Digitaler Assistent im Kopfhörer Vinci, spiel mein Lieblingslied!

Die Person gegenüber in der U-Bahn redet lauthals vor sich hin und fragt nach alternativen Verbindungen oder bittet, das Lieblingslied ganz laut abzuspielen? Bald ist dann nicht mehr geistige Verwirrung, sondern Vinci im Spiel. Neben den klassischen Erfordernissen eines qualitativ hochwertigen Kopfhörers wie Tragekomfort, Soundqualität und Noise-Cancelling ist die Mensch-Gadget-Interaktion das praktischste Feature: Vinci gibt Wegbeschreibungen und Auskunft über das aktuelle Wetter oder den Busplan. Außerdem kann er als Fitnesstracker dienen und lernt das Musikverhalten des Trägers vorherzusehen.

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Musik hören, Musik aufnehmen

Musikliebhaber, Sportaffine und Reiselustige - so vielfältig die Zielgruppe, so unterschiedlich auch die Features des kabellosen Kopfhörers. Es geht los mit dem klassischen Musikfans: Vinci soll sich durch eine hohe Soundqualität auszeichnen, die beim Modell Vinci Pro durch Dual-Noice-Cancelling-Technologie verstärkt wird. Aus einem breitgefächerten Angebot verschiedenster Anbieter wie Spotify, Amazon Music oder SoundCloud können Nutzer ihre bevorzugte Musik wählen. Mithilfe eines integrierten Touch-Displays an der Außenseite der Hörpads lassen sich Lieder ganz einfach „weiterwischen“ oder die Lautstärke nach oben oder unten regulieren. Nicht nur passiv Musikhören ermöglicht Vinci – wer über eine musikalische Ader verfügt, kann mit dem Gadget auch eigene Klänge aufnehmen und abspielen.

Verbindung mit dem Smartphone nicht notwendig

Zwar funktioniert der smarte Kopfhörer unabhängig vom eigenen Smartphone – eine Verbindung ist jedoch auf jeden Fall über WLAN oder Bluetooth möglich. Dann werden auch eingehende Anrufe von Vinci angemerkt – und bequem über die Kopfhörer telefoniert, ohne einen Finger zu rühren. Die Verbindung ist nicht zwingend notwendig: Eigene Playlists, Karten und Informationen können sowohl im Online- als auch im Offlinemodus abgerufen werden.

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Digitaler Assistent, Sportcoach und Wegweiser im Kopfhörer

Überflüssig ist auch der Einsatz der Hände zur Bedienung von Vinci, das läuft ebenso über Spracherkennung. Dank NC-Technologie ist diese hochsensibel. Ähnlich wie bei anderen Sprachassistenten, etwa Amazons Alexa oder Apples Siri, werden Wünsche mithilfe eines Startbefehls signalisiert. Ungefähr so: „Hey Vinci, spiele die Playlist ‚Lauf-Musik‘ ab“. Damit zu einer weiteren Nutzergruppe - den Sportlern. Die leichten und kabellosen Kopfhörer eignen sich nicht nur gut zum Laufen, Vinci kann bei Bedarf auch als Coach auftreten und die Laufgeschwindigkeit sowie die Herzfrequenz messen. Dementsprechend passt Vinci sogar die Auswahl der Songs an, je nach körperlicher Aktivität. Vinci merkt sich als ständiger Begleiter mit der Zeit die Gewohnheiten des Nutzers und gibt auf Basis dieser Liederempfehlungen ab – Stichwort: Deep Learning. Wer sich beim Joggen mal verläuft, kann ebenfalls auf Vincis Hilfe vertrauen – eine integrierte GPS-Funktion gibt genauestens Aufschluss über den Standort des Läufers. Im Falle vollkommener Orientierungslosigkeit navigiert Vinci dann auch an den gewünschten Ort. Reisende und viel Beschäftigte, erhalten dank Vinci nicht nur Orientierungs- sondern auch Planungshilfe, sofern vorab der persönliche Kalender auf Vinci überspielt wurde. Kommt etwa der Anschlussbus mal zu spät, dann informiert Vinci umgehend darüber und sucht bei Bedarf eine alternative Fahrstrecke heraus. Und wie wird das Wetter heute Abend? Vinci weiß es.

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Vinci ist (noch) der günstigste Pionier auf dem Markt

Es gibt zahlreiche Gadgets, die einzelne von Vincis Features (In-Ear-Herzfrequenzmessung) und Skills (Spracherkennung und -assistenz à la Alexa) leisten. Vinci vereint sie jedoch alle. Ein weiteres Crowdfunding-Projekt könnte zur Konkurrenz werden, steckt allerdings noch in der Entwicklungsphase: Die In-Ear-Kopfhörer Vi von LifeBeam sollen ab März dieses Jahres erhältlich sein und ebenfalls ähnlich in der Funktion eines Coaches vor allem beim Workout wirken, vitale Funktionen messen, Musiklisten abspielen, aber auch Telefonanrufe entgegennehmen. Der Fokus liegt bei Vi insbesondere auf dem sportlichen Workout. Die Kopfhörer sind im Vergleich um einiges teurer (279 US-Dollar, ca. 265 Euro bei Vorbestellung) und vorerst nur mit iOS-Geräten kompatibel.

Vinci – Technische Details

  • Sprachsteuerung
  • Speicherkapazität: 16 GB (Vinco Pro: 32 GB)
  • Herzfrequenz-/Geschwindigkeits-/Beschleunigungsmesser/GPS/Navigationskompass
  • Displaygröße: 3,2“
  • W-LAN; 3G, Bluetooth
  • Dual-Noise-Cancelling-Technologie (nur bei Vinci Pro)
  • Touch-Oberfläche
  • Aufnahmefunktion
  • Kabelloses Laden (1,5 h)
  • Batteriedauer: Wiedergabe via Bluetooth: 50 h; Standalone: 10 h; Standby: bis zu 3 Wochen
  • Gewicht: 260g (Vinci Pro 270g)
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Preise und Verfügbarkeit von Vinci

Das intelligente Kopfhörer-Erlebnis Vinci ist zwar vorerst in Form eines Prototyps verfügbar, das Herstellerteam aus San Francisco kündigte den offiziellen Produktlaunch allerdings für das Frühjahr an. Der Preis für den smarten Kopfhörer liegt für Early Birds bei 129 US-Dollar (knapp 122 Euro) oder 189 US-Dollar (knapp 179 Euro) für die Vinci-Pro-Version – eine Bestellung über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo zu einem späteren Zeitpunkt kostet Interessierte derzeit 199 US-Dollar (ca. 140 Euro). Zunächst wird Vinci auf dem US-Markt eingeführt – Verschiffung nach Europa ist jedoch möglich. Wann die smarten Kopfhörer hier verfügbar sein werden, ist noch nicht bekannt.

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homeandsmart Redaktion Samira Nowosak

Gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation in Karlsruhe. Tätigkeit als selbstständige Online-Redakteurin. Schon immer Affinität zum geschriebenen Wort. Fasziniert von der Google-Welt, die von optimalem Content lebt. Als digital native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs. Heute Redaktionsleitung bei homeandsmart.de. Am liebsten beschäftigt mit smarten Fitness-Trackern. Dem Leitsatz folgend: Sich selbst übertreffen, das ist das Ziel.

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