Appgesteuertes Indoor-Pflanzenbewässerungssystem Smart Gardener kümmert sich um Zimmer- und Balkonpflanzen

Last Minute in den Urlaub – aber wer gießt die Pflanzen? Empfindliches Grün braucht zuverlässige Bewässerung, nicht zu viel und nicht zu wenig. Smart Gardener soll menschliches Gießen im Haus und auf dem Balkon ersetzen. Das smarte Bewässerungssystem versorgt bis zu acht Pflanzen über einen Höhenunterschied von 2,5 Metern bedarfsgerecht mit Wasser. Die Appsteuerung garantiert individuelle Settings für jede Pflanze und ermöglicht sowohl voreingestelltes als auch spontanes Bewässern.

Mit Smart Gardener werden Zimmer- und Balkonpflanzen zuverlässig und bedarfsgerecht bewässert

Zimmerpflanzen in Abwesenheit optimal bewässern

Im Smart Home gibt es vor dem Sommerurlaub keinen Organisationsstress: Beschattung und Lüftung stellen sich intelligent selbst ein, die Anwesenheitssimulation schreckt Einbrecher ab, per App kann auf die Bilder der Überwachungskamera zugegriffen werden. Das Stuttgarter Start-up AMaronics will einen weiteren Vorgang automatisieren – das Wässern der Pflanzen im Haus und auf dem Balkon. Mit dem Smart Gardener muss die Schwiegermutter nicht mehr zum Gießen kommen, kann also auch nicht durch die Wohnung schnüffeln. Das appgesteuerte Bewässerungstool führt Zimmerpflanzen nicht nur gemäß der individuellen Einstellung Wasser zu - sie berechnet im Vorfeld, wieviel im Wasserdepot zur Verfügung stehen muss, damit die Pumpen nicht nur Luft ansaugen.

Smart Gardener übernimmt das Wässern – auch auf Regal und Balkon

Ein Smart Gardener verfügt über je vier Ein- und Ausgänge für Wasser, somit lassen sich vier unterschiedliche Pflanzen mit individuell abgestimmten Bewässerungsprogrammen versorgen, abgestimmt auf Art, Größe und Wasserbedarf. Pro Zimmerpflanze wird die perfekte Wassermenge von 1 bis 1000 ml und ein Bewässerungsintervall definiert – von zweimal am Tag bis einmal im Monat. Smart Gardener gießt dann automatisch zur bestimmten Uhrzeit oder auf manuellen Befehl in der App hin. Über ein T-Stück ist alternativ die Teilung der Wasserzufuhr möglich, sodass bis zu acht Pflanzen versorgt werden. Die Definition der Bewässerungsfunktion ist dann allerdings immer für zwei Pflanzen dieselbe.

Auch ein Regal ist für Smart Gardener kein Hindernis: bis zu 2,5 m pumpt er das Wasser zu den Zimmerpflanzen

Im Smart Gardener sind vier Pumpen integriert, die laut Hersteller sogar auf Regal oder Sideboard platzierte Zimmerpflanzen versorgen: Sie können eine maximale Höhe von 2,5 m überbrücken. Wer den Smart Gardener für Balkonpflanzen oder die Dachterrasse nutzen möchte, kann zusätzlich eine wasserfeste Plastikbox für das smarte Gerät bestellen und das System unter freiem Himmel einsetzen. Unter Umständen ist es dafür sinnvoller, das Bewässerungstool mit einer Power Bank zu betreiben statt per Netzteil.

Für den Einsatz auf dem Balkon empfiehlt sich die Verwendung der wasserfesten Box für den Smart Gardener

So funktioniert das Bewässern mit Smart Gardener

Im Paket enthalten sind neben der Steuerungseinheit mit Pumpen auch 20 m Silikonschlauch, die individuell aufgeteilt werden können, acht Schlauchhalter für den Anschluss ans Gerät und vier T-Stücke. Smart Gardener wird also in der Nähe der Pflanzen platziert und über das Netzteil mit Strom versorgt. Dann muss der Silikonschlauch zugeschnitten und die einzelnen Teile an den Verteiler angeschlossen werden. Eine Leitung führt vom Gerät in den Blumentopf, die andere in ein Gefäß mit Wasser beliebiger Größe. Bei längerer Abwesenheit empfiehlt sich ein Eimer, für Kakteen können auch alle Schläuche aus einem Glas gespeist werden.

Smart Gardener - ein flexibles System: bis zu acht Pflanzen können über vier Programme mit Wasser versorgt werden

Über die zugehörige App wird das Bewässerungstool für verschiedene Anwendungen konfiguriert. Sie ist vorerst nur für Android erhältlich. Die Kommunikation läuft über WLAN und NFC (Near Field Communication). Ist das Wasserdepot leer, sendet die App eine Benachrichtigung. Die Bewässerungsprogramme sind dauerhaft gespeichert, werden also auch von einem Stromausfall nicht zurückgesetzt. Smart Gardener nimmt die Bewässerung wie gehabt wieder auf, sobald Strom verfügbar ist.

Die Konfiguration des Smart Gardeners erfolgt per Android-App

Smart Gardener im Vergleich mit Mindy und Grovio

Das smarte Bewässerungssystem von AMaronics bietet Flexibilität und Verlässlichkeit beim Wässern der Pflanzen im Hausinneren. Elegant sieht es allerdings nicht aus – Schläuche und Eimer oder Tassen als Wasserdepot vermitteln den Eindruck einer Intensivstation für Grünzeug. Für den Gießdienst im Urlaub ist der Smart Gardener also perfekt, im Alltag aber nicht dekorativ genug. Die Bewässerungssysteme Mindy und Grovio sind optisch ansprechender, dafür ist das Wasserreservoir zu gering, um gleich mehrere Pflanzen über Tage und Wochen hinweg zu versorgen.

Marktchancen smarter Bewässerungssysteme

Neu ist die Idee der smarten Bewässerung von Zimmerpflanzen nicht. Neben appgesteuerten Sensoren wie Växt und Parrots Flower Power haben wir etwa die Pflanzenpflege-Systeme Mindy und Grovio vorgestellt, die teilweise noch weitere Funktionen neben der Bewässerung bieten. Das Interesse beim Zielpublikum scheint nicht auszureichen – die Kickstarter-Kampagnen sowohl von Mindy als auch Gorvio wurden abgebrochen. Auch das Crowdfunding für AMaronics läuft eher schleppend. In den nächsten sechs Tagen entscheidet sich, ob das Start-up aus Stuttgart das Finanzierungsziel von 25.000 Euro erreichen kann.

Den Parrot Pot in schwarz gibt es etwa bei   Amazon.

 

Preise und Verfügbarkeit des Smart Gardener

Momentan ist Smart Gardener in der Endphase des Crowdfundings und braucht noch Unterstützung. Die Kickstarter-Kampagne endet am 28. Juni 2017 – für 89 Euro können die Smart Gardener Packs derzeit erstanden werden. Die UVP liegt bei 119 Euro, die wasserdichte Balkonbox ist für einen Aufpreis von 15 Euro erhältlich. Geliefert werden sollen die Bewässerungssysteme im Oktober.

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Nach dem Studium der Kultur- & Medienwissenschaft und der freiberuflichen Tätigkeit als Übersetzerin, Lektorin und Texterin nun kritisches Auge der homeandsmart.de-Redaktion. Anfangs völlig technikfremd, mittlerweile Expertin für das breite Wissen rund um die Thematik Smart Home und Home Automation.

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