Smart Home & Netzwerk für Anfänger: Checkliste & Empfehlungen Smart Home Checkliste – unkompliziert ins vernetzte Zuhause

Das Thema Smart Home gilt noch immer als kompliziert und schreckt viele Interessierte ab, die ersten Schritte ins vernetzte Zuhause zu gehen. Mit unserer ultimativen Smart Home Checkliste zeigen wir Anfängern, worauf es zu achten gilt und wie einfach es mittlerweile ist, mit dem eigenen Smart Home zu beginnen. Unsere Experten-Empfehlungen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Smart Home Planung beginnt mit der Zielsetzung im Kopf

Smart Home Checkliste Frage 1 – Was will ich überhaupt?

Viele Smart Home Interessierte wissen nicht, worauf es ankommt. Wie in allen Lebensbereichen ist es schwer, den richtigen Weg zu finden, wenn man sein Ziel nicht kennt. Mit unserer Smart Home Checkliste führen wir Einsteiger zum Ziel. Dabei geben wir Experten-Empfehlungen für Einsteiger, die ihr Zuhause in ein DIY Smart Home verwandeln wollen.

Im ersten Schritt gilt es, Begriffe zu klären. Was ist ein Smart Home überhaupt? Ist ein Alexa Lautsprecher bereits ein Smart Home?

Experten-Antwort: Ein gutes Smart Home ist ein System, in dem sich verschiedene Geräte miteinander verbinden und vernetzen lassen. Dabei erstellt der Nutzer im einfachsten Fall sogenannte Wenn-Dann-Bedingungen, z. B. „Wenn die Temperatur unter 18 Grad sinkt, soll sich das Heizungsventil so lange öffnen, bis die Zimmertemperatur 23 Grad erreicht hat“. Alexa kann Teil eines Smart Homes sein, indem es Sprachsteuerung in das System einbringt, oder Entertainment- und Assistenz-Funktionen.

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Smart Home Checkliste Frage 2 – Welches Budget steht zur Verfügung?

„Alle“ wollen Porsche fahren, doch nur die wenigsten können sich einen leisten. Deshalb ist es wichtig, sich zu Beginn ein Budget-Ziel zu setzen. Wie viel Geld steht für das Smart Home sowie entsprechende Geräte zur Verfügung und muss das Smart Home sofort komplett umgesetzt werden oder reicht auch ein schrittweiser Ausbau?

Unsere Empfehlung: Planen Sie für den ersten Schritt Ihres Smart Homes zirka 200 Euro ein. Damit kaufen Sie am besten eine Smart Home Zentrale und erste Smart Home Geräte.

Smart Home Checkliste Frage 3 – Welchen Funkstandard benötige ich?

Die meisten Smart Home Systeme kommunizieren über Funk mit den eingebundenen Geräten. Wer sich für ein System entschieden hat, bindet sich damit auch an den ausgewählten Funkstandard. Zu den verbreitetsten zählen WLAN, ZigBee, Z-WAVE und proprietäre Herstellerlösungen. Daneben gibt es auch noch kabelgebundene Smart Home Systeme, sogenannte Bussysteme, für die in der Regel jedoch Fachpartner benötigt werden.

Die Wahl des Funkstandards ist wichtig, weil sie Auswirkungen auf die Smart Home Gerätevielfalt und auch Preise hat. Am günstigsten sind Smart Home Geräte, die auf den WLAN-Funkstandard aufbauen, allerdings bringen sie einen großen Nachteil mit sich: Jeder Hersteller arbeitet hier mit einer eigenen App. Wer sich für ein WLAN Smart Home entscheidet, läuft Gefahr viele Apps auf seinem Smartphone zu sammeln. Oft sind die WLAN-Geräte auch nicht miteinander kompatibel.

Unsere Empfehlung: Entscheiden Sie sich bei der Wahl ihres Smart Home Systems für eine Lösung, die gleich mehrere Funkstandards unterstützt, wie z. B. SMART HOME by hornbach, wibutler oder homee. Sie sind dann nicht an einen einzigen Hersteller gebunden und können Preise vergleichen. Die Bedienung erfolgt dann über eine einzige zentrale App. Das bietet Komfort!

Smart Home Checkliste Frage 4 – Reicht ein Alexa Lautsprecher?

Die Bedienung von Smart Home Geräten via Sprache erleichtert den Alltag. Nutzer benötigen kein Smartphone oder Tablet mehr, um ihr vernetztes Zuhause zu steuern. Mit einem intelligenten Lautsprecher wie Amazon Echo oder Google Nest Home lässt sich bereits ein kleines Smart Home einrichten. Die Geräte nutzen in den meisten Fällen den Funkstandard WLAN.

Allerdings müssen Anwender auch hier bei den meisten Geräten erst die Hersteller-App der zusätzlich gekauften Geräte installieren. Die Einbindung in das Alexa Smart Home erfolgt dann über einen Alexa Skill.

Unsere Empfehlung: Für kleine Wohnungen ist ein Alexa Smart Home durchaus ausreichend. Allerdings empfehlen wir auch hier, besser auf eine Smart Home Zentrale zu setzen, die mehrere Funkstandards unterstützt und zusätzlich Alexa-kompatibel ist.

Smart Home Checkliste Frage 5 – Welche Netzwerk-Geräte brauche ich?

Welche technischen Geräte sind für das vernetzte Zuhause nötig? Diese Frage lässt sich einfach beantworten. Auf jeden Fall notwendig ist ein WLAN-Router. Das gilt auch, wenn später ZigBee als Smart Home Funkstandard ausgewählt wird. Der Grund: Über den WLAN-Router findet die Verbindung zwischen Smart Home System und Smartphone statt. Zudem wird eine Verbindung zum Internet benötigt, um zum Beispiel auf die Hersteller-Cloud des Smart Homes oder zu Alexa herstellen zu können, wenn Sprachsteuerung gewünscht wird.

Geräte für den ZigBee und Z-WAVE-Funkstandard: Hier sind die Funk-Chips in den allermeisten Fällen bereits in den Smart Home Zentralen und Smart Home-Geräten integriert.

WLAN hat den Vorteil, dass es in den meisten Haushalt bereits zur Verfügung steht. Allerdings ist der Funkstandard im Vergleich zu Z-WAVE und ZigBee sehr energieintensiv. Zudem müssen sich die Smart Home Geräte die Bandbreite mit vielen anderen Geräten teilen, was zu Verzögerungen (Latenzen) führen kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Bewohner Videostreaming-Dienste oder Musikstreaming-Dienste nutzen.

Unsere Empfehlung: Auch wenn das ausgewählte Smart Home System einen eigenen Smart Home Funkstandard nutzt, achten Sie darauf, dass ihr Zuhause über eine gute WLAN-Abdeckung verfügt. Denn WLAN ist für die Alexa-Sprachsteuerung nötig. Bedenken Sie: Der Smart Home Funkstandard ist für eine energiesparende und ungestörte Kommunikation zwischen den Smart Home Geräten da. Für die Verbindung zwischen Smart Home, Nutzer und Alexa wird WLAN benötigt.

Smart Home Checkliste Frage 6 – Wie wichtig ist mir Datenschutz?

Datenschutz ist wichtig und leider ist gerade in diesem Bereich viel Eigeninitiative gefragt. Doch wie sicher ist mein vernetztes Zuhause und was kann ich tun, um möglichst vor Smart Home Hackern geschützt zu sein?

Hierzu müssen wir die Mechanismen, die Hacker nutzen, genauer ansehen. Größte Gefahrenstelle sind Geräte, die per WLAN eine Verbindung zum Internet unterhalten. Über sie versuchen Hacker einen „Tunnel“ zum Router und WLAN-Heimnetzwerk zu graben. Ist ihnen das gelungen, können sie auf eingebundene Geräte wie den PC zugreifen und dort wichtige Passwörter stehlen oder Daten ausspionieren.

Unsere Empfehlung: Wer ein möglichst sicheres vernetztes Zuhause verwirklichen will, setzt auf starke Passwort-Vergabe beim WLAN-Router und installiert WLAN Smart Home-Geräte in einem speziell dafür angelegten WLAN-Gäste-Heimnetzwerk.

Wer noch mehr Sicherheit für sein vernetztes Zuhause will, nutzt einen Smart Home Funkstandard wie ZigBee oder Z-Wave und entscheidet sich für ein Smart Home System, bei dem keine Internet-Verbindung nötig ist. Bei Letzteren ist dann jedoch keine Alexa-Sprachsteuerung mehr möglich. Zudem sind gänzlich Internet-freie Smart Home Systeme so gut wie nicht mehr erhältlich, da Hersteller über das Internet automatisch Firmware-Updates auf die Geräte oder Software-Updates für die Bedienung aufspielen. Firmware-Updates bringen zudem mehr Sicherheit, da sie oft Sicherheitslücken schließen.

Bei der Auswahl des Smart Home Systems raten wir zu überprüfen, ob der Anbieter einen deutschen oder europäischen Firmensitz hat, so dass sein Angebot den strengen deutschen oder europäischen Datenschutzvorschriften unterliegt.

Smart Home Checkliste Frage 7 – Wie viele Personen leben im vernetzten Zuhause?

Ein Kriterium, dass bei der Planung und Einrichtung des vernetzten Zuhauses oft übersehen wird, ist die Frage, wie viele Personen im Smart Home leben. Wer allein lebt, muss sich hier keine großen Gedanken machen. Leben aber mehrere Menschen in einem Haushalt, spielen Nutzungsrechte eine Rolle. Denn nicht jede Person soll alle Smart Home Funktionen nutzen können. Denken Sie nur an die „Streiche“, wenn Kinder oder „Freunde“ versuchen, während Ihrer Abwesenheit die Temperatur zu ändern oder via Alexa-Sprachbefehl für Sie online einzukaufen. Auf der anderen Seite müssen auch Mitbewohner in der Lage sein, das Licht in ihren Raumen zu steuern.

Unsere Empfehlung: Überprüfen Sie, ob das von Ihnen favorisierte Smart Home System eine Benutzerverwaltung anbietet.

Smart Home Checkliste – alle Fragen im Überblick

Im Folgenden fassen wir die 7 Kernfragen unserer Smart Home Checkliste noch einmal zusammen und geben eine allgemeine Empfehlung ab.

  • Was will ich überhaupt? Definieren Sie ein Ziel, indem Sie aufschreiben, was Sie von ihrem Smart Home erwarten. Setzen Sie Schwerpunkte, wie Energiekosten senken, verschiedene Lichtszenen, mehr Sicherheit oder maximales Entertainment.
  • Welches Budget steht zur Verfügung? Planen Sie für den Start zirka 200 Euro ein. Geben Sie das Geld für eine Smart Home Zentrale und erste Geräte aus oder entscheiden Sie sich für ein Starter-Set. Mit Letzterem können Sie viel Geld sparen.
  • Welchen Funkstandard benötige ich? Hier ist Recherche notwendig. Am vielseitigsten ist man mit einem Smart Home System, das mehrere Funkstandards unterstützt.
  • Reicht ein Alexa Lautsprecher? Für kleine Wohnungen lautet die Antwort ja. Trotzdem, wer mehr aus seinem Smart Home herausholen will, sollte auf System mit dedizierter Smart Home Zentrale setzen. Der Vorteil: Eine App für alle Geräte!
  • Welche Netzwerk-Geräte brauche ich? Ein einfacher WLAN-Router, wie er in den meisten Haushalten bereits vorhanden ist, reicht. Wir empfehlen ein WLAN Mesh System.
  • Wie wichtig ist mir Datenschutz? Datenschutz ist wichtig. Installieren Sie ihre Smart Home Zentrale oder Smart Home WLAN-Geräte in einem Gäste-Heimnetzwerk. Wählen Sie ein starkes Router-Passwort. Kaufen Sie bei deutschen oder europäischen Anbietern Smart Home Komponenten.
  • Wie viele Personen leben im vernetzten Zuhause? Leben mehrere Personen in ihrem vernetzten Zuhause, achten Sie drauf, dass das Smart Home System eine Benutzerverwaltung anbietet. Dann können Sie festlegen, wer welche Funktionen nutzen darf.
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Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.

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