Auswahl, Nutzung und Risiken der Sprachsteuerung 7 Dinge, die jeder über Sprachsteuerung wissen sollte

Geräte, die aufs Wort gehorchen: Das hört sich fast zu schön an, um wahr zu sein. In einem modernen Smart Home zählt genau das zum Alltag. Wir erklären, was Sprachsteuerung ist, wie sie funktioniert und wer davon am meisten profitiert. Außerdem zeigen wir potenzielle Begrenzungen und Risiken von Sprachsteuerung und geben Tipps, wie sie Nutzer vermeiden.

Sobald ein Sprachassistent mit einzieht, ist nichts mehr wie vorher

1. Definition: Was ist Sprachsteuerung?

Sprachsteuerung basiert auf intelligenter Software, die sowohl in Lautsprechern (sog. Smart Speakern) als auch einem Smartphone integriert sein kann. Diese Software analysiert verbale Befehle und wandelt sie in technische Signale um. So wird z.B. die Steuerung elektrischer Geräte möglich. Wurde eine Frage gestellt, sucht die Software online nach Informationen, die vor der Wiedergabe umgewandelt und über eine digital erstellte Stimme wiedergegeben werden.

Damit die Künstliche Intelligenz hinter der Sprachsteuerungs-Software nicht permanent zuhört, ist sie an ein Aktivierungswort gekoppelt. Erst, wenn dies genannt wird, beginnt sie Kommentare ihr gegenüber auszuwerten und reagiert darauf. Wer nicht darauf vertrauen möchte, dass sein Sprachassistent ohne Aktivierungswort automatisch weghört, kann bei den meisten Geräten die Mikrofone per Hand ausschalten. Dann ist allerdings auch erst eine erneute manuelle Aktivierung nötig, bevor sie wieder einsatzbereit sind.

2. Welche Sprachsteuerungsgeräte gibt es?

In Deutschland kämpfen die Großkonzerne Amazon, Google, Apple, Samsung und Microsoft um die Vorherrschaft im Bereich der Sprachsteuerung. Dafür stellen sie unterschiedliche Geräte zur Auswahl, die zum Teil bereits in mehreren Generationen vorliegen. Orientierung bietet folgender Kurzüberblick:

Stand: 02/2020Sprachassistentdazugehörige Lautsprecherdazugehörige Displays
AmazonAlexa
  • Amazon Echo 2
  • Echo Dot 3
  • Echo Plus 2
  • Echo Studio
  • (Echo Input)
  • (Echo Flex)
  • Echo Show 2
  • Echo Show 8
  • Echo Show 2
GoogleGoogle Assistant
  • Google Home
  • Google Home Mini
  • Google Nest Mini
  • Google Home Max
  • Google Nest Hub
AppleSiri
  • HomePod
kein eigenes Display, aber mit Apple TV nutzbar
SamsungBixbykein Hersteller-Lautsprecher vorhanden, bisher nur auf Samsung Smartphones nutzbarkein Hersteller-Display vorhanden, bisher nur auf Samsung Smartphones nutzbar
MicrosoftCortanakein Hersteller-Lautsprecher vorhanden, bisher nur auf Microsoft Computern nutzbarkein Hersteller-Display vorhanden, bisher nur auf Microsoft Computern nutzbar

Welche Stärken und Schwächen die einzelnen Varianten auszeichnen, erfahren Sie in unserem Sprachasisstenten-Special.

3. Nutzungsvoraussetzung für Sprachsteuerungs-Geräte

Um einen Smart Speaker und die darauf installierte Sprachsoftware in Betrieb zu nehmen, muss er am Strom angeschlossen und mit dem Internet verbunden werden. Zudem sind zur Einrichtung meist eine Hersteller-App und ein Kunden-Konto beim jeweiligen Anbieter nötig.

4. Kosten der Sprachsteuerung

Für die Sprachsteuerung von Standardfunktionen, z.B. Timer oder Wetterabfrage, fallen meist nur Kosten für die Internetverbindung an. Will man hingegen Songs sprachgesteuert streamen, bleibt bei einigen Smart Speaker Anbietern die kostenlose Musikwiedergabe auf öffentliche Quellen wie Radiosender beschränkt. Zum Streamen von Spotify, Amazon Music Unlimited auf einem Echo Lautsprecher ist z.B. ein kostenpflichtiges Premium Abo nötig. Wer dieses bereits besitzt, kann es recht einfach mit seinem Sprachassistenten verknüpfen und muss dafür keine Extragebühren zahlen.

Einfacher geht es mit einem Google Home Lautsprecher, dort ist auch die Nutzung der werbebasierten Spotify Version möglich. Folgende Google Spotify Anleitung zeigt, wie es geht.

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5. Grundfunktionen: Diese Features sind bereits vorinstalliert

Bestimmte Fähigkeiten beherrschen die meisten intelligenten Assistenten bereits von Anfang an. Diese müssen dementsprechend nicht extra installiert werden und sind kostenlos nutzbar. Dazu zählen z.B.

  • Timer und Wecker stellen
  • To-Do Listen und Termine verwalten
  • Zugriff auf aktuelle Nachrichten, Wetterdaten und enzyklopädisches Wissen
  • Entertainment-Features, mehr Informationen dazu gibt es z.B. in unserem Siri Easter Egg Special

6. Kompatible Geräte auf Zuruf steuern

Ein Smart Home wird erst durch die Vernetzung unterschiedlicher Haushaltsgeräte richtig komfortabel. Denn nur so lassen sich beispielsweise bestimmte Lampen, die eigene Wohlfühltemperatur und die Lieblingsmusik in einer ‚Szene‘ bündeln und mit einem einzigen Sprachbefehl steuern. Dann genügt das Kommando „Feierabend“ und schon dimmt das System die Lampen herunter, passt die Heizung an und startet Musikanlage oder Fernseher.

Die größte Auswahl an kompatiblen Geräten steht aktuell für Amazons Alexa zur Verfügung. Mit ihr lassen sich z.B. folgende Geräte sprachsteuern:

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7. Hier stößt Sprachsteuerung an ihre Grenzen

Sprachsteuerung macht Vieles einfacher, sofern vorher die richtigen Voraussetzungen geschaffen wurden: Eine Kaffeemaschine morgens auf dem Weg ins Bad auf Zuruf einzuschalten, macht z.B. nur Sinn, wenn abends bereits eine Tasse darunter gestellt wurde.

Ähnliches gilt auch für WLAN-Waschmaschine oder Spülmaschine, die trotz Sprachsteuerung immer noch selbst befüllt und danach wieder ausgeräumt werden müssen. Denn nur die Wahl des gewünschten Programms und das Starten bzw. Stoppen der Maschine ist bisher verbal möglich..

Expertentipp: Richtig gefährlich werden kann Sprachsteuerung, wenn sie in einem nicht ausreichend gesicherten Heimnetzwerk eingesetzt wird. Dann ist es für Hacker im schlimmsten Fall möglich über ungeschützte Smart Home Geräte Zugriff auf das Heimnetzwerk zu erlangen, in dem sich z.B. ein persönlicher Computer mit Bankdaten befindet. Wie Anwender sich vor Attacken schützen, erklärt deshalb unser Datenschutz Ratgeber. Weiterführende Informationen zu den Datenschutz-Maßnahmen der einzelnen Anbieter haben wir hier zusammengefasst:
Alexa Datenschutz: Wie viel Sicherheit bietet Amazon Alexa?
Google Home Datenschutz - Was weiß der Sprachassistent von mir?
Siri Datenschutz: Alle Infos im Überblick

homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Sammelte schon im Studium Erfahrungen mit innovativen Ambient Assisted Living Geräten und bloggte viele Jahre darüber. Mariella Wendel gehört von Anfang an zum home&smart-Redaktionsteam und testete die Echo Lautsprecher bereits vor der Markteinführung in Deutschland. Außerdem verfasste sie 2017 die erste umfassende Übersicht Alexa kompatibler Geräte. Heute zählen außerdem intelligente Haushalts-Gadgets und fernsteuerbare Gartengeräte zu ihren Lieblingsthemen.

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