Mit Amazon zum smarten Auto Connected Car: Alexa macht sich fit für den Straßenverkehr

Sprachassistentin Alexa begegnet uns auf immer mehr Geräten: Musikanlagen, Fernseher und Wecker warten nur darauf, den nächsten Sprachbefehl entgegen zu nehmen. Ein noch viel interessanterer Einsatzbereich für eine hands-free-Steuerung ist aber das Auto. Deshalb hat Amazon Partnerschaften mit zahlreichen Autoherstellern gestartet. Künftige Automodelle werden demnach mit der Integration der Alexa-Sprachsteuerung aufwarten. Was dann mit Alexa im Auto möglich sein wird und wie auch das unvernetzte Auto schon heute mit Alexa-Steuerung ausgestattet werden kann, verrät die homeandsmart-Redaktion.

Die Zukunft des Smart Cars: Ford integriert Alexa in neue Modelle
Logitech ZeroTouch Smartphonehalterung mit Sprachsteuerung und Gestensteuerung
Alexa als Beifahrerin
Logitech ZeroTouch

Mit der Smartphonehalterung für Android-Geräte von Logitech erhalten Sie eine kompetente virtuelle Beifahrerin: Alexa Sprachsteuerung, Gestensteuerung und magnetische Fixierung des Handys. Bei Amazon mit Primeversand verfügbar. (Stand 05.05.2017)

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Amazon kooperiert mit Ford

Im Januar dieses Jahres brachte die Kooperation von Amazon und Ford die ersten Automodelle hervor, die die Sprachassistentin Alexa mit an Bord haben. Zu diesen ersten Modellen zählen der Ford Focus Electric, Fusion Energi und C-MAX Energi. Weitere Modelle sollen von VW, BMW und Hyundai folgen. Mit ihnen kann der Sprach-Service für einige autospezifische Funktionen genutzt werden. Die große Enttäuschung: Das funktioniert bislang nur von zuhause aus.

Besitzer der genannten Auto-Modelle können ihren Alexa-kompatiblen Lautsprecher, wie den Amazon Echo oder Amazon Dot, zuhause nutzen, um beispielsweise die Autotüren zu verriegeln oder das Fahrzeug zu starten. Darüber hinaus kann Alexa Informationen zum aktuellen Ladezustand oder zum Reifendruck ausgeben. Erst später sollen weitere Funktionen ergänzt werden. Dann soll es möglich sein, während der Fahrt nach dem Wetter zu fragen, Musik abzuspielen oder die Smart Home-Geräte zuhause von unterwegs aus zu steuern. Man merkt also, dass die Integration von Alexa im Auto noch in ihren Kinderschuhen steckt, das große Potenzial aber bereits jetzt abzusehen ist. Die so genannte vehicle-to-home-Integration von Alexa sieht vor, dass in Zukunft alle Alexa Skills auch im Auto zur Verfügung stehen. Dann können Benutzer von unterwegs aus ihre Einkaufsliste ergänzen, die neuesten Nachrichten abfragen oder vom Auto aus schon einmal die Heizung zuhause höher drehen.

Apple CarPlay – der Vorreiter

Weiter mit den Plänen zum Smart Car ist man bereits in Cupertino. Apple integriert seit einigen Jahren mit CarPlay die eigene Sprachassistentin Siri fest in die Konsole ausgewählter Automobile. Zu Apples Partnern zählen unter anderen Audi, BMW, Citroen, Mercedes-Benz und VW. CarPlay macht es möglich, Siri im Auto zu nutzen und bringt eine für Multimedia-Dienste wie Apple Music, Amazon Music oder Spotify optimierte Nutzeroberfläche mit sich. Hinzu kommen weitere nützliche Features wie die Integration von Nachrichten, Navigation und Freisprechfunktion für das Telefon. Alles funktioniert über Touch oder Stimmbefehle. Kurzum: CarPlay macht das iPhone zum verkehrssicheren Mitfahrer.

Wer im Smart Home nicht auf Siri, sondern auf ihre flexiblere Konkurrentin Alexa aus dem Hause Amazon setzt, hat bisher im Auto das Nachsehen: Noch sind kaum Modelle auf dem Markt, die eine Integration bieten, wie es Apple mit CarPlay vormacht. Einige Alexa-Fans hat das nicht davon abgehalten, mit etwas Kreativität doch ans Ziel zu kommen. Sie haben sich einfach ihre eigene Lösung gebastelt.

Siri ist in vielen Automodellen als Beifahrerin mit dabei. Apple CarPlay macht es möglich

Alexa im Auto – mit dem Echo Dot schon heute möglich!

Klein, rund – und ganz schön smart. Der Amazon Echo Dot ist dank seiner kompakten Größe für den Einsatz im Auto ideal geeignet. Bei amerikanischen Automodellen passt er sogar perfekt in die Getränkehalterung, in Europa fällt die leider etwas zu klein aus. Mit Strom versorgt sich der Echo Dot ganz einfach per USB-Kabel. Daten vom Auto werden darüber allerdings nicht übertragen. Sobald das Fahrzeug gestartet wird, erhält der Echo Dot Strom und schaltet sich selbständig ein.

Bleibt noch die Frage zu klären, wie die notwendige Verbindung zu den Servern von Amazon hergestellt wird. Alexa braucht schließlich ständigen Zugang zum Internet. Die Lösung ist so einfach wie clever: Entweder wird der smarte Lautsprecher an das integrierte WLAN des Autos gekoppelt oder aber er empfängt seine Daten über Tethering/ WLAN-Hotspot direkt vom Smartphone. Per Bluetooth lässt sich der Echo Dot schließlich mit dem Bordcomputer des Automobils verknüpfen – schon spielt Alexa Musik, Podcasts und mehr über das Lautsprechersystem des Autos! Bei älteren Modellen, die nicht über Bluetooth verfügen, lässt sich zum gleichen Zweck auch ein herkömmliches Audiokabel verwenden.

Die Amazon Echo Dot Lautsprecherbox mit Alexa Funktionalität
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Der kleine Bruder des Amazon Echo
Amazon Echo Dot

Der kleine Echo Dot ist jederzeit ansprechbar, beantwortet zuverlässig Fragen und steuert kompatible Systeme via Sprachbefehl. Aktuell ist Echo Dot bereits für 59,99 Euro zu haben (Stand: 16.11.2017)

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Ist Alexa als Beifahrer sinnvoll?

Alexa lässt sich im Auto genau wie zuhause verwenden: bereitwillig nimmt sie Sprachbefehle entgegen und beantwortet Fragen zu allen Wissensgebieten. Komfortabel streamt sie Musik oder Podcasts über diverse Online-Bibliotheken – allen voran natürlich Amazon Music – auf Zuruf. Außerdem gibt sie aktuelle Verkehrsinformationen aus, beispielsweise für den Weg zur Arbeit. Oder auch einfach über die Stimme Termine im Kalender abfragen – das ist praktisch, um unterwegs zu prüfen, ob noch Zeit für Besorgungen bleibt. Außerdem findet Alexa die nächsten Restaurants und Geschäfte, sie gibt dazu auch gleich die Entfernung und den Weg zum gewünschten Ziel aus. Und dank der Integration der smarten Assistentin in das eigene Smart Home lassen sich auch von unterwegs aus alle Geräte zuhause steuern. Beispielsweise, um bereits vom Auto aus die Haustür zu entriegeln oder die Lichter einzuschalten.

Mit Alexa im Auto kann unterwegs noch schnell die Einkaufsliste ergänzt werden

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homeandsmart Redakteurin Franzsika Pfeiffer

Studium Germanistik und Multimedia in Karlsruhe, Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Bertolt Brecht am KIT, freiberufliche Texterin für verschiedene Onlineformate. Auf Du und Du mit dem Raspberry Pi und dem Smart Home Marke Eigenbau. Immer auf der Suche nach spannenden Open Source-Projekten.