Wie werden Begrenzungskabel für Mähroboter verlegt? Mähroboter Begrenzungskabel verlegen - so geht's

Um die regelmäßig anstehende Rasenpflege zu erleichtern, ist ein Mähroboter eine gute Option. Doch mit seiner Anschaffung ist es nicht getan. Denn klassische Mähroboter benötigen einen Begrenzungsdraht zur Orientierung, der sorgfältig verlegt werden muss. Wir erklären, wie dies funktioniert.

Das Begrenzungskabel muss maßgenau an den Garten angepasst werden

Sind alle Begrenzungskabel für Mähroboter gleich?

Nein, zu unterscheiden sind Begrenzungs- und Führungs- bzw. Leitkabel, die unterschiedliche Funktionen erfüllen, wie folgendes Video zeigt: 

Begrenzungskabel Funktion im Überblick

Im Gegensatz zu einem Saugroboter, der höchstens eine Macke in den Wohnzimmerschrank fährt, lauern im Garten viele Gefahren für einen Mähroboter: Z. B. große Baumwurzeln oder Steine, die das Messer beschädigen, Beete in denen der Roboter stecken bleiben und auch Teiche oder Pools, in die er hineinfallen könnte. Genau deshalb ist es bei herkömmlichen Mährobotern unverzichtbar sogenannte Begrenzungskabel zu verlegen. Denn sie zeigen dem Mähroboter genau, wo sein Arbeitsbereich beginnt und wo er endet.

Führungskabel Funktion im Überblick

Eine weitere Schwierigkeit tritt vor allem bei mittelgroßen bis großen Gärten auf. Denn der Akku eines Mähroboters hält durchschnittlich meist höchstens 60 Minuten durch - danach muss er sich zurück in seine Ladestation begeben.

Um den Weg dorthin zu finden, legt man sogenannte Suchkabel, auch Führungskabel genannt. Außer für den Weg zur Ladestation soll dieses Kabel den Roboter auch dazu bringen, in entlegene Stellen des Gartens zu fahren, was vor allem bei größeren Gärten wichtig ist. Auch enge Wege kann der Roboter so durch eine gezielte Führung meistern.

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Planung der Mähroboter Kabelwege - so funktioniert es

Zunächst ist es wichtig, sich einen genauen Überblick über alle zu mähenden Rasenflächen und damit verbundene Hindernisse zu verschaffen. Dazu fertigt man sich optimalerweise eine grobe Skizze des Gartens und der enthaltenen Elemente an. Stellen, die schmaler als 2 Meter in der Breite sind, sollten besonders markiert werden. Am besten laufen Gartenbesitzer ihren Rasen dazu Meter für Meter ab, denn dabei fallen Details wie steile Flächen definitiv auf. 

Hier ist einer unserer home&smart Mähroboter Test-Gärten zu sehen

Wer sich eine detailgetreue Skizze macht, der kann auch direkt die benötigte Kabellänge mit einplanen. Kabel für Mähroboter gibt es in Längen von 50 bis 500 Metern. 

Tipp: Wer auch mit dem längsten Kabel nicht auskommt, kann diese mithilfe von speziellen Verbindern  einfach verlängern. Oft ist sogar die Kombination von Kabeln unterschiedlicher Hersteller möglich.

Was sind Mähroboter Fernstartpunkte?

In der Planungsphase sollten die Stellen für sogenannte Fernstartpunkte bereits mit bedacht werden. An diesen Stellen, treffen sich Begrenzungs- und Führungskabel und müssen miteinander verbunden werden. Diese Punkte dienen insbesondere bei größeren und komplexeren Gärten dazu, dass der Mähroboter auch entferntere Bereiche im Garten ebenso regelmäßig befährt. Dazu fährt er zu einem Fernstartpunkt und beginnt dort erst mit dem Mähen des Rasens. 

Plant man also an einer Stelle einen Fernstartpunkt, muss hier mit dem Begrenzungskabel eine Schlaufe gezogen werden, damit später ausreichend Kabel zur Verfügung steht, das sich mit dem Suchkabel verbinden lässt. Wer allerdings nur einen kleinen Vorgarten zu pflegen hat, kann getrost auf Fernstartpunkte verzichten. 

Anleitung: Mähroboter Begrenzungskabel Verlegung planen

Zuerst muss in der eigenen Garten-Skizze die äußere Begrenzungslinie eingezeichnet werden. Das Kabel beginnt an einer Seite der Ladestation, wo es auch am Ende auf der anderen Seite wieder ankommen soll. 

Wichtig: Das Kabel muss an einem Stück verlegt werden, das heißt dass Hindernisse, die sich mitten auf der Fläche befinden, ebenfalls mit dem Begrenzungskabel abgegrenzt werden müssen. 

Dazu wird das Kabel zum Hindernis geführt, dann drum herum und anschließend exakt neben dem Kabel wieder zurück. Dadurch, dass das Kabel nun auf dem Rasen direkt nebeneinanderliegt, heben sich die Signale hier auf. So erkennt der Roboter es nicht als Begrenzung und fährt einfach darüber hinweg. 

Ebenfalls wichtig: Beim Planen sollte auch dringend darauf geachtet werden, dass sich das Kabel niemals kreuzen darf. 

Zuletzt sollte unbedingt eine Stelle eingeplant werden, an der das Begrenzungs- auf das Suchkabel trifft. Dazu legt man mit dem Begrenzungskabel an der Stelle eine Schlaufe und fährt mit dem gewohnten Verlegen des Kabels entlang des Gartens fort.

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Planung des Mähroboter Suchkabels

Die Planung des Führungskabels ist etwas unkomplizierter. Sinn und Zweck ist es, dem Roboter zum einen den Weg zur Ladestation zu zeigen und zum anderen, ihn auf entlegene Rasenflächen zu führen. Denn viele klassische Mähroboter arbeiten beim Abfahren ihrer Mäh-Wege nach dem Zufallsprinzip. Deshalb ist es wichtig, auch entfernte Stellen im Garten mit dem Suchkabel zu markieren. 

Außerdem ist es zu empfehlen, das Suchkabel bei steilen Flächen quer darüber zu verlegen. Das Suchkabel endet an der entlegensten Stelle des Gartens, wo es mit dem Begrenzungskabel mithilfe eines speziellen Verbinders zusammengelegt wird.

Die richtigen Abstände einhalten - so geht's

Beim Verlegen sowohl des Begrenzungs- als auch Führungskabels ist auf die Einhaltung bestimmter Abstände zu achten. Diese sind unterschiedlich, je nachdem entlang welches Objektes der Mähroboter fahren soll. So ist der Abstand zu einem Beet beispielsweise geringer als der zu einer Steinmauer. 

Die Abstände können außerdem je nach Hersteller und Modell variieren. Als grundsätzliche Orientierungswerte können jedoch folgende Abstände dienen:

  • Mauern und hohe Steine: Hier muss in der Regel der größte Abstand eingehalten werden, um die Gefahr zu vermeiden, dass die Messer bei Aufprall auf den Stein beschädigt werden. Die übrig gebliebenen Gräser müssen leider von Hand geschnitten oder stehen gelassen werden. Der Abstand beträgt hier je nach Marke z. B. 35 Zentimeter.
  • Beete, Hecken und Kieswege: Sofern das Beet oder der Kiesweg ebenerdig oder tiefer zur Mähfläche liegt, kann man hier einen geringeren Abstand von z.B. 10 Zentimeter einplanen.
  • Wege und Platten: Hier reicht eine geringe Entfernung von z.B. 10 Zentimeter, vorausgesetzt dass der Weg ebenerdig oder tiefer zur Rasenfläche liegt. Wenn der Weg komplett in der Rasenfläche liegt, können Gartenbesitzer hier sogar auf das Verlegen eines Kabels verzichten, weil der Roboter einfacher drüberfahren kann.
  • Teich: Hier sollte das Begrenzungskabel auch einem Abstand von etwa 40 Zentimeter, einhalten. 
  • Ecken: Es ist zu empfehlen, dass das Begrenzungskabel bei Ecken in einer Rundung verlegt wird. Dadurch muss der Roboter nicht an einer spitzen Ecke aufwändig wenden, sondern fährt in einer einfachen Rundung die Stelle ohne Wendemanöver ab.
  • Steigungen: An steileren Flächen sollte das Führungskabel diagonal darüber verlegt werden. 
Nicht jedes Roboter-Modell meistert Steigungen gleichermaßen gut

Ausgrenzung von Hindernissen

Vorab sei gesagt, dass nicht zwangsweise jedes Hindernis unbedingt mit dem Begrenzungskabel abgegrenzt werden muss. Bei Hindernissen wie einem Baumstamm, wendet der Mähroboter auch von alleine, sobald er dagegen gefahren ist. An Stellen, die leicht beschädigt werden können oder dort wo Gefahren für den Mähroboter lauern, sollten Gartenbesitzer jedoch lieber eine Begrenzung zu viel als zu wenig verlegen. 

Um z. B. einen mitten auf der Rasenfläche liegenden Baum auszugrenzen, wird das Begrenzungskabel auf der Höhe des Baums zum Baum hin- und dann drum herumgeführt. Auf gleichem Wege wie es gekommen ist, wird es auch wieder zurückgeführt. Dabei darf sich das Kabel nicht mit sich selbst kreuzen. Es sollte jedoch so nah wie möglich an sich selbst anliegen, weil sich nur so das Signal aufhebt. Ansonsten würde der Roboter nicht darüber hinweg fahren, weil er es für eine Begrenzung hält.

Das Begrenzungskabel schützt empfindliche Untergründe und Blumen vor den Schneidklingen

Kabel oberirdisch oder unterirdisch verlegen?

Liegt das Kabel oberirdisch und ist nicht ordnungsgemäß verlegt, besteht nicht nur Stolpergefahr, sondern der Roboter könnte auch beim Drüberfahren das Kabel beschädigen. Wer jedoch zum ersten Mal Kabel für einen Mähroboter verlegt, sollte definitiv das Kabel zunächst oberirdisch verlegt. Denn ist es erst einmal unter der Erde, so ist ein Umlegen des Kabels nur mit unnötig hohem Aufwand möglich. Spätere Anpassungen sind sehr wahrscheinlich, wenn man noch nicht viel Erfahrung mit dem Thema hat. Das Kabel wird ohnehin so tief wie nur möglich mit speziellen Haken in den Boden gelegt. Bei unebenen Stellen ist es besser, lieber einen Haken mehr zu verwenden.

Gut zu wissen: Generell kann ein Begrenzungs- und Suchkabel bis zu 20 Zentimeter unter dem Boden liegen.

Kabelverlege-Maschinen für Mähroboter Kabel

Um die Arbeit einer unterirdischen Kabelverlegung zu erleichtern, gibt es spezielle Maschinen, die das Begrenzungskabel verlegen können. Diese lassen sich von Fachbetrieben mieten. 

Profis nutzen zur Kabelverlegung solche Spezialmaschinen

Gibt es eine Alternative zu Mährobotern mit Begrenzungskabel?

Nutzer, die auf das mühsame Verlegen eines Begrenzungsdrahtes zur Orientierung des Roboters verzichten möchten, können alternativ zu Mährobotern ohne Begrenzungskabel greifen. Diese sind auch ohne die Abgrenzung direkt einsatzbereit.

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Alle, die mehr über autonome Rasenroboter erfahren möchten, werden z. B. in folgenden Ratgebern unserer Experten fündig:

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Mariella Wendel ist Redakteurin und SEO-Expertin bei der homeandsmart GmbH. Ihre Expertise umfasst u.a. Mähroboter, Balkonkraftwerke, Smartwatches und Sprachassistenten wie Alexa. Außerdem ist sie als Fotografin aktiv und hat bereits mehrere Fach-Bücher veröffentlicht. 

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