Alexa-Skills-Äquivalent für Google Assistant Actions on Google für Google Home im kompakten Überblick

Der Smart Home-Lautsprecher Google Home ist später auf den deutschen Markt gekommen als Amazon Echo und macht so einiges anders. Statt Skills, die vom Nutzer für alle möglichen Zwecke aktiviert werden, hat der integrierte Google Assistant Actions vorzuweisen. Neben den Funktionen der Home App und den Ergebnissen der Suchmaschine greift der digitale Assistent mit Google Actions auf die Anwendungen von Drittanbietern zu, um die Sprachsteuerung im vernetzten Zuhause umfassender zu gestalten. home&smart hat eine Übersicht der Google Actions erstellt.

Sprachassistent Google Assistant greift auf Google Actions statt Alexa-Skills zu

Was machen Google Actions?

Google Actions erlauben es Drittanbietern, ihre Services in den Smart Home-Lautsprecher Google Home zu integrieren. Ähnlich wie Alexa-Skills für Amazon Echo erweitern sie das Anwendungsspektrum des digitalen Assistenten Google Assistant, aktivieren Streamingdienste, Smart Home-Geräte oder lösen Aktionen aus und halten Informationen bereit. Die von Drittentwicklern erstellten Actions müssen nicht aktiviert beziehungsweise installiert werden, sie lassen sich einfach als Frage oder Sprachbefehl formulieren. Dabei ist zu beachten, dass im Gegensatz zu Alexa-Skills oft mehrere Formulierungen zum gewünschten Effekt führen, es muss kein exaktes Wording befolgt werden. Möglich ist etwa zur Aktivierung der Google Action für Netflix der Befehl „Hey Google, zeige mir Stranger Things auf Netflix“, um die entsprechende Aktion auszuführen. Im Vergleich zu Amazons Alexa mit hunderten von Skills kann Google Assistant vor allem in der deutschen Version noch nicht mit vielen Actions glänzen. Dennoch lassen sich nützliche bis unterhaltsame Drittanwendungen mit Google Home in den Alltag einbinden – hier gilt: wer suchet, der findet. Unsere Google Actions-Übersicht liefert Inspiration dafür.

Der Sprachassistent  Google Home ist bei MediaMarkt aktuell für 148,99 Euro verfügbar.  (Stand: 23.08.2017)

 

Übersicht: Diese Google Actions sind mit der Home App möglich

Im Menü der Home App finden sich unter „Weitere Einstellungen“ Dienste, die Google Home bereits anbietet:

  • Musik: Hier können Streaming-Anbieter wie Google Play Music, Spotify und Deezer integriert werden. Bei Spotify ist die Verwendung des Free Accounts möglich, dann spielt Google Assistant mit dem Befehl „Hey Google, spiele George Michael“ eine Playlist mit dem Thema George Michael ab. Allgemeiner sind die Aufforderungen „Ok Google, spiele etwas Musik/Reggae/Rock“, aber auch die Frage nach bestimmten Songs wird angenommen – hierfür ist allerdings bei der Nutzung von Spotify etwa ein Spotify Premium-Account nötig. Ebenfalls ohne kostenpflichtigen Account nutzbar ist das Angebot von TuneIn, dann aktiviert „Ok Google, spiele [Radiosender]“ den jeweiligen Sender, falls er regional verfügbar ist.
  • Smart Home-Steuerung: Hier lassen sich mit Google Home kompatible Geräte wie Philips Hue-Leuchten hinzufügen und in Räume aufgliedern, um sie strukturiert verwalten zu können. Für mit Google Home kompatible Systeme, Geräte und Dienste haben wir bereits eine umfassende Zusammenfassung erstellt.
  • Nachrichten: Hier sind die Quellen auszuwählen, aus denen Google Assistant News zusammenstellt und sie etwa auf den Befehl „Ok Google, sag mir die Nachrichten“ hin vorträgt. Auch in die Tageszusammenfassung kann diese Auswahl aufgenommen werden. Verbunden sind beispielsweise die Anwendungen von Deutschlandfunk, Golem, N24 oder BILD.
  • Mein Tag: Hier wird die Tageszusammenfassung individuell erstellt. Durch Häkchen setzen sind Wetter, der Arbeitsweg, die nächste Besprechung und Erinnerungen auszuwählen. Dann wird festgelegt, ob der Assistent zum Schluss Nachrichten verliest oder nicht. Dafür sind Voreinstellungen zu Standort, Adresse des Arbeitsplatzes und eine Verbindung zur Google Kalender-App nötig. Noch sind der deutschen Version des Google Home hier Grenzen gesetzt: Google Assistant kann derzeit weder auf den Kalender noch die Navigationsfunktion von Google Maps zugreifen und auch keine Erinnerungen erstellen. Auf „Hey Google, wie sieht mein Tag aus?“ reagiert Google Home also mit dem Wetter und den individualisierten Nachrichten.

 

Überblick: Google Actions machen Anwendungen von Drittanbietern für Google Home zugänglich
  • Fernseher und Boxen: Hier lassen sich Chromecast-Geräte hinzufügen und mit Google Home steuern. Dann ist über den smarten Lautsprecher oder externe Boxen das Musikstreaming mit Spotify, Google Play Music, Deezer und weiteren Diensten möglich oder Videos und Filme von Youtube und Netflix lassen sich per Sprachbefehl starten, pausieren und stoppen.
  • Einkaufsliste: Hier setzt Google Assistant mit „Hey Google, füge [Gewünschtes] zu meiner Einkaufsliste hinzu“ den jeweiligen Artikel auf die virtuelle Einkaufsliste. Diese lässt sich in der App einsehen und mit weiteren Nutzern synchronisieren. Auch über „Ok Google, was steht auf meiner Einkaufsliste?“ liest der Smart Home-Assistent alle Einträge vor. Löschen lassen sich einzelne Posten allerdings nicht verbal, das ist vorerst nur über die Home App möglich. Ab Herbst soll Google Home mit Walmart zum Online-Shoppingbegleiter werden, wir sind gespannt, ob für die Einkaufsfunktion noch Google Actions hinzukommen, die über eine bloße Erinnerungsfunktion hinausgehen.
  • Verknüpfungen: Hier lassen sich nützliche und unterhaltsame Insider mit Google Assistant einrichten, sodass dieser auf ein Codewort oder eine bestimmte Formulierung hin die gewünschte Aktion ausführt. „Hey Google, ab ins Bett“ führt etwa dazu, dass alle mit Google Home verbundenen Lampen ausgeschaltet werden – dazu ist die Integration von Philips Hue-Leuchten Voraussetzung. „Ok Google, ich brauche Schokolade“ veranlasst den Assistenten, Schokolade auf die Einkaufsliste zu setzen und „Hey Google, muntere mich auf“ bewirkt, dass Google Assistant lustige Katzenvideos auf Youtube zeigt. Dies funktioniert natürlich nur über die Einbindung von Google Chromecast und einem Fernseher.
  • Videos und Fotos: Hierfür ist ebenfalls Chromecast oder ein TV mit integrierten Chromecast nötig, dann veranlasst diese Google Action das Abspielen von Sendungen oder Filmen über Netflix beziehungsweise zeigt Bilder von Google Photos.
Überblick: Verknüpfungen in der Home App machen mit Google Actions Spaß

Google Home glänzt auch ohne große Zahl an Actions

Google sollte sich bemühen, weitere Drittanbieter über Google Actions einzubinden. Auch mit der kleinen Zahl an Actions on Google ist der Lautsprecher Home jedoch Nutzern eine Hilfe. Es überrascht nicht, dass Google Assistant mit der Suchmaschine des Google-Imperiums im Rücken einiges an Trivia herauszugeben vermag – erfolgreicher als Amazon Echo mit Bing. Die Themen reichen hier vom Wetter über Sportergebnisse zu allgemeinen Wissensfragen, auch über seine eigene Existenz scheut sich der smarte Assistent nicht, Informationen herauszurücken. Übersetzungen, Informationen zum nächsten Bürgeramt oder McDonald’s, günstige Flüge zu Wunschzielen, Spiele und Witze – all das steckt in der künstlichen Intelligenz des Google Home. Die 100 wichtigsten Sprachbefehle für Google Home haben wir in einer anderen Übersicht bereits vorgestellt.

Der smarte Lautsprecher  Google Home ist bei tink für 147,95 Euro erhältlich.  (Stand: 11.09.2017)

 

Auch ohne viele Actions ist Google Home ein adäquater Smart Home-Assistent

Google Actions mit API und SDK selbst erstellen

Die Entwicklung von Google Actions ist wie bei den Alexa-Skills offen. Über eine API oder lokal per SDK ermöglicht Google es Anwendern, ihren Google Assistant durch eigene Actions zu erweitern. Eine Übersicht und Anleitungen dazu findet sich auf der Google Developers-Seite.

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Studium der Kultur- & Medienwissenschaft, freiberufliche Tätigkeiten als Übersetzerin, Lektorin und Texterin. Neugierig und gerne auf Entdeckungsreise. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de. Smart-Home-Technik als neues Terrain, das erforscht werden will. Mit positiver Energie und sonnengelbem Schal die Solaranlage der Redaktion.