Saugroboter Vergleich 2017 Hausputz 3.0: Die beliebtesten Saugroboter im Überblick

Gemütlich auf dem Sofa sitzen, während ein Saugroboter die Hausarbeit erledigt? Zumindest in Sachen Bodenreinigung ist dies keine Zukunftsmusik. Denn bereits seit Ende der 1990er Jahre sind Saugroboter zwischen 80 und mehreren tausend Euro im Handel erhältlich. Je nach Preisklasse schwankt ihre Leistung allerdings stark. Wir stellen die beliebtesten Saugroboter-Modelle vor und erklären, worin ihre Stärken und Schwächen liegen. Außerdem verraten wir, welche Kriterien beim Kauf eines Saugroboters wirklich wichtig sind.

Saugroboter gibt es sogar im Star-Wars-Design

Was ist ein smarter Saugroboter?

Staubsaugerroboter sind meist flache, zylinderförmige Haushaltsgeräte mit einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern. Durch ihre in der Regel sehr flache Bauweise können sie auch unter Möbeln saugen. Hergestellt werden die Saugroboter in Europa vor allem von bekannten Haushaltsgeräteherstellern, wie Vorwerk. In den USA und Asien kommen die Geräte dagegen eher von Herstellern, die im Bereich der Robotertechnologie zuhause sind.

Wie funktionieren Saugroboter?

Saugroboter arbeiten fast alle nach dem Prinzip eines Teppichreinigers und nutzen dazu mehrere rotierende Bürsten bzw. Walzen, die mit Gummilippen versehen sind. Für glatte Hartböden kommen gelegentlich auch statische Tücher zum Einsatz, die den Staub aufnehmen. Kaum eines der kleinen Geräte wird mit einem Staubsaugerbeutel ausgestattet. Stattdessen gibt es Auffangboxen, deren Inhalt beutellos im Mülleimer entsorgt werden kann.

Gute Saugroboter überwinden auch Türschwellen problemlos

Die Orientierung in Wohnräumen erfolgt bei den autonom arbeitenden Haushaltshelfern je nach Preisklasse unterschiedlich. Bei günstigen Geräten, die gern für Einsteiger angepriesen werden, funktioniert der Mechanismus noch so einfach, wie in der Anfangszeit. Stoßen die Roboter beim Reinigen auf ein Hindernis, so drehen sie sich selbstständig in eine andere Richtung. Das ist bereits mit einer einfachen Federmechanik und ohne aufwendige Elektronik möglich. Der Stand der Technik ist allerdings inzwischen deutlich weiter.

Moderne Geräte können sich über Sensoren oder Kameras orientieren und speichern den Standort der Basisstation sowie Daten über die jeweiligen Räume automatisch ab. Ihre intelligenten Navigationssysteme sorgen dafür, dass der Roboter problemlos jede Ecke des Raumes oder der Wohnung erwischt - und auch nach einem Ladevorgang noch weiß, an welcher Stelle im Raum es weitergehen muss.
Moderne Saugroboter können ihre Dienste folglich nahezu autonom erledigen, sofern zwischendurch einmal jemand den Schmutz aus dem Auffangbehälter entsorgt. Absturzsensoren schützen sie zudem vor gefährlichen Treppen.

 

Was ist beim Kauf eines Saugroboters zu beachten?

Genauso wie bei herkömmlichen Handstaubsaugern ist die Saugkraft auch bei smarten Saugrobotern direkt an der Düse am größten. Während bei hochwertigen Saugrobotern Bürstenrollen den Schmutz direkt zur Düse transportieren, haben preiswerte Saugroboter oft überhaupt keine Rollen und eigenen sich deshalb meist nur für Hartböden.

Zur Grundausstattung jedes guten Saugroboters gehören mindestens ein bis zwei Seitenbürsten, die Kanten und Wände von Schmutz befreien sollen. Auch hier gilt: Bei den günstigen oder runden Modellen werden Ecken oft nicht wirklich gründlich gereinigt. Außerdem haben billige Saugroboter, die weniger als 150 Euro kosten, meist keine ausgereifte Navigationsfunktion. Das heißt: Sie fahren nach Zufallsprinzip kreuz und quer durch den Raum, statt die Flächen systematisch abzusaugen. Wer also beim Kauf vor allem auf den Preis schaut, muss unter Umständen seinem eigenen Reinigungsroboter regelmäßig hinterherputzen. Manche, wie der Dirt Devil Spider 2.0 haben noch nicht einmal eine Ladestation und müssen zusätzlich nach dem Reinigungsvorgang an eine Steckdose angeschlossen werden, statt sich automatisch selbst zu laden. Damit ein Saugroboter Arbeit abnimmt, statt Umstände zu verursachen, haben wir hier alle wichtigen Kaufkriterien im Überblick zusammengefasst:

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Wichtige Standardausstattung jedes guten Saugroboters:

  • Basisstation / Ladestation
  • Kanten- bzw. Sturzsensoren
  • Seitenbürsten

Nützliche Extrafunktionen:

  • Laser- oder Kamerasystem für effiziente Navigation
  • Bürstenrollen zur Erhöhung der Saugleistung
  • Extra flaches Design, um auch unter niedrige Möbel zu gelangen
  • Kletterhilfe zur Überwindung von hohen Türschwellen
  • Feinstaubfilter der HEPA-KLasse
  • Fernbedienung
  • Timerfunktion
  • Sprachsteuerung

Der Testsieger: Kobold VR200 Saugroboter mit Alexa

Das deutsche Familienunternehmen Vorwerk mit Sitz im nordrhein-westfälischen Wuppertal brachte 2011 mit dem VR100 den ersten smarten Vorwerk Saugroboter hervor. Dieser war bereits programmierbar und ist auch heute noch erhältlich.

Ein noch effizienteres Modell der Kobold-Saugroboter-Familie ist der Alexa-kompatible VR200, der bereits mehrfach von der Stiftung Warentest ausgezeichnet und in der Ausgabe „test, 2/2017“ sogar zum Testsieger gekürt wurde. Zusätzlich wurde der Kobold VR200 vom etm-testmagazin im August 2017 mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet.

Gegenüber anderen Saugrobotern präsentiert der VR200 sich besonders kraftvoll und reinigt dabei sogar unter flachen Möbeln und bis an die Wandkante zuverlässig. Hindernisse und Treppen erkennt er von alleine und umfährt sie präzise. Sein neues Bürstensystem, das sich durch eine besonders schnelle Rotation (30 x pro Sekunde) auszeichnet, sorgt für eine sehr gute Reinigungsleistung in bekannter Vorwerkqualität. Trotzdem ist der Kobold-Saugroboter mit einer Lautstärke von 67dBA angenehm leise. Auch die Steuerung erfolgt flexibel über Fernbedienung, Sprachbefehl oder App. So kann der VR200 Saugroboter zum Beispiel auch von unterwegs aktiviert werden.

Technische Daten - Kobold VR200 Saugroboter:

  • Akkureichweite: maximal 90 Minuten im Ecomodus
  • Lautstärke: max. 70 dBA
  • Mittleres Staubbehälter Volumen: 530 ml
  • Rotierende 360°-Lasernavigation
  • Kontaktsensoren an Stoßfänger und Bumper registrieren Hindernisse vor Berührung
  • Sprachsteuerung mit Alexa möglich
  • Alleinstellungsmerkmal: Kletterhilfe für Hindernisse bis zu 2 cm Höhe
Der VR200 gehört zu den Modellen mit praktischer Lasernavigation

VorteileKobold VR200 Saugroboter:

  • Arbeitet sehr schnell
  • Besonders flaches Design
  • Mehrfacher Testsieger

Nachteile Kobold VR200 Saugroboter:

  • Bei vielen Händlern aktuell ausverkauft
  • Es dürfen keine Gegenstände auf dem Boden liegen

Weitführende Informationen liefert unser Produktartikel zum Kobold VR200.

Das ausgezeichnete Premiummodell: iRobot Roomba 980 Roboterstaubsauger

Zugegebenermaßen ist der iRobot Roomba kein Schnäppchen, sondern ein hochwertiges Modell, das erst ab 800 Euro aufwärts erhältlich ist und direkt beim Händler rund tausend Euro kostet. Dafür lässt dieser intelligente Haushaltshelfer aber auch wirklich kaum Wünsche offen. Beim neuesten iRobot Roomba Modell wurden die Bürstenrollen zum Beispiel komplett durch noch effizientere Hartgummirollen ersetzt, um maximale Saugkraft zu erzielen. Bei Teppichen verstärkt der iRobot Roomba 980 zudem die Saugleistung automatisch, um auch die letzten Krümel zu erfassen. Falls doch einmal etwas im Weg liegt, erkennt er dies mit seiner Lasernavigation automatisch und fährt vorsichtig darum herum.

Zwar kann der iRobot Roomba, im Gegensatz zum Vorwerk Kobold VR200 noch keine Auszeichnungen der Stiftung Warentest vorweisen, dafür erhielt er einen der CES Innovation Awards 2016 und ist der Gewinner des TWICE VIP AWARDs 2016.

Wer mag, kann seine iRobot Home App mit Alexa vernetzen und den Saugroboter zusätzlich via Zuruf starten oder stoppen. Das ist zum Beispiel dann praktisch, wenn man spontan einen Anruf entgegennehmen will.

Technische Daten - iRobot Roomba 980:

  • Größe: 52 cm x 13 cm x 42 cm
  • Gewicht: 3,94 kg
  • Staubbehälter-Volumen: 600 ml
  • Leistung: 10.23 Watt
  • Akkureichweite: max. 120 Minuten
  • Geschwindigkeitsstufen: 2
  • Filtertyp: AeroForce Filter
Der iRobot passt seine Route automatisch der aktuellen Situation an

Vorteile iRobot Roomba 980:

  • Per App oder Alexa nutzbar
  • Mit praktischer Lasernavigation
  • Kaum Wartungsarbeiten nötig

Nachteile iRobot Roomba 980:

  • Hochpreisiges Modell
  • Saugleistung durchschnittlich

Der  iRobot Roomba 980 Saugroboter  ist aktuell für 949,00 Euro auf SATURN erhältlich. (Stand: 06.12.2017)

 

Weiterführende Informationen liefert unser Produktartikel zum iRobot Roomba 980.

Übrigens: Als einer der wenigen Anbieter hat iRobot auch zwei Bodenwischgeräte auf den Markt gebracht. iRobot Scooba und iRobot Braava unterstützen ihren iRobot Roomba Kumpel dabei bei der vollständigen Bodenreingiung perfekt.

Für Alexa-Fans: Neato Botvac Connected Saugroboter

Neben dem VR200 von Vorwerk ist der Neato Botvac Connected einer der ersten Alexa-steuerbaren Putzroboter. Das bedeutet, er kann mit jedem beliebigen Echo-Lautsprecher vernetzt und anschließend mit Sprachbefehlen gesteuert werden. So zum Beispiel auch über den Echo Show oder den besonders günstigen Echo Dot.

Darüber hinaus lässt er sich natürlich auch per App steuern oder erledigt seine Arbeit basierend auf persönlichen Voreinstellungen automatisch, zum Beispiel wenn die Bewohner nicht zuhause sind. Sollte ihm zwischendurch die Energie ausgehen, lädt er sich selbstständig an der Ladestation auf und putzt anschließend dort weiter, wo er aufgehört hatte.

Technische Daten - Neato Botvac Connected:

  • Größe: 32,1 x 10 x 33,5 (L x H x B)
  • Gewicht: 3,7 kg
  • D-förmiges Design mit Seitenbürste
  • Hohe Staubbehälterkapazität: 700ml
  • Leistung: 40 Watt
  • Lautstärke: 69 dB
  • Eco & Turbo Modus
  • Smart Laser Mapping
Der Neato Botvac Connected arbeitet beutellos

Vorteile Neato Botvac Connected:

  • Alexa kompatibel
  • Einfach zu bedienen
  • Kommt mit Türschwellen gut zurecht
  • Navigiert zuverlässig
  • Extra großer Schmutzauffangbehälter

Nachteil Neato Botvac D5 Connected:

  • Saugleistung eher durchschnittlich

Weiterführende Informationen dazu liefert unser Produktartikel zum Neato Botvac Connected.

Der  Saugroboter Neato Botvac-Connected  ist für 799,00 bei Amazon erhältlich. (Stand: 01.12.2017)

 

Mit der höchsten Saugkraft: Dyson 360 Eye Saugroboter

Bei diesem smarten Saugroboter erkennt man bereits auf den ersten Blick an seinem edlen futuristischen Design, dass es sich nicht um ein Standardprodukt, sondern um ein hochpreisiges Profimodell handelt. Ursprünglich nur in Asien erhältlich, gibt es den High-Tech-Putzroboter Dyson 360 Eye mit Zyklon-Technologie inzwischen auch für rund 1000 Euro in Deutschland zu kaufen. Und tatsächlich zeigte er in verschiedenen Praxistests eine hohe Reinigungsleistung und beeindruckende Power. Außerdem erstellte er informative Statistiken und navigierte zuverlässig durch die Teststrecke. Trotzdem hat auch er ein paar Schwächen: Seine ungewöhnlich hohe Bauweise sorgt zum Beispiel dafür, dass er einfach nicht unter herkömmliche Möbel passt. Aufgrund der nicht vorhandenen Seitenbürste hat er zudem immer wieder Probleme Ecken und Kanten gründlich zu reinigen.

Technische Daten - Dyson 360 Eye Saugroboter:

  • Größe: 28,7 x 18,5 x 33,2 cm
  • Gewicht: 2,44 kg
  • Staubbehälterkapazität: 330 ml
  • Hohe Saugleistung: 160W
  • Akkureichweite: 120 Minuten
  • Ladedauer: 2-3 Stunden
  • 360° Kamera zur optimalen Navigation
  • Rundbürste vorhanden, (Seitenbürste fehlend)
  • Zwei Reinigungsmodi: MAX und Leise
  • Alleinstellungsmerkmal: Kettenräder
Dyson 360 Eye: Hat viel Power, passt aber kaum unter Möbel

Vorteile Dyson 360 Eye Saugroboter:

  • Kompakte Bauweise
  • Staubrückhaltevermögen ausgezeichnet
  • Hohe Saugleistung
  • Von testsieger.de (9/2016) als „sehr gut“ (1,4) ausgezeichnet

Nachteile Dyson 360 Eye Saugroboter:

  • Navigation bei Dämmerlicht trotz integrierter Infrarotscheinwerfer mangelhaft
  • Kleine Staubbox muss meist schon nach 60 Minuten geleert werden
  • Passt kaum unter Möbel und erreicht Ecken aufgrund seiner runden Form nur schlecht

Weiterführende Informationen liefert unser Produktartikel zum Dyson 360 Eye.

Für Sternenkrieger: POWERbot Star Wars Limited Edition

Der POWERbot-Star-Wars Darth-Vader-Saugroboter erobert Ecken, in die noch nie zuvor ein Haushaltsgerät vorgedrungen ist. Dabei röchelt er ebenso bedrohlich, wie der Original Bösewicht in den Star-Wars-Filmen. Wer schon immer mal die Macht ergreifen wollte, kann den POWERbot dank Remote-Control sogar fernsteuern und ihm dabei zusehen, wie er auch dem letzten Krümel den Garaus macht. Für Fans der Stormtrooper-Krieger gibt es übrigens ebenfalls ein eigenes Saugroboterdesign, das wegen nicht vorhandener Fernbedienung sogar noch etwas günstiger ist.

Leider hat die dunkle Seite der Macht Europa noch nicht erobert und so sind sowohl der Darth-Vader-Saugroboter für 799 US-Dollar (etwa 675 Euro) als auch die weiße Stromtrooper-Variante für 699 US-Dollar (etwa 590 Euro) bisher nur in den USA erhältlich.

Technische Daten - POWERbot Star Wars Limited Edition:

  • Größe: ca. 34 x 9,5 x 35 cm
  • Gewicht: 3,99 kg
  • Saugleistung: 10 W
  • Reinigungsgeschwindigkeit: 32cm/sec
  • Akkureichweite: 60 Minuten
Der Darth-Vader-Saugroboter kann sogar genauso röcheln, wie das Original

VorteilePOWERbot Star Wars™ Limited Edition:

  • per iPhone oder Android-App steuerbar
  • Eckenreinigungsmodus
  • witziges Design

Nachteile POWERbot Star Wars Limited Edition:

  • bisher nur in den USA erhältlich
  • geringe Saugleistung - eher Gadget als Reinigungshelfer

Weiterführende Informationen liefert die POWERbot-Star-Wars-Produktseite.

Das Mittelmaß aller Dinge: Ecovacs Deebot M82 Saugroboter

Da geht noch was: Beim Ecovacs Deebot M82 ist durchaus noch Luft nach oben. Er ist zwar einfach zu bedienen, arbeitet leise und seine Betriebsdauer beträgt stolze 150 Minuten, also mehr als doppelt so lange wie bei vielen anderen Saugrobotern, dafür hat er aber auch einige Schwächen. Liegen zum Beispiel Kinderspielsachen oder Kleider im Weg, bringt das den Saugroboter sehr schnell aus seinem ohnehin schon eher chaotischen Navigationskonzept. Dann wird der ohnehin langsame Putzroboter noch langsamer. Spätestens jedoch bei Türschwellen, die höher als 1,4cm hoch sind, muss der Ecovacs Deebot M82 aufgeben. Unsere Empfehlung: Wenn überhaupt nur auf Hartböden oder sehr kurzflorigen Teppichen einsetzen.

Technische Daten - Ecovacs Deebot M82:

  • Höhe: 7,6 cm
  • Durchmesser: 31 cm
  • Gewicht: 2,6 kg
  • Lautstärke: 56dB (Standard), 65dB (max)
  • Kapazität Staubbehälter: 450 ml
  • Akku-Typ: Lithium
  • Akkureichweite: 150 Minuten
  • Akku-Ladedauer: 4-5 Stunden
  • Fernbedienung
  • Feinstaubfiltersystem
Ecovacs Deebot M82 ist leider ein 08/15-Typ

Vorteile Ecovacs Deebot M82:

  • Überdurchschnittlich lange Reinigungsdauer
  • Arbeitet besonders leise
  • Ist einfach zu bedienen

Nachteile Ecovacs Deebot M82:

  • Hat Schwierigkeiten Hindernisse zu umfahren
  • Saugleistung unter dem Durchschnitt
  • Keine Appsteuerung möglich

Vorsicht Schnäppchenfalle: Dirt Devil M612 Spider 2.0

Sparsamen Technikfans wird dieser preiswerte Saugroboter bestimmt gefallen. Doch Vorsicht! Das System hat einige äußerste lästige Tücken, die man vor dem Kauf kennen sollte. Zum Beispiel wird keine Ladestation mitgeliefert, an welcher der Dirt Devil neue Energie tanken kann. Stattdessen muss nach jedem Putzvorgang das Netzteil von Hand in die Steckdose gesteckt werden. Wer also eine größere Wohnung oder gleich ein ganzes Haus damit reinigen will, muss unter Umständen alle 60 Minuten vorbeikommen, um den Akku nachzuladen.

In einigen Praxistests navigierte der Dirt Teufel M612 außerdem äußerst chaotisch und ineffizient durch die Teststrecke und lieferte nur ein mäßiges Reinigungsergebnis. Außerdem ließ er sich nicht programmieren. Erstaunlicherweise erhielt er dennoch von vergleich.org die Note „gut“ und wurde als Preis-Leistungs-Sieger ausgezeichnet. Wir hätten uns allerdings für rund 100 Euro schon etwas mehr Qualität erhofft.

Teuflisch gut? Von wegen! Bei diesem Modell hapert es noch.

Wo stoßen die fleißigen Putzhelfer an ihre Grenzen?

Den technischen Möglichkeiten stehen nach wie vor einige "Kinderkrankheiten" gegenüber. Groben Dreck in zahlreichen Räumen bewältigen auch die modernen Markengeräte nicht alleine.

Haustiere sind ein Thema für sich. Ihren Haaren werden längst nicht alle Saugroboter Herr, dazu ist die Leistung zu schwach. Durch das Prinzip der rotierenden Bürsten können sich Tierhaare außerdem leicht verfangen und so die Bürsten zum Stoppen bringen. Beachtet werden sollte außerdem, dass Hund und Katz den neuen "Kollegen" möglicherweise als Spielpartner ansehen. Damit der Roboter nicht leiden muss und sich auch kein Tier verletzt, sollten Tiere daher aus den Räumen ausgesperrt werden, in denen der Saugroboter gerade seinen Dienst verrichtet.

Zwar suchen moderne Saugroboter ihre Ladestation bei Bedarf selbstständig auf, allerdings können sie trotzdem nur maximal 150 Minuten ohne Unterbrechung saugen. Die geringe Akkulaufzeit sorgt dafür, dass größere Wohnbereiche nur mit einem Saugroboter kaum effizient gereinigt werden können. Bei mehr als vier Räumen - hier zählen Bad, Küche und Co. übrigens mit - müssen daher unter Umständen mehrere Dockingstationen angebracht oder die Basisstation jeweils versetzt werden. Theoretisch wäre jedoch auch der Einsatz mehrerer Geräte möglich.

Kabel können ein echtes Hindernis für die Reinigungshelfer sein und die Funktion beeinträchtigen. Sie sollten daher den Fahrweg der Saugroboter nicht kreuzen. Grundsätzlich kann der Roboter umso besser arbeiten, je freier die Räume sind. In kleinen, verwinkelten Räumen können sich einfachere Geräte schnell festfahren. Auch flauschige Teppiche sind nicht unbedingt die besten Freunde der Reinigungshelfer, hier bleiben sie unter Umständen in den langen Schlingen hängen.

Wie man sieht, der Einsatz von Staubsaugerrobotern muss mitunter etwas durchdacht und vorausgeplant werden, wenn man sich nicht gerade für ein hochwertiges Multifunktions-Gerät von Vorwerk oder Neato entscheidet.

Wann sind Saugroboter eine gute Wahl?

Echte Smart Home-Fans werden sicher auch die Vorteile eines Saugroboters zu schätzen wissen. Damit dieser allerdings fehlerfrei arbeiten kann, solle man, wenn nicht auf ein Top-Gerät, dann doch zumindest auf eine bekannte Marke zurückgreifen.Wer sich wenig in seiner Wohnung aufhält und daher statt grobem Schmutz nur Staub hinterlässt, der ist mit einem autark arbeitenden Saugmodell gut beraten. Ebenso praktisch ist ein intelligenter Putzroboter für große Wohnungen, die nicht übermäßig zugestellt sind und über niederflorige Teppichböden oder viele Hartböden verfügen.

Für alle anderen eigenen sich Saugroboter eher als Ergänzung zum Standard-Staubsauger. So können die kleinen Helfer zum Beispiel während der Woche ihren Dienst verrichten, damit es stets sauber und gepflegt aussieht. Dann reicht es auch, wenn nur am Wochenende Zeit für die Hausarbeit bleibt.

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Saugroboter halten die Zimmer in der Wohnung sauber - ganz von alleine. Eine Übersicht über die verfügbaren Produkte gibt es bei Amazon.

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Fazit: Diese beiden Saugroboter empfiehlt die Redaktion

Der Markt ist noch voll in der Entwicklung und es ist zu erwarten, dass heute  hochpreisige Geräte zukünftig noch etwas günstiger zu haben sind. Als Zweitgerät zum vorhandenen Handstaubsauger ist der Saugroboter bereits jetzt eine sinnvolle Ergänzung. Billigprodukte machen allerdings aufgrund ihrer mangelnden Leistungsfähigkeit in der Anschaffung kaum Sinn. Es lohnt sich daher, lieber ein paar Euro mehr in ein modernes Markengerät, wie den Vorwerk Kobold VR200  oder den iRobot Roomba zu investieren. Nur so können die Vorteile von einem Saugroboter wirklich effizient genutzt werden.

Der  iRobot Roomba 980 Saugroboter  ist aktuell für 949,00 Euro auf SATURN erhältlich. (Stand: 06.12.2017)

 

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Studium Germanistik und Multimedia, zahlreiche Film- und Schreibprojekte, freie Autorin im Bereich Medizin, Pflege und Erlebnispädagogik. Stellt sich immer neuen technischen Herausforderungen. Kreativ und handwerklich geschickt. Heute Redakteurin bei home&smart. Mit Leidenschaft an der Entwicklung neuer Formate beteiligt. Lässt sich von Bedienungsanleitungen nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende läuft alles rund.

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