Sicheres Interface zur Smarthome-Steuerung Conrad Connect: Elektronik-Kette steigt ins IoT ein

Unter Bastlern seit vielen Jahren ein fester Begriff, strebt die Elektronik-Kette Conrad nun neuen Horizonten zu und versucht sich auf dem Smart-Home bzw. Internet-der-Dinge Sektor. Ein kürzlich unter dem Namen Conrad Connect gestartetes Angebot für vernetzte Heime macht es möglich, die Daten verschiedenster cloudfähiger Endgeräte zentral zu sammeln und zu steuern. Smart-Home-affine Freunde moderner Softwarelösungen können die Beta-Version von Conrad Connect ab sofort nach einer unverbindlichen Registrierung kostenlos testen.

Conrad Connect System @ Conrad

Bis zu 20 Widgets auf einem Dashboard

Mit Conrad Connect rückt die weitere Verbreitung des Internets der Dinge  (IoT) auch für durchschnittliche Privathaushalte einen großen Schritt näher. Die Einrichtung des Datenzugangs ist dabei schnell und einfach umzusetzen. So werden für eine Authentifizierung lediglich die Produkt-Account-Zugangsdaten benötigt. Möglich ist eine Nutzung von Conrad Connect zudem auch ganz ohne physische Produkte, sondern ausschließlich auf der Basis von internetbasierten Diensten.

Neben der Speicherung sämtlicher heimnetzrelevanter Daten in einer Cloud ermöglicht Conrad Connect auch die außerordentlich simple Einbindung der im Haus vorhandenen Smart-Home-fähigen Geräte und deren Anzeige auf einem Dashboard. Durch die Darstellung aller anfallenden Daten erhält der Nutzer auf einen Blick einen raschen und übersichtlichen Eindruck sämtlicher Betriebs- und Meldezustände. Das Dashboard ist dabei in der Lage, bis zu 20 Widgets darzustellen, wobei die Anordnung der Widgets völlig selbstständig festgelegt werden kann. In der Beta-Version von Conrad Connect sind aktuell zunächst zwei Dashboards nutzbar. Der große Vorteil einer Nutzung mehrerer Dashboards liegt vor allem in der Möglichkeit, das zu steuernde Haus in bestimmte Bereiche wie beispielsweise Etagen oder auch Zimmer zu unterteilen. Denkbar ist selbstverständlich auch eine Splittung nach bestimmten Gerätetypen.

Viele wirkungsvolle Einsatzmöglichkeiten im Smart Home

Über Drag & Drop können Sie auf dem Dashboard auf einfache Weise eine Verbindung zwischen den eingebundenen Geräten herstellen. Hierzu müssen nur die gewünschten Sensoren in das Editor-Fenster gezogen und anschließend durch Linien miteinander verbunden werden. Anschließend ist lediglich noch die jeweils gewünschte Aktion auszuwählen und schon steht einer direkten Kommunikation der Geräte untereinander nichts mehr im Weg. Dank des durchdachten Konzepts von Conrad Connect ergeben sich dabei viele neue und wirkungsvolle Einsatzmöglichkeiten im Smart Home. So lassen sich auch Regeln nach dem IFTTT-Prinzip ("If This Than That") erstellen, was eine hardwareübergreifende Vernetzung möglich macht. Denkbar wäre beispielsweise die Verknüpfung einer Wetterstation mit dem E-Mail-Programm, um die automatische Versendung einer Nachricht bei drohendem Regen an das Smartphone zu generieren. Ebenfalls sinnvoll wäre es, zusätzlich die Fenstersteuerung im Dachgeschoss zu aktivieren, um eindringendes Wasser zu verhindern.

Das Conrad Connect Dashboard zur Verbindung von Smart Home Geräten

Geräteeinbindung bei Conrad Connect ohne zusätzliche Hardware

Durch die cloudbasierte Gestaltung von Conrad Connect können Smart-Home-Geräte ganz unterschiedlicher Hersteller vernetzt werden, ohne dass zusätzliche Software notwendig ist. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sollen zum Beispiel Produkte von Withings, LIFX, Myfox, Smappee, Netatmo und Osram LIGHTIFY problemlos funktionieren. Ein weiterer wichtiger Vorteil von Conrad Connect gegenüber Angeboten der Mitbewerber liegt in der hohen Datensicherheit. So werden sämtliche personenbezogenen Informationen ausschließlich auf deutschen Servern gespeichert; es erfolgt keine Übertragung in Gebiete außerhalb der Europäischen Union.

Mit Conrad Connect kompatible Geräte (Stand 3.2017)

  • Amazon Alexa: Ist eine Sprachsteuerungssoftware die über einen passenden Alexa Skill aus dem Amazon Store mit Conrad Connect verbunden werden kann.   
  • Google Home: Kann bald ebenfalls zur verbalen Steuerung von Conrad Connect genutzt werden. (Google Home ist derzeit in Deutschland nur über Drittanbieter erhältlich.)
  • Philips Hue: Gehört zu den beliebtesten Herstellern smarter Lampen. Philips Hue bietet smarte Beleuchtungselemente in vielen verschiedenen Farbvarianten an
  • Osram: Ist einer der großen Anbieter vernetzter Lampen. Wissenswertes rund um Osram finden Sie zum Beispiel in unserer Osram Artikel.
  • LIFX: Smarte Lampen von LIFX lassen sich problemlos auch ohne Bridge und Hub nutzen
  • Nest (bald in Deutschland verfügbar): Die Produktpalette von Nest umfasst unter anderem smarte Heizthermostate, Rauchmelder und Überwachungskameras.
  • Netatmo: bietet unter anderem smarte Windmesser beziehungsweise Wetterstationen und Überwachungskameras, Rauchmelder und Alarmsirenen. Außerdem gehören smarte Heizthermostate und Raumsensoren zum Angebot von Netatmo.
  • tado: Der Hersteller tado hat sich auf smarte Klimaanlagen und Heizungsteuerungen spezialisiert.
  • Innogy Smart Home: Hieß ursprünglich RWE und liefert Smart Home Komponenten für nahezu alle Haushaltsbereiche von der Beleuchtung bis zur Heizung. Innogy Smart Home bietet sogar eine eigene Vermittlungsplattform namens Mila, die Kunden bei der Installation des Systems unterstützt.
  • Devolo: Stellt unter anderem Wassermeldungs- , Temperatur- und Alarmsensoren her. Darüber hinaus hat Devolo einen eigenen Stromzähler auf den Markt gebracht.
  • Fitbit: Smarte Fitnessarmbänder und Tracker von Fitbit gibt es für (fast) jeden Geschmack und jedes Budget. Welches für Sie das richtige ist, zeigt unsere Fitbit-Übersicht.
  • Garmin: Gehört ebenfalls zu den bekannten Herstellern smarter Tracker und Outdooruhren. Durch die Verknüpfung mit Hue Birnen zum Beispiel, würden diese nach einer festgelegten Sportdauer das Ende des Trainings signalisieren.
  • Smappe: Die Messgeräte von Smappee dienen zur Überwachung des Strom- und Wasserverbrauchs und sind sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen gedacht.
  • IFTTT (Maker Channel): Der Maker Channel von IFTTT bietet tausende von Applets, um Smartphonedienste und Smart Home Produkte zu vernetzen. Wer zum Beispiel empfindliche Pflanzen auf dem Balkon stehen hat, kann sich eine Nachricht schicken lassen, sobald die Außentemperatur zu stark absinkt. Zeitgleich wird dann – auf Wunsch – im Haus die Heizung hochgeregelt.
  • Lokative Service: Dank aktivem Geofencing kann der Lokative Service erkennen wann ein bestimmter Radius betreten oder verlassen wird. So kann zum Beispiel die Alarmanlage aktiviert und die Heizung ausgeschaltet werden, sobald der Hausbesitzer sich mehr als einen Kilometer von seinem Zuhause entfernt.
  • .Neben den beispielhaft vorgestellten Systemen und Produkten unterstützt Connrad Connect noch viele weitere. Dazu gehören unter anderem auch: Polar, Withings, Myfox,, greenIQ, Digitalstrom (bald verfügbar).

Bewertung

Unterm Strich lässt sich sagen, dass Smart-Home-Begeisterte und Technik-Fans viel Spaß an Conrad Connect haben können. Wenn Sie zum genannten Personenkreis zählen, sollten Sie die Gelegenheit daher nicht ungenutzt verstreichen lassen und diese interessante Innovation einem umfassenden Test unterziehen.

Das Conrad Connect Angebot erreichen Sie auf conradconnect.de

homeandsmart.de Redaktion

Selbständiger Service-Designer und Webseiten-Betreiber. Liebt sein Smart Home. Interessiert sich für Internet-Technologie, Wirtschaft, Technik, Internet of Things – einfach alles Digitale. Passionierter Macher. Entwickelt, baut und berät Internet-Portale. Der erste Tweet am Morgen: sicherlich von Kai. Das Thema: sicherlich das Neueste aus der Smart Home Welt.