Meshcrafts schafft mit SmartCharge intelligentere Ladestationen SmartCharge: Offener Marktplatz für Ladesäulen-Sharing

Nirgendwo sonst auf der Welt sind so viele E-Autos auf den Straßen unterwegs wie in Skandinavien. Grund genug für das norwegische Start-up Meshcrafts, einen digitalen Knotenpunkt für all die am Elektromobilitätsmarkt beteiligten Mitspieler zu entwickeln. Die Plattform SmartCharge stellt eine Verbindung zwischen den Ladestationen her und liefert sowohl Betreibern als auch Fahrern Informationen in Echtzeit. Das integrierte Bezahlsystem erleichtert den Zahlvorgang und die Abrechnung. Außerdem ist die zugehörige App in der Lage, den Fahrer direkt zu ausgewählten Ladestationen zu lotsen.

Über den digitalen Marktplatz SmartCharge leichter E-Ladestationen finden und anbieten

Schnelleres Aufladen durch Interaktion über SmartCharge

Die IEA – International Energy Agency gab in einer Schätzung an, dass bis 2020 etwa zwanzig Millionen Elektrofahrzeuge weltweit die Straßen bevölkern werden. Der Ausbau und die Koordination einer geeigneten Ladeinfrastruktur gewinnen daher zusehends an Wichtigkeit. In Norwegen kennt man diese Problematik: Die Skandinavier führen mit einem E-Fahrzeuganteil von über dreißig Prozent in Europa ungeschlagen die Liste mit den meisten Stromer-Zulassungen an. Das Team des Start-ups Meshcrafts hat mit dem SmartCharge-Konzept einen Weg gefunden, Anbieter und Nutzer im Bereich der Elektromobilität zusammenzubringen. Die Software, bestehend aus einer App und einem Dashboard, ermöglicht Fahrern das Finden geeigneter Ladestationen abhängig von bestimmten Parametern und unterstützt Betreiber bei der Verwaltung ihrer Stromtankstelle. Das soll eine dynamischere Preisgestaltung ermöglichen und gleichzeitig der Reichweiten-Angst vieler E-Autofahrer entgegenwirken.

SmartCharge: Funktionen der App

Das SmartCharge-Konzept von Meshcrafts besteht aus zwei Teilen: der Smartphone-App sowie dem SmartCharge-Dashboard.

  1. SmartCharge-App: Die App unterstützt Fahrer von Elektroautos, eine geeignete Ladestation zu finden. Dazu analysiert die App die Reichweite des Fahrzeuges, den Ladestand der Batterie, die Fahrweise des Steuernden sowie die aktuellen Verkehrsdaten. Unter Berücksichtigung dieser Parameter führt die Anwendung den Fahrer zu einer geeigneten Stromtankstelle. Bei Überlastungen oder temporärer Nichtverfügbarkeit einer Station aus irgendeinem Grund wird die Route dynamisch angepasst. Mithilfe einer automatischen Filterung besteht die Option, bestimmte Säulen oder außer Betrieb befindliche Ladepunkte bei der Suche auszuschließen. Die App ist mit einer Weboberfläche verbunden, über die der Benutzer Statistiken, Analysen und Historien abfragen kann.
  2. SmartCharge-Dashboard: Mithilfe des Dashboards wird Betreibern der tägliche Betrieb ihrer Station vereinfacht. Es ermöglicht die Anpassung grundlegender Informationen, zum Beispiel Preise, Öffnungszeiten und Verfügbarkeit. Die Software steuert selbstständig die Infrastruktur und reguliert das Lastmanagement sowie den Vertrieb und Verkauf von selbst erzeugtem Strom. Durch Anbindung an den offenen Marktplatz ergibt sich somit die Möglichkeit einer offenen und dynamischeren Preisgestaltung. Das wirkt sich letztendlich positiv auf die Umsätze aus, da vermehrt auf Wünsche und Bedürfnisse von Kunden reagiert werden kann. Darüber hinaus informiert die Plattform über notwendige Wartungsarbeiten an der Infrastruktur.

Auch für die Sicherheit hat Meshcrafts ausreichend vorgesorgt: Das SmartCharge-Dashboard basiert auf einer Microsoft Azure Cloud – der einzigen Cloud für Unternehmenslösungen, die alle EU-Datenschutzgesetze erfüllt.

Das SmartCharge-Konzept setzt sich aus App-Version und Dashboard zusammen

Meshcrafts bekommt Unterstützung aus der Autobranche

Neben Energieanbietern sind auch Automobilbauer eine der großen Zielgruppen von Meshcrafts. Daher greift einer der Branchenriesen den Norwegern unter die Arme: Vom Mercedes-Benz-Werk in Bremen bekam das Unternehmen mit Ariela Pagel nicht nur einen Coach zur Seite gestellt, Meshcrafts erhielt auch die Erlaubnis, die Technik direkt im Werk auf Markttauglichkeit zu testen.

SmartCharge: So tickt die Konkurrenz

Inzwischen haben viele Unternehmen reagiert und stellen vernetzte Plattformen zur Vereinfachung des Ladesäulen-Sharing bereit. So präsentierte zum Beispiel Energieversorger Innogy Ende 2017 seinen E-Marketplace auf der eMove 360° in München. Damit soll es Unternehmen ermöglicht werden, die eigene Ladeinfrastruktur für alle verfügbar zu machen. Der Betreiber entscheidet darüber, wieviele und welche Ladepunkte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Diese lassen sich dann über die entsprechende App mithilfe des Ladesäulenfinders suchen und anzeigen.

Auch Share&Charge setzt auf das Konzept des Ladesäulen-Sharing und vernetzt Fahrer mit Anbietern von privaten Ladesäulen. Die App zeigt ebenfalls alle Stationen an, die aktiv, frei und buchbar sind. Die offene Ladesäulenplattform wurde jedoch vorerst eingestellt, um die App neu zu strukturieren.

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Fazit: SmartCharge ist in Norwegen top – in Deutschland vorerst ein Nischenprodukt

Mit SmartCharge möchte Meshcrafts das Ladesäulen-Sharing vereinfachen und Fahrern und Betreibern den Kauf und Verkauf von Strom untereinander erleichtern. In Norwegen, dem Land mit der höchsten Dichte an E-Fahrzeugen, geht der Plan durchaus auf. In Deutschland mit lediglich 6.500 Ladepunkten und rund 60.000 E-Autos auf der Straße ist die Software allerdings vorerst ein Nischenprodukt. Langfristig träumen die Meshcrafts-Gründer Åsmund Møll Frengstad und Paal Christian Myhre aber ohnehin davon, den Verkehr in norwegischen Städten zu reduzieren und dadurch die CO2-Emissionen zu senken.

Erfolgreich in Norwegen, aber auch für Deutschland interessant: SmartCharge

Preise und Verfügbarkeit SmartCharge

Die SmartCharge-App steht für iOS und Android kostenlos zum Download bereit. Zur Nutzung des Dashboards müssen sich Betreiber vorab bei Meshcrafts als Kunde registrieren lassen und ihre Station im System eintragen. Sämtliche Informationen und Hilfestellungen bezüglich des Set-ups gibt es direkt beim Hersteller.

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homeandsmart Redaktion David Wulf

Leitet nach dem Studium Wirtschaftsingenieurwesen und Praktika in der Energiewirtschaft das Portal bei homeandsmart.de. Mit dem ersten Kaffee bereits die neuesten Marktentwicklungen und Nachrichten rund ums Smart Home. Spinnt die Fäden im Hintergrund und schreibt an vorderster Front – immer die Frage im Kopf: Wie sieht das Leben von morgen aus?

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