietet die herkömmlichen Funktionen wie das aus- und anschalten via App oder mithilfe von Sprachassistenten wie Alexa oder Google. Manche Modelle sind aber auch in der Lage, den verbrauchten Strom des angeschlossenen Geräts zu ermitteln.

Die aufgezeichneten Daten lassen sich dann übersichtlich in der jeweiligen Hersteller-App anzeigen. Dabei lässt sich in der Regel der Tagesverbrauch, der Verbrauch im Monat und der Verbrauch im Jahr vergleichen. Hier muss also nicht viel rumgerechnet werden, um den jährlichen Verbrauch zu ermitteln.

Unser Tipp: Die TP-Link Tapo P110 Smart Steckdose mit Energieverbrauchskontrolle stellt eine gute und preiswerte Option zum Stromverbrauch messen dar. Die WLAN-Steckdose ist kompatibel mit Alexa und Google Assistant und es ist kein Hub für die Steuerung notwendig. Außerdem ist das Modell besonders kompakt, sodass anliegende Steckdosenplätze nicht verdeckt werden.

TP-Link Tapo P110
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Stromverbrauch messen – Energiekostenmesser ohne smarte Funktionen

Alternativ kann der Stromverbrauch auch mit normalen Energiekostenmessern für die Steckdose erfasst werden. Diese haben den Vorteil, dass die Einrichtung weniger kompliziert ist, da es sich um eine einfache Plug&Play Option handelt.

Die gemessenen Daten werden dann direkt auf einem Display an dem Energiekostenmesser angezeigt und viele Modelle bieten auch die Option, den Strompreis einzugeben, sodass auf dem Display auch der Verbrauch in Euro angezeigt werden kann.

Der Nachteil bei diesen Modellen ist jedoch, dass die Geräte aufgrund des integrierten Displays sowie den Steuerungsknöpfen größer sind und eventuell anliegende Steckdosen verdecken. Außerdem müssen die Steckdosen dann immer sichtbar sein, um die Werte abzulesen, was zum Beispiel bei einer Waschmaschine oder Spülmaschine häufig nicht der Fall ist.

Unser Tipp: Mit dem revolt Energiekostenmesser finden Interessenten ein Gerät mit großem LCD-Display zum einfachen Ablesen der Messdaten und intuitiver zwei-Tasten-Bedienung. Das Strommessgerät ist belastbar bis 3.680 Watt und es ist möglich, die Stromkosten einzugeben, sodass das Gerät direkt den Verbrauch in Euro angeben kann. Das Modell stellt eine gute Alternative zu den Strommessgeräten von Stiftung Warentest dar, da sich hier direkt der Strompreis einstellen lässt und das Modell besonders günstig zu finden ist.

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Kosten berechnen – So lassen sich die Stromkosten für ein Jahr ermitteln

Wenn sich die Stromkosten bei dem Energiekostenmesser oder der smarten Steckdose mit Energieverbrauchskostenmessung nicht für die automatische Ermittlung des Verbrauchs in Euro eingeben lassen, kann dieser problemlos selbst berechnet werden.

Die Messgeräte geben den Stromverbrauch in der Regel in Kilowattstunde (kWh) an. Es gilt hier also lediglich den gemessenen Verbrauch mit dem Preis des Stromanbieters je kWh zu multiplizieren. Im Durchschnitt liegt der Preis für eine Kilowattstunde derzeit bei 37,9 Cent. (Stand: 01/2023)

Für eine Beispielrechnung gehen wir von einem Fernseher mit 97 Watt Normalverbrauch aus. Läuft der Fernseher 4 Stunden am Tag, ergibt sich daraus eine Jahresnutzung von 1.456 Stunden. Der Jahreswert kann dann mit dem Stromverbrauch multipliziert werden, um den Jahresverbrauch zu ermitteln: 1.456 Stunden x 97 Watt = 141.232 Watt bzw. ≈ 141 kWh. Diese Rechnung ist nur notwendig, wenn kein Gerät zur Energiemessung genutzt wird und man den Verbrauch ungefähr überschlagen möchte.

Anschließend muss nur noch die kWh Leistung im Jahr mit dem aktuellen Strompreis je Kilowattstunde multipliziert werden: 141 kWh x 37,9 Cent: 5343,9 Cent = 53,44 Euro.

Wer ein Strommessgerät nutzt, erhält direkt den kWh Wert pro Jahr und kann diesen dann wie in der oben genannten Rechnung einfach mit dem Cent-Preis je kWh multiplizieren. Dadurch werden deutlich genauere Ergebnisse erzielt, da der jährliche Verbrauch nicht nur geschätzt wird.

Energielabels – Das sind die Änderungen

Das Energielabel der Europäischen Union (Energieverbrauchskennzeichnung) soll Kunden direkt Aufschluss darüber geben, wie viel Strom ein Gerät verbraucht. Hier gilt jedoch zu beachten, dass der angegebene Wert nur mit Vorsicht zu genießen ist, da die Messungen in der Regel so aufgebaut sind, dass der Stromverbrauch möglichst klein gerechnet werden kann. Beispielsweise wird bei einer Waschmaschine oder Spülmaschine nur mit dem Öko-Waschgang gemessen, der in der Realität von den meisten gar nicht verwendet wird. Vor allem bei Spülmaschinen kann der Öko-Waschgang nicht konstant genutzt werden, da sich sonst aufgrund der niedrigeren Wassertemperatur Fette in den Rohren absetzen, was zu Geruch nach faulen Eiern führt.

Außerdem wurde die Skala 2021 angepasst, sodass es kein A+++ mehr gibt, sondern die Skala nur noch von D bis A geht. Zur Einführung der neuen Skala gab es keine Produkte, die mit A bewertet werden konnten, damit die Hersteller einen Ansporn zur Produktion energieeffizienterer Geräte haben.

Wie rechnet man Stromkosten?

Für die Errechnung des allgemeinen Stromverbrauchs im Haushalt hat der Bund der Energieverbraucher folgende Formel aufgestellt:

Stromverbrauch = (Personenzahl x 200 kWh) + (Wohnfläche in m² x 9 kWh) + (Anzahl der Geräte im Haushalt x 200 kWh) Stromkosten in Euro = Verbrauch x Strompreis

Wie viel kostet 1 kWh Strom 2023?

Im Durchschnitt liegt der Preis für 1 kWh Strom aktuell bei 37,9 Cent. Für 2023 gilt eine Strompreisbremse für 40 Cent pro kWh.

Die Strompreise sind insbesondere aufgrund des Krieges in der Ukraine auf ein neues Hoch geschossen. Diese hohen Preise werden voraussichtlich auch noch 2023 bestehen bleiben.

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Philip Macdonald

Philip Macdonald geht den Dingen gerne auf den Grund und erklärt neue Technik verständlich und alltagsnah. Seine Leidenschaft gilt innovativen Start-up-Projekten, E-Autos, Computern und allem, was das Technikherz noch hochschlagen lässt. Neben der Arbeit studiert er noch Media, Ethics & Social Change im Master an der University of Sussex.

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