Die bessere Alternative zur Playbar Playbase: Sonos beendet drei Jahre Tüftelei

User-Erfahrungen und eine interne Studie haben Sonos dazu veranlasst der Playbar einen Bruder zu schenken: Die Playbase. Sonos-Fans, die ihren Fernseher nicht an der Wand befestigen, finden in der Playbase eine klangliche Unterlage für Musik und Film. Zehn Speaker stecken in dem Multiroomlautsprecher, der als Sockel dient. Diese spezielle Konstruktion hat Sonos aber auch vor Herausforderungen gestellt.

Die Playbase fällt kaum ins Auge, sorgt aber für realistischen Klang.

Playbase: Funktionalität vs. Design

70 % der Fernseher-Besitzer hängen ihren Flatscreen nicht an die Wand. Das hat Sonos in einer Studie herausgefunden. Auch private Bilder von Sonos-Fans haben dem Soundexperten einen Denkanstoß gegeben. Kreative, aber oft unschöne Installationen der Playbar in Kombination mit Sockelfernsehern, veranlassten die Entwickler eine bessere Lösung für die Mehrheit der TV-Nutzer zu finden. Das Ergebnis ist die Playbase, die sich nun elegant im Wohnzimmer integriert und dabei nicht vom Fernsehbildschirm ablenkt. Drei Jahre hat es gedauert bis Sonos die perfekte Balance zwischen akustischer Erfahrung, WLAN-Performance und Design gefunden hat. Ein Kraftakt.

Das Multiroom System Bose SoundTouch
Unsere Empfehlung
Neues Sound-Erlebnis
Multiroom Systeme

Multiroom Lautsprecher beschallen jeden Raum Zuhause: Entweder individuell oder ganzheitlich. Ein Sound-Erlebnis der besonderen Art. Eine Vielzahl an Produkten ist bei Amazon erhältlich

Zu den Angeboten

Ein Multiroomspeaker für Musik und Fernsehen

Die ungewöhnliche Form mit hohen Leistungsansprüchen zu vereinbaren war nicht das einzige Problem, dass die Entwickler der Playbase lösen mussten. Der Anspruch an den neuen Multiroom-Lautsprecher war, dass er sowohl Musikwiedergabe als auch Fernsehdialoge gleichermaßen meistert. Giles Martin, Produzent, Grammy-Gewinner und „sound experience leader“ bei Sonos, erklärt, dass es sehr schwer gewesen sei, natürlichen und ausbalancierten Sound für beide Anwendungsfälle zu gewährleisten.

Playbase kommt im April 2017

Medienberichten zufolge wurde die Herausforderung nun endlich bewältigt: Satter Klang und ordentliche Kanaltrennung sind geglückt. Ab dem 4. April 2017 können sich auch Endverbraucher davon überzeugen. Dazu muss kein komplettes Sonos Multiroomsystem eingerichtet werden. Auch als Einzellautsprecher soll die Playbase gute Dienste für Fernsehvergnügen und Streaming-Playlists leisten.

Wieviel Kg hält die Playbar aus?

Obwohl die Playbase nur sechs Zentimeter hoch ist und durch glasverstärktes Polycabonat eher leichtfüßig wirkt, kann sie Fernseher bis zu 34 Kg tragen. Beispiel: Ein 65 Zoll Smart TV wiegt etwa 25-27 Kg.

Die Playbase dient dem Fernseher als Sockel

Playbase – Zahlen, Daten, Fakten

Die Playbase selbst bringt 8,6 Kg auf die Waage. 10 Lautsprecher sind in der liegenden Säule verbaut. Sechs Mitteltöner, drei Hochtöner und ein Woofer. Besonders im Detail verloren haben sich die Entwickler bei den 43.000 individuell-gebohrten Löcher, die zu den Seiten größer werden. Die Rückseite zeigt drei Ports: Ethernet, Optisches Audio und Strom. Ein besonderes Highlight soll der „S port“ im Inneren sein. Er transportiert den Luftstrom vom Woofer und verbessert gleichzeitig die Tieftonwiedergabe und kühlt das System. Wer das ausgeklügelte System haben möchte, muss dafür satte 799 Euro zahlen.

Die Playbase als Multiroom-Lautsprecher

Die Playbase ist ein vernetzter WLAN-Lautsprecher, der die Musik von allen gängigen Streamingdiensten überträgt. Besonders sinnvoll ist die Anschaffung des edlen Sockels, wenn bereits Sonos Multiroom Komponenten im Haushalt sind. Um beispielsweise ein Kinoerlebnis mit 5.1-Surround-Sound zu realisieren, sind ein SUB und zwei Play:1 als Rear-Speaker notwendig. Über WLAN lassen sie sich problemlos miteinander vernetzen.

 

Nachteile der Playbase. Hat Sonos alles richtig gemacht?

Da scheiden sich die Geister. Drei Jahre Entwicklung schlagen sich natürlich auf den Preis nieder. Aber auch auf die Aktualität der Hardware. Im Jahr der digitalen Assistenten fällt es schon ins Gewicht, dass die Playbase nicht mit einem Mikrophon ausgestattet ist, um Sprachbefehle an Google Assistant oder Amazon Alexa entgegenzunehmen. Smart Home Fans wird das eventuell enttäuschen. Auch Freunde von Kino-Feeling im eigenen Wohnzimmer könnten in die Röhre gucken. Die Playbase nutzt Dolby Digital statt DTS Multichannel Audio, so wie auch schon die Playbar zuvor. Der Unternehmenssprecher begründet dies damit, dass DTS für Streamingdienste keine Rolle spiele. Und das sei schließlich die Musik- und Videoquelle der Mehrheit ihrer Zielgruppe. Die Tatsache, dass der Lautsprecher nur über ein optisches Kabel mit dem TV verbunden werden kann, könnte die Zielgruppe weiter verringern. Ältere Geräte sind schließlich auf HDMI angewiesen.

Bald ist das Sonos Multiroomsystem auch mit Alexa steuerbar

Sonos wird Amazon Alexa integrieren

Obwohl das Mikrophon in der Playbase fehlt, soll das Sonos Multiroom System noch dieses Jahr die Sprachassistentin Amazon Alexa unterstützen. Dafür wird dann ein Drittgerät, beispielsweise ein Smartphone mit Reverb-App oder ein Amazon Echo nötig sein.

Trueplay sorgt für das Finetuning des WLAN-Lautsprechers

Vorab: Das Finetuning per Trueplay ist nur für iOS-Nutzer nutzbar. Android wird nicht unterstützt. Wer ein iPhone oder iPad besitzt, kann in der Sonos-App die Tuning Funktion Trueplay nutzen. Damit wird die Playbase optimal auf den Raum abgestimmt. Das iPhone oder iPad nimmt das Audiosignal des Lautsprechers auf während der Nutzer nach einem definierten Schema durch den Raum läuft. Trueplay analysiert das Audiosignal und passt die Frequenzen an.

Was ist kompatibel mit Sonos Mutiroom System?

Die verschiedenen Lautsprecher-Komponenten des Multiroomssystems und Informationen zu Kompatibilitäten sind auf unserem Sonos-Hauptartikel zu finden.

Fazit zur Sonos Playbase

Stimmig ist die neue Lösung für Sockel-Screens von Sonos allemal. Eine Soundbar - wie bisher üblich - vor oder hinter den Fernseher zu stellen ist in Ordnung, aber sicher nicht optimal. Sonos geht also in die richtige Richtung. Wer für die liebevollen technischen Details 800 Euro auf den Tisch legen kann, wird an der Playbase sicher Freude haben. Dass die Integration eines Mikros fehlt, trübt diesen Eindruck nur wenig. Schließlich sind Smart Home Lautsprecher wie der Echo Dot mittlerweile für einen Apfel und ein Ei zu haben.

Der  Amazon Echo Dot in der 2. Generation kostet bei Amazon gerade 60 Euro (Stand:10.03.17).

 

Preise und Verfügbarkeit der Sonos Playbase

Voraussichtlich wird der WLAN-Lautsprecher von Sonos ab dem 04.04.2017 in Deutschland erhältlich sein. Der UVP-Preis liegt bei 799 Euro.

Die Playbar ist ebenfalls mit einem UVP von 799 Euro an den Start gegangen, kostet bei Amazon derzeit nur noch 699 Euro (Stand: 10.03.17).

 

Sonos Playbase – Technische Details

  • Zehn verstärkte Lautsprechertreiber – sechs Mittel-, drei Hoch- und ein Tieftöner.
  • Zehn digitale Verstärker Klasse D
  • Optischer Eingang
  • Ethernet-Port
  • Separate Bass-, Höhen- und Lautstärkesteuerung
  • Touch-Steuerung & Kontrollleuchte
  • Selbstumstellende Universal-Stromversorgung 100-240 V, 50-60 Hz, Universaleingang
  • Systemvoraussetzungen: Fernseher mit optischem Audioausgang. Breitbandinternet. Sonos App.
  • Funk: WLAN 802.11b/g-Router im 2,4-GHz-Bereich
  • Maße: 58 x 720 x 380 mm
  • Gewicht: 8,6 kg

Lesetipps zum Thema

FireConnect vernetzt Pioneer- und Onkyo-HiFi zum Multiroom-System
Bose SoundTouch | Das Multiroom Musiksystem

Mehr News und Trends zum Smart Home.

Amazon Music Unlimited kostenlos testen - Music-Streaming-Dienst mit 40 Millionen Songs
Unsere Empfehlung
40 Millionen Songs in Top-Qualität
Musikstreaming kostenlos

Testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos Amazon Music Unlimited. Riesige Songauswahl in Top-Qualität (320 kbp/s). Jederzeit mit nur einem Klick kündbar.

Kostenlos testen
homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?

Produkte zu WLAN/Wi-Fi