Smart Home ohne Internet Smart Home offline? Wenn Internet & Cloud ausfallen

Der Weg zum eigenen Smart Home ist einfach wie nie. Doch was passiert, wenn plötzlich Internet und Cloud ausfallen? Wir geben Entwarnung: die Kerzen können in der Schublade bleiben. In unserem Ratgeber erklären wir, was bei Alexa, Google & Co. passiert, wenn die Cloud ausfällt und welche Alternativen bei einem Internet-Ausfall gelassen weiterarbeiten.

Smart Home Systeme ohne Internet ist möglich - macht aber nicht wirklich Spaß

Smart Home offline – das Wichtigste in Kürze

Internetausfälle sind keine Seltenheit und so gut wie Jeder ist manchmal davon betroffen. Doch was passiert dann mit dem Smart Home? Das wichtigste Smart Home Wissen dazu in Kürze:

Cloud: Ein Smart Home, dessen Zentrale sich in der Cloud befindet, ist von einem Internetausfall am stärksten betroffen. Hier muss die Bedienung dann direkt am Gerät erfolgen.

Smart Home Zentrale: Smart Home Systeme mit einer physischen Zentrale arbeiten auch bei einem Internetausfall weiter, allerdings ist meist keine App-Bedienung mehr möglich.

WLAN: Auch wenn das Internet ausfällt, ist das heimische WLAN-Netzwerk noch aktiv, weshalb theoretisch eine App-Bedienung vor Ort möglich wäre. Voraussetzung: Für die Fernbedienung via Smartphone ist keine Cloud nötig.

Smart Home ohne Internet – das passiert mit Alexa & Co.

So gut wie alle Sprachassistenten sind in der Cloud zuhause, weshalb ein Smart Home, das rein auf Alexa oder Google Assistant basiert, bei einem Internetausfall nicht mehr per Sprache gesteuert werden kann. Auch vom Nutzer angelegte Smart Home Routinen werden nicht mehr ausgeführt, da diese in der Cloud hinterlegt sind.

Ebenfalls betroffen ist die Sprachsteuerung von kompatiblen Smart Home Systemen mit eigener Smart Home Zentrale.

Amazon und Google arbeiten derzeit daran, wichtige Sprachbefehle direkt in ihre intelligenten Lautsprecher zu integrieren. Erste Ansätze sind zum Beispiel Amazons Neural-Chips, die z. B. die Stimme eines Nutzers erkennen, ohne dass erst eine Abfrage in der Cloud starten zu müssen. Derzeit sind die Funktionen aber im Großen und Ganzen erst in den USA verfügbar.

Wer also ein Alexa Smart Home mit verschiedenen Alexa-kompatiblen Geräten aufbaut, anstatt auf ein Smart Home System mit Zentrale zurückzugreifen, ist bei einem Internetausfall am stärksten betroffen. Er muss seine Geräte dann herkömmlich manuell per Hand bedienen.

Internetausfall und intelligentes Zuhause – diese Smart Home Systeme verkraften es

Wer auf der Suche nach einem Smart Home ist, das auch bei einem Internet- oder Cloud-Ausfall weiterarbeitet, muss sich für ein Smart Home System mit Smart Home Zentrale entscheiden. Wir listen beispielhaft beliebte Systeme auf, die ihren Dienst teilweise bis ganz auch ohne Internet und Cloud weiterverrichten.

Bei der Wahl eines Smart Home Systems empfehlen wir auf Geräte mit ZigBee oder Z-Wave-Funkstandard zu setzen, da diese im Gegensatz zu WLAN stromsparend sind. Das stellt sicher, dass batteriebetriebene Geräte länger einsatzbereit bleiben, z. B. Heizkörperthermostate oder Bewegungsmelder. Zudem sind die Smart Home-Geräte dann auch vom WLAN-Netzwerk unabhängig.

Ob das eigene Smart Home System bei einem Internetausfall weiter per Smartphone oder Web-App bedient werden kann, lässt sich leicht feststellen. Wenn die Smart Home-Zentrale eine eigene IP-Adresse hat, ist dies theoretisch möglich, da sie dann im WLAN-Netzwerk angesprochen werden kann. Für die Steuerung aus der Ferne ist aber wieder Internet nötig.

So verhält sich das Hornbach Smart Home bei einem Internetausfall

Das Hornbach Smart Home System ist besonders günstig und unterstützt Smart Home-Geräte verschiedener Hersteller. Fällt das Internet aus, bleiben angelegte Smart-Home-Routinen und Zeitschaltpläne erhalten. Eine Steuerung der Smart Home Geräte aus der Ferne über Smartphone App ist nicht möglich. Es werden ZigBee-, Z-Wave- und WLAN-Geräte unterstützt.

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Wie das Homematic IP Smart Home System auf einen Internet-Ausfall reagiert

Beim Homematic IP Smart Home System werden unter „Automatisierung“ erstellte Regeln in der Cloud gespeichert und sind bei einem Internetausfall nicht mehr ausführbar. Cloud-unabhängig sind Funktionen wie Heiz- und Zeitprofile sowie Gruppenfunktionen. Einen Funktionsüberblick mit und ohne Internet listet Homematic IP in einer herunterladbaren Datei auf.

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Homematic IP Smart Home Zentrale und 2 Heizkörpertheromstate für intelligentes Heizen
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Stand: 29.11.2021

Bosch Smart Home System zeigt sich von einem Internet-Ausfall weitgehend unbeeindruckt

Das Bosch Smart Home System nutzt ebenfalls eine eigene Smart Home Zentrale. Dort befindet sich die Intelligenz des Systems. Fällt das Internet aus, werden die Smart Home Routinen weiter ausgeführt. Eine Steuerung aus der Ferne via Smartphone ist jedoch nicht mehr möglich.

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Homee Smart Home System routet bei Internetausfall intelligent

Das Homee Smart Home System bringt wie das Hornbach System ebenfalls Smart Home Geräte verschiedener Hersteller zusammen. Smart Home-Regeln sind in der Zentrale vor Ort hinterlegt. Bei einem Internetausfall wird nicht über das Internet, sondern direkt per WLAN-Heimnetzwerk kommuniziert. Über einen „Standalone Mode“ lässt sich Homee sogar komplett ohne Internet nutzen, allerdings ist auch hier keine Steuerung aus der Ferne per Smartphone möglich.

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Starter Set aus Brain Cube und ZigBee Cube. Mit hoher Datensicherheit und Sprachsteuerung.
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Stand: 29.11.2021

Warum ist Internet und Cloud für alle Smart Home Systeme wichtig?

wichtig. Denn über das Internet erhalten die Smart Home Geräte und die Zentrale wichtige Firmware- und Funktions-Updates. Früher mussten diese per USB-Stick auf die Geräte aufgespielt werden. Per Internet geschieht dies automatisch.

Durch die zunehmende Vernetzung im „Internet der Dinge“ sind Smart Home Systeme ohne Internetzugang in ihren Funktionsumfang sehr eingeschränkt. Zwei Beispiele, die der Nutzer sofort erlebt: Er kann seine Geräte nicht aus der Ferne per Smartphone App steuern und es ist keine Sprachsteuerung möglich. Bei letzterer wird die Cloud der Sprachassistenten mit der des Smart Home-Herstellers vernetzt.

Alexa Smart Home-Geräte ohne Internet und Cloud nutzlos?

Wer ein reines Alexa Smart Home aufgebaut hat, muss nicht verzagen. In der Regel dauern Internetausfälle nicht lange und in dieser Zeit können die Alexa-kompatiblen Geräte direkt am Geräteschalter bedient werden.

Wie Smart Home-Einschränkungen bei einem Internetausfall vorbeugen?

Viele Anwender nutzen einen Sprachassistenten, um smarte Leuchtmittel intelligent zu schalten. Da die Sprachassistenten bei einem Cloud-Ausfall nicht mehr funktionieren, können Nutzer mit Funkfernsteuerungen entgegenwirken. Hier sollten Nutzer bereits vor dem Kauf recherchieren, ob die smarten Leuchtmittel mit einer smarten Funkfernsteuerung gekoppelt werden können.

Funktionieren meine Smart Home WLAN-Geräte bei einem Internetausfall weiter?

WLAN wird fälschlicherweise oft mit Internet gleichgesetzt. Tatsächlich ist WLAN nur ein Funkstandard, über den Internet-Daten transportiert werden. Empfangen werden die Daten mit dem Internet-Router und dann von dort über den WLAN-Router drahtlos an die Empfänger verteilt. WLAN-Geräte können über den WLAN-Router kommunizieren und Daten austauschen, auch wenn der Internet-Router ausgefallen ist. In den Anfangsjahren des Internets waren Internet-Router und WLAN-Router meist zwei verschiedene Geräte. Mittlerweile sind beide Funktionen mehrheitlich in einem Gerät vereint. Kurz und knapp: Ja. WLAN Smart Home Geräte können auch bei einem Internetausfall noch miteinander kommunizieren, aber keine Daten mehr aus dem Internet empfangen.

Ist ein Alexa Smart Home schlechter als ein Alexa-kompatibles Smart Home System?

Jein. Mittelfristig werden sich intelligente Alexa-Lautsprecher zu Smart Home Zentralen entwickeln. Derzeit ist das aber noch nicht der Fall, weshalb Smart Home Systeme mit dedizierter Smart Home Zentrale immer noch „die Nase vorne haben“ – insbesondere, wenn das Internet ausfällt und das Smart Home keine Verbindung zur Cloud mehr aufnehmen kann. Der Vorteil eines Alexa Smart Homes ist der oft sehr günstige Preis der Alexa-kompatiblen Geräte und die Herstellerunabhängigkeit. Ein besser oder schlechter gibt es in unseren Augen nicht: beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die letztendlich jeder Nutzer für sich selbst entscheiden muss.

Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.

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