Kickstarter-Kampagne qBiq: Das Schweizer Taschenmesser für das Internet der Dinge (IoT)

Die kanadische Firma Ubiqweus Inc. plant mit ihrem Sensor qBiq nichts Anderes als eine IoT-Revolution. Künftig soll jeder Gegenstand mit dem Internet verknüpft werden können. Deshalb wirbt qBiq aktuell auf Kickstarter um Finanzierung.

Qbig ist besonders handllich

qBiq ist ein kleiner Würfel, dessen Funktion sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Seine Entwickler tauften ihn das „Internet von allem“-Gerät. qBiqs Aufgabe ist es, alle Gegenstände im Umfeld zu vermessen, mit dem WLAN-Netz zu verbinden und über das Smartphone abrufbar zu machen. Er ist klein genug, um überall angebracht werden zu können. Außerdem verfügt er über einen internen, aufladbaren Akku.

IoT-Sensoren im Mini-Format

Für jede Aufgabe, die der qBiq übernehmen soll, steht eine eigene Version des IoT-Würfels bereit:

  • qBiq (temp): Misst Temperatur und lässt sich in Kühlschränken, Gefriertruhen, Weinkellern, auf der Terrasse oder in jedem Innenraum anwenden.
  • qBiq (move): Erkennt Bewegung und ist geeignet, um bewegliche Objekte zu überwachen. Beispielsweise Stühle, Fenster, Türen, Briefkasten, Spülmaschine, Schubladen, Garagentore, etc.
  • qBiq (feel): Zeichnet die Luftfeuchtigkeit auf. In Keller, Bad, Garage oder unter dem Waschbecken angebracht, hilft er, Wasserschäden vorzubeugen.
  • qBiq (glow): Bestimmt die Umgebungshelligkeit beispielsweise in Innenräumen, auf Balkon oder Terrasse. Kann auch dafür eingesetzt werden, um geöffnete Schubladen, Schranktüren und Briefkästen im Auge zu behalten.

In Zukunft soll die Auswahl der Sensoren und damit an Daten, die über qBiq gesammelt werden können, noch wachsen.

QBig App @ Ubiqweus

qBiq macht gesammelte Daten frei nutzbar

Für die Entwicklung des qBiqs haben sich die Entwickler klare Ziele gesteckt: Er sollte benutzerfreundlich, bezahlbar und schick sein, dazu noch vielseitig anwendbar – und vor allem keine zusätzlichen Abo-Kosten verursachen. Damit könnte er als eine Art Schweizer Taschenmesser des Internets der Dinge funktionieren und im Handumdrehen jedes Gerät, jedes Objekt und jeden Raum mit dem Internet zu verbinden. Wie es funktioniert? Kinderleicht!

Jeder qBiq ist mit WLAN ausgestattet und überwacht das mit ihm verknüpfte Objekt, um die gesammelten Daten in Echtzeit über das Internet an die qBiq-App auf Smartphone oder Tablet weiterzureichen. Er kann an jedem Gegenstand angebracht werden, egal ob Haushaltsgerät, Möbelstück oder Wohnraum. Ein einzigartiger QR-Code identifiziert jeden einzelnen der Würfel, über eine Internetadresse sind seine gesammelten Daten einzusehen – in Echtzeit oder historische Daten nach Minute, Stunde, Tag, Woche und Monat. Da sämtliche Daten, die der qBiq sammelt, unter Open Source-Lizenz stehen, kann jeder Entwickler sie nutzen, um neue Software und Apps zu kreieren, die diese Daten nutzen.

Technische Daten:

  • Maße: 2,54 cm x 2,54 cm x 2,54 cm
  • Gewicht: 22,8 g
  • Material: Aluminium und ABS
  • Verbindung: WLAN IEEE 802.11 b/g/n, USB 2.0
  • Prozessor: ARM 32 bit, 50 MHz
  • Akku: LiPo 3,7 V 500 mAh
Bauteile des qBig @ Ubiqweus

Jederzeit startklar

Zur Installation eines qBiqs reicht es aus, ihn auf das Objekt zu legen, das er überwachen soll. Mit der Kamera von Smartphone oder Tablet wird im nächsten Schritt der QR-Code eingelesen, der auf dem Würfel angebracht ist. Automatisch öffnet sich die individuelle Internetadresse des Sensors, über die sämtliche Daten, die er bereits gesammelt hat, in Echtzeit abrufbar sind.

Über die kostenlose qBiq-App lassen sich die gesammelten Daten sämtlicher Sensoren übersichtlich auswerten. Darüber hinaus können die Nutzer sich auch Benachrichtigungen bei bestimmten Ereignissen senden lassen. Diese sind frei konfigurierbar und können beispielsweise durch Bewegungen, oder der Überschreitung eines bestimmten Temperaturbereichs ausgelöst werden. Die Smartphone-App von qBiq soll ab Juni 2017 für iOS und Android zur Verfügung stehen.

Preise und Verfügbarkeit

In ihrem Produktvideo auf Kickstarter stellen die Entwickler des qBiqs klar, dass es sich bei dem innovativen Gerät um weit mehr als ein Konzept handelt: Der qBiq existiert bereits. Ein Jahr hat die Firma investiert, um das Design zu verfeinern und Prototypen auf Herz und Nieren zu testen. Das Produkt ist also bereit für den Marktstart. Finanzierung benötigt Ubiqweus Inc. für erforderliche Lizenzen. Insgesamt 100.000 kanadische Dollar müssen über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter zusammenkommen, um aus dem spannenden IoT-Projekt Realität werden zu lassen. Unterstützer der Kampagne sollen ihre qBiq-Würfel im zweiten Quartal 2017 erhalten. Mehr Informationen zum Sensor qBiq sind über die Kampagnen-Seite auf Kickstarter zu finden.

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Studium Germanistik und Multimedia, zahlreiche Film- und Schreibprojekte, freie Autorin im Bereich Medizin, Pflege und Erlebnispädagogik. Stellt sich immer neuen technischen Herausforderungen. Kreativ und handwerklich geschickt. Heute Redakteurin bei home&smart. Mit Leidenschaft an der Entwicklung neuer Formate beteiligt. Lässt sich von Bedienungsanleitungen nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende läuft alles rund.

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