7 Tipps zur Smart Home Installation, die Profis ungern verraten Smart Home Installation – so verblüffend einfach ist es wirklich!

„Die Installation von Smart Home Geräten ist kompliziert und erfordert ein tiefes Technikwissen.“ Wenn Sie diesen Satz schon einmal gehört haben oder glauben, sollten Sie unbedingt unsere 7 Tipps zur einfachen Smart Home Installation lesen. Wir verraten Expertenwissen, das jeder selbst anwenden kann, egal ob in der 1-Zimmer-Wohnung oder Vorstadtvilla. Wer unsere Tipps beherzigt, spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Eine Smart Home Installation ist einfacher als viele denken

Warum jeder Nutzer diese 7 Tipps zur Smart Home Installation beherzigen sollte

Der Traum vom eigenen Smart Home ist mittlerweile für jeden erschwinglich. Trotzdem bereitet die Installation vielen Neueinsteigern Probleme. Manche Entscheidungen stellen sich nachträglich als Fehlentscheidungen heraus und der Spaß am intelligenten Zuhause ist nachhaltig getrübt. Noch schlimmer ist es, wenn alte Installationen für viel Geld nachgebessert oder ersetzt werden müssen.

Tatsache ist: Die häufigsten Fehler bei der Smart Home Installation lassen sich einfach vermeiden. Dafür ist nicht gleich ein Experte nötig, denn wir verraten die 7 besten Profi-Tipps, mit denen Sie selbst zum Experten werden und die eine Smart Home Installation spielend einfach macht. Doch das Wichtigste ist, dass diese Profi Tipps für nachhaltigen Smart Home Spaß und Nutzen sorgen.

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Tipp 1 – Den richtigen Funkstandard für das zu installierende Smart Home wählen

Wer bei der Smart Home Installation zuerst an Alexa, Siri oder Google Assistant denkt, hat schon den ersten Fehler gemacht. Denn die Smart Home Installation beginnt bereits bei der Planung des Funkstandards, auf dem das Smart Home später basieren soll. Ein WLAN Netzwerk ist dabei so gut wie immer nötig, denn über das WLAN Heimnetzwerk erfolgt die Verbindung der Smart Home Komponenten mit dem Smartphone. Letzteres ist für die Bedienung oder Installation von Geräten nötig.

Die für Privathaushalte am häufigsten eingesetzten Funkstandards sind WLAN, ZigBee oder Z-Wave. Daneben existieren auch proprietäre Funkstandards, die meistens auf ZigBee basieren. Die größten Vorteile und Nachteile der einzelnen Systeme:

  • WLAN: WLAN Smart Home Geräte sind oft günstig, verbrauchen aber mehr Strom und sind auf die WLAN-Reichweite begrenzt. Gerade im Entertainment-Bereich, wie Musik- oder Videostreaming gibt es viele Lösungen. Auch intelligente Lautsprecher nutzen das WLAN-System. Ein großer Vorteil: Für den Einsatz von Smart Home Geräten, die den WLAN Funkstandard nutzen, ist in der Regel kein Hersteller-abhängiges Smart Home System nötig.
  • ZigBee: Der ZigBee Funkstandard ist stromsparend und hat einen großen Vorteil: Jedes ZigBee Gerät ist in der Regel auch ein Funkverstärker, so dass sich das ZigBee Netz und damit die Reichweite von selbst erweitert. Dafür sind die ZigBee Smart Home-Geräte aber auch teurer.
  • Z-Wave: Der Z-Wave Funkstandard wurde für die Hausautomation entwickelt und bereits Anfang der 2000er Jahre entwickelt, weshalb eine große Geräteauswahl existiert. Der Nachteil ist, dass der Funkstandard an Popularität verloren hat und Z-Wave Geräte oft nur innerhalb eines Smart Home Systems zum Einsatz kommen.
  • ConnectedHome over IP: Für Ende des Jahres 2020 haben große Smart Home Anbieter wie Amazon, Google und Apple den gemeinsamen Smart Home Funkstandard ConnectedHome over IP angekündigt. Ziel ist es, eine bessere Interoperabilität zu erreichen.

Unser Experten Rat: Für den Einstieg raten wir zum Einsatz von WLAN oder ZigBee. Eine gute Grundlage bieten hier die intelligenten Lautsprecher Amazon Echo Plus oder Amazon Echo Studio. Beide bieten WLAN und einen integrierten ZigBee Hub.

Lohnt es sich auf den neuen ConnectedHome over IP Funkstandard zu warten? Jein. Selbst wenn es zum Jahresende neue intelligente Lautsprecher oder Smart Home Zentralen gibt, die den neuen Standard unterstützen, wird es noch eine Weile dauern, bis eine nennenswerte Gerätevielfalt zur Verfügung steht.

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Tipp 2 – Den Grad des Datenschutzes vor der Smart Home Installation festlegen

Ein Punkt, den man vor der Smart Home Installation ebenfalls beachten sollte, ist die persönliche Hemmschwelle in Sachen Privatsphäre und Datenschutz. Medien schüren die Angst, dass intelligente Lautsprecher private Gespräche mithören.

Wie überall im Leben gibt es auch bei der Smart Home Nutzung keine Garantie gegen den Missbrauch von Geräten. Allerdings sind hier die technischen Hürden sehr hoch gesetzt. Mit jeder Kartenzahlung im Supermarkt gibt man vermutlich über seinen Warenkorb mehr Lebensgewohnheiten preis als über seine Smart Home Nutzung. Das gleiche gilt für das Surfen im Internet von zuhause aus.

Unterscheiden sollte man bei der Smart Home Installation, ob man sich für Geräte und Lösungen entscheidet, die mit einer Hersteller-Cloud kommunizieren oder, ob die Intelligenz auf Wunsch gänzlich vor Ort in der Smart Home Zentrale untergebracht ist, wie z. B. bei Homematic oder Bosch.

Eine Kommunikation mit dem Internet ist trotzdem meist erforderlich, da bei guten Systemen und Geräten automatisch Firmware-Updates installiert werden. Ein Austausch von Nutzungs- oder Account-Daten ist dafür nicht nötig.

Wer einen Sprachassistenten nutzen will, um seine Smart Home Geräte via Sprachkommando zu steuern, ist auf eine Cloud-Verbindung angewiesen.

Unser Experten Rat: Um sich vor Smart Home Hacker zu schützen, Geräte und Systeme in einem WLAN Gästenetz einrichten und sichere Passwörter vergeben.

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Tipp 3 – Frühzeitig für einen Sprachassistenten entscheiden

Unsere Redaktion ist sich einig: Der volle Smart Home Genuss entfaltet sich erst in Verbindung mit einem digitalen Sprachassistenten, wie Alexa, Google Assistant oder Siri. Dabei sorgen die Helfer nicht nur für einen hohen Entertainment-Faktor, sondern auch für barrierefreien Wohnen. Insbesondere Nutzer, die in ihrer Beweglichkeit oder Sehkraft eingeschränkt sind, erfahren mit dem Einsatz eines Sprachassistenten eine große Hilfe.

Die Wahl der Künstlichen Intelligenz ist deshalb so wichtig, weil sie über die zur Verfügung stehende Gerätevielfalt mitentscheidet. Denn die Sprachsteuerung funktioniert nur, wenn die Smart Home Geräte kompatibel zum Sprachassistenten sind. Alexa und Google Assistant nehmen hier klar Spitzenplätze ein.

Ein weiterer Vorteil ist das Anlegen von Smart Home Routinen oder Szenen. Das sind Wenn-Dann-Bedingungen, die definieren, wie sich ein Gerät verhalten soll, wenn ein bestimmtest Ereignis eintritt. Diese lassen sich in der jeweiligen Sprachassistenten App einfach festlegen, ohne dass Programmierkenntnisse nötig sind. Die Künstlichen Intelligenzen übernehmen damit Funktionen, die bislang der Zentrale eines Smart Home Systems vorbehalten waren.

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Tipp 4 – Die passenden Smart Home Geräte vor der Installation wählen

Jetzt geht das darum die richtigen Smart Home Geräte für die Smart Home Installation zu wählen. Wer sich für ein Smart Home System entschieden hat, kann hier auf fertige Sets zugreifen, wie dem Bosch Starter Set Sicherheit. Für spätere Erweiterungen sind Nutzer dann in den meisten Fällen auf die Geräte eines Herstellers beschränkt. Der Vorteil: Die Komponenten sind optimal aufeinander abgestimmt und lassen sich alle mit einer einzigen Smart Home App bedienen. Für Einsteiger sind Smart Home Systeme sehr installationsfreundlich. Allerdings sollten Nutzer auf die Kompatibilität mit ihrem Wunsch Sprachassistentin achten.

Wer sein Smart Home Set selbst zusammenstellen will, muss sich nun um die richtige Gerätezusammenstellung kümmern. Dabei sind schon Smart Home Zusammenstellungen für zirka 200 Euro und weniger möglich. Auch hier ist besonders auf die Kompatibilität mit dem gewählten Sprachassistenten zu achten. Denn über dessen App werden später die gewünschten Smart Home Routinen (Wenn-Dann-Bedingungen) eingerichtet. Zudem sollten alle Einzelkomponenten mit dem gleichen Funkprotokoll zusammenarbeiten.

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Tipp 5 – Die wichtigsten Vorbereitungen für die Smart Home Installation

Bevor die Smart Home Geräte ins Heimnetzwerk eingebunden werden, sollten Nutzer die vorhandene Infrastruktur in den heimischen vier Wänden überprüfen. Reicht die WLAN-Abdeckung aus? Wenn nicht, empfiehlt wir der Einsatz einer Mesh WLAN Lösung. Diese ähneln normalen WLAN-Repeatern, bieten jedoch einen großen zusätzlichen Nutzen: Alle Mesh WLAN Funkpunkte arbeiten unter dem gleichen Netzwerknamen. Bei einem WLAN Repeater wird in der Regel ein zusätzliches WLAN Netz eingerichtet. Das führt zu Problemen bei der Smart Home Geräte Installation, da sich das Smartphone, auf dem die zugehörige App installiert wird, der intelligente Lautsprecher und/ oder die Smart Home Zentrale alle im gleichen Netzwerk befinden müssen.

Ein weiterer Punkt bei der Vorbereitung klingt banal, führt aber immer wieder zu Verzögerungen im Aufbau: Sind genügend Steckdosen für die Smart Home Installation vorhanden? Falls nicht, sollte man vorab eine gute Mehrfachsteckdosenleiste kaufen.

Unser Experten Rat: Sind die Wände zu dick für WLAN, was öfters bei Altbauten vorkommen kann, bietet ein Powerline Mesh Netzwerk eine gute Alternative. Beim Kauf einer Mehrfachsteckdosenleiste immer auf einen integrierten Überspannungsschutz achten.

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Tipp 6 – Den richtigen Zeitpunkt für den Kauf abwarten

Wer es nicht eilig hat, kann bei der Smart Home Installation viel Geld sparen. Das gilt vor allem für saisonale Produkte. Im Sommer sind smarte Thermostate oft günstiger als in den kalten Jahreszeiten. Zu Weihnachten oder am Black Friday, der immer auf den vierten Donnerstag im November fällt, gibt es viele Technikprodukte zu stark reduzierten Preisen. Auch bei den intelligenten Lautsprechern Amazon Echo und Google Home finden regelmäßig Preisaktionen statt.

Unser Experten Rat: Kaufen Sie antizyklisch ein, also Thermostate im Sommer und Rasenroboter im Winter. Verfolgen Sie unsere Smart Home Deals-Rubrik, um Geld zu sparen.

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Tipp 7 – So installieren Sie Smart Home Geräte stressfrei

Sie haben alle 6 vorgenannten Experten Tipps zur einfachen Smart Home Installation berücksichtigt? Dann müssen die Geräte nur noch angeschlossen und vernetzt werden. Bei einem Smart Home System beginnt die Installation mit der Smart Home Zentrale, bei einem DIY Smart Home empfehlen wir mit dem intelligenten Lautsprecher anzufangen. Im Prinzip erfolgt die Installation aber immer in den gleichen einfachen 5 Schritten:

  1. Überprüfen, ob das Smartphone am gleichen Heimnetzwerk angemeldet ist, wie das zu installierende Smart Home Gerät.
  2. Das Smart Home Gerät mit dem Stromnetz verbinden.
  3. Die dazugehörige App auf das Smartphone herunterladen und starten. Bei einigen Herstellern ist hier das Anlegen eines Nutzer-Accounts notwendig.
  4. Das Gerät in der App am Heimnetzwerk anmelden.
  5. In den meisten Fällen kann man nun einen eigenen Gerätenamen vergeben und das Gerät einer Kategorie zuordnen.

Das Smart Home Gerät ist nun bereits voll funktionsfähig. Die Verbindung mit einem Sprachassistenten erfolgt über einen Skill oder ganz einfach per Sprachbefehl, indem man z. B. Alexa anweist, nach neuen Geräten zu suchen.

Unser Experten-Tipp: Viele Smart Home Geräte benötigen bei der Installation ein 2,4 GHz WLAN Netz, moderne Router richten aber oft ein 5 GHz Netz ein. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, muss manuell Hand an den Router-Einstellungen angelegt werden. Melden Sie sich im Internetbrowser an ihrer Router-Adresse an und setzen sie die Netzwerkeinstellung auf 2,4 GHz. Nach der Installation wählen Sie dann die Einstellung „Dual Band 2,4 / 5 GHz“. Das bedeutet, dass der Router beide Netzwerkfrequenzen bedient. Voraussetzung ist, dass es sich um einen Dualband-WLAN-Router handelt, was aber mittlerweile Standard ist.

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Stand: 20.10.2020
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Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.