Location-Tracker im Vergleich Das will der GPS-Tracker Ping besser machen

Unsere Redaktion hat bereits viele Tracker vorgestellt, mit denen kostbare Gegenstände, Kinder oder Parkplätze wiedergefunden werden können. Obwohl mit den Trackern ein wirklich großes Problem gelöst wird, kommen sie bisher selten zum Einsatz. Ping will das ändern, indem es alle Schwächen und Nachteile seiner Konkurrenten ausmerzt. Auf dem Datenblatt punktet Ping mit Reichweite, Akkulaufzeit und Notfalltaste. Macht Ping alles besser als die anderen?

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Bluetooth-Tracker? GPS-Tracker? Beides!

Der Tracker-Markt spaltet sich in drei Lager: Bluetooth-, GPS und Satelliten-Locator. Während Bluetoothtracker nur Gegenstände aufspüren, die sich in unmittelbarer Nähe befinden (10 bis 20 Metern, nur selten bis 100) und man sich wie mit einer Wünschelrute durch die Wohnung bewegt, sind GPS-Tracker häufig mit monatlichen Gebühren verbunden und geben nicht selten bereits nach drei Tagen den Geist auf. Ein Satellitentracker sendet seine Positionsdaten über eine Satellitenverbindung und nicht über das GSM-Netz. Die Positionsbestimmung erfolgt ebenfalls via GPS.

Die Lösung von Ping ist einfach wie genial: er ist Bluetooth- und GPS-Tracker gleichzeitig und vereint so das Gute aus beiden Welten.

Direkter Vergleich mit der Tracker-Konkurrenz

Kein Wunder, dass Ping den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheut. Auf Werbefotos legt das Start-up sein Produkt provokant neben die Konkurrenten um zu zeigen: wir sind kleiner, schöner und können trotzdem mehr. Man muss dem Gründerteam lassen, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht haben. Das sind die Features im Vergleich:

  • Ping ist nicht viel größer als eine 2 Euro-Münze. Andere Bluetooth-Tracker sind zwar ähnlich schlank, wie beispielsweise iTraq in Scheckkartenformat, haben aber keinen GPS-Sensor verbaut. Die GPS-Finder-Brüder von Ping sind im Vergleich eher klobig.
  • Durch GPS und Bluetooth findet Ping den Schlüssel hinter der Couch und den verschwundenen Koffer auf Reisen. In dieser Tracking-Kombination ist Ping derzeit einzigartig.
  • Eine weitere Option macht den Keeper Ping besonders attraktiv für Eltern. Drückt das Kind den Ping einmal, bekommen Vater oder Mutter eine Nachricht über den Standort. Beispielsweise um sie zu informieren, dass ihr Liebling gut bei der Freundin angekommen ist. Wird der Knopf zweimal kurz hintereinander gedrückt, wird das als SOS-Ruf interpretiert, so dass besser überprüft werden sollte, ob alles okay ist.
  • Die Hersteller geben an, dass Ping zwischen drei Wochen und drei Monaten achtgeben kann, bevor ihm der Saft ausgeht. Dann muss der Akku wieder geladen werden. In der zugehörigen App wird der Akkustand aller verwendeten Pings aufgelistet. Die meisten GPS-Tracker kommen gerade mal auf drei Tage. Ein Bluetoothtracker wie tile muss nach einem Jahr komplett ersetzt werden, da es keine Option zum Aufladen gibt. Allerdings übertreibt Ping beim Selbstvergleich gern. Nicht alle Bluetooth-Tracker wandern nach einem Jahr in den Müll. Es gibt sehr wohl Varianten, wie den Gigaset Keeper, die ein Jahr durchhalten und dann wieder aufgeladen werden können. In Sachen Akkulaufzeit übertrumpfen sie Ping also deutlich.

Die Angaben zur Akkulaufzeit sind erstaunlich und lassen auf Marketing Sprech deuten. Denn betrachten wir uns ein Testszenarium, bei dem eine Akkukapazität von 180 mAh angenommen wird, dann könnte der Tracker etwa eine Woche lang jeden Tag einen Standort senden.

Logisch: Der Akku eines GPS-Trackers hält länger, je weniger er genutzt wird

Das bedeutet, das Ping für eine Akkulaufzeit von mehreren Wochen in eine Art Tiefschlafmodus übergehen muss. Wir gehen somit davon aus, dass der Akku dafür ausreicht, einmal im Quartal seine Position zu senden, wenn diese angefordert wird.

Vor- und Nachteile von Ping GPS Locator

Unseren Berechnungen zufolge wird Ping also anderen GPS-Locatorn nicht Voraus sein, sondern bei normaler Nutzung ein paar Tage halten. Etwas unter den Tisch fällt auch, dass Pings GPS-Angebot nicht ohne eine monatliche Gebühr auskommt. Im ersten Jahr ist das Angebot kostenlos, dann zahlt man drei Dollar (2,80 €) im Jahr. Damit liegt Ping im unteren Durchschnitt, trotzdem sollte klar sein, dass Ping als GPS-Tracker keinen kostenlosen Service leistet. Ein GPS-Tracker kann seine Position kostenlos aufzeichnen. Wird diese abgefragt, fallen Kosten für die Übermittlung an. In dieser Hinsicht können die Bluetooth-Varianten punkten. GPS-Tracker sind außerdem teurer in der Erstanschaffung. Davon ist auch Ping mit ca. 90 Euro nicht ausgenommen, wobei dieser Earlybird-Preis nach der Indiegogo-Kampagne auch noch steigen könnte.

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Fazit

Natürlich kann Ping den „nur-Bluetooth-Trackern“ in Sachen Reichweite nichts vormachen. Wer sich aber für einen leistungsstarken Allround-Tracker interessiert, für den kann Ping spannend sein. Denn auch wenn Erfinder gerne übertreiben – Ping könnte die Gattung der Tracker endlich auch in Deutschland salonfähig machen.

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Ping GPS Locator - Technische Details

  • Größe: 32mm x 32mm x 10 mm
  • Batterie: 180 mAh Lithium
  • Material: PMMA Silikone und Elastomer
  • Betriebssysteme: iOS und Android
  • Wasserfest: 10 m

Preise und Verfügbarkeit von Ping 

Ping kostet im Early Bird Paket 99 Dollar (92 €). Enthalten sind im Indiegogo-Paket der Tracker selbst, ein Ladekabel, ein Befestigungsclip und ein Jahr kostenloser GPS-Service. Wer nicht in den USA wohnt, zahlt dennoch eine einmalige Installationsgebühr von 10 Dollar (9,30 €). Nach einem Jahr in Gebrauch, werden jedes Jahr 36 Dollar (33,40 €) für den GPS-Service fällig. Ping kann über indiegogo.com vorbestellt werden und wird voraussichtlich im Juli 2017 weltweit ausgeliefert.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?

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