Wie schneiden refurbished Tablets ab? Tablets refurbished - ebenbürtig oder teure Schnäppchen?

B-Ware, refurbished, gebraucht und generalüberholt: Tablets gibt es seit einiger Zeit aus zweiter Hand. Die Geräte sind deutlich kostengünstiger als Neuware und angeblich genauso gut. Stimmt das? Lohnt der Kauf, und wenn ja, warum?

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Digitale Geräte sind keine Lebensmittel: Sie verderben nicht. Etwas Staub setzt sich innen ab, vielleicht muss der Akku nach einer Weile ersetzt werden. Aber prinzipiell werden die Geräte nicht schlecht, sondern können auch nach Jahren noch gut genutzt werden. Es spricht also auf den ersten Blick nichts dagegen, gebrauchte Geräte zu reinigen und defekte Teile auszutauschen, um die Geräte danach weiterzuverwenden. Im Gegenteil: Das ist nachhaltiger und umweltfreundlicher als immer neue Geräte zu kaufen, und es ist kostengünstiger. Jeder kann heutzutage online ein Tablet kaufen. Es bleibt die Frage, wie vertrauenswürdig die Händler sind. Woran erkennt man, ob ein Tablet aus zweiter Hand taugt?

B-Ware, generalüberholt, refurbished - was bedeutet das überhaupt?

Wenn private Anbieter mit einem generalüberholten Tablet werben, dann bedeutet das in der Regel: Das Gerät wurde gereinigt und ist noch funktionstüchtig. Eventuell wurden defekte Teile ausgetauscht, aber das ist nicht garantiert. Da niemand die Geräte überprüft, bleibt Unsicherheit. Bei Händlern sieht das anders aus. Generalüberholte Tablets sind hier wirklich generalüberholt. Die Geräte werden überprüft, gereinigt, aufbereitet. Sind Teile abgenutzt oder nicht mehr so leistungsstark, wie man das bei einem Neugerät erwarten würde, tauschen die Händler diese Teile in der Regel aus. Ob der Händler mit "refurbished" oder "generalüberholt" wirbt, ist Geschmacksache. Dahinter steckt das gleiche Konzept. Auch "renewed" bedeutet nichts anderes, als dass das Gerät überarbeitet und auf Vordermann gebracht wurde. Wichtig: Verschleißteile sollten ebenfalls ausgetauscht worden sein, auch wenn sie noch nicht versagen.

Bei B-Ware handelt es sich dagegen nicht um gebrauchte Geräte im eigentlichen Sinn. Warehouse Deals oder B-Ware sind Geräte, die neu sind. Es kommt immer wieder vor, dass Kunden und Kundinnen neue Geräte innerhalb der gewährten Rückgabefrist wieder an den Händler zurückgeben. Manchmal wurde die Ware nicht einmal ausgepackt, manchmal sind die Geräte offensichtlich ausprobiert worden. Auch Ausstellungsstücke können nicht als Neuware verkauft werden, obwohl sie es sind. Diese Geräte müssen meist nicht einmal aufbereitet werden, über eine äußere Reinigung geht der Service selten hinaus. Trotzdem unterscheiden sie sich im Preis deutlich von neuen Geräten. B-Ware ist etwas kostenintensiver als gebrauchte Geräte.

Deutliche Preisnachlässe möglich

Bei Tablets kommen wie bei Smartphones regelmäßig neue Modelle auf den Markt. Nach zwei Jahren gilt ein Gerät schon als veraltet. Das mag erklären, warum selbst aktuelle Tablets als B-Ware bis zu 20 Prozent günstiger sind als neue Geräte. Der Preis wird aber auch von anderen Faktoren beeinflusst. Gebrauchte Geräte sehen etwas abgegriffen aus. Denn Hautschweiß, Taschen und Ablagen hinterlassen auf der Oberfläche der Geräte Spuren. Tablets können immer noch nahezu neuwertig sein, aber trotzdem ein paar Kratzer haben und benutzt aussehen. In diesem Fall sind deutliche Kostenunterschiede zur immer noch verfügbaren Neuware möglich: Bis zu 50 Prozent günstiger sind die Geräte.

Ist der Preisunterschied zu groß zur Neuware sollte man allerdings nachdenklich werden. Oft steckt kein Schnäppchen dahinter, sondern schlicht ein unseriöses Angebot. Das ist gerade bei Verkäufen im privaten Bereich schwer einzuschätzen. Wer ein gebrauchtes Tablet kaufen will, sollte deshalb eher bei etablierten Händlern oder beim Hersteller schauen. Apple beispielsweise bietet schon seit einigen Jahren gebrauchte, generalüberholte Geräte auf der Handelsplattform online an. Der Hersteller nimmt gebrauchte Geräte von seinen privaten Kunden und Kundinnen an, zahlt dafür auch einen kleinen Betrag, und vermittelt die Geräte nach der Aufbereitung weiter.

Genau hinschauen: Was ist aufbereitet worden?

Bevor man sich für den Kauf eines gebrauchten Tablets entscheidet, sollte man genau hinsehen: Was wurde denn wiederaufbereitet? Viele Händler geben zwar an, dass das Gerät überprüft, gereinigt und überarbeitet wurde. Aber nur selten wird klar gesagt, welche Teile repariert oder ausgetauscht wurden. Deshalb können Kunden und Kundinnen häufig gar nicht beurteilen, ob Preise angemessen sind und wie lange beispielsweise Akkus bei Geräten noch durchhalten. Von den Händlern würde man sich mehr Transparenz wünschen. Ein paar Tipps helfen aber, das Gerät besser zu beurteilen:

  • Display betrachten: Reagiert das Display etwas zeitversetzt auf die Eingabe oder ist nicht so hell wie erwartet, könnte es sich um ein ausgetauschtes Teil handeln. Händler setzen oft anstelle der kostenintensiven Originalersatzteile Billigware von Drittanbietern ein.
  • Zubehör beachten: Ladekabel und anderes Zubehör sollte vorhanden sein. Ist das nicht der Fall, muss nachgefragt werden. Will der Händler das Zubehör separat verkaufen, oder war es beim Aufkauf des gebrauchten Tablets einfach nicht dabei? Im zweiten Fall sollte das auch am Preis bemerkbar sein.
  • Akku: Ob der Akku ausgetauscht wurde und wie lange er noch durchhält, lässt sich nicht beurteilen. Da hilft wirklich nur nachfragen. Wichtig zu wissen: Auch Akkus gibt es von Drittanbietern. Die müssen nicht schlechter als das Original sein, sollten sich aber im Preis niederschlagen.

Kauf ist Vertrauenssache

Nicht nur lokal, sondern auch im Onlinehandel haben sich inzwischen viele Anbieter auf den Verkauf von aufbereiteten digitalen Endgeräten spezialisiert. Wie vertrauenswürdig die Händler sind, lässt sich auf den ersten Blick schwer beurteilen. Ein gutes Zeichen ist aber, wenn auf das Tablet eine Garantie gegeben wird. Das ist bei Gebrauchtware erlaubt.

Gebrauchte Geräte haben Vorteile

Ein gebrauchtes Tablet oder B-Ware zu kaufen hat nichts mit Geiz zu tun. Die aufbereiteten Geräte haben Vorzüge. Sie schützen die Umwelt, denn bei der Herstellung von Neugeräten werden enorme Ressourcen verbraucht. Beim Abwracken der Altgeräte ist das ebenfalls so. Deshalb macht es Sinn, Tablets wie auch Laptops und Smartphones so lange wie eben möglich zu nutzen. Der zweite Punkt betrifft die Qualität: Qualitativ minderwertige Geräte lassen sich nicht gewinnbringend aufbereiten. Deshalb findet man bei den entsprechenden Händlern fast ausschließlich Top-Geräte zu interessanten Preisen. Wer einen Tablet für das Homeoffice, die Kinder im Distanzunterricht oder seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sucht, wird hier also fündig. Nur auf den Rundum-Service hinsichtlich Betriebssystem und Einrichtung verzichtet man bei gebrauchten Geräten. Auf aktuelle Betriebssysteme und Software muss man selbst achten, die Geräte werden von den Händlern in der Regel nicht eingerichtet.

homeandsmart Redaktion David Wulf

Smart Home Experte und seit der Gründung bei home&smart. Geschäftsführer und Redaktionsleiter mit Blick für die neuesten Marktentwicklungen, außerdem als Referent auf zahlreichen Messen & Events vertreten. Stets up to Date über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Smart Home, E-Mobilität und Sprachassistenten. Die Frage nach dem vernetzten Leben von morgen ist sein Lebenselixir.

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