Reicht die Internet Verbindung aus? Internetgeschwindigkeit für das Smart Home

Smart Home-Anwendungen werden auch in Deutschland immer beliebter. 2020 waren schon mehr als 5 Millionen Haushalte mit Vernetzung und Steuerung, Komfort und Licht und anderen Smart Home-Anwendungen ausgestattet. Bis 2025 sollen es mehr als 20 Millionen werden, so sind sich Experten einig. Damit alle Anwendungen optimal funktionieren, ist Internetschnelligkeit gefragt.

Ein stressfreies und funktionierendes Smart Home erfordert eine beständige sowie schnelle Internetverbindung.

Smart Home ist nicht gleich Smart Home

Immer mehr deutsche Haushalte entscheiden sich für clevere Steuerungen, wenn es um Licht, Vorhänge und Co. geht. Doch die smarte Technologie erfordert gute Organisation und eine beständige Internetverbindung. Um zu kalkulieren, ob die eigene WLAN-Geschwindigkeit wirklich ausreicht, muss der Blick auf die integrierten Geräte erfolgen.

Grundsätzlich gibt es vier Standards bei Übertragungen: Z-Wave, ZigBee Pro, DECT ULE sowie IO-Homecontrol. WLAN ist ebenso ein Übertragungsstandard, welcher beispielsweise bei Apple und dessen HomeKit genutzt wird. Einige Hersteller haben sich auf ausgewählte Standards konzentriert. So verwenden Miele und Philips beispielsweise ZigBee Pro während Panasonic, Gigaset oder Fritzbox DECT ULE anwenden.

Die Home Base ist unverzichtbar

Geht es um die Einrichtung der Smart Home-Anwendungen, muss zunächst eine sogenannte Home Base installiert werden. Sie koordiniert und steuert sämtliche Haushaltsgeräte. Wer bei einem Internetvergleich gut recherchiert hat, konnte sich womöglich schon einen Router mit einer integrierten Smart Home-Zentrale (u. a. Fritzbox) sichern, sodass die Home Box entfällt.

Diese Internetanschlüsse werden für Smart Home-Anwendungen benötigt

Laut dem DSL-Vergleich auf DSLregional ist DSL deutschlandweit meist mit einer Standard-Internetverbindung von 16 MBit/s verfügbar. Für die wesentlichen smarten Anwendungen zu Hause völlig ausreichend, da die Steuerungen innerhalb des Netzwerkes nur wenig bzw. gar keinen Internetzugriff brauchen. Werden die Steuerungsbefehle hingegen über die Cloud aktiviert, wird mehr Bandbreite benötigt, da selbst Sprachbefehle stabile Internetverbindungen benötigen.

Uploadrate entscheidet

Geht es um die Suche der passenden Internet-Angebote orientieren sich viele Nutzer an der Downloadrate. Falsch, denn die Uploadrate spielt in der Praxis eine wichtigere Rolle. Sollen beispielsweise Bilder der Überwachungskamera gestreamt und in der Cloud gespeichert werden, ist 1 Mbit/s das Mindestmaß. Besser sind 6 Mbit/s.

Tipp: Meist werden Video-on-Demand-Dienste zu Hause genutzt und häufig sogar über die TV-Funktion in das Smart Home-System integriert. Um einen ungetrübten Filmgenuss garantieren zu können, sollte die Download-Geschwindigkeit bestenfalls 100 Mbit/s betragen (erhältlich in den DSL 100-Tarifen vieler Anbieter).

Internet Verbindung Smart Home

Zählen ist angesagt: Mbit-Wahl abhängig von der Geräteanzahl

Smart Home-Anwendungen können ganz unterschiedlich aussehen. Einige integrieren vor allem ihr Beleuchtungs- und Beschattungskonzept in die smarten Anwendungsbereiche, andere lassen sogar Küchengeräte und Co. darüber laufen. Die Anwendungsbereiche sind äußerst vielseitig. Mithilfe cleverer Lichtlösungen lassen sich beispielsweise verschiedene energiesparende Modi programmieren, welche automatisiert ausgelöst werden. Beliebt sind smarte Lösungen auch im Entertainment-Bereich. So ist über die Sprachsteuerung von Amazon, Google und Co. beispielsweise der Fernseher oder die Lieblingsmusik aktivierbar.

Noch smarter wird es in den innovativen Küchen von heute. Kühlschränke sind u. a. mit Kameras ausgestattet und bieten Informationen zum Inneren. Auf Wunsch stellen sie automatisch die Einkaufsliste zur Verfügung. Auch der Backofen lässt sich immer häufiger komfortabel über Smart Home-Anwendungen steuern. Rezeptideen herunterladen, Temperatur messen und vieles mehr - kochen und backen kann heute so leicht sein. Das Gleiche gilt auch für Waschmaschine und Trockner, denn auch sie sind immer häufiger mit smarten Anwendungen ausgestattet.

Viele Verbraucher wissen jedoch nicht, dass jedes Gerät zusätzlich deutlich mehr Bandbreite im Smart Home-Verbund benötigt. Experten empfehlen als Faustregel: 10 Geräte braucht 5 Mbit/s zusätzlich. Davon ausgenommen ist Video-Streaming. Wer sich für eine besonders innovative Überwachungskamera entscheidet und diese womöglich an verschiedenen Positionen im Haus und auf dem Grundstück integriert, sollte die bisherige Geschwindigkeit erhöhen und auf 10 Mbit/s kommen.

Mesh-Systeme für das Smart Home

Machen Router und Co. den Traum vom smarten Zuhause überhaupt mit?

Was nützt die erhöhte Internetübertragung, wenn die Hardware dies nicht unterstützt? Bevor es um die Planungen des smarten Zuhause geht, sollte der bereits vorhandene Router einem Stresstest unterzogen werden. Vor allem ältere Modelle kommen bei den aktuellen Geschwindigkeitsanforderungen an ihre Grenzen. Ist der Router ein oder zwei Jahre alt, sollte er getauscht oder zumindest ein Software-Update vorgenommen werden.

Häufig steht der Router in den eigenen vier Wänden an einer ungünstigen Stelle. Die Folge: Es gibt Störungen bei der Signalübertragung, welche sich mit wenigen Handgriffen beheben lassen. Damit die Smart Home-Anwendungen optimal funktionieren, einen möglichst störungsfreien Platz für den Router suchen.

Tipp: Mesh-Systeme helfen bei größerer Abdeckung

Für alle, die eine große Fläche mit Smart Home-Anwendungen ausfüllen möchten, gibt es eine clevere Lösung: Mesh-Systeme. Im Gegensatz zum klassischen WLAN-Router und WLAN-Repeater sind diese Systeme effizienter, denn sie verletzen sich untereinander. Das bedeutet mehr Komfort bei der Anmeldung, denn es lassen sich alle im identischen Netzwerk registrieren.

Geräte Einstellungen individuell überprüfen

Jedes Gerät hat eine individuelle Einstellung, wenn es um die Datenverbrauch geht. Um alle Hardware-Komponenten aufeinander abzustimmen, ist eine Überprüfung der Einstellungen vorteilhaft. Muss die Überwachungskamera beispielsweise wirklich eine Bildauflösung von 1080p liefern oder reicht ein Bild mit 720p nicht aus? Gleiches gilt auch für die Übertragung in die Cloud. Wer die Daten komprimiert übermittelt, spart zusätzlich Bandbreite.

Je präziser die Feineinstellungen vorgenommen werden, desto besser. Zunächst benötigt dies etwas Zeit, aber der Lohn ist eine Einsparung im Datenverbrauch. Für den besseren Überblick aller Geräte am besten schrittweise vorgehen und sich jede in der Netzwerk-Liste gespeicherte Gerät ansehen und falls nötig Einstellungsanpassungen vornehmen.

Diese Smart Home-Fehler lassen sich vermeiden

Wer erstmalig Smart Home-Anwendungen einrichtet, kann dabei einiges falsch machen. Die Folge: Die einzelnen Anwendungen funktionieren nicht wie gewünscht und es macht sich womöglich Frust bereit.

Zu den häufigsten Fehlern gehört die Wahl einzelner smarter Geräte statt eines kompletten Systems. Für den Einstieg natürlich leicht, auch in der fortlaufenden Bedienung viel zu kompliziert. Viele Nutzer setzen beispielsweise auf eine smarte LED-Lampe und eine Funksteckdose. Beide werden häufig über App gesteuert, jedoch meist über zwei verschiedene Anwendungen. Sollen künftig noch mehr Geräte miteinander kombiniert werden, ist ein komplettes Smart Home-System von Vorteil. Darüber lassen sich alle Geräte über eine Anwendung steuern.

Auch die Sicherheit sollte beim smarten Netzwerk zu Hause oberste Priorität haben. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik informiert regelmäßig über aktuelle Risiken und empfiehlt das Schließen der Sicherheitslücken. Damit das eigene Netzwerk bestmöglich geschützt ist, sollte ein zusätzliches Gästenetzwerk angelegt werden. Freunde und Bekannte, die zuhause zu Besuch sind, können sich auf Wunsch komfortabel mit dem Internet verbinden, ohne bei dem Hauptnetzwerk Schaden durch Viren und Co. verursachen zu können.

Tipp: Viele Smart Home-Nutzer verpassen regelmäßige Sicherheitsupdates. Wer sein Netzwerk nicht auf dem neuesten Sicherheitsstand hält, setzt sich selber leichtfertig gefahren Durchangriffen aus. Am besten die Konfiguration so einstellen, dass automatisch Updates erkannt, heruntergeladen und installiert werden. Wer Angst hat, hierbei den Überblick zu verlieren, kann sich eine Software-Update-Information zustellen lassen.

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