Waverly Labs smartes Ohrstück Waverly Labs Pilot – Ein Übersetzer im Ohr

Liebe geht über Landesgrenzen hinaus, genauso wie Geschäftsbeziehungen und Arbeitsplätze. Eine Barriere kann dabei allerdings zum Hindernis werden: Die Sprache. Über Crowdfunding finanziert, bietet das Unternehmen Waverly Labs nun eine Lösung für das Jahrtausende alte Problem: das kleine Ohrstück Pilot übersetzt - mit nur wenigen Sekunden Verzögerung - das gesprochene Wort des Gegenübers. Bei Auslieferung im Frühjahr 2017 spricht Pilot bereits Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Portugiesisch. Das System eignet sich auch für Konferenzen.

Waverly Pilot im Einsatz

Nie mehr „Lost in Translation“

Der größte Antrieb im Leben ist wohl die Liebe. So geht auch der Entwicklung von Pilot eine Liebesgeschichte voraus. Waverly Labs‘ Produktentwickler Andrew Ocheo, wollte nicht akzeptieren, dass Sprachbarrieren seine Beziehung zu einer Französin erschwerten. Eine Lösung hat er mit Pilot erfunden – ein Übersetzungssystem, das nach zwei Jahren Entwicklungsphase und einer erfolgreichen Finanzierung durch Indiegogo nun vorbestellt werden kann. Dass er mit seinem smarten Gadget den Nerv der Zeit trifft, zeigt die große Nachfrage. 4.000.000 US-Dollar konnte Waverly Labs mit dem smarten Ohrstück bereits einnehmen. Kein Wunder, denn schließlich verspricht Pilot nie mehr „Lost in Translation“ zu sein.

So funktioniert Pilot

Das Prinzip von Pilot bringt verschiedene, bereits existierende Technologien in einem winzigen Ohrstück zusammen. Der kleine Plug wird von beiden Gesprächspartnern ins Ohr eingesetzt. Durch die verbauten Noise-Cancelling-Mikrofone reagiert es nur auf das gesprochene Wort des Gegenübers. Das Gesagte wird per Bluetooth an die Pilot-App übermittelt und durch drei Programme gejagt: Spracherkennung, Übersetzungsmaschine und Sprachsyntax. Schließlich wird die Übersetzung im Pilot-Gerät des Empfängers ausgegeben. Der Übersetzungsvorgang dauert nur wenige Sekunden, so dass fast ohne unnatürliche Pausen kommuniziert werden kann. Im Lieferumfang sind zwei Pilot Ohreinsätze enthalten, die auch zum Musik-Streaming verwendet werden können. Hat der Gesprächspartner keinen Pilot-Plug, kann auch die Pilot-App genutzt werden.

Weitere Sprachen in Arbeit

Die Sprachbegabung von Pilot ist derzeit noch überschaubar: Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Portugiesisch soll die erste Version des Übersetzungssystems sprechen. In den kommenden Monaten und Jahren werden aber viele weitere Sprachen folgen. Bei der Auswahl der Sprachen orientieren sich die Entwickler auch an der direkten Nachfrage von Interessenten. Als Nächstes werden Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Russisch, Ukrainisch, Tschechisch, Polnisch, Hebräisch, Arabisch, Mandarin, Japanisch, Koreanisch, Vietnamesisch, Hindi und Urdu folgen.

Waverly Pilot Ohrstücke

Pilot ist privat und beruflich im Einsatz

Pilot ist besonders für Langzeit-Reisende und Digital Nomads interessant, die sich in ihrem Alltag ständig mit verschiedenen Sprachen konfrontiert sehen. Auch bei international-agierenden Unternehmen soll Pilot eine Hilfe sein. Über Smartphone oder Tablet können Konferenzteilnehmer unterschiedlicher Herkunft in ihrer Muttersprache kommunizieren und sich trotzdem verstehen. Nach eigenen Angaben arbeiten die Entwickler auf Hochtouren daran, dass die Übersetzungsgeschwindigkeit von Pilot weiter steigt. So wird der Kommunikationfluss noch natürlicher.

Technische Spezifikationen

  • Bluetooth LE
  • NFMI Technologie
  • Dual-Noise-Cancelling-Microphones
  • ARM Prozessor
  • wiederaufladbare Li-ion-Batterie mit 4-6 Stunden Laufzeit

Preise und weitere Informationen

Indiegogo-Unterstützer von Pilot bekommen das Komplettsystem bestehend aus zwei Ohrsteckern, App und Ladegerät für 199$ (190€). Im regulären Verkauf wird Pilot 299$ (285€) kosten. Die erste Auslieferung erfolgt im Mai 2017. Derzeit ist Pilot nur in Verbindung mit WLAN funktionstüchtig. Im Winter 2017 soll auch eine Offline-Version der App verfügbar sein, so dass keine Abhängigkeit zu einem WLAN-Netz mehr besteht.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
gefällt das
Gefällt mir Gefällt mir nicht
Sie können den Artikel nur einmal bewerten.
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?