Alternative zu Amazon Echo und Microsoft Invoke Apple HomePod – Apples Lautsprecher klingt gut, aber…

Auf der World Wide Developers Conference 2017 kündigte Apple endlich seine Antwort auf Amazon Echo und andere Smart Home Lautsprecher an. Unbescheiden wird der HomePod als „breakthrough home speaker“ betitelt, der qualitativen Sound und smarte Features vereint. Normalerweise hat Apple allen Grund stolz auf seine Innovationen zu sein. Aber auch Microsoft setzt mit seinem Harman Kardon Involke-Lautsprecher bereits auf die Fusion von exzellentem Musikerlebnis und Intelligenz im Smart Home. Innovation bekommt man für seine 350 Dollar also nicht wirklich.Trotzdem steckt viel Liebe zum Detail im Apple HomePod und ist für Apple Music-Nutzer sicherlich eine gute Alternative zum Amazon Echo. Schauen wir mal genauer hin.

Phil Schiller enthüllt das Geheimnis um den Apple Smart Home Lautsprecher HomePod
Der Apple HomePod ist smart UND klingt gut. Kann der Echo einpacken?

Gelingt Apple mit dem HomePod der Durchbruch ins Wohnzimmer?

Apple ist gewohnt pathetisch bei der World Wide Developers Conference 2017, auf der der Smart Home Lautsprecher Apple HomePod vorgestellt wird. Vielleicht hätte man etwas kleinere Brötchen backen können, nachdem Amazon Echo und Google Home bereits Handwerkszeug in amerikanischen Haushalten sind und der Microsoft Invoke in den Startlöchern steht (kommt im Herbst 2017 raus).

Lange haben Apple-Fans auf die Siri-Steuerung für Lautsprecher und Apple HomeKit-Gadgets gewartet und werden sicherlich nicht enttäuscht. Der kugelige Lautsprecher Apple HomePod sieht aus wie ein stoffüberzogener Mac Pro, ist auf die Kommunikation mit Apple Music spezialisiert und soll sogar die Funktion eines Multiroomsystems übernehmen. Vom Klang wird man sich erst im Dezember 2017 überzeugen können. Für das niedliche Design gibts schon mal einen : ✔

Sneak Preview Video zum Apple HomePod

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Musikerlebnis: Apple HomePod vs. Amazon Echo

„breakthrough home speaker“ ist der Arbeitstitel des Apple HomePod, sein Motto „reinvent home music“. Apple hätte sich wahrscheinlich gewünscht, dass Microsoft mit Harman Kardon Invoke nicht auf die gleiche Idee gekommen wäre. Trotzdem macht es natürlich Sinn, einen Smart Home Lautsprecher von Haus aus mit gutem Klang auszustatten und ihn sozusagen als Wireless Speaker à la Multiroom nutzen zu können. Wir haben uns mal um einen Klangvergleich von Amazon Echo und Apple HomePod bemüht.

Der Apple HomePod besitzt 7 Hochtöner mit 360° Raumklang. Durch die 6 Mikrophone nimmt er nicht nur die Spracheingabe an, sondern misst automatisch die Raumbeschaffenheit per Schallwellen aus. So kann der Apple HomePod unnötigen Schall vermeiden und beispielsweise die Wand als Klangkörper nutzen. So soll ein Multiroom-System-Gefühl entstehen. Der Echo hingegen nutzt nur das Volumen des Bassreflexgehäuses, das im Gerät verbaut ist.

Der Subwoofer des Apple HomePod ist für einen derart kleinen Lautsprecher mit einem ordentlichen High Excursion Bass ausgestattet. Der Weg von der Membran des Basses, in der er sich linear bewegen kann, beträgt ganze 20mm. Dadurch ist das Band stabiler und verzerrt nicht so leicht in den Tiefen. Für den Amazon Echo haben wir keinen Referenzwert gefunden, vermuten aber aufgrund der Soundqualität, dass es weniger sein dürfte. Ein weiteres Plus für den Apple HomePod: Für noch mehr Klangpower können zwei Apple HomePods, gleich einem Multiroom-System, zusammenarbeiten.

Sowohl Echo als auch HomePod sind mit digitalem Soundprozessor (DSP) ausgestattet. Der DSP mixt die einzelnen Töne optimal zusammen. Apple hebt hervor, dass sie für den HomePod dieselben A8-Chips verwenden, die auch in iPhones zum Einsatz kommen. „The biggest brain ever in a speaker“, heißt es von Apple-Sprecher Phil Schiller.

Inwiefern sich Hochtöner, Subwoofer und A8-Chip bemerkbar machen, wird erst der Praxistest zeigen - was man jetzt schon sagen kann, ist das Apple wesentlich mehr wert auf die Audioausgabe gelegt hat als Amazon. Da Musik auch irgendwie ein Steckenpferd von Apple ist, wundert es nicht, dass der lang erwartete Lautsprecher ein weiteres ✔ für die Soundqualität erhält.

Der HomePod hat "Spatial Awareness" und kann sich lokalisieren

Apple setzt mit HomePod Schwerpunkt auf Musik

Nicht nur, dass der Apple HomePod durch guten Klang zu glänzen vermag, auch die nahtlose Integration von Apple Music verspricht der Hersteller - was man wohl auch erwarten darf, wenn ein Abo desselben für den Lautsprecher notwendig ist. So kann man Siri nicht nur um die Songwiedergabe bitten, sondern ihr intuitiv Fragen zu den Bandmitgliedern oder dem Erscheinungsdatum stellen. Der Apple HomePod will der Musik-Nerd sein, der im eigenen Freundeskreis immer gefehlt hat.

Siri als HomeKit Smart Home Steuerung

Bei all dem Aufsehen darüber, dass Apples neuer Lautsprecher tatsächlich gute Musik abspielt und ein Musikkenner ist, könnte man fast vergessen, dass es doch eigentlich um viel mehr geht als Musik. Nämlich die Eroberung des Wohnzimmers durch eine cloudbasierte persönliche Assistenz. Siri kennt die Nachrichten und den persönlichen Terminkalender. Je nach Ausstattung des Smart Home mit Apple HomeKit-kompatiblen Geräten, kann sie das Licht und die Heizung auf Sprachbefehl in den offenen Raum ansteuern. Da der HomePod mit der Apple Home-App verknüpft ist, funktioniert der Zugriff auf das Apple HomeKit Smart Home von überall auf der Welt.

Apple HomePod im Überblick

  • Apple-designed Woofer mit A8 Chip für Bass-Management durch Echt-Zeit-Software
  • 7 Hochtöner mit Beamforming, die den Klang ausbalancierten
  • Automatische Raum-Orientierung zur Bestimmung der Position im Raum
  • 6 Mikrophone mit Echo-Cancelling zur Eingabe von Sprachbefehlen
  • Siri Waveform-Licht signalisiert, ob Siri aktiv ist
  • Touch-Sensoren als zusätzliche Navigationsoption
  • Automatische Abstimmung von zwei Lautsprechern zum Wireless Multiroom-System
"Hey Siri, ich bin zuhause!" - Der HomePod setzt auch vorprogrammierte Szenen in Gang

Ist der Apple HomePod sicherer als Amazon Echo?

Die Frage nach der Sicherheit ist immer so eine Sache, wenn es um Smart Home Lautsprecher geht. Sie lässt sich aufgrund der fehlenden Überprüfbarkeit nicht wirklich beantworten. Beim Echo weiß man, dass er konsequent horcht, aber nur die Sprachbefehle an Alexa an die Cloud weitergibt. Was man nicht so genau weiß, ist inwiefern Amazon die eingehenden Daten nur zur Verbesserung der Software nutzt oder auch zur Vermarktung von Produkten auf seiner Plattform. Apple betont, dass jeder eine anonyme Siri-ID erhält und die Sprachbefehle verschlüsselt an die Cloud gehen. Wer oder was also den Apple HomePod nutzt, dass weiß nur sein Nutzer – soweit die offiziellen Angaben. Das Apple tatsächlich großen Wert auf Sicherheit legt, zeigt sich in der langwierigen Prozedur ein "works with HomeKit"-Siegel zu erhalten. Nicht jeder Hersteller schafft es ins Apple Ökosystem. Beim Thema Smart Home will Apple ganz klar nicht nur mit Design brillieren, sondern auch mit Vertrauenswürdigkeit. 

Fazit zum Apple HomePod: Keine Innovation, aber gute Arbeit

Der ein oder andere hatte sich vielleicht mehr erhofft von Apples Antwort auf Echo und Co. Diesmal hat der Innovator das Rad nicht neu erfunden, dafür aber alles daran gesetzt, den Apple HomePod zum perfekten Assistenten für Musikliebhaber zu machen. Die Zielgruppe ist klar: Apple-Fans oder die, die es werden wollen. Denn schließlich steuert der HomePod ausschließlich Homekit-kompatible Geräte und streamt über Apple Music. Vermutlich werden auch nur Macianer die 350 Dollar für die gut-klingende Smart Home Steuerung übrig haben. 

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Preise und Verfügbarkeit des HomePod

Der HomePod ist ab Dezember 2017 in den USA, in England und Australien verfügbar. Er ist in weiß und Space Grey erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung von Apple für den HomePod liegt bei 349 Dollar. Weitere Länder werden 2018 folgen.

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homeandsmart Redaktion Alina Günder

Ausgebildete Veranstaltungskauffrau bei der FUNKE Mediengruppe, Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund. Längere Auslandsaufenthalte, um Perspektiven zu wechseln. Praktika in Radio- und Printredaktionen sowie im Online-Marketing. Selbständige Autorentätigkeit bei verschiedenen Onlineformaten. Heute Redakteurin bei homeandsmart.de mit einem kritischen Blick auf neue Technologien. Dabei immer im Fokus: Wie kann smarte Technik unseren Alltag erleichtern?

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