60 Euro Smart Speaker mit Touchbedienung Google Home Mini - Flauschige Echo Dot-Alternative im Vergleich

Googles Antwort auf den Amazon Echo Dot ist endlich da: mit Google Home Mini kann Sprachassistent Google Assistant nun kostengünstig in allen Räumen im Haus untergebracht werden. Ganz im Stil des Google Home ist auch die kleine Version in einen Stoffbezug gehüllt – je nach Geschmack in der Farbausführung Kreide, Karbon und Koralle. Was den 60 Euro Lautsprecher Google Home Mini sonst noch auszeichnet und wie sich der Google Smart Speaker von Echo Dot unterscheidet, haben wir uns im Vergleich schon mal angeschaut.

Google Home Mini - die wohnliche Alternative zum Amazon Echo Dot
Die Amazon Echo Dot Lautsprecherbox mit Alexa Funktionalität
Bestseller
Der kleine Bruder des Amazon Echo
Amazon Echo Dot

Der kleine Echo Dot ist jederzeit ansprechbar, beantwortet zuverlässig Fragen und steuert kompatible Systeme via Sprachbefehl. Aktuell ist Echo Dot bereits für 59,99 Euro zu haben (Stand: 16.11.2017)

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Google Home Mini: Die kleine Ausführung des Google Home

Schon im August gab es Gerüchte um einen Google Home Mini, jetzt hat Google den kleinen Smart Speaker beim alljährlichen Google Event am 4.Oktober offiziell vorgestellt. Das wurde auch Zeit, denn ohne eine günstige Ausführung des Google Home werden sich die wenigsten für Googles Sprachsteuerung Google Assistant entscheiden und stattdessen auf Amazons Alexa setzen. Amazon bietet mit dem Mini-Lautsprecher Echo Dot schon seit Anfang 2016 eine günstige Ergänzung zum großen Echo-Lautsprecher an. Alexa-Sprachsteuerung in allen Räumen zu platzieren, ist damit bezahlbar geworden. Dasselbe gilt ab sofort auch für den Google Assistant.

Google Home Mini neben Google Home und Google Max

Das Offensichtliche zuerst: Google Home Mini ist klein und dezent

Das vernetzte Haus soll nicht vernetzt aussehen. Deshalb sind Geräte im Smart Home vorzugsweise entweder unauffällig oder attraktiv. Für Google Home Mini gilt beides: der Stoffbezug ist in folgenden dezenten Ausführungen erhältlich:

  • Karbon (Anthrazit) mit dunklem Fuß
  • Kreide (weiß/grau) mit weißem Fuß
  • Koralle (hell-orange) mit korallenfarbenem Fuß

Der Google Mini sieht aus wie ein kreisrundes Kissen und macht sich somit viel besser im Wohnzimmer oder Schlafzimmer als der Echo Dot von Amazon. Auch der optische Vergleich mit einem platt-gesessenen Google Home liegt nahe. Vier winzige LED-Punkte auf der Oberseite geben dabei jederzeit Auskunft, ob der Google Home Mini gerade zuhört (alle Lampen leuchten), ob sich die Anfrage in Bearbeitung befindet (Lampen leuchten nacheinander) oder eine Antwort gibt (Lampen blinken).

Wie funktioniert der Google Home Mini?

Per Far field Spracherkennung können die Sprachbefehle in einem Umkreis von mehreren Metern zum Lautsprecher an den Google Home Mini gerichtet werden, dazu nutzt man das Aktivierungswort "OK, Google" oder "Hey Google". Möchte man den Google Assistant nicht per Sprachbefehl aktivieren, tippt man einfach etwas länger auf die Oberfläche und gibt den Befehl sofort ein. Ansonsten dient das Touchfeld des Smart Speaker vor allem der Musiksteuerung. Einmal kurz antippen setzt den Song auf Pause oder setzt ihn fort. Ein Tipp auf die linke Seite reguliert die Lautstärke runter, auf Tipp auf die rechte regelt sie hoch.

An der Seite des Google Mini befindet sich außerdem ein Schieberegler, der das Mikrofon ausschaltet, so dass der Google Mini nicht mehr auf den nächsten Befehl lauscht.

Google Home Mini hat eine Touch-Oberfläche

Unterschiede Google Home Mini zu Google Home?

Die Funktionen des Google Home Mini unterscheiden sich im Wesentlichen nicht von denen des Google Home – verständlich, denn der integrierte Sprachassistent Google Assistant in beiden Lautsprechern ist cloud-basiert. Vernimmt Google Mini das Aktivierungswort „Ok, Google“ oder „Hey Google“ wird der Zugang zur Google Assistant-Cloud aktiviert: Smart Home-Geräte steuern, themenspezifische Nachrichten hören oder Timer stellen - was der Große kann, kann auch der Kleine.

Durch die Miniatur-Form wird ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Home-Lautsprechern in der klanglichen Kompetenz liegen. Für das Musikstreaming ist Home Mini also nicht die ideale Wahl, wohl aber um in Küche oder Schlafzimmer Smart Home-Geräte wie Philips Hue zu steuern oder auf die Google Actions zugreifen zu können. Dabei ist Google Home Mini - genau wie der Große - auf eine Stromquelle angewiesen – ein Micro-USB-Eingang steht dafür seitlich am Google Mini zur Verfügung. Der Verzicht auf einen Akku ist auch hier sinnvoll, denn sonst würde der Sprachassistent mangels Energie regelmäßig nicht ansprechbar sein - der Sinn des „Hands-Free“-Smart Home-Lautsprechers wäre dann hinfällig. Ein Klinkenanschluss ist genauso wie beim Google Home nicht vorhanden – um externe Lautsprecher anzuschließen, bleibt einem die Funkverbindung über Bluetooth oder WLAN per Chromecast.

Google Home Mini ist mit diesen Geräten kompatibel

LIFX Birnen
TP-Link
Wink 
Logitech Harmony Hub
August Smart Lock
Nest Thermostat
Philips Hue
Samsung SmartThings
Vivint Smart Home System
Rachio Sprinkler Controller
Frigidaire Cool Connect Air Conditioner
Best Buy
Insignia Connect WiFiSmart Plug
First AlertOneLink Thermostat
Google Chromecast

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Google Home Mini ist mit diesen Diensten kompatibel

  • Google Play Music (kostenpflichtiger Account)
  • Youtube Music (über Chromecast)
  • Spotify (Premium-Account)
  • Deezer (kostenpflichtiger Account)
  • TuneIn (Default-Radio)
  • IF by IFTTT
  • Google-Dienste wie Calendar
Google Home Mini in Charcoal oder auch schwarz

Vergleich: Google Home Mini und Amazon Echo Dot

Ob es ein Google Home Mini oder lieber ein Echo Dot werden soll, hängt vor allem davon ab, ob man sich lieber den Google Assistant oder Amazon Alexa zur Steuerung ins Haus holen möchte. Beide Sprachassistenten habe ihre Stärken und Schwächen. Optisch fügt sich der Google Home Mini wesentlich harmonischer in den Raum ein. Außerdem ist die Musiksteuerung über das Touchpad definitiv ein nettes Feature. Gerade wenn man Besuch hat, möchte man die Musik vielleicht lieber manuell über den Smart Speaker regeln, anstatt die Sprachsteuerung zu nutzen. 

Es lohnt sich, einen Blick auf unsere Tests von Amazon Echo und Google Home zu werfen, um eine Entscheidung zu treffen. Die klangliche Leistung der Lautsprecher ist nur ein zweitrangiges Kriterium, da man sich die Mini Version der Smart Speaker nicht unbedingt als Stereoanlage ins Haus holt. Möchte man aber dennoch Musik über die Mini-Lautsprecher hören, hat der Google Home Mini mit einem stärken Sound die Nase vorn. Aber wie erwähnt, es kommt wohl eher auf das Herzstück der Smart Speaker an: Alexa und Google Assistant.

Test: Google Home macht Amazon Echo im Smart Home Konkurrenz
Test: Amazon Echo - Unterhaltung mit Alexa statt Technik im Smart Home

Die Amazon Echo Dot Lautsprecherbox mit Alexa Funktionalität

Gibt es gute Alternativen zu Google Home Mini?

Um es kurz zu machen: Nein. Derzeit gibt es keinen Mini-Smart Speaker mit Google Assistant, der einen ähnlichen Sinn erfüllen würde wie Google Home Mini. Natürlich gibt es einige Wettbewerber, die Google Assistant-kompatible Lautsprecher entwickeln, allerdings konzentrieren sich diese vor allem auf die Soundqualität beziehungsweise das Musikstreaming per Sprachbefehl und sind deshalb preislich eher mit Google Home vergleichbar.

Alternativen zu Google Home:

Panasonic SC-GA10: Elegante Amazon Echo-Alternative
LF-S50G Sony Speaker mit Google Assistant
Google Home Max: Smart Speaker mit Schwerpunkt Musikstreaming

Der Sony Speaker LF-S50G lässt sich überall kabellos platzieren

Fazit: Alltagshelfer in netter Verkleidung

In Sachen Optik hat der große Google Home Amazon Echo bereits etwas Voraus und so sieht es auch bei den Mini-Varianten aus. Google Home Mini passt durch seine Stoff-Optik wesentlich besser ins Wohnbild. Die Funktionalität des Google Assistant muss Google allerdings noch ausbauen: in Deutschland sind einige Funktionen noch eingeschränkt nutzbar. Es ist zu erwarten, dass Google diese Schwächen bis zum Weihnachtsgeschäft ausmerzt, sicherlich werden die Wettbewerber dann auch einige interessante Alternativen zum Google Home Mini anbieten.

Google Home Mini – Technische Details

  • Kabelgebunden
  • Google Assistant integriert
  • Synchronisierung mit Google Mail und anderen Anwendungen
  • Google Home Actions zur Smart Home-Steuerung
  • Farben: Kreide, Asche, Koralle
  • 9,8 cm im Durchmesser
  • 4,2 cm hoch
  • Durchmesser: 98 mm
  • Stromkabel: 1,5 m
  • Gewicht 173 g
  • Netzteil und -kabel: ca. 75 cm
  • Robuste Textilabdeckung
  • Kunststoffgehäuse aus recyceltem Material
  • Rutschfeste Basis aus Silikon
  • Unterstützte Audioformate: HE-AAC, LC-AAC+, HE-AAC, LC-AAC+, MP3, Vorbis, WAV (LPCM), FLAC
  • WLAN- und Bluetooth®-Unterstützung
  • 802.11b/g/n/ac (2,4 GHz/5 GHz) WLAN
  • Integrierte Chromecast- und Chromecast Audio-Technologie
  • Bluetooth®-Unterstützung
  • Lautsprecher mit 360°-Sound mit 40 mm-Treiber
  • Mikrofone
  • Far Field-Spracherkennung ermöglicht die Bedienung per Stimme
  • Stromversorgung 5 V
  • 1,8 Micro-USB-Port
  • Micro-USB-Port1
  • Android und iOS

Google Home Mini zum Mini-Preis?

Der Home Mini macht seinem Namen alle Ehre und kostet schmale: Für 59 Euro kostet der Google Assistant Puck in Deutschland. Genau wie erwartet richtet sich Google bei der Preisgebung am Amazon Echo Dot, der ebenfalls knapp 60 Euro kostet. Da Amazon bereits den Vorteil des frühen Markteintritts hat, ist Google nicht schlecht beraten, Google Home Mini zu einem ebenso winzigen Preis anzubieten.

Der smarte Lautsprecher  Google Home ist bei tink für 115,95 Euro erhältlich.  (Stand: 09.11.2017)

 

Lesetipps zum Thema Google Home Mini

Google Home Max: Smart Speaker mit Schwerpunkt Musikstreaming

„Ok Google“: Die 100 wichtigsten Google Home Sprachbefehle
Actions on Google für Google Home im kompakten Überblick
Drei Alternativen zu Amazon Echo

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?