Erfahrungsbericht - Wandschalter löscht Routine Die wichtigsten Funktionen der Philips Hue App

Das Licht per App steuern und automatisieren ist der neue Trend - Jeden Tag mit der „Sonne“ aufwachen, bei Anbrechen der Dunkelheit dimmt sich das Licht, beim Verlassen des Hauses löschen sich alle Lampen automatisch. Das sind nur wenige der praktischen Szenarien, die mit Philips Hue möglich sind. Wir haben uns angesehen, was man mit der Philips Hue App alles umsetzen kann und welche Einstellungen im Alltag besonders praktisch sind – und welche nicht.

Die Philips Hue Go als Beleuchtung im Garten

Lichtsteuerung per App wirklich praktisch?

Mit dem Licht zu spielen und die LED Birne per App innerhalb weniger Momente von Feuerrot auf Azurblau zu stellen - das ist am Anfang wirklich aufregend. Mit der Zeit lässt der Spieltrieb nach. Das smarte LED-Licht per Handyapp zu steuern – da gibt es mittlerweile bessere Alternativen: Das Philips Hue Tab beispielsweise lässt sich kabellos überall mit hinnehmen und speichert zahlreiche Lichtstimmungen oder der Amazon Echo, der den Sprachbefehl „Schalte Wohnzimmer ein“ ohne Probleme versteht.

Die Philips Hue App ist trotzdem wichtig! Denn sie sorgt dafür, dass wir am morgen mit einem „Sonnenaufgang“ in den Tag starten können und dass unser Biorythmus abends nicht von grellen Lampen gestört wird. Sprich: Unsere heißgeliebten Routinen werden durch die richtigen Einstellungen in der App passend begleitet.

Wie die App mit der Philips Hue Bridge synchronisiert wird und wie die Echtzeit-Steuerung funktioniert, haben wir in unserem großen Testartikel bereits erklärt. Heute soll es darum gehen, welche Einstellungen mit der Hue App möglich sind und wie sie funktionierten. Das haben wir in einem Praxistest mit der Philips App rausgefunden.

Smarte Lichtsteuerung mit Philips Hue App

Zuhause und Abwesend

Wie schon betont, bietet sich die Hue-App vor allem dazu an, Routinen festzulegen. Im Hauptmenü öffnet man dazu den Reiter "Routinen" und kann nun wählen, zwischen "Zuhause & Abwesend", "Aufwachen", "Schlafen gehen" und "Meine Routinen". Wer möchte, dass sich das Licht in Abhängigkeit von der eigenen Anwesenheit im Haus ein- und ausschaltet, der kann unter "Zuhause & Abwesend" die GPS-Funktion einschalten. Die App erkennt dann, ob man das Haus betritt und erleuchtet das Zimmer, welches man im Reiter „Anschalten“ ausgewählt hat. Optional kann man hier Einstellen, dass die Beleuchtung nur angeht, wenn die Sonne untergegangen ist. Natürlich kann man im Menüpunkt „Zuhause und Abwesend“ analog dazu auch einstellen, welche Räume nach Verlassen nicht mehr beleuchtet werden sollen.

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Bevor man die GPS-Funktion nutzen kann, muss man sich im Reiter "Erkunden Sie" im Haupmenü bei "Mein Hue" anmelden, da die Kommunikation hier über die Hue-Cloud stattfindet. Entweder meldet man sich über ein Google-Konto an oder registriert sich bei Philips neu. Man wird daraufhin aufgefordert auf den Verbindungsbutton der Bridge zu drücken, damit sich die Konten synchronisieren. Natürlich kann die Standorterkennung jederzeit wieder ausgestellt werden.

An dieser Stelle muss man zwei Dinge bedenken: Das GPS zieht einiges an Akku und Familienmitglieder ohne Hue-App profitieren (offensichtlich) nicht von der Funktion. Für sie muss man also Alternativen schaffen, beispielsweise in Form des erwähnten Hue Tabs oder der Amazon Echo-Sprachsteuerung. Natürlich können Familienmitglieder auch die normalen Wandschalter nutzen, allerdings werden die gespeicherten Routinen in der betreffenden Lampe dann gelöscht und müssen in der App erneut aktiviert werden. Das Löschen von vorprogrammierten Szenen passiert, sobald der Stromkreis unterbrochen, also das Licht mit dem herkömmlichen Wandschalter ausgeschalten wird. Im Praxistest hatte ich den Amazon Echo als Direktsteuerung im Einsatz. Ich habe mich schnell daran gewöhnt, nur noch die Sprachsteuerung zu benutzen. Das macht ohnehin mehr Spaß, so dass der Umstieg von Schalter auf Sprachbefehl ziemlich leicht fällt.

Aufwachen

Die mitunter beste Erfindung seit es automatische Lichtsteuerung gibt ist die Sonnenaufgang-Szene, die man im Menüpunk „Aufwachen“ ganz einfach einstellen kann. Natürlich gibt es die Möglichkeit für Wochentage, einzelne Tage und das Wochenende unterschiedliche Weckzeiten einzustellen. Außerdem entscheident man sich unter „Einblenden“, wie lange der „Sonnenaufgang“ dauern soll. Das Licht beginnt sich dann wahlweise 10, 20 oder 30 Minuten vorher hochzudimmen. Dann teilt man der App noch mit in welchem Zimmer und welche Lampe zum Wecken genutzt werden soll. Fertig! Im Praxistest hat sich die Sonnenaufgangsfunktion bestens bewährt und ist weiterhin im Gebrauch. Der Körper wird sanft geweckt und ich bin meistens schon ein paar Minuten vor dem Wecker klingeln wach.

Räume Schlafzimmer Licht Sonnenaufgang

An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass sich alle Familienmitglieder, die die Philips Hue App installieren, Zugriff auf das gleiche Konto haben. Jeder kann sich seine eigenen Routinen anlegen und individuell benennen. So auch im Menüpunkt „Aufwachen“. Es gibt also nicht nur einen Wecker den man stellen kann, sondern es können beliebig viele Weckprofile erstellt werden.

Schlafen gehen

Die Vorzüge der "Schlafen gehen"-Routine habe ich für mich bisher nicht entdeckt. Das Licht im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer zu einer festgelegten Zeit auszuschalten ist für mich praktisch unpraktisch, da ich nie genau weiß, wann ich ins Bett gehe. Man könnte aber die Einstellung vornehmen, dass beispielsweise um 22 Uhr im ganzen Haus oder in einzelnen Zimmer das Licht langsam runterdimmt und dann aus geht. Wählen kann man dabei Zeitintervalle von 15, 30, 45 und 60 Minuten. Menschen mit sehr regelmäßigen Schlafenszeiten können dem sicherlich viel abgewinnen, da es für den Körper natürlich eine angenehme Vorbereitung ist. Persönlich habe ich es bisher bevorzugt das Licht abends spontan per Sprachbefehl auszuschalten.

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Meine Routinen

Der Menüpunkt „Meine Routinen“ unterscheidet sich von den beiden vorherigen Menüs in so fern, als das man unter „Blenden“ auch die Möglichkeit hat, das Licht ohne Dimm-Effekt direkt ein- oder auszuschalten. Außerdem wählt man durch den Schieberegler neben dem Routine-Namen aus, ob das Licht also nun an- oder ausgehen soll. Dabei bezieht sich die Einstellung nicht auf eine Lampe, sondern auf den gesamten Raum. Neben dem Raumnamen erscheint ein Kreissymbol, das die Standardeinstellung der Lampe anzeigt. Tippt man es an, gelangt man zur Auswahl unterschiedlicher Farbstimmungen und kann die Standardeinstellung ändern. Mein Favorit unter den Stimmungsszenen ist Polarlichter. 

Ich verwende die "Meine Routinen"-Einstellung zum Beispiel, um im Anschluss an meine Sonnenaufgangs-Szene am Morgen ein angenehmes hellrotes Licht einzustellen. Eine zweite Routine-Einstellung sorgt dann dafür, dass das Licht bevor ich zur Arbeit aufbreche automatisch ausgeht. 

Weitere Möglichkeiten den Alltag zu erleichtern

Natürlich ergeben sich viele weitere Möglichkeiten der routinierten Steuerung, wenn man die Philips Hue LEDs mit Smart Home Produkten anderer Hersteller koppelt. So gut wie jedes Smart Home System ist offen für die Verbindung mit Philips Hue. Anregungen dazu haben wir in einer IFTTT-Galerie im Test-Artikel verlinkt.

Spannend sind außerdem die Möglichkeiten, die durch die Verschaltungsplattform IFTTT entstehen. Hier werden die Smartphone-Funktionen mit der Hue-App gekoppelt. Zum Beispiel geht mit dem entsprechenden Applet das Licht automatisch an, wenn es dunkel wird. Dafür braucht man allerdings zusätzlich die IFTTT-App, die sich dann mit der Hue-App synchronisiert.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?