The Internet of Sex Pleasure Tech: Smartes Spielzeug für Erwachsene

Der Markt für vernetztes Sexspielzeug ist riesig. Pleasure Tech, Teledildonics - das Internet erweitert die Welt der Sex Toys noch um eine Dimension. Auch Cyber Sex bekommt mit Virtual Reality und App-basierte Partnertools eine neue Bedeutung. Der Einsatz von AI im Erotikbereich wirft hingegen existenzielle Fragen auf: Wird in Zukunft der Sex mit vernetzten Geräten und Robotern mit Künstlicher Intelligenz die zwischenmenschliche Zweisamkeit ablösen? Wir haben recherchiert, was jetzt schon möglich ist und worauf man verzichten kann.

Smartes Sexspielzeug ist durch das Internet of Things keine Utopie mehr
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Erstmal runterkühlen: Worauf kommt es an bei smarten Sex Toys?

Bevor wir eintauchen in die Welt der Pleasure Tech, Teledildonics und Sexbots sei ein Wort der Warnung eingeworfen: Innovationen gibt es im Bereich des smarten Sexspielzeugs jede Menge. Vor lauter Enthusiasmus sollte man sich bei der Entscheidung für eines oder mehrere Stücke aber nicht den Kopf verdrehen lassen. Bei welchen Produkten bietet der Smart-Faktor überhaupt einen Mehrwert und wo kann er im Liebesspiel eher hinderlich sein? Auf das Spiel mit der Privatsphäre, das mit der Verwendung von Apps im sexuellen Kontext einhergeht, müssen wir wohl nicht hinweisen. Auf die Frage der Funktionstüchtigkeit im Einsatz aber schon: Vernetzte Liebeskugeln etwa sind gar nicht mehr smart, wenn die Bluetooth-Verbindung abreißt, sobald sie am Bestimmungsort platziert wurden.

Das smarte Sex Toy Lovely ist nicht nur Spielzeug, sondern evaluiert die Performance knallhart

Pleasure Tech: Gut vorbereitet für alle Eventualitäten

Das Fitbit fürs Schlafzimmer heißt Lovely. Der flexible smarte Penisring zögert den Höhepunkt beim Mann hinaus und fördert ihn bei der Frau durch Vibrationen. Das Spielzeug eignet sich besonders für Paare mit sportlicher Grundeinstellung, denn nach dem Sex wird die Performance auf der App analysiert und Verbesserungswürdiges angemerkt. Das Unternehmen hinter Lovely verspricht besseren Sex - einen Versuch ist es wohl wert.

Ausnahmsweise mal kein Vibrator: Der vernetzte Pelvic Floor Exerciser kGoal verspricht dennoch guten Sex durch Beckenbodentraining

Ebenfalls die Fitness, nun aber speziell die vaginale, spricht der smarte Pelvic Floor Exerciser kGoal von Minna an. Das Gadget hilft bei der Stärkung der Beckenbodenmuskulatur, was nicht nur im Alter einer Blasenschwäche vorbeugt (uh, wenig sexy) und vor beziehungsweise nach einer Schwangerschaft trainiert, sondern auch die Freude am Sex verstärkt. Die kostenlose App erstellt einen Workoutplan und trackt die Fitness der Lady Parts.

Den kGoal Pelvic Floor Exerciser gibt es bei  Amazon.

 

Der Twerking Butt macht Filme in Verbindung mit der VR-Brille so gut wie realistisch

Wohl eher was für Männer ist der Twerking Butt von Topco für zuhause. Keine zwischenmenschlichen Verpflichtungen, nicht mal ein Körper - einfach nur ein rundes Hinterteil, das selbständig den Speck schüttelt und zum Spanken einlädt. Der eingebaute Masturbator mit Wärme- und Massagefunktion ist noch nicht der Top Selling Point: eine VR-Brille ist auch im Lieferumfang enthalten. In der Kombination mit dem Smartphone werden erotische Fantasiewelten zur virtuellen Realität. Nicht umsonst ist der Onlinedienst Porn Hub bei der Herstellung involviert: Der Twerking Butt als Amazon Echo der Pornobranche dient als Medium für (kostenpflichtige) Inhalte.

Derzeit gibt es bei  Amazon  nur noch wenige Twerking Butts. First come, first serve!

 

Teledildonics: Für Paare und eine nette Zeit alleine

Connected Sex Toys können für Menschen, die in einer Fernbeziehung leben, eine stimulierende Innovation darstellen: Sie ermöglichen den Cyber Sex zum Anfassen.

Lovense Max und Nora klingt wie das nette Paar aus dem Freundeskreis: „Masturbator“ Max und Vibrator Nora sollen durch große Entfernungen getrennte Partner einander wieder ganz nahebringen. Die Geräte sind einzeln verwendbar und können per App gesteuert werden - etwa im Rhythmus zu Musik. Das IoT leistet aber erst bei der Bidirectional Control-Funktion der App interessante Dienste. Damit lassen sich rund um den Globus die beiden synchronisierten Sex Toys vom Partner fremdsteuern. Die Bewegungen von Max können also auf Nora übertragen werden und andersrum – oder beide Geräte arbeiten zusammen.

Das sexy Paar von Lovense gibt es bei  Amazon.

 

Der Lush Bullet Vibrator von Lovense kann nicht nur über das Smartphone, sondern auch per Apple Watch bedient werden – lokal mittels Bluetooth oder über die App global. Der Bluetooth-Sender bleibt immer außerhalb des Körpers, dadurch ist ein Abbrechen der Verbindung innerhalb eines 3-Meter-Radius unwahrscheinlich. Die Kontrolle über die Steuerung des Spielzeugs kann abgegeben werden: über den Touchscreen wird bestimmt, wie stark Lush vibrieren soll. Das Sex Toy kann innerhalb und außerhalb des Schlafzimmers zum Einsatz kommen, es ist handlich und im Betrieb relativ leise. Als Alternative gibt es anders geformte, per App steuerbare Vibratoren oder etwa den Hush Butt Plug.

Alle Sex Toys von Lovense gibt es bei   Amazon  im Überblick.

 

Dildohülle aufs Handy, Vibrationsalarm an und anrufen lassen? Smarte Vibratoren können viel mehr

Die Bad Boys im IoS

We-Vibe hat einiges an vernetztem Sexspielzeug zu bieten: We-Vibe Sync kann alleine oder als Paar genutzt werden und in 12 Modi vibrieren, etwa im Rhythmus des Cha-cha-cha. We-Vibe Nova verspricht Frauen duale Stimulation von innen und außen, während Rave die Eigenstimulation auf den (G-)Punkt bringen soll. Die Geräte sind über die we-connect-App steuerbar, allerdings brachte diese das Unternehmen unlängst negativ in die Schlagzeilen: Nutzerdaten waren eben nicht vertraulich behandelt, sondern weitergegeben worden.

Wer auf Datenschutz keinen gesteigerten Wert legt, findet eine Übersicht der unterhaltsamen We-Vibe-Familie bei   Amazon.

 

Auch Vibratoren werden smart: We-Vibes Rave mit der zugehörigen App

Auch Dildohersteller SVAKOM sollte die Sicherheitskriterien für den Siive Eye Vibrator noch einmal überarbeiten. Das Produkt ist an sich spannend: wasserfest, wiederaufladbar und vor allem mit einer „Stirnkamera“ bestückt. Damit können intime Aufnahmen gemacht und auf Desktop, Tablet oder Smartphone gespeichert oder versandt werden. Wie allerdings diese Woche herauskam, ist Siives Auge nicht ausschließlich durch den Nutzer selbst steuerbar, sondern kann leicht gehackt werden. Die Kamera ist also von außen jederzeit aktivierbar – Privatsphäre sieht anders aus.

Exhibitionistisch Veranlagte hingegen finden in diesem Makel möglicherweise einen Extrakick – Siive Eye ist ebenfalls bei  Amazon  erhältlich.

 

Was Künstliche Intelligenz in Sexbots anrichten kann, zeigten schon die Fembots in Austin Powers

AS - Artificial Sex

RealDoll arbeitet an der AI zu seinen realistischen Sexpuppen: Harmony soll das Programm heißen und wird den künstlichen Frauen mit Künstlicher Intelligenz neben Mimik und responsiver Motorik eine Identität verpassen. Dann muss die Vorstellungskraft bei schönen Stunden mit der Gummipuppe nicht mehr beansprucht werden, denn die ideale Persönlichkeit wird individuell programmiert und mitgeliefert. Das Ergebnis könnte noch dieses Jahr zu bestaunen sein – Harmony soll 2017 fertiggestellt werden. Leisten kann sich das Vergnügen aber nicht jeder: die exklusiven Puppen an sich kosten bereits 8000 USD, zunächst wird die Ergänzung in Form eines Kopfes mit der futuristischen Technik für voraussichtlich 10.000 USD erfolgen. Dieser kann auf bereits erworbene Puppen gesetzt werden, die neue Kollektion an intelligenten Sexbots soll dann ab 30.000 USD kosten. Neben vermögenden Privatpersonen könnten solche menschenähnlichen, aber steuerbaren Sexarbeiter die Sexualtherapie bereichern.

Matt McMullen, CEO von RealDoll möchte Menschen „auf emotionaler und intellektueller Ebene erregen, statt rein körperlich“. Unter anderem aufgrund des noch sehr technischen Klangs der AI wirkt das unwahrscheinlich. Außerdem: Würde mehr Intelligenz und eine Persönlichkeit die rothaarige Olivia wirklich sinnlicher machen?

RealDoll Olivia sieht aus wie das nette Mädchen von nebenan - mithilfe von AI hat sie bald eine Persönlichkeit

 

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Studium der Kultur- & Medienwissenschaft, freiberufliche Tätigkeiten als Übersetzerin, Lektorin und Texterin. Neugierig und gerne auf Entdeckungsreise. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de. Smart-Home-Technik als neues Terrain, das erforscht werden will. Mit positiver Energie und sonnengelbem Schal die Solaranlage der Redaktion.