Unterschied zwischen mechanischen und smarten Thermostaten Mechanische vs. smarte Thermostate im Vergleich

Was ist besser: mechanische oder smarte Thermostate? Die Antwort ist nicht immer einfach zu beantworten. Smarte Thermostate gewinnen im Smart Home immer mehr an Bedeutung, doch auch die mechanische Heizkörpersteuerung hat nach wie vor ihre Daseinsberechtigung. In unserem mechanische versus smarte Thermostate Vergleich erklären wir Unterschiede und Einsatzgebiete.

Smarte Thermostate helfen dabei, die Heizkosten zu senken, ohne frieren zu müssen

Smarte Thermostate vs. mechanische Thermostate – die wichtigsten Unterschiede

Mechanische und smarte Thermostate haben beide ihre Daseinsberechtigung. Im Folgenden zählen wir die drei wichtigsten Unterschiede auf:

  • Smarte Thermostate: Dank elektronischer Sensoren arbeiten smarte Thermostate sehr genau und Nutzer können individuelle Heizpläne erstellen. Die Anschaffungskosten sind hoch. Die Geräte können Heizkosten signifikant senken.
  • Mechanische Thermostate: Mechanische Thermostate sind kostengünstig in der Anschaffung. Sie eignen sich für Räume, in denen die Temperatur nur selten verändert werden muss. Die Temperaturerfassung kann ungenau sein.
  • Wandthermostate: Im Vergleich zu Heizkörperthermostaten sollten verdrahtete Wandthermostate immer von einer Fachkraft installiert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um mechanische oder smarte Geräte handelt.
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Unterschied smarte und mechanische Thermostate im Überblick

In der untenstehenden Tabelle haben wir die großen Unterschiede zwischen mechanischen und smarten Heizungssteuerung übersichtlich gegenübergestellt. Dabei wird deutlich, dass die Vorteile der smarten Thermostate, denen eines mechanischen Thermostats deutlich überwiegen.

Allerdings sollten Anwender beachten, dass für ein smartes Thermostat-System ein WLAN-Router und eine Internetverbindung nötig ist. Sollten diese Werkzeuge im Haushalt noch nicht zur Verfügung stehen, sind zusätzliche Investitionen nötig.

 

Mechanisches Heizkörperthermostat

Smartes Heizkörperthermostat

Mechanisches Wandthermostat

Smartes Wandthermostat

Individuelle Heizpläne

nein

ja

nein

ja

Aus der Ferne steuerbar

nein

ja

nein

ja

WLAN-Router nötig

nein

ja

nein

ja

Hub nötig

nein

ja (Ausnahme: Bluetooth)

nein

ja

Batterien nötig

nein

ja

nein

ja

Installation durch Fachkraft

ja

nein

ja

nein

Geofencing

nein

ja

nein

ja

Hohes Energiesparpotenzial

nein

ja

nein

ja

Smartphone Bedienung

nein

ja

nein

ja

Zentrale Steuerung mehrerer Raumtemperaturen

nein

ja

nein

ja

Mechanische Thermostate – das mechanische Heizkörperthermostat

Wer in einer älteren Wohnung oder einem älteren Gebäude lebt, findet oft die klassische Warmwasser-Zentralheizung im Keller vor. Über einen Brenner wird Wasser erhitzt, das dann in die Heizkörper geleitet wird.

Die Einstellung der Raumtemperatur erfolgt direkt am Heizkörper über einen mechanischen Heizungsthermostat. Im Inneren des Thermostatkopfes befindet sich ein Stift, der auf die Raumtemperatur reagiert. Ist es im Zimmer wärmer als am mechanisches Heizkörperthermostat eingestellt, wird der Stift heruntergedrückt und schließt oder begrenzt das Heizkörperventil, so dass erhitztes Wasser nur noch begrenzt oder gar nicht mehr in den Heizkörper fließen kann.
Ist es im Zimmer kälter als am Thermostatkopf eingestellt, öffnet der Stift im Thermostatkopf das Ventil, so dass warmes Wasser in den Heizkörper fließt und ihn erwärmt.

Eingestellt wird die Temperatur am drehbaren Thermostatkopf, auf dem die Wärmegrade 0 bis 5 angegeben sind. Die Stufe 3 entspricht dabei einer angenehmen Zimmertemperatur von 20 Grad.

Einsatzgebiete mechanisches Heizkörperthermostat

Auch wenn smarte Thermostate immer mehr an Beliebtheit gewinnen, hat das mechanische Heizkörperthermostat noch lange nicht ausgedient. Es eignet sich gut für Zimmer, die nur selten genutzt werden und bei denen sich die Temperatureinstellungen nur selten ändern. Das kann zum Beispiel ein selten belegtes Gästezimmer oder eine Abstellkammer sein.

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Vorteile mechanische Heizkörperthermostate

Nachteile mechanische Heizkörperthermostate

  • günstiger Preis
  • einfache Installation
  • spielend einfache Bedienung
  • Temperaturerfassung im Gerät kann von tatsächlicher Raumtemperatur abweichen
  • begrenztes Energiesparpotenzial

Mechanische Thermostate– das mechanische Wandthermostat

Bei einem mechanischem Wandthermostat erfolgt die Temperaturregelung über einen Drehregler, der fest an der Wand montiert ist. Über die Verdrahtung wird das mechanische Thermostat mit Strom versorgt und mit dem Brenner verbunden. Im Inneren des mechanischen Raumthermostats arbeiten zwei Metallteile, die sich – je nach Raumtemperatur – unterschiedlich ausdehnen. Sinkt die Temperatur, berühren sich die beiden Metallteile und der Heizungsbrenner wird eingeschalten, steigt die Temperatur, entfernen sich die Metallteile voneinander und die Heizung schaltet sich aus.

Das Problem mechanischer Wandthermostate ist die Genauigkeit. Die Kalibrierung erfolgt in der Regel beim Hersteller während des Herstellungsprozesses und nicht zuhause vor Ort. Das kann zu Ungenauigkeiten von bis zu zirka 5 Grad Celsius führen. Stellt ein Anwender an einem mechanischen Thermostat eine Temperatur von 21 Grad Celsius ein, kann es vorkommen, dass das Zimmer nur auf 19 Grad geheizt wird.

Einsatzgebiete mechanischer Wandthermostate

Mechanische Wandthermostate kommen meist dann zum Einsatz, wenn eine günstige Lösung benötigt wird. Oft findet man sie in älteren Gebäuden, wo in jeder Wohnungseinheit ein Gasbrenner für Warmwasser und Heizung vorhanden ist.

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Vorteile mechanisches Wandthermostat

Nachteile mechanisches Wandthermostat

  • günstiger Preis
  • mögliche Temperatur-Differenzen
  • begrenztes Energiesparpotenzial
  • Installation durch Elektrofachkraft oder Sanitär- und Heizungsfachkraft

Smarte Thermostate – so funktioniert die Verbindung zum Smartphone

Smarte Thermostate arbeiten funkbasiert und erlauben die Steuerung via Smartphone App. Das gilt sowohl für Wand- als auch Heizkörperthermostate. Als Funkstandard kommt bei einfachen Modellen Bluetooth LE zum Einsatz, der als sehr energiesparend gilt. Der Nachteil bei Bluetooth-Modellen ist die geringe Reichweite. Nutzer, die sich für ein solches Modell entscheiden, müssen sich meistens in den Raum begeben, um die Wärme zu regulieren.

Besser als Bluetooth-Modelle sind smarte Thermostat-Systeme. Diese nutzen das Internet als Brücke zum Smartphone. Der Vorteil für den Anwender: Er kann seine smarten Thermostate von so gut wie überall fernbedienen. Dazu benötigt er allerdings zuhause einen WLAN-Router sowie einen Internetzugang. Die Verbindung zum smarten Heizkörper- oder Wandthermostat erfolgt dann über einen Hub, den die Anbieter in ihren Starter-Paketen mitliefern. Der Hub stellt die Brücke zwischen Thermostat und WLAN-Router her. Nötig ist der Hub, da WLAN eine energieintensive Funkverbindung ist. Würden die smarten Thermostate direkt über WLAN kommunizieren, müssten Nutzer die Batterien in den Geräten oft wechseln. Deshalb kommunizieren die smarten Thermostat-Modelle über einen stromsparenden niederfrequenten Funkkanal. Die Batterien versorgen das Thermostat dann bis zu mehreren Jahren mit Strom, bevor ein Wechsel erfolgen muss.

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Smarte Thermostate – das smarte Heizkörperthermostat

Das smarte Heizkörperthermostat wird wie das mechanische direkt am Heizkörper angebracht. Im Unterschied zur herkömmlichen Variante arbeitet ein Heizkörperthermostat jedoch mit Temperatursensoren, die eine genaue Messung vornehmen. Der Nutzer definiert in einer App die Wunschtemperatur für den Raum. Dabei können für jeden Tag individuelle Heizpläne für den Raum definiert werden.

Ein individueller Heizplan von Montag bis Freitag kann z. B. so aussehen:

  • von 6 bis 8 Uhr: 21 Grad (Aufweckzeit)
  • von 8 bis 17 Uhr: 18 Grad (Bürozeiten außer Haus)
  • von 18 bis 22 Uhr: 23 Grad (Freizeit nach Arbeit)
  • von 22 bis 6 Uhr: 18 Grad (Schlafenszeit)

Für Samstag und Sonntag kann dann der Heizplan vorsehen, dass die Temperatur von 8 bis 22 Uhr 23 Grad betragen soll und während der Nachtzeit von 22 bis 6 Uhr wieder auf 18 Grad fällt.

Die Sensoren im smarten Heizkörperthermostat vergleichen nun die Raumtemperatur mit der Wunschtemperatur und öffnen oder drosseln das Heizkörperventil entsprechend. Handelt es sich um ein Thermostat-System wie von tado° oder Netatmo, verbinden sich mehrere Heizkörperthermostate mit dem Hub und alle lassen sich über eine gemeinsame App verwalten oder steuern.

Fallen während der Bürozeiten Überstunden an, oder wurde der Zug verpasst, lässt sich die Heizung aus der Ferne per Smartphone herunterregeln. Anwender haben so die Möglichkeit, nur dann zu heizen, wenn wirklich jemand zuhause ist.

Einsatzgebiet smartes Heizkörperthermostat

Smarte Heizkörperthermostate eignen sich vor allem für Haushalte, in denen eine Sammelheizung vorhanden ist. Also z. B. die klassische Zentralheizung im Keller. Sie sollten vor allem dort eingesetzt werden, wo eine häufigere Temperaturregelung stattfindet. Hauptzweck der smarten Heizkörperthermostate ist aber vor allem das Sparen von Energie und die Senkung der Heizkosten. Zudem erhöhen Anwender den Bedienkomfort, da schwer erreichbare Thermostate bequem vom Smartphone aus eingestellt werden können.

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Vorteile smartes Heizkörperthermostat

Nachteile smartes Heizkörperthermostat

  • hohes Energiesparpotenzial
  • einfache Installation
  • individuelle Heizpläne möglich
  • Hoher Bedienkomfort dank Steuerung per Smartphone
  • Relativ hohe Anfangsinvestition
  • Batteriewechsel kann lästig sein

Smarte Thermostate – das smarte Wandthermostat

Das smarte Wandthermostat ersetzt die mechanische Variante und ist in der Regel damit direkt mit dem Brenner verbunden. Im Vergleich zum smarten Heizkörperthermostat wird satt der Ventile am Heizkörper der Brenner gesteuert, ansonsten sind die Funktionen nahezu identisch. Wie beim smarten Heizkörperthermostat vergleichen elektrische Sensoren die Raumtemperatur mit der Wunschtemperatur. Die Steuerung des smarten Wandthermostats erfolgt in der Regel per Smartphone App.

Einsatzgebiet eines smarten Wandthermostats

Das smarte Wandthermostat wird meist bei individuellen Brennern eingesetzt, z. B. bei Etagenwohnungen. Aber auch Fußbodenheizungen lassen sich mit smarten Wandthermostaten nutzen. Gibt es in der Wohnung nur ein Wandthermostat und ansonsten Heizkörperthermostate, können ein smartes Wandthermostat und smarte Heizkörperthermostate gemeinsam eingesetzt werden. Nutzer sollten darauf achten, dass nur ein Hub zum Einsatz kommt. Nutzer sollten also zu einem smarten Wandthermostat Starter-Paket mit Hub greifen und für die Heizkörper dann einzelne smarte Heizkörperthermostate erwerben. Wichtig ist, dass die Lösungen alle das gleiche System nutzen und nicht mit verschiedenen Herstellern gearbeitet wird.

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Vorteile smartes Wandthermostat

Nachteile smartes Wandthermostat

  • hohes Potenzial zum Heizkosten senken
  • Installation erfordert Fachkraft
  • Anlegen individueller Heizpläne
  • Smartphone-Steuerung aus der Ferne
  • Anschaffungskosten hoch
Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.

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