Kritischer Blick auf den Sprachassistenten Amazon Echo - die Smart Home Revolution für Smart Home Hasser

Bereits kurz nach dem Marktstart Anfang 2015 mischte Amazon Echo die Smart Home Welt auf, obwohl sich der schwarze Zylinder gar nicht mit den Schlagworten Smart Home und IoT vorstellte. Apple, Google, Samsung & Co mussten zusehen, wie ihnen ein HD-Lautsprechersystem mit sieben integrierten Mikrofonen und Cloud-Anbindung die Show stahl. Revolutioniert Amazon Echo das Smart Home? Ein Kommentar auf cio.com analysiert Amazon Echo aus der Sicht eines Smart Home Skeptikers.

Die Amazon Echo Dot Lautsprecherbox mit Alexa Funktionalität

Was spricht gegen das Smart Home?

James A. Martin beginnt seinen Artikel über Amazon Echo auf cio.com mit drei Argumenten für seinen Skeptizismus gegenüber dem Smart Home:

  • Viele Smart Home Devices ersetzen herkömmliche Geräte, ohne einen echten Zusatznutzen zu bieten, beispielsweise "intelligente" Kühlschränke.
  • Die Smart Home Welt ist zersplittert, mit inkompatiblen Systemen und zahlreichen konkurrierenden Protokollen wie Bluetooth, Z-Wave, ZigBee sowie dem im klassischen Internet etablierten WLAN.
  • Smart Home Anwendungen stellen bekannte Sicherheitsrisiken dar, die mit ihrem Nutzen ins Verhältnis gesetzt werden müssen.

Auf dieser Basis fragt Martin dann, was Amazon Echo anders macht.

Amazon Echo und die Privatsphäre

Amazon Echo als Trojanisches Pferd des Smart Home

Der entscheidende Unterschied zwischen Amazon Echo und den dedizierten Smart Home und IoT-Anwendungen ist gerade, dass Amazon diesen Zusammenhang bei Echo weitgehend den Blicken entzieht und das Smart Home quasi durch die Hintertür einführt. Echo präsentiert sich als High-End Lautsprechersystem mit hochwertiger Mikrofontechnik, die eine sprachliche Interaktion mit Amazon Alexa ermöglicht. Alexa ist zunächst ein Cloud-basierter virtueller Assistent, der Fragen beantwortet. Das ist die Künstliche Intelligenz, die Ihnen die IT der 1990er-Jahre versprochen hat.

Alexa und Echo können aber mehr als nur Fragen beantworten. Sie sind in der Lage, eine wachsende Zahl von Geräten zu steuern und Aufgaben zu automatisieren. Das funktioniert entweder über eine direkte Unterstützung seitens der Hersteller, wie bei Osram Lightify oder Philips Hue, über smarte Zwischenstecker, die herkömmliche Geräte schalten können, oder über den Online-Dienst IFTTT, der herstellerunabhängig verschiedenste Anwendungen verknüpfen kann.

Fazit

Auch wenn die Argumente gegen das Smart Home, die James Martin in seinem Artikel anführt, deutlich subjektiv gefärbt sind, ist am Ergebnis seiner Analyse nicht zu rütteln. Amazon Echo ist ein neuer Ansatz, der das Heim auf die sanfte Art smart macht und zuerst einen praktischen Nutzen als HD-Lautsprecher und virtueller Ratgeber bietet, bevor Sie mit dem Smart Home in Berührung kommen.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?