So geht’s – in 5 Schritten eigene Wallbox installieren Ladestation zu Hause einrichten

Ein Elektroauto bringt nicht nur Vorteile mit sich, sondern wirft auch juristische und organisatorische Fragen auf. Zum Beispiel: Wie und wo kann ich mein E-Auto mit Strom betanken? Darf ich den Ladevorgang an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose durchführen? Und wie sieht es aus, wenn ich eine Wallbox bzw. Ladestation in der angemieteten Garage oder der gemeinschaftlichen Tiefgarage eines Mietshauses installieren möchte? Wie komme ich an den Anschluss für ein Elektroauto in der Garage? Wer in der Mietwohnung eine Wallbox installieren möchte, muss einiges beachten.

In 5 Schritten zum Wallbox Anschluss daheim

Ladestation als Mieter in Mietswohnung einrichten

3.000 Euro Kaufprämie erhalten Autofahrer, die sich ab 2018 ein Elektrofahrzeug zulegen. Außerdem winkt eine auf zehn Jahre ausgelegte Befreiung von der Kfz-Steuer. Auch das Aufladen des eigenen Stromers wird zunehmend einfacher. Europaweit steigt die Anzahl der Investoren, die den Ausbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes vorantreiben. Nur zu Hause bleiben Elektrofahrzeuge häufig ohne Saft. In Mehrfamilienhäusern und anderen Mietobjekten mangelt es immer noch an adäquaten Lademöglichkeiten. Diese Problematik ist einer der maßgeblichen Bremsklötze der aufkeimenden Elektromobilität. Wer parkt sein Auto schon gern Nacht für Nacht an den wenigen und häufig weit von zu Hause entfernten öffentlichen Ladestationen?

Das Kernproblem: Wer im Eigenheim wohnt, entscheidet in der Regel selbst über Für und Wider einer Ladestation – Mieter haben hingegen einige Hürden zu nehmen und Vorschriften zu beachten, bevor das eigene Elektrofahrzeug an die Steckdose darf.

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Ladestation in Mietobjekten – Probleme und juristische Hürden

Grundsätzlich ist es Mietern nicht verboten, eine Wallbox zu installieren und damit ihr Elektroauto zu Hause mit Strom zu versorgen. Ein Rechtsanspruch besteht jedoch nicht. Sie müssen also nicht nur die technischen Voraussetzungen schaffen, sondern sind zusätzlich auf das Wohlwollen des Eigentümers und Vermieters angewiesen. Ohne explizite Zusage keine Wallbox.

Problematisch sind Eigentümergemeinschaften. Wer in einer Wohnanlage lebt und auf den dortigen Stellplätzen Stromkabel verlegen sowie eine Ladestation installieren möchte, muss zunächst die Zustimmung der Miteigentümer einholen. Im schlimmsten Fall bittet ein Mieter also zunächst bei seinem Vermieter um Erlaubnis, der wiederum die Zustimmung der Miteigentümer einholen muss. Ein langwieriges Prozedere, an dessen Ende in der Regel eine eigens einberufene Eigentümerversammlung über das Vorhaben abstimmt.

Wer sich Schritt für Schritt zur eigenen Wallbox vorarbeiten möchte, muss also zunächst klären, ob die Zustimmung des Eigentümers oder der Eigentümer zur Installation einer solchen Ladevorrichtung gegeben ist. Anschließend sind die örtlichen Gegebenheiten zu prüfen und gegebenenfalls die technischen Voraussetzungen für die Wallbox zu schaffen.

Die private Ladestation für das Elektroauto daheim - eine Wallbox zu Hause installieren ist praktisch

E-Auto im Mehrparteienhaus aufladen – darauf ist zu achten

Nun könnten E-Auto-Besitzer ihr Fahrzeug auch einfach an eine haushaltsübliche 230-Volt-Steckdose anschließen. Ein solcher Ladevorgang wird im Vokabular der Elektromobilität jedoch nicht umsonst als Notladung bezeichnet. Die Prozedur dauert zwischen 8 und 14 Stunden und sorgt für eine unnatürliche Dauerbelastung der nicht auf solche Vorgänge ausgelegten Hausstromverkabelung. Es gab Fälle, in denen Schukosteckdosen durch diese unsachgemäße Verwendung mit einem Elektroauto geschmolzen sind.

In der Regel stellt sich diese Frage aber gar nicht erst. Nur wenige der Millionen Garagenhöfe, Tiefgaragen, Stellplätze und Carports in Deutschland sind überhaupt an das Stromnetz angeschlossen. Beleuchtung in einer Mietgarage galt Jahre als Luxus, und auch sonst gab es in Zeiten regulärer Verbrennungsmotoren nur selten Strombedarf.

In den meisten Fällen bleibt Elektromobilitätsbegeisterten nur die Neuinstallation einer Wallbox samt Verkabelung. Und dafür gilt:

  • Es sollte ein fester Stellplatz für das Elektroauto vorhanden sein
  • Der durch das Aufladen des Elektroautos entstehende Stromverbrauch muss dem jeweiligen Mieter eindeutig zuzurechnen sein

Es bedarf neben einer entsprechenden Neuverkabelung mit 400-Volt- Dreiphasenwechselstrom auch der Installation einer entsprechenden Zähleinrichtung. Schließlich wollen die anderen Hausbewohner die Stromversorgung des Elektrofahrzeuges nicht mittragen. Außerdem sind bei Gemeindeämtern, Ladestationsanbietern und Netzbetreibern zu erfragende Genehmigungspflichten zu erfüllen. In geschlossenen Räumen wie einer Tiefgarage kann es außerdem Auflagen bezüglich der lüftungstechnischen Ausstattung geben.

Das alles kann teuer werden. Vermieter oder Eigentümer sind nicht dazu verpflichtet, sich an den Umbaukosten für eine Wallbox zu beteiligen. Im Gegenteil: Ist nichts anderes vereinbart, kann der Mieter sogar dazu verpflichtet werden, die Umbaumaßnahmen bei seinem Auszug rückgängig zu machen. Wie mit der installierten Wallbox und den Zuleitungen bei Mietende zu verfahren ist, sollte unbedingt schriftlich festgehalten werden.

Die Ladestation zu Hause - ein Anschluss für das Elektroauto in der Garage muss her!

In 5 Schritten zur eigenen Wallbox

  • Schritt 1: Vermieter/Eigentümer über Wallbox Installation informieren

Halten Sie im ersten Schritt Rücksprache mit Ihrem Vermieter beziehungsweise dem Eigentümer oder der Hausverwaltung – bestenfalls in nachweisbarer Schriftform per E-Mail oder Postbrief. Klären Sie offene Fragen bezüglich der Stromabrechnung, dem Verbleib der Umbaumaßnahmen nach Ihrem Auszug und der Kostenbeteiligung. Vielleicht finden sich sogar weitere Hausbewohner, die das Vorhaben unterstützen.

  • Schritt 2: Eigentümerversammlung

In der Regel beruft die Hausverwaltung nach Ihrer Antragstellung eine Eigentümerversammlung ein, auf der über das Vorhaben zur Installation einer oder mehrerer Ladestationen abgestimmt wird. Häufig werden Sie ebenfalls eingeladen, um Ihr Vorhaben vor Ort zu erläutern und gegebenenfalls Vorbehalte aus dem Weg zu räumen.

  • Schritt 3: Wallbox/Ladestation auswählen

Informieren Sie sich ausführlich über die für Ihr Vorhaben passenden Ladesäulen und treffen Sie eine Entscheidung. Halten Sie am besten Rücksprache mit dem Hersteller Ihres Elektrofahrzeuges. Zur Auswahl stehen grundsätzlich die zwei Kategorien stehend montierte Ladesäule und wandmontierte Ladesäule. Letztere ist die sogenannte Wallbox. Weitere Unterscheidungen gibt es hinsichtlich der Leistung und der Eignung für Innen- und Außenbereiche. Außerdem gibt es verschiedene Zusatz- und Komfortfunktionen.

  • Schritt 4: Elektroinstallateur für Wallbox Installation beauftragen

Lassen Sie den Einbau Ihrer Wallbox unbedingt von einer Fachkraft erledigen und beauftragen Sie dazu einen qualifizierten Elektroinstallateur. So ist sichergestellt, dass die Verkabelung der Zuleitungen und die gesamte Installation den gängigen Vorschriften entsprechen und Sicherheitsbedenken ausgeräumt sind. Viele Netzbetreiber vermitteln Kontakte zu von ihnen zertifizierten Elektroinstallateuren.

  • Schritt 5: Überprüfung der Ladestation Installation

Einige Hausverwaltungen bestehen darauf, die Installation abschließend durch einen eigenen Elektroinstallateur überprüfen zu lassen. Idealerweise liegt ein zertifiziertes VDE-Prüfprotokoll vor. Nach diesem letzten Schritt können Sie Ihr Elektrofahrzeug endlich auch zu Hause aufladen.

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homeandsmart Redaktion Samira Nowosak

Gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation in Karlsruhe und selbstständige Online-Redakteurin. Fasziniert von der Google-Welt, die von optimalem Content lebt und als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs. Verantwortliche Ressort E-Mobilität bei homeandsmart.de. 

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